Beiträge von Kieselsteinchen

    Siehst du, und genau da ist das Problem: Offensichtlich WILLST du meine Frage nicht verstehen.

    Ich frage nach der allgemeinen Metaebene, du antwortest, indem du wieder auf die "jeder persönlich für sich macht sein Süppchen"-Ebene gehst.

    Aber wie gesagt - es ist okay...

    Ich wiederhole meine Frage, die präziser nicht gestellt werden könnte:

    Wie stehst du zu der Tatsache, dass du durch dein Verhalten ein System aufrechterhältst, gegen das sich offensichtlich eine große Zahl an Kollegen wendet?

    "Hab ich schon geschrieben" (nein...) und "Schreib ich nix zu" IST Ausweichen. Nach wie vor.

    Ich habe den Thread von vorne bis hinten verfolgt und auf meine Frage/n hast du an keiner Stelle geantwortet. Genau deshalb habe ich sie noch einmal explizit gestellt. Aber, wie gesagt, mit einer solchen ausweichenden Antwort gerechnet.

    *scroll*

    Und nun?

    Entschuldige, es war wohl noch ein Beitrag drüber. Ich zitiere mich mal selber, das sollte für dich verständlich sein:

    Das ist wahrscheinlich nicht einmal den betreffenden Eltern vorzuwerfen, sondern eher der Selbstverständlichkeit im Allgemeinen, mit der Aufgaben, die seltsamerweise automatisch nicht mehr von jemandem erwartet werden, der ein Kind zu Hause hat (und dabei ist es egal, ob es um Teilzeit- oder um Vollzeitkollegen geht), auf alle anderen umgeschichtet werden.

    Und ja, an dem Punkt komme ich mir oft genug veräppelt vor.

    *Das ist wahrscheinlich analog für Männer mit Kindern zu denken; an meiner Schule jedoch ist es ein typisch frauenspezifisches Thema.

    Was ist dann also dein Problem? Du kanntest deine Arbeitsbedingungen doch vorher ganz genau. Und hast du überhaupt schon mal versucht, eine Klassenfahrt auszulassen? Was würde passieren, wenn du sagst, dass du dieses Jahr nicht fahren willst? Ich sehe nicht recht, inwiefern das Familienleben anderer dich mehr belastet. Du könntest auch Teilzeit beantragen und darum bitten, erst zur zweiten Stunde kommen zu dürfen oder donnerstags frei zu haben. Möchtest du das denn? Oder geht's vielleicht doch bloß ums Prinzip?

    Andersrum wird ein Schuh draus: Die Eltern kannten die Arbeitsbedingungen vorher ganz genau.

    Da jetzt von einem hohen Preis zu sprechen, den man zahlt, um seine Kinder in den Ferien zu betreuen, halte ich für heuchlerisch.

    Die Frage, wo "mein Problem" ist, kannst du dir ganz einfach selber beantworten, in dem du meinen vorletzten Beitrag noch einmal liest.

    solche "Freibriefe"

    Dass jemand diese Freibriefe, deren Existenz du ja unumwunden zugibst, nicht selbstverständlich nutzt, kommt bei uns kaum vor

    Und genau das ist mit einer der Gründe, warum immer weniger Menschen auf Lehramt studieren.

    Ich wage zu bezweifeln, dass die "schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Lehramt" (?????) einer der ausschlaggebenden Gründe für die zurückgehenden Studizahlen sind.

    Für Frauen mit Kindern* lohnt sich der Lehrerberuf durchaus. Insbesondere aufgrund des vorausgesetzten Verständnisses und des Auffangens durch die Nicht-Eltern-Kollegen.

    Klassenfahrt? Ne sorry, geht nicht. Arbeite zwar Vollzeit, aber hab ja Kinder daheim; da kann ich dieser Dienstpflicht unmöglich nachkommen.

    Klassenleitung? Ne sorry, geht nicht. Arbeite ja Teilzeit wegen meiner Kinder; dieser Verpflichtung kann ich also frühenstens wieder nachkommen, wenn meine Kinder volljährig sind.

    Und das ist bei uns bei ganz ganz vielen Punkten so.

    Da ist wahrscheinlich nicht einmal den betreffenden Eltern vorzuwerfen, sondern eher der Selbstverständlichkeit im Allgemeinen, mit der Aufgaben, die seltsamerweise automatisch nicht mehr von jemandem erwartet werden, der ein Kind zu Hause hat (und dabei ist es egal, ob es um Teilzeit- oder um Vollzeitkollegen geht), auf alle anderen umgeschichtet werden.

    Und ja, an dem Punkt komme ich mir oft genug veräppelt vor.

    *Das ist wahrscheinlich analog für Männer mit Kindern zu denken; an meiner Schule jedoch ist es ein typisch frauenspezifisches Thema.

    Aber ich seh schon. Wir kommen nicht zusammen.

    Dir ist alles völlig egal, mir nicht. Ist halt so.

    Auf der letzten Hochzeit, auf der ich war, sind auch Jugendliche mit Basecap (und im Anzug) herumgelaufen. Hat sich niemand dran gestört. Warum auch?

    DU hast dich also daran nicht gestört. Ich nehme a) nicht an, dass du jeden Hochzeitsgast einzeln gefragt hast und b) auch nicht, dass jeder bei so viel Toleranz deinerseits sein Missfallen zum Ausdruck gebracht hätte, hätte er/sie es empfunden.

    Sie senden nicht Signale, andere Menschen interpretieren etwas in die Kleidung hinein. Dessen sollte man sich bewusst sein. Man sollte sich aber auch bewusst sein, dass es nur in wenigen Fällen wichtig ist was andere Menschen von jemandem denken.

    Ja, und vor diesem Interpretieren ist kein Mensch gefeit, das passiert ganz automatisch und mag man sich für noch so tolerant halten.

    Und die Behauptung, dass es sehr selten wichtig ist, was andere von einem denken, halte ich für äußerst gewagt.

    Wenn jemand mit der Arbeitshaltung oder Konzentration Probleme hat, dann spreche ich bspw. auch an, dass die Kleidung helfen kann, sich selbst in eine andere mentale Haltung zu bringen.

    Aha, und das entscheidest dann du, wann das der Fall ist?

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