Beiträge von row-k

    Ich muss mich entschuldigen bei Meike: Nicht die Überschrift des Videos heißt, sondern unter dem Video steht: "... pq-Formel-Aufgaben selbst erstellen, zum Üben gut".


    Nun aber eine Bitte an die Mathe-Kollegen: Wie erstellt Ihr "auf die Schnelle" pq-Formel-Übungen, zB. mit VIETA? Vielen Dank für Tipps!


    Ach ja: Die keine Ahnung von Mathe haben, halten sich bitte zurück, nochmals Dank.


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    Edit by Mod: durchgestrichen wegen Verstoßes gegen die Netiquette. kl. gr. Frosch, Moderator

    Wie hieß doch die Überschrift?


    "...pq-Formel-Aufgaben selbst erstellen ..."


    Darum ging es nur. Dass die Schüler dann schnell mal sehen wollten, ob das funktioniert, weil sie ja mit pq-Formel & Co. schon gut umgehen können, übersehen die Gurus des Forums geflissentlich / typischerweise.


    Physik sei nur "irgendwie rechnen"? Ja, ja ...


    Na ja, kein Problem. War ja nur ein Tipp, sich Aufgaben zu basteln.

    Mit der Linearfaktoren-Form kann man schon mal Nullstellen, also "schöne Ergebnisse" festlegen. Dann multipliziert man die "Linearform" aus und erhält die Normalform. Aus dieser macht man dann mit dem üblichen Handwerkszeug "schwierigere Sachen".


    Haben wir heute gerade mal gemacht, damit Schüler sich eigene Aufgaben basteln können, hier aber nur für die Anwendung der pq-Formel, allein, das Prinzip ist das gleiche wie beschrieben.


    Kannst ja mal hier gucken: Unser Unterrichts-Video auf youtube.

    Musste nicht Mathe vertreten,könnte tauschen.Glück gehabt,Reli ohne Film.
    ... Ich habe NULL Ahnung von Mathe! Und schlimmer als "rumdaddeln"finde ich,wenn man Nachfragen nicht standhalten kann bzw die SuS merken,man hat keinen Schimmer...


    Aber Du warst doch auch mal in einer Schule. Gab's da gar kein Mathe (bzw. "NULL ... Mathe")?

    Lieber Elternschreck,


    Deinem letzten Beitrag kann ich das genaue Gegenteil gegenüber stellen, allerdings nur, was meine siebente (bald achte) Klasse betrifft.


    In enger Zusammenarbeit mit den Eltern haben wir es mit den "moderneren" Kollegen geschafft, aus dieser Klasse echte Gymnasiasten zu machen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es sind zusammengewürfelte Schüler aus dem Landkreis; nicht alle hatten eine Gym.-Empfehlung, kaum ein Schüler kannte den anderen.
    Die Klasse ist eine eingeschworene Gemeinschaft geworden und zwar eingeschworen, sich anzustrengen und das Beste zu geben. Wer nicht kann, dem wird geholfen. Wer nicht will, der wird gefordert. Bspw. holten wir einen Schüler morgens ab, weil er wiederholt verschlafen hatte (wegen nächtlichen Spielens im Internet). Das Abholen passte auch gleich zum Mathe-Unterricht (Flächen im wahren Leben).


    Alle Kollegen freuen sich auf Unterricht in dieser Klasse und unterrichten schon lange Stoff aus höheren Klassen. Die Kinder wollen etwas lernen, finden es "cool", schlau zu sein. Sie sind stolz, wenn sie schon höheren Stoff lernen - und all das fördern wir mit allen Mitteln. Zensuren sagen wir laut an, ermuntern, missbilligen sachlich, spornen aber an, zeichnen aus, fördern den Stolz usw.


    Gleich zu Beginn des Schuljahres machten wir den Eltern klar, dass sie das Wort "krank" sehr ernst nehmen. Bei Schnupfen, Husten, Kleinigkeiten, Gips-Bein usw. kann man die Schule besuchen. Dementsprechend wenig Fehlzeiten haben wir. Auch wissen die Kinder, dass sie im Falle von Abwesenheit nachholen müssen. Um das Nacharbeiten und das häusliche Üben leichter zu machen, haben wir die Unterrichtsmitschnitte von Mathe, Physik und teils Chemie in's Internet gestellt. So gibt es keine Ausreden.


    In dieser Klasse lernt JEDER Schüler FAST jeden Tag ein bisschen für JEDES Fach. Die beste Aussage einer Schülerin war: "Seit dem ich jeden Tag 5 Minuten Mathe übe, macht mir Mathe Spaß."
    Dementsprechend sind die Zeugnis-Noten: 3x 1,0 ; 1x 1,06 ; der schlechteste Durchschnitt liegt bei 2,3 . Na ja, stolz bin ich schon ...


    Nun aber genug des Schwärmens!
    Ja, die höheren Klassen waren so ein hohes Tempo und solche Anforderungen nicht gewöhnt, ziehen aber nach. Dabei kann man beobachten: Je älter die Schüler, um so schwerer tun sie sich mit dem Nachziehen. Ein Elfer sagte mal zu mir: "Wir machen Bulimie-Lernen, also heute viel für morgen lernen und dann auskotzen." Aus dieser Einstellung folgt die Unbildung, die Du so bedauertest in Deinem letzten Beitrag.


    Habt alle einen schönen Abend!
    Björn Köhler


    ...Für die Klausur rechtzeitig zu lernen beginnen....


    Noch besser: JEDEN Tag ein wenig üben hilft mehr, als wenn man, weil man schon wieder einiges vergessen hat, alles auf einmal nachholen will, sei das auch noch so rechtzeitig.


    Jüngst sagte eine Schülerin zu mir: "Seitdem ich jeden Tag 5 Minuten Mathe übe, macht mir Mathe Spaß."

    Seit Januar 2014 schneiden wir den Unterricht am Gymnasium in Mathe, Physik und Chemie mit und veröffentlichen alles auf youtube.


    Seltsamerweise sind besonders die Chemie-Videos am gefragtesten, warum nur?

    Kennst du das Buch "Gute Lehrer müssen führen" von Günther Hoegg? Obwohl ich jetzt auch schon drei Jahre eigenständig unterrichte, hat es mir doch noch viele gute Tipps gegeben. ...


    Donnerwetter! Ich habe bei Amazon mit der "Search-Inside"-Funktion ganz gezielt auf der Seite 53 (Sprache als Führungsmittel) und den folgenden Seiten gelesen. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen und gab mir teils weitere Anregungen, noch weiter über Schüler-Verhalten nachzudenken.


    Auch wird dort schön erklärt, wie wichtig das Handeln des Lehrers ist. Worte (Ermahnungen, Drohungen usw.) helfen nur, wenn diese Worte stets durch Handlungen des Lehrers begleitet / untermauert sind. Wir kennen das alle aus dem täglichen Leben: An den Taten erkennt man den Menschen, also auch die Lehrer. ;)

    Hmm. Viel PROBIERT hast Du ja. Aber hast Du konsequent auch das Generelle DURCHGEZOGEN?


    (generell gilt: schnell sein, sofort eingreifen, im Akutfall nie diskutieren, angedrohte Maßnahmen durchziehen, trotzdem den Einzelnen wertschätzen: das Verhalten, nicht die Person bewerten)

    1. ... aber als Außenstehender bekommt man von älteren (schwierigen Schülern) durchaus zu hören "ach, den Lehrern bin ich doch egal"- sie wollen auch gesehen (wahrgenommen, wertgeschätzt) werden, nur drücken sie das ungesund aus...



    ...
    2. (generell gilt: schnell sein, sofort eingreifen, im Akutfall nie diskutieren, angedrohte Maßnahmen durchziehen,
    3. trotzdem den Einzelnen wertschätzen: das Verhalten, nicht die Person bewerten)



    Gefällt mir sehr, denn so ist es wirklich!
    zu 1. Jeder Mensch möchte angesehen werden, auch von uns Lehrern. Selbst Grundschüler (2. Klasse) sagten letztens zu meiner Frau: "Sie nehmen uns wenigstens ernst."
    Hier kannst Du ansetzen. Nimm Dir EINEN der drei schnell mal in der Pause beiseite und mach ihm OHNE Standpauke in zwei, drei Sätzen klar: "XY, das einzige, was ich will, ist, dass Du AUCH etwas lernst. Und ganz nebenbei: Ein Mann ist ein Mann, wenn er 'was kann."
    Sollte er (wirklich!) alles können und darum stören, dann so: "XY, Du machst das alles mit links, aber die Anderen eben nicht. Sei so höflich und gib den Anderen die Chance, es wenigstens so zu lernen, wie Du es schon vor der Stunde kannst! ... Wenn es Dir zu langweilig ist, dann lies etwas; das erlaube ich Dir hiermit, aber sei rücksichtsvoll und halt den Mund!"


    ... usw. usf., je nach Schüler, das muss man ggf. anpassen. Aber nochmals: KEINE Standpauke, nur diese paar Sätze! UND: Nicht auf Diskussionen einlassen a la "Der YZ lacht ja auch immer." Bleib bei diesem EINEN: "Ja, aber ich will, dass DU zum Mann wirst und lernst, DU, nur DU !!"


    Die anderen beiden Störer werden den einen, den Du Dir geschnappt hast, natürlich fragen. Wenn es eben KEINE Standpauke gab, werden sich alle drei wundern. Wundern öffnet das Unterbewusstsein ...


    zu 2. Auch, wenn es Dich anfangs nervt: Greife IMMER ein, unmittelbar! Das lässt alsbald nach, weil es wirkt.
    zu 3. Nach dem Eingreifen: Sofort wieder freundlich sein - zu allen, auch zum Zurechtgewiesenen!


    Ich weiß, 2. und 3. sind etwas anstrengend und das bedarf eventuell einiger Überwindung und des Trainings, sofort wieder von energisch fordernd auf freundlich und ruhig umzuschalten. Aber es wirkt und es wird sich bewähren.


    Viel Freude beim Unterricht!

    Hallo, panthasan!


    Nimm doch mal die Suchfunktion und gib das Wort "Störung" ein, am besten in der "erweiterten Suche"! Ebenso kannst Du andere Worte (zB. Disziplin, auffällig usw.) eingeben.


    Ach ja: Willkommen im Forum!

    ... Ich denke, dass man in diesen Fällen klar eine Grenze ziehen muss und das Recht der anderen Schüler auf Unterricht und körperliche Unversehrtheit höher zu gewichten hat. ...


    Genau das ist der Punkt! Diese Rechte kann man als Lehrer auch durchsetzen und ist rechtlich sicher (leider finde ich jetzt den genauen Wortlaut des Gesetzestextes nicht).

    Hallo, Condi!


    Ich mache das ab und zu bei Fremdwörtern und habe es zuletzt mit dem Begriff "Moral" wie folgt gemacht und so ist mein Vorschlag: Ergründe zuallererst den Begriff "Ethik" im Dialog mit den Schülern. Das ist sehr spannend zu beobachten, wie sich die Begriffsbedeutung herauskristallisiert. Natürlich MUSST Du vorher genau die Gesprächsregeln festlegen und während der gesamten Zeit peinlich genau einfordern. Einige durchaus provokante Fragen kannst Du durchaus im Gespräch dazwischenwerfen, das bringt ab und zu "Schwung" in den Unterricht.


    Du wirst staunen, wie die Schüler mitmachen und - das scheint bei Förderschülern gar nicht so sicher, ist es aber - wie genau sie die Bedeutung dann doch herausarbeiten.

    ...Am besten ist es, wenn du eine Kollegin mit in das Gespräch nimmst, die auch schon Erfahrungen mit dem Kind gemacht hat.


    Ja, das ist das Wichtigste, wenn man die Möglichkeit und Zeit dazu hat.


    Oft ist es aber so, dass eben diese Möglichkeit nicht vorhanden ist. Bei Gefahr für andere (große und kleine) Menschen, schreite ich auch sofort ein. Allerdings berichte ich dann unmittelbar einem Vorgesetzten und nehme Zeugen dazu mit.


    Bei kleineren Vorfällen (Kind stört massiv) forderte ich, wenn alles nichts half, zuerst (bspw.): "Komm mit!"
    Folgte das Kind nicht, führte ich es am Handgelenk weg. Auf so etwas wie "Fass mich nicht an!" reagiere ich gar nicht.


    Aber das alles war anfangs, als ich in diese Schule kam, selten nötig. Allzu bald waren die Klassen ruhig, hatten sich doch auch die "Seltsamen" daran gewöhnt, dass meine Worte stets Konsequenzen haben. Nach einem halben Jahr herrschte (Zitat des stellv. Schulleiters) "gymnasiales Lernniveau" in meiner Klasse dieser Realschule.


    Dabei half auch diese Art der Konsequenz.

    Zitat

    Original von [FoNziE]
    ...aber er hat sie mit Erfolg gebändigt. Also für so ne harte Schiene bin ich nicht gemacht. Und die braucht man, oder, row-k?
    ...


    Warum? Wie kommst Du darauf?

    Zitat

    Original von Mia
    Wirklich helfen und sie auf den richtigen Weg bringen, kann man schwierigen Schülern eigentlich nur, indem man für klare Strukturen sorgt und ein sehr konsequentes, aber ruhiges und freundliches Lehrerverhalten praktiziert.


    Genau so geht es. Und man muss das gewünschte Verhalten vorleben, muss VORBILD sein.


    Klar, wenn es reicht, muss man die Bande auch mal schockieren. Dann sind sie auch offen für (sie) neue Denkweisen. Das kann auch in SELTENEN Fällen ein kurzes Brüllen sein.

    Zitat

    Original von Igzorn
    1. ...Mein bissiger Sarkasmus mag vielleicht Schüler aus der Oberstufe meines Gymnasiums in die Knie zwingen, aber ein derartiges Publikum versteht das ja nicht einmal.
    2. Außerdem müssen viele der gezeigten Schüler/innen bloß den Mund aufmachen, um bei mir tiefste Antipathie hervorzurufen.


    3. Von daher vielleicht einmal die direkte Nachfrage bei den Hauptschulkollegen: ist das in der Sendung gezeigte eher die Normalität bei euch oder schon das Extreme?


    1. Stimmt, darum sollte man eindeutige und klare, kurze Sätze sprechen - ohne Konjunktiv.


    2. Och, das gibt sich. Sie sind nicht so, wie sie sich zu Anfang geben. Sie wollen eigentlich alle nett zu ihren Mitmenschen sein und wenn man als Lehrer die richtige Atmosphäre schafft, sind sie es auch.


    3. Ein bisschen extrem ist es, aber beherrschbar.

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