Beiträge von Volker_D

    Doch, war es. Man hat Spicker gemacht, dabei hat man was gelernt. Man hat Zettelchen herumgeschoben, das waren Beweismittel. Man hat vielleicht die Eltern beansprucht, aber die haben mit einem geredet. Abschreiben ergab zwei identische Texte, das konnte man überführen. Miteinander reden konnte man auch, aber das verursacht Geräusche.

    Du hast aber schon gemerkt, dass ich über Hausaufgaben und Referate gesprochen habe und nicht über Spicken bei Klassenarbeiten, oder?

    Und ich möchte sehen, wie du ein abschreiben von: "Löse die Gleichung 2x=4x+6" erkennst. Also ich gehe erstmal immer davon aus, dass da alle Schüler das gleiche geschrieben haben, selbst wenn sie nicht voneinander abgeguckt haben. Was willst du da anders formulieren?

    Und nein: Auch "Spickzettel" kann man verschieden erstellen. Nämlich einmal so, dass man darüber nachdenkt und es versteht (das ist gut) oder indem man einfach nur etwas abschreibt ohne es zu verstehen (das ist schlecht, weil du da genau Null gelernt hast). Genau so ist das bei KI auch: Du kannst das abschreiben ohne es zu schnallen, aber man kann es auch verstehen. Das liegt einzig an dir selbst, nicht an dem Werkzeug das du nutzt. Das hal also weder etwas mit Spicker noch mit KI zu tun.

    ABER: was wäre, wenn der Moderator etwas Anstößiges oder Schlimmeres in meinem Namen verlinkt hätte?

    Das ist in der Tat in so ziemlich allen Foren so. Moderatoren bzw. die Admins der Datenbank können im Grunde beliebig die Daten ändern. Daher ist soetwas vor Gericht auch nicht immer ganz so leicht zu beweisen. Man kann noch zusätzlich in die Logdateien der Server gucken, aber auch die kann ein Admin ändern und die Logdateien werden oft nur für kurze Zeit gespeichert.

    Kann man wohl nur ändern, wenn die Nachrichten signiert werden. Technisch möglich. Ich kenne aber gerade keine Forensoftware, die das macht. Würde auch die Serverkosten mal wieder etwas höher treiben.

    Und kommt soetwas in der Praxis vor? Ja, habe ich schon selbst erlebt (nicht in diesem Forum, sondern in einem anderen. Da wurde im meinen Namen etwas geschrieben, was ich nie geschrieben habe.)

    Wobei man bei den Quellen vorsichtig sein muss, beziehugsweise die prüfen sollte. Chat-gpt hat mir in den letzten Monat ganz cool 2 mal Quellen genannt, die es gar nicht gibt.

    Hausaufgaben sind aber wegen KI nicht sinnlos. Die müssen schon Mathe zu Hause üben. Und wenn die Mathe im Bus nur abschreiben oder die Oma die Hausaufgaben rechnet... konnte ich auch schon ohne KI kaum prüfen. Ob jetzt ein Referat über [beliebiges Thema] noch Sinn macht, war schon damals zweifelhaft. Konnte man damals schon einfach irgendwo abschreiben. Ein Referat macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man sich da hinstellen kann und frei zum Thema erzählen kann und man danach Fragen beantworten kann. Nur sich da hinstellen und eine Präsentation von einer KI vorlesen ist genau so sinnlos wie es vor 30 Jahren schon sinnlos war, wenn sich Schüler dahingestellt haben und von einem Zettel abgelesen haben; das konnte auch von einer anderen Person erstellt worden sein bzw. nur irgendwo abgeschrieben worden sein. Ich kann mich noch daran erinnern, wie damals meine Mitschüler in der Oberstufe für den Deutschunterricht die "Lösungen" im Buchhandel gekauft hatten. War also in meiner Kindheit nicht so viel anders.

    Dann noch einmal: es ging nicht um die Reduktion von 128 Bit auf 64 Bit, die durchaus kritisch ist, sondern um die Reduktion von 256 Bit auf 128 Bit, die alles andere als kritisch ist. Derzeitiger Goldstandard bei symmetrischen Verfahren ist der AES-256, dessen Sicherheit in der Praxis aber auch bei erfolgreicher Implementierung von Grovers Algorithmus auf Quantencomputern noch hinreichend gewährleistet wäre.

    Das macht es doch nur schlimmer. Wenn es durch den Gover Algorithmus von 2^256 auf 2^128 halbiert wird und vorher 10^10 Jahre benötigt hat, dann sind es danach nur noch 10^-21 Sekunden. Also sofort. Setzt aber einen Quantencomputer mit sehr vielen Qbit vorraus. siehe #607

    Also meine Schüler nutzen chat-gpt auch schon mal. Und sie machen das im Grunde ganz genau so wie bei einem Mitschüler, den Eltern, der Nachhilfe, dem Lehrer, Google Suchmaschine ... sie fragen einfach chat-gpt und erhalten dann eine Antwort. Ich sehe daher nicht das Problem, sondern eher den Vorteil, dass chat-gpt es mitlerweile doch oft besser/schneller erklären kann, als ein anderer Mensch, den sie ansonsten fragen würden.

    Das "längere Nachdenken" sagt nur, dass von chat-gpt nicht die "einfache" KI Model genommen wird, sondern das sich selbst verbesserne Model. Die KI stellt dann deine Frage besser formuliert selbst an die KI, liest seine eigenen Antworten und fragt sich ggf. selbst noch einmal nach um noch genauere Antworten zu erhalten.

    In der kostenlosen Version hat man nur ein paar "längere nachdenken" Versuche pro Tag. In der bezahlten Version hast du davon mehr.

    Chat-gpt entscheidet normalerweise automatisch, ob er das "einfache" Modell nutzt oder das selbst selbst verbessernde Modell. Du kannst ihn dazu aber auch antriggern, indem du ihn vorher zum Beispiel sagt (oder ähnliche Sätze) "Denke ganz genau nach und überprüfe deine Aussagen."

    Hatte ich nicht gedacht. Hat er das Bild gelesen?

    Ich habe aktuell viel einfache DInge mit chat-gpt versucht. z.B. schlicht eine Datei von Englisch auf Deutsch zu übersetzen. 10 Sätze macht er noch sehr gut mit. Ab 100 Sätze steigt er aus und versagt.

    Ja, man kann Google Translate benutzen, aber der kostenlosen Version kann man kein Glossar mitgeben und dann sind die Übersetungen, zumindest bei mir, zu kanpp 5% falsch.

    Ich nutze chat-gpt aber gerne zum Korrekturlesen meiner Englischen Texte. Das macht er wirklich klasse. Er erkennt sogar unpassende Überschriften, falsche Links, falsche Aussagen, ... Aber auch hier nicht fehlerfrei. Geschätzt 1% seiner Korrekturen sind falsch. Er behauptet manchmal auch Dinge, die ich gar nicht geschrieben habe. (Also wenn ich ihn z.B. nach Rechtschreibfehlern suchen lasse, dann nennt er plötzlich angeblich falsch geschriebene Worte, die in meinem Text gar nicht vorkommen.)

    Also gut, dann genauer gerechnet.

    Wenn sich die Komplexität von 2^128 auf 2^64 halbiert und mal angenommen du brauchst vorher 10^10 Jahre zum knacken, dann dauert es danach nur noch 0,02 Sekunden.

    Ich habe leider nur einen echten Datensatz erhalten, aber ich habe mir zusätzlich recht viele zufällige Datensatzen gemacht. Das Programm ist jetzt in einem Zustand, der eine erste Veröffentlichung zulässt. Den Link setzte ich nicht hier um Forum, aber wer mich per PM anschreibt, der bekommt ihn von mir (Windows, Linux und MacOS Version erhältlich).

    Die die Pseudozufallszahlen (Also die klassich berechneten Zufallszahlen am Computer) sind auf jeden Fall begrenzt und haben ein Maximum. Die Quantenzufallszahlen sind meines Wissen nach ebenfalls alle begrenzt, da die Ausgabe digitalisiert wird und eine feste Breite hat. Rein theoretisch könnte man es als String ausgeben und das Ende des Strings rein zufällig (extrem selten) setzen. Ich kenne aber keinen der das macht und wüsste auch nicht, wo man das praktisch anwenden könnte.

    Mal Überschlagen:

    2^256 = 1,1E77

    2^128= 3,8E38

    Ok, dass ist jetzt nicht zu O(1) geworden, aber wenn es also vorher 10000 Jahre zum Knack gebraucht hat, dann wird dann danach weniger als 1 Sekunde benötigt. Da würde ich schon von "brechen" sprechen.

    Hauptproblem ist aber, dass da ein Rechner mit 128 Qbit nicht ausreicht. Dafür sollen wohl schätzungsweise einige hundert tausend QBits benötigt werden.

    Von dem sprach ich. Dieser reduziert die Komplexität zwar erheblich, aber bricht die Verfahren deswegen noch lange nicht. Zudem ist eine praktische Umsetzung von Grover´s Algorithmus derzeit noch nicht absehbar.

    Wenn ich es richtig im Kopf habe, dann reduziert er bei AES-256 Komplexität von 2^256 auf 2^128.

    Grover ist aber schon 2017 von IBM auf einem 5-Qubit-Systemen umgesetzt worden. Das ist aber viel zu wenig "Speicherplatz" um AES-256 anzugreifen. Dafür werden größere Quantencomputer benötigt. Das wird aber, so wette ich, in den nächsten 20 Jahren nichts.

    Wobei die beiden Beispiele (ein Würfel bzw. Roulett), wenn die Würfel nicht gerade gezinkt sind, deutlich bessere Zufallszahlen erzeugen als die Abfrage eines AD Wandlers bei Arduino und co. Beide haben aber den Nachteil, dass sie noch langsamer sind und nicht vom Computer durchgeführt werden können.

    Sowohl Würfel als auch Roulett sind zwei beliebte Simulationen zum Testen von Zufallszahlengeneratoren. Es gibt mehrere Testsammlungen um gute Zufallszahlen zu prüfen: z.B Diehard. Damit habe ich mal die Zufallszahlen des Hardware AD Wandlers vom Arduino gestetet. Ist in vielen Tests krachend gescheitert und viel zu vorhersehrbar. Selbst die einfachen Pseudozufallszahlengeneratoren, die nur berechnet werden und gar nicht zufällig sind haben die Tests besser bestanden.

    Das kann man schon lange. Dafür reicht eine Diode oder ein Widerstand und ein A/D-Wandler.

    Aber ich dachte beisher immer, dass es wegen der Entschlüsselung reproduzierbare Zufallszahlen (Pseudozufallszahlen) für die Kryptografie braucht.

    Ja, vorallem für Primfaktorzerlegung.

    Aber das mit Diode, Widerstand und A/D Wandler ist gar nicht so leicht wie du denkst. Auch das ergibt keine "guten" Zufallszahlen.

    Warum? Weil es von deiner Umgebung abhängt. Kannst du leicht an Arduino, Raspberry Pi und Co prüfen. Da kannst du auch auch einfach den analogen EIngang zum lesen benutzen um Zufallszahlen zu erzeugen. Hat aber 2 große Nachteile:

    a) Diese Zufallszahlen können nur relativ langsam abgefragt werden. Wenn du also viele Zufallszahlen brauchst, dann ist das nicht zu gebrauchen.

    b) Diese Zufallszahlen sind statistsich leider gar nicht so zufällig, wie gute Zufallszahlen sein müssen. Klar, wenn du es nur ein einziges mal machst/gebrauchst, dann ist es zufällig genug. Brauchst du aber viele Zufallszahlen und oder große Zufallszahlen (und setzt diese also aus vielen Zufallszahlen zusammen. Beim Arduino hast du ja z.B. nur einen 10 bit AD Wandler, kannst also gerade mal eine "zufällige" Zahl zwischen 0 und 1023 machen, dann brauchst du viel mehr AD Wandler. Und die Zahlen sind untereinander nicht zwingend unabhängig. Ist eigentlich egal wie du es machst, ob mit fotowiderstand, Kamera, ... Ja, dass sind Hardware zufallszahlen, einmalig ok. Für viele Zufallszahlen aber leider viel zu unzufällig und vorhersehrbar bzw. stark eingrenzbar.

    Jain. AES(-256) und SHA(-512) sind nicht voll quantensicher.

    Nur unter den im Moment zu erwartenden Quantencomputer der nächsten Jahre (was auch immer damit gemeint ist) wird dieses angenommen.

    Der AES und SHA Algorithmus lässt sich von Quantencomputer mit dem Grover’s Algorithmus angreifen.

    Das BSI stuft AES als nicht quantensicher ein.

    Das ist aber nicht all zu wild, da a) es noch relativ lange dauern wird, bis es Quantencomputer gibt, die es können und b) schon alternative Algorithmen zur Verfügung stehen.

    Kurios daran ist, dass die Rechengeschwindigkeit in wenigen Jahren durch Quantencomputer vermutlich um einen ähnlichen Faktor vervielfacht werden kann und Jupiter zu Schrott wird.

    Kommt darauf an, was du unter "wenige Jahren" verstehst. Wenn du damit maximal 10 Jahre meinst, dann wette ich 100€ dagegen und behaupte, dass Jupiter "Schrott" wird, weil ganz normale klassische Computer ihn in den Schatten stellen werden, aber nicht Quantencomputer.

    Gründe:

    1) An Quantencomputer wird schon seit über 30 Jahren geforscht und diese Behauptung, dass Quantencomputer in wenigen Jahren klassische Computer zu Schrott werden lassen, geistern genau so in Gerüchteküche herum, wie Gerüchte, dass Fusionsreaktoren uns eigentlich schon längst hätten mit Strom versorgen sollen oder RISC-V CPUs mit den "alten" CPUs mithalten können. Beides ebenfalls noch immer in weiter Ferne.

    2) Quantencomputer werden nur bestimmte Algorithmen beschleunigen können und nicht alle Algorithmen. Wer also die Hoffnung hat, dass ein Quantencomputer in wenigen Jahren seine Spiele beschleunigen wird, der wird enttäuscht sein. Spiele werden z.B. durch Quantencomputer nicht schneller werden. Quantencomputer werden klassische CPUs nicht ersetzen. Quantencomputer werden viel mehr ein zusätzlicher Chip in modernen Computern sein, der sich um ganz bestimmte Aufgaben kümmern und nur diese Spezialaufgaben beschleunigen wird. Genau so, wie wir heute auch schon unzählige "Spezialchips" haben, die bestimmte Aufgaben beschleunigen (NPU, GPU, ...). Es wird also viel eher dazu kommen, dass normale Rechner soetwas wie eine QPU an die Seite gestellt bekommen um einige besondere Aufgaben zu beschleunigen.

    Hatte letztens irgendwo einen Artikel gelesen, dass in Japan immer mehr Rentern immer wieder klauen gehen oder andere kleine Straftaten machen, damit sie in den Knast kommen, weil sie nicht mehr alleine wohnen wollen/können und der Renterkanast aus ihrer Sicht besser ist, als alleine in einem 1-Zimmer-Appartment zu verschimmeln.

    Der Vergleich sagt aber absolut nichts aus. Weil es ja z.B. mit Gold und mit vielen anderen Elementen noch "krasser" ist. Kannst du dann vom Prinzip im Grunde mit fast allen Elementen machen, wenn es nicht gerade ein Element ist, welches "nur" "giftig" ist und von keinem Lebenwesen benötigt wird.

    Oder auch anders formuliert: Stell die vor es wäre 10%. Dürften wir dann das Wasser schmutzen, weil 10% ja ziemnlich viel ist? Oder stell dir vor auf unserem Planeten wären sogar 50% Wasser. Bräuchten wir dann nicht mehr darauf zu achten, dass Plastik und Öl ins Wasser kommen, weil ja so viel davon da ist?

    Insofern finde ich den Vergleich nicht sinnvoll, weil er im Grunde bezuglos ist.

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