Beiträge von Kreacher

    Jetzt mal ernsthaft. Hör auf dich wegen dieser Diagnose (von der du nicht einmal weißt, was drinsteht) so einzukoten. Kein seriöser Psychologe wird dir Aufgrund eines einstündigen Gespräches eine psychologische Krankheit diagnostizieren. Maximal wird es ein "Verdacht auf..." werden. Und wenn es wirklich ein Ernährungsproblem ist, ist es doch sowieso egal was drinsteht. Amtsärzte sind auch nur Menschen. Mit denen kann man reden.


    Zu deinem privatversicherten "Problem". Es gibt sowas wie eine Anwartschaftsversicherung. Da wird dein aktueller Gesundheitszustand festgehalten und die Privatversicherung ruht für eine Zeit. Während dieser Zeit zahlst du Monatlich nur ein paar Euro, hast dann aber die Garantie anschließend wieder aufgenommen zu werden. Und zwar ohne erneute Gesundheitliche Prüfung.

    Danke dir - das habe ich auch gerade gelesen, das mit der Anwartschaftsversicherung.


    Bezüglich Diagnose: habe gerade Kopien der Unterlagen gefunden, die ich denen ausfüllen musste und wo ich angeben musste, ob der Bericht nur an mich oder noch an Dritte gesendet werden soll, oder auch an gar niemanden - das gab es auch als Option.


    Da steht drüber: "Einverständniserklärung zum Berichtversand" - "schriftlicher ärztlicher Bericht bezüglich des ambulanten Termins vom XX.XX.XX".


    Ich nehme an, das wird also so ein Bericht werden, wie man ihn bekommt, wenn man in die Ambulanz bzw Notaufnahme fährt, da stehen dann Untersuchungsergebnisse bzw. durchgeführte Untersuchungen drin.


    Keine Ahnung, ob und wieviel so ein Arztbericht basierend auf einem knappen, halbstündigen Gespräch etwas taugt bezüglich Diagnostik. Aber ja, mehr als abwarten kann ich nicht.


    Jedenfalls bin ich euch dankbar für eure Meinungen und Ratschläge bisher!!


    PS: Weil es vorhin oben mal aufkam: nein, ich rudere nicht zurück bzw. versuche mich jetzt als cooler zu geben als ich bin - was hätte ich davon? Ihr seid ja nicht die Amtsärzte, die ich überzeugen müsste. Aber eventuell hat sich mein Ausgangsposting tatsächlich dramatischer gelesen, als es ist. Ja, ich gebe zu, ich mache mir oft viele Sorgen. Viele, die eventuell auch irrational und unbegründet sind. Und ja, ich kann mich gerne auch mal in eine Thematik total reinsteigern emotional. Aber im Grunde immer nur dann, wenn es Auslöser gibt dafür. Der Auslöser aktuell war eben das plötzlich veränderte Darm/Bauch-Verhalten, das partout nicht nachlassen wollte und ich mir langsam Sorgen machte, was das denn nun sein soll, da ich vor Beginn des Jahres nie Probleme mit der Verdauung hatte.

    Wenn man dann noch liest und googlet, dann kann mich das schon sehr schnell verunsichern und in eine Angstphase stürzen.


    Den allergrößten Teil leide ich aber nicht an unerklärlichen, körperlichen Beschwerden und den damit verbundenen, ausgelösten hypochondrischen Ängsten, sondern im Großen und Ganzen geht's mir schon gut.


    Soll allerdings nicht heißen, dass nicht eventuell doch eine latente Angststörung oder so da ist, die immer mal wieder - aber nicht chronisch und ständig - zum Vorschein kommt.

    Caro07


    Was du sagst, ist nicht ganz abwegig. Bei einem großen Blutbild Ende Januar wurde ein Vitamin-D, sowie Vitamin-B12-Mangel festgestellt - dagegen nehme ich gerade Tabletten ein.

    Zudem waren die Schilddrüsenwerte grenzwertig - leicht über der Grenze. Vor 4 Jahren, als ich diese andere psychosomatische Angstphase hatte waren sie sogar um mehr als 3 über dem Grenzwert (das kann ich auch via Blutbild nachweisen).


    Deswegen habe ich nächste Woche einen Termin bei einem Nuklearmediziner. Im Internet liest man sehr viel, dass Ängste und sogar Depressionen dadurch vorherrschend sein können.


    Meint ihr, ich könnte diese Dinge anführen, um letztlich doch eine organische Ursache für die Angstzustände anführen zu können und keine psychischen? Würde es Sinn machen, die Laborwerte bezüglich Schilddrüse und Vitamin-Mangel mal der psychosomatischen Ambulanz zukommen zu lassen, denn darüber hatten wir in dem einen Gespräch natürlich nicht geredet.


    Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass das Gespräch eher überhastet war. Ausgemacht waren 60 Minuten. Punkt 3 hätte es losgehen sollen, aber ich saß erst mal noch bis mindestens 10 nach herum, bis es dann losging. Und aufgehört hatte es dann schon wieder viertel vor 4.


    Das wäre also gerade mal eine knappe halbe Stunde.


    Mir geht es primär gar nicht um die Verbeamtung. Mir geht es darum, dass ich mittlerweile denke, ich habe einen Fehler gemacht, indem ich vorschnell zur psychosomatischen Ambulanz gerannt bin, denn meine ursprünglichen Darmbeschwerden sind längst nicht mehr so akut wie noch zu Beginn des Jahres.


    Zum Zeitpunkt als ich diesen Thread hier eröffnete waren sie auch schon längst nicht mehr so schlimm, aber dennoch noch präsent und mir macht es eben Sorge, dass dies immer noch anhält, auch obwohl ja angeblich keine körperliche Ursache vorliegt. Dabei wurde ja auch nur Ultraschall und Blutbild gemacht. Eine Darmspiegeleung zum Beispiel nicht.


    Jetzt bekomme ich von denen irgendeine Diagnose aufgedrückt, die mir vieles versauen kann. Zwar bin ich momentan bereits privat versichert, was, wenn ich aber - wie ich es vorhatte - nach dem Studium gar nicht sofort mit dem Ref beginnen, sondern vielleicht erstmal noch eine Ausbildung machen möchte, damit ich eine Alternative zum Lehramt habe, falls dies letzten Endes doch nicht hinhaut? Dann müsste ich aus der privaten und zu Beginn eines Refs irgendwann wieder in eine private und müsste dort dann bei der erneuten Gesundheitsprüfung diese blöde Diagnose angeben.


    Ich fühle mich jetzt, als hätte ich einen Makel bzw. eine schwarze Wolke über mir schweben. Ich hätte dieses blöde Gespräch nie führen sollen, sondern erstmal noch die Füße stillhalten und abwarten. Eine Therapie hätte ich dann immer noch nach Lust und Laune beginnen können.


    Sie wollen dieses Gespräch aber nicht rückgängig machen und sind angeblich einer Dokumentationspflicht verpflichtet. Gäbe es Wege, dieses Blutbild und die Schilddrüsenwerte als Ursache der Ängste anzuführen? Meine Hausärztin hat auf den Überweisungsschein für den Nuklearmediziner geschrieben: unklare ängstliche Phasen.


    Sie meint, das könnte durchaus mit einer nicht gut eingestellten Schilddrüse zusammenhängen. Aber wird die Ambulanz dadurch die psychische Diagnose zurücknehmen, wenn letzten Endes ersichtlich ist, dass die ängstlichen Phasen mit einer gut eingestellten Schilddrüse passé sind?

    Nochmal (obwohl es, so fürchte ich, gar nicht zu Dir durchdringt): Das war keine Therapie, Du musst das nicht angeben. Aber mach Dich ruhig weiter verrückt.


    CDL: Ob es eine gute Idee war, dem TE zu sagen, er würde mit einer Lüge ins Berufsleben starten, wenn er diese Erstberatung verschweigt? Ich zweifle.

    Ihr verwirrt mich hier aber nun gehörig: der Fragebogen, den CDL verlinkt hat, fragt doch eindeutig nach in der Vergangenheit oder aktuell vorherrschenden psychischen Erkankungen??


    Wenn ich nun eine Diagnose erhalte, wäre dies demnach nicht eine attestierte psychische Erkrankung??

    Danke CDL


    Dann steht es hier also somit schwarz auf weiß im Fragekatalog. Durch mein vorschnelles Eilen zur Ambulanz weil ich vorübergehend Verdauungsprobleme hatte und meine Sorge, dies könnte nun wieder psychosomatischer Natur sein, bin ich jetzt also ein vorbelastetes Blatt Papier und muss diese blöde Diagnose dort angeben...


    Wie gesagt haben diese Symptome nach einer Woche der Entspannung mittlerweile sehr nachgelassen - ich bereue diesen vorschnellen Schritt jetzt, aber jetzt ist es wohl zu spät. Das hängt mir jetzt gerade alles ziemlich sehr im Magen!

    Bitte hol dir dringend Hilfe!!!! Ich meine es nicht böse, aber du schreibst den dritten seitenlangen Beitrag indem du dir völlig abstruse Gedanken über ein doofes Amnesegespräch machst das wirklich keinen Menschen interessieren wird!

    Der "dritte seitenlange Beitrag" ging eher darüber, dass ich bereits privat versichert bin und sich daraus etwaige Schwierigkeiten bei der Realisierung einer Therapie ergeben, eben aufgrund der PKV und der Tatsache, dass ich so eine Therapie langfristig kaum selbstzahlen werde können, auch wenn dies immer noch meine bevorzugte Option wäre. Man muss ja schließlich auch nicht alles in die ewige Akte werfen über sich selbst.

    schaff


    Danke! Endlich einmal eine konkrete Antwort bezüglich des Berichts. Ich sehe das auch so, dass dies noch lange keine therapeutische Behandlung darstellt, allerdings ist es ja immer noch eine ärztliche Diagnose, die mir da geschickt wird und ich dachte, auch ärztliche Diagnosen müssten wahrheitsgemäß genannt werden?!


    Mir ist durchaus bewusst, dass eine Verbeamtung auch Nachteile bringt. Allerdings kenne ich sonst auch kaum jemanden, der sich für's Lehramt entschieden und dann freiwillig darauf verzichtet hätte.

    Nichts anderes wurde hier geschrieben.

    Sinngemäß: Werde erst einmal in Ruhe gesund, und dann kannst du immer noch überlegen.

    Genau.

    Mich beschleicht nämlich der Verdacht, dass hier jemand auf Deibel komm raus einen sicheren Job haben will (Beamter) - und der eigentliche Beruf (Lehrer) ist eher Nebensache. Da können einem die späteren Schüler jetzt schon leid tun. :_o_(

    Das empfinde ich jetzt schon ein wenig als zu weit interpretiert. Immerhin habe ich bereits ein Schulpraxissemester sowie ein freiwilliges Halbjahr als Krankheitsvertretung hinter mir und hatte bei beiden Instanzen bislang nur überaus positive Rückmeldung erhalten...


    Das Ganze ist vermutlich eher eine Sache meines zu geringen Selbstvertrauens und der Selbstzweifel.

    Hallo Leute,


    danke für eure bisherigen Antworten und dass ihr mich nicht alleine lasst mit der Thematik.


    Zunächst noch einmal zu dem, was mir gerade noch am stärksten durch den Kopf spukt: dieses Vorgespräch und der nun darauf basierende Diagnosebericht. Natürlich stellt dieses einzelne Vorgespräch keine therapeutische Behandlung dar, allerdings erhalte ich ja nun gegen meinen Willen von denen eine "Diagnose", mit welcher ich dann im optimalen Fall zu einem Therapeuten sollte. Das liegt aber ganz alleine bei mir. Den Bericht bekomme, wie gesagt, nur ich, kein Hausarzt, keine Krankenkasse und externe Abrechnungsleister hatte ich ja auch direkt ausgeschlossen. Das Ganze läuft also direkt nur zwischen der Ambulanz und mir.


    Wie sieht es aber nun mit Diagnosen aus, müssen diese nicht auch wahrheitsgemäß angegeben werden oder wird später nur nach erfolgten Therapien gefragt? Kann ich diese Diagnose theoretisch guten Gewissens ohne falsche Angaben gemacht zu haben verschweigen, oder bin ich nun verpflichtet, diese zu nennen? Und wenn ja, wird man dann nicht fragen, warum ich diesbezüglich keine therapeutische Hilfe in Anspruch genommen habe?


    Zu den anderen Beiträgen und um mal noch etwas Klarheit hier reinzubringen: erstens bin ich männlich, aber das spielt vermutlich keine Rolle. Zweitens: ich bin schon seit jungen Jahren bereits in einer privaten KV, über meinen Vater mitversichert. Dies ist immer noch der Fall. Das macht einiges u.U. leichter, nämlich die Tatsache, dass Krankenkassen anscheinend noch viel viel strenger bei so psychischen Angelegenheiten sind bei einer Neuaufnahme als es womöglich bei einer Verbeamtung der Fall sein mag.


    Allerdings macht es auch einiges schwieriger, denn: private KV haben oft keine Deckung für psychische Behandlungen. Ich müsste daher wenn überhaupt entweder zu einer gesetzlichen wechseln, oder aber nachfragen, ob die Kasse meines Vaters solche Leistungen abdeckt. Beides würde zwangsweise darauf hinauslaufen, dass ich meinen Eltern offenbaren müsste, dass ich vorhätte, eine solche Behandlung in Betracht zu ziehen und insbesondere mein Vater liegt mir alleine nur schon aufgrund etwaiger zu häufiger Arztbesuche in den Ohren, dass sich das negativ auf die künftige Verbeamtung etc PP auswirken könne und überhaupt seien psychische Geschichten ja eh schon das Aus, ebenfalls bezüglich Berufsunfähigkeitsversicherung, die mein Vater aber auch schon eine für mich in frühen Jahren abgeschlossen hat.


    Ich bin daher ständig auf der Hut, ja nicht zu häufig zum Arzt zu gehen und wenn, dann auch bloß keine Diagnosen gestellt zu bekommen, die nur ansatzweise in Richtung Psyche gehen könnten.


    Ich bereue den Schritt gemacht zu haben, jetzt vorschnell zur psychosomatischen Ambulanz gerannt zu sein, wo dies ja ohnehin anscheinend nur eine Vermittlungsstelle ist und ich von Vorneherein direkt zu einem niedergelassenen Therapeuten hätte gehen können. Gleichzeitig weiß ich, dass mal etwas getan gehört, allerdings ist das jetzt auch nicht ganz so dramatisch, wie es einige hier vielleicht interpretieren.


    Die große Mehrheit habe ich ganz normale Phasen, in denen ich weder Angst habe, noch psychosomatische Beschwerden hätte. Es ist nicht so, als hätte ich 24/7 Ängste oder Beschwerden. Zukunftsängste sind da, ja. Auch die Zweifel, ob die Lehramtsschiene die richtige Wahl war, ja. Angst vorm Ref auch. Aber das sind alles Punkte, die bei Kommilitonen auch zur Aussprache kommen, wenn man sie danach fragt.


    Ich scheine aber in gewissen Momenten, vor allem in stressigen, sensibler für solche Ängste zu sein und neige dann schnell auch mal etwas zu irrationalen Ängsten, was sich dann auch mal in körperlichen Beschwerden äußert, für die es aber angeblich keine organischen Ursachen gibt. So war es vor 4 Jahren schon einmal, und so war es vor 4 Wochen.


    Mittlerweile haben auch die aktuellen Beschwerden nachgelassen, sind nicht mehr so stark wie am Anfang und ich denke, das verliert sich jetzt wieder mit der Zeit.

    Natürlich mache ich mir dennoch Sorgen, ob ich in so einem Zustand gut durchs Ref komme und ich bezweifle es.


    Es ist aber nicht so, als wäre ich hier 24/7 panisch und ängstlich. Ich hatte seit dem letzten Vorfall vor 4 Jahren bis vor 4 Wochen keine sonderlichen Vorkommnisse, außer eben den ohnehin immer präsenten Grundsorgen, wie wohl das Ref laufen wird, ob ich mit meinen Fächern überhaupt eine Chance habe, etc pp.


    Aber wer macht sich solche Sorgen nicht?

    EducatedGuess


    Danke für deine Worte!! Das Problem ist, dass ich ohnehin schon etwas "später" dran bin, mein Studium hat sich etwas gezogen und ich werde demnächst 30. Da kommen natürlich (und vermutlich nicht unberechtigterweise) auch Ängste auf, dass es bald auch für gescheite Alternativberufe, die nicht "jobben" darstellen, eng werden wird, falls die Lehramtsschiene doch nicht hinhauen sollte.


    Es macht mir gerade so vieles Sorgen, vor allem, dass sie mir nun einen solchen Bericht schicken müssen und werden. Ich werde jetzt also bei denen im System in der Akte als psychisch-auffällig auftauchen und habe das nun fortan über mir schweben. Rückblickend bereue ich diesen Schritt nun, vor allem da diese Beschwerden im Laufe der letzten Wochen nachgelassen haben. Vielleicht war das alles viel zu überstürzt und ich lege mir mit diesem blöden Diagnosebericht nur gehörig Steine in den Weg,

    Danke dir für diese Einschätzung. Ich weiß nicht, ob dies exakt so zutrifft, denn:


    Gestern Abend habe ich dann also an die psychosomatische Ambulanz geschrieben, welche ja auch nur eine Vermittlungsstelle und keine eigentliche Therapiestelle ist, dass meine Beschwerden mittlerweile nachgelassen haben, was auch tatsächlich so ist und ich daher das Folgegespräch nächste Woche samt des darauf fußenden Diagnoseberichts nicht mehr benötige, da ich die Strategie verfolgen möchte und solche Therapien erst nach einer Verbeamtung anzugehen, sollte es soweit überhaupt kommen.


    Leider kam die Mail zurück, dass sie aus rechtlicher Sicht zu einer Dokumentationspflicht verpflichtet sind und sie mir somit einen Bericht über eben nur das eine stattgefundene Gespräch zuschicken werden. Sprich das wird ein Diagnosebericht werden, so wie das diese Vermittlungsstelle normal auch tut, mit welchem man sich dann an niedergelassene Therapeuten wenden könnte zur Behandlung. Mittlerweile denke ich, dass ich mir diesen Schritt auch gleich sparen hätte können, denn ein niedergelassener Therapeut wird vorher ja auch eine Diagnose stellen, wozu dann überhaupt dieser Zwischenschritt in der psychosomatischen Ambulanz?!


    Ich hatte angegeben, dass dieser Bericht NUR an mich geschickt werden darf und auch nicht über eine Krankenkasse o.Ä. gehen kann, folglich werde auch nur ich diesen Diagnosebericht erhalten. Dieser Bericht fußt nun auf einem einzelnen Erstgespräch bzw. Einschätzungsgespräch von 40 Minuten. Dies stellt meines Wissens ja noch keine Therapie im eigentlichen Sinne dar, oder? Allerdings weiß ich nicht, ob selbst das angabepflichtig wäre. Wenn ich von denen nun einen Bericht mit einer Diagnose (fußend auf einem einzelnen Gespräch) erhalte, wäre sowas auch angabepflichtig, oder nur erfolgte und beendete therapeutische Behandlungen?


    Darüber hinaus frage ich mich, wieviel Wert nun ein Diagnosebericht hat, welcher auf einer einzelnen Sitzung beruht, wenn sogar die Therapeutin nächste Woche nochmals einen weiteren Termin zur Einschätzung haben wollte?!

    Im Grunde hast du bzw. habt ihr alle Recht. Aber vielleicht wäre es doch sinnvoller, das Ganze erst anzupacken, wenn es mir nichts mehr versauen kann. Das würde halt noch ein klein wenig Zeit in Anspruch nehmen, aber vielleicht ist es so doch besser. Ach, ich weiß gerade selber nicht mehr weiter... ?(

    Ich habe gerade nach viel Lesen und Recherchieren eine E-Mail als Entwurf an die psychosomatische Ambulanz aufgesetzt, bei der nächste Woche ja das zweite Beratungsgespräch stattfinden soll. Meine Recherchen gerade haben mich mehr und mehr verschreckt, dass eine Therapie im aktuellen Zustand vielleicht doch noch wesentlich mehr Steine in den Weg legen könnte, als es gut wäre. Dies betrifft nicht nur das Berufsfeld Lehramt, sondern anscheinend auch viele andere Berufe im öffentlichen Dienst, die ich mir als Lehramtsalternative vorstellen könnte.


    Zwar sind diese Beratungsgespräche lediglich dazu da, um am Ende eine Diagnose zu ermitteln und mich dann an einen Therapeuten weiterzuvermitteln, aber mir machen allein diese Beratungsgespräche bereits Sorgen. Zählen die auch schon als "Therapie", die man angeben müsste? Sobald ich eine Diagnose bekäme, müsste ich diese selbst ohne danach folgende psychologische Therapie angeben? Oder wäre nur die danach folgende Therapie angabepflichtig?


    Ich habe daher gerade eine Mail aufgesetzt, allerdings noch nicht abgeschickt, in welcher ich das zweite Vorstellungsgespräch nächste Woche absage und auch keinen aufgrund des Abbruchs unvollständigen Diagnosebericht erhalten möchte, sondern nur die Rechnung für das bereits stattgefundene erste Vorstellungsgespräch.


    Die Therapie würde ich dann auch erst nach einer etwaigen Verbeamtung bzw. nach einer Berufssicherung angehen. Aber momentan bin ich zu verunsichert, ob mir das noch vor Ergreifen eines Berufes nicht schon zu vieles verbauen würde.


    Was meint ihr? Die Mail habe ich noch nicht abgeschickt, aber ich bin kurz davor. Ich weiß einerseits zwar, dass es dringend notwendig wäre, allerdings wäre ich nachher nicht glücklicher, wenn ich mir dadurch bereits vieles verbaut hätte...

    Liebes Forum,


    mich plagt schon seit Jahren ein Thema: in Bälde werde ich mein Lehramtsstudium beenden und dann sollte eigentlich laut Plan dieses Referendariat anstehen. Davon abgesehen, dass ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt gerade überhaupt nicht mehr weiß, ob ich das Ref unmittelbar nach dem Studium gleich angehen soll (und in erster Linie überhaupt kann und will), kämpfe ich gerade akut wieder mit leichten psychosomatischen Beschwerden (für die nicht so fachkundigen: das sind Beschwerden, für die es keine körperlich/organischen Ursachen gibt, aber dennoch vorhanden sind - man nennt sie auch funktionelle Störungen). So eine Phase hatte ich vor 4 Jahren schon einmal durch. Tief in mir weiß ich schon seit vielen Jahren, dass es da einiges gibt, was alles mal auf den Tisch gehört und in Form einer Psychotherapie mal angegangen gehört - so auch meine ab und an auftretenden (hypochondrischen) Angstneigungen, auch Zukunftsängste, Prüfungsängste und Versagensängste sind dabei.


    Wenn ich ehrlich zu mir selber bin (und da wir es ja auch gerade von Ängsten haben), habe ich auch Angst vor dem Referendariat. Einerseits wegen der ganzen Horrorgeschichten, die man nicht nur liest, sondern mir auch von meinem Umfeld berichtet werden und andererseits da ich tief in mir merke, dass ich in diesem Zustand, mit diesen Ängsten, Selbstzweifel, Selbstunsicherheiten so eine psychisch-belastende Ausnahmesituation wie das Ref NIE packen würde. Die Ausgangsbedingungen sind also momentan nicht gerade optimal, meine Fächerkombination (Deutsch & Englisch) erst Recht nicht, noch dazu die Tatsache, dass ich mit der ganzen Berufswahl ohnehin schon immer gezweifelt habe und ursprünglich eigentlich immer in die Medienbranche wollte, aber (und erneut kommen hier wieder die Ängste und Unsicherheiten zum Vorschein) mir die Medienbranche zu "unsicher" und zu risikoreich war und ich etwas "sicheres", stabiles wollte.


    Ausgangslage nun: aufgrund meiner momentanen, akuten Beschwerden, die etwas an einen Reizdarm erinnern (Verdauungsbeschwerden), entschloss ich mich im Gegensatz zu vor 4 Jahren die Sache nicht erneut wieder auszusitzen, sondern dieses Mal endlich etwas zu unternehmen, um mein Leben umzukrempeln. Nach ärztlichen Untersuchungen, bei denen organisch nichts festgestellt wurde, die Beschwerden aber dennoch anhielten, entschloss ich mich, zur psychosomatischen Ambulanz der Uniklinik meiner Stadt zu gehen.


    Diesen Schritt habe ich jahrelang gemieden wie der Teufel das Weihwasser, weil man mir immer eingebläut hat, dass alles in Richtung Psyche leider Gottes auch heutzutage immer noch mit Risiken und Nachteilen behaftet ist. Und ein wenig Googlen gerade zeigte mir, dass dies wohl aktuell immer noch der Fall ist.


    Was also tun? Ich habe bei der Anmeldung in der Ambulanz Selbstzahlung angegeben. Ein Unterfangen, das sich als nebenjobbender Student auf 450-Euro-Basis wohl kaum dauerhaft halten lassen wird. Anscheinend findet in der psychosomatischen Ambulanz auch gar keine Therapie in dem Sinne statt, sondern es wird eine oder zwei Sitzungen zur Anamnese geben, dann stellen die anhand dessen eine Diagnose und man wird an niedergelassene Therapeuten weitervermittelt, oder aber kann in Form einer Tages- oder stationären Klinik bei denen direkt aufgenommen werden, aber für so schlimm erachte ich meine Situation nun nicht, als das ein Klinikaufenthalt (egal ob Tages oder stationär) in Frage käme.


    Ich gab zudem an, dass der Diagnosebericht auch ausschließlich NUR an mich gesendet werden darf und selbst auf die externe Abrechnungsgesellschaft habe ich verzichtet, sodass mir die Uniklinik persönlich die Rechnung schicken muss.


    Bisher hat eine dieser Anamnese-Sitzungen stattgefunden. Nächste Woche soll die zweite und eventuell letzte sein und dann auf dieser Basis die Diagnose gestellt werden.


    Ich hänge momentan ziemlich in der Luft: schwanke hin und her, ob ich nächste Woche noch einmal hingehen soll, oder ob ich da demnächst anrufen und sagen soll, es hat sich erledigt, ich zahle die bereits stattgefundene erste Sitzung, sie brauchen mir keine Diagnose o.Ä. erstellen und damit hat sich das.


    Oder ob ich diese Sitzungen noch fertig machen soll, dann eine Diagnose erhalte und dann ewig auf einen Therapieplatz warten muss. Eine Therapie, die ich höchstwahrscheinlich als Selbstzahler eh nicht werde zahlen können auf Dauer.


    Ich habe diese Bedenken bei der ersten Sitzung erwähnt. Da war man natürlich erstmal überrascht, dass ihre Gilde als so verpöhnt und nachteilhaft angesehen wird und man hat mir geraten, sich doch nochmal genaustens zu informieren, ob eine kassenabgerechnete Therapie denn tatsächlich so schädlich sei, wie behauptet.


    Meine Frage ist nun:

    Angenommen, ich würde es finanziell gestemmt bekommen, jede Sitzung aus eigener Tasche zu zahlen und es somit an der Krankenkasse und anderen aktensammelnden Behörden vorbeigeschmuggelt bekommen, wäre ich dann verpflichtet, diese selbstgezahlte Therapie immer noch bei der Verbeamtung anzugeben und falls ich lügen würde, wie sollte so eine selbstgezahlte Therapie denn jemals ans Licht kommen, wenn sie nirgends aktenkundig ist aufgrund der Selbstzahlung?


    Ich nehme an, der Amtsarzt wird nicht auf Verdacht hin sämtliche in der EU tätigen, deutschsprachigen Ärzte abtelefonieren, ob ich denn mal Patient gewesen sein könnte?


    Mich kotzt dieses ganze System nur noch an. Man soll ein Leben lang dienstfähig sein, aber bittschön sich auch vorher nicht darum kümmern, dass das auch so bleibt. Die Katze beißt sich selbst in Schwanz. Lieber alles in sich reinfressen, die geheiligte Verbeamtung kassieren und dann mit Ende 30 wegen Burnout ausscheiden. Stellt sich das der Dienstherr so vor?? :autsch:


    Jetzt werden eventuell einige sagen: eine Therapie muss nicht zwangsläufig zum Aus der Verbeamtung führen. Das mag sein. Allerdings gibt es neben Lehramt noch andere Berufe im Beamtenverhältnis, bei denen eine auftauchende psychologische Therapie aber von Vorneherein das Aus darstellt. Zwar weiß ich nicht, ob ich jemals in solchen Berufen landen könnte, aber ich will mir natürlich nicht schon von Vorneherein Mauern hochziehen. Möglichst alle Türen offenhalten. Deswegen möchte ich das erstmal nirgends aktenkundig auftauchen sehen.


    Meine Angst ist jetzt sogar, ob ich durch diese Vorgespräche, von denen ich ja eines bereits hatte, bereits gebranntmarkt bin - aber das kann doch wohl noch nicht als eigentliche Therapie gelten, oder? Das dient ja nun erstmal eher der Diagnoseerhebung. Wenn ich das jetzt abbreche und sage, es hat sich erledigt, dann zählt dieses eine Gespräch sicher nicht als Therapie, oder?


    Ich weiß hier nicht mehr weiter. Ich fühle mich wie in einem Minenfeld - setze ja keinen falschen Schritt und verbaue dir deine Zukunft!

    Karl-Dieter meinst du etwa an einer normalen Oberschule??


    Das hatte ich mir bisher nicht zugetraut ganz ehrlich.

    Ich weiß nicht, ob ich hier einen wichtigen Teil der Hintergrundgeschichte nicht mitbekommen habe, aber die Frage, die sich mir auftut ist die folgende:


    Du hast einen abgeschlossenen Master of Education (bei uns in BaWü ist das der Lehramtsmaster, es gibt außer Lehramt sonst keinen Master of EDUCATION) in sogar einem händeringend gesuchten Mangelfach (Musik), hast also ein abgeschlossenes Lehramtsstudium absolviert, traust dich jetzt aber nicht, das letzte Drittel deiner Lehramtsausbildung (nämlich das Referendariat) anzugehen???


    Wofür dann der ganze lange Weg? Ohne Referendariat, aber das ist dir sicherlich selbst bewusst, wirst du immer nur die 2te Geige sein, allenfalls Krankheitsvertretungen haben, in den Sommerferien regelmäßig entlassen/arbeitslos sein, vom weitaus geringeren Gehalt ganz zu schweigen.


    Hast du dir so das Lehrerdasein vorgestellt?

    @marimbal


    Du sagtest, du wolltest hier nicht öffentlich über deine Gründe für den Ref-Abbruch sprechen. Würde es dir was ausmachen, sich privat in einer PM etwas auszutauschen? Mich würde es sehr interessieren und mitunter können deine Erfahrungen und Gründe auch sehr hilfreich sein. Ich beginne (bzw. sollte es laut Fahrplan) selbst bald das Referendariat.

    Also ganz ehrlich: so unsinnig und weit hergeholt finde ich den Vergleich am Anfang bezüglich der Verantwortung gar nicht - weiß nicht, wieso "Wollsocken" den nicht versteht. Mikael hat da schon durchaus recht: zwar mag ein Fluglotse eine sehr große Verantwortung haben, weil eben viele Menschenleben in seiner Verantwortung liegen - dasselbe gilt aber auch eben für Bus-, Bahn-, Straßenbahnfahrer bzw. sämtliche Transportarten, wo auf einen Schlag viele Menschen von einem Fahrer abhängig sind. Wenn ein Reisebus auf dem Brennerpass von der Straße abkommt und in die Tiefe stürzt ist das vergleichbar mit einem Flugzeugabsturz.


    Ich sehe nur nicht ganz, wie man alles zwanghaft immer aufs Lehramt münzen will - klar wollen hier einige (oder die meisten) hören, dass auch ihr eigener Beruf "sehr sehr stressig ist" und alleine vom Stressfaktor mag das mitunter auch vergleichbar sein mit dem Beruf eines Fluglotsen. Allerdings doch auf keinen Fall mit Hinblick auf die Verantwortung. Wenn im Lehramt irgendein Dummbatz vorne vor der Klasse steht und mäßig bis schlechten Unterricht macht, ja mein Gott. Dann gibt's halt schlimmstenfalls ein paar Kommentare in der Abizeitung in der Rubrik "Stiftung Lehrertest" von Seiten der SuS, aber es liegt weiß-Gott kein Leben oder Tod in den Händen eines Lehrers. Natürlich hat man als Lehrer auch Verantwortungen, aber die mit denen eines Fluglotsen vergleichen zu wollen, ist geradezu lachhaft.


    Deswegen ist das große Gehalt eines Fluglotsen auch in meinen Augen durchaus gerechtfertigt. Ähnlicher Stressfaktor im Lehramt hin oder her, aber die Verantwortung ist eben doch eine ganz andere und Vernachlässigungen im Job führen höchstens zu einer Zwangsversetzung an eine andere Schule.

    Also, mal ganz ehrlich, @Kreacher, du bist in deinen ersten 8-12 Posts hier damals auch nicht gerade durch große Souveränität und Selbstreflexion aufgefallen.

    Das mag schon sein, aber zumindest die hier immer wieder thematisierten Fragestellungen, welche rein uni-bürokratischer Natur sind, kann (und da muss ich mich einfach wiederholen) wirklich nur die jeweilige Uni-Verwaltung / das Studierendensekretariat am Effektivsten beantworten. "Schmidt" hat durchaus Recht, dass das hier mehr und mehr zu einem großen Rätselraten verkommt.


    Bei mir waren es immerhin grundsätzliche Fragestellungen, die den Beruf Lehramt insgesamt betreffen, aber keine so derart spezifischen, für welche man an der Uni vor Ort wesentlich schneller und wesentlich kompetenter Hilfe bekommen würde.

    Was hat das mit der Uni zu tun, an der ich studiert habe? Du willst Hilfe. Um dir zu helfen muss man offensichtlich wissen, an welcher Uni du studierst, denn sonst kann keiner in einschlägigen Rechtsvorschriften nachsehen und die Informationen der Uni prüfen. Du schaffst das ja offenbar nicht selbst, sonst müsstest du nicht so panisch sein.Es ist einfach kindisch und nicht zielführend rumzujammern.

    85 Euro pro Monat, 500 Euro pro Semester. Unabhängig davon: das ist von Bundesland zu Bundesland, zum Teil von Uni zu Uni verschieden. Du siehst das Problem?


    Boah. Lies doch einfach nach, wann welche Gebühren anfallen, welche Studienform für dich möglich ist und wie es mit BAföG aussieht. Das wird alles offen online kommuniziert.
    Wenn du keine Hilfe möchtest und einfach nur paranoide Panik machen willst, dann sag das einfach. Dann muss sich hier auch niemand mehr Mühe geben.

    Danke! Endlich einer, der es mal ausspricht. Ich will hier der Threaderstellerin nicht zu nahe treten, aber ich muss doch schon sagen, mein sogenanntes "Troll-Radar" ist schon sehr früh in diesem Thread hier angesprungen. Für mich klingt das hier alles nach ner großen Entertainment-Show. Das, oder aber die Threaderstellerin (als durchaus "erwachsene Frau", wie sie sich selbst nennt) ist trotz eines bereits abgeschlossenen Studiums immer noch unglaublich naiv und unwissend, wie ein Studium und alle damit verbundenen Regularien überhaupt so abläuft.


    Diese Unselbstständigkeit hatte ich durch die Blume ja weiter oben schon bereits angesprochen, aber man wendet sich natürlich lieber an ein Lehrerforum, in welchem sicherlich 99% der User bestimmt schon X-Jahre mit dem System "Uni" überhaupt nichts mehr zu tun haben, eventuell sogar noch unter ganz anderen Prüfungsordnungen studiert haben und von der aktuellen Uni-Bürokratie vielleicht gar keine Ahnung mehr haben.


    Ich gebe eigentlich nur ungern Prognosen, aber mir hat sich schon früh hier beim Lesen der Gedanke aufgedrängt, dass ich bei dieser Unselbstständigkeit und Wehmütigkeit, wie sie hier von der Threaderstellerin präsentiert wird, für den Lehrberuf später nur sehr schlechte Karten sehe - zumindest wenn an diesen charakterlichen Features nicht noch erheblich gearbeitet wird.

Werbung