Beiträge von Seph

    Danke für den Hinweis! Bei uns müsste in diesem Fall ein anderes Fach belegt werden. Das gilt insbesondere in Prüfungskursen Sport. Lediglich vorrübergehende Sportbefreiungen sind ansonsten noch keine Entbindungen von der Teilnahme am Sportunterricht an sich und können oftmals durch entsprechend alternative Leistungsüberprüfungen abgefedert werden (z.B. sporttheoretische Aufgabenstellungen).

    In der Sekundarstufe II gilt ein Kurs, der aufgrund sehr hoher Fehlzeiten nicht beurteilt werden kann, folgerichtig als "nicht belegt". Wer nicht da war, hat halt nicht teilgenommen. Das gilt zumindest in NDS und würde mich wundern, wenn das in den anderen Bundesländern im Bereich der Qualifikationsphase anders liefe. In der E-Phase kann trotz eines nicht bewertbaren Fachs dennoch eine Versetzung in die Q-Phase erfolgen, wenn von einer erfolgreichen Mitarbeit im nächsthöheren Jahrgang ausgegangen werden kann. Ich vermute, dass das analog auch auf die Sek I anwendbar wäre, müsste da aber noch einmal schauen.

    Natürlich darf man Noten für Klausuren/Klassenarbeiten berechnen. Oder wie kommst du drauf, welche Note ein/e Schüler/in hat, der bspw. in einer Klausur 69 von 100 möglichen Punkten erreicht hast?

    Solange mit den Tabellen nicht auch bereits eine feste Verteilung der verschiedenen Anforderungsbereiche gekoppelt wird, sind diese letztlich nutzlos. Es gibt im Übrigen auch Fächer, in denen die Bewertung gar nicht auf der Arbeit mit Rohpunkten basiert. Ich würde inzwischen auch soweit gehen, dass ich selbst in einem Fach wie Mathematik ohne Rohpunkte auskäme, um eine transparente und sachgerechte Beurteilung der Fachleistung vorzunehmen (nichts anderes erfolgt ja z.B. bei der Beurteilung der sonstigen Leistungen). Das hingegen ist derzeit in den Abschlussprüfungen noch nicht vorgesehen.

    Die zeigt doch der Thermomix in Display an.

    Wenn ich nicht wüsste, dass das ironisch gemeint war: :autsch:

    An die, die nichts drucken: Wie macht Ihr das mit Kochrezepten? Legt Ihr Euer Tablet in die Küche und tappst mit schmierigen Fingern darauf herum?

    Ja, in seltenen Fällen ziemlich genau so. Meist hole ich mir am PC oder ganz klassisch in einigen vorhandenen Kochbüchern aber nur Anregungen und interpretiere das Rezept dann ohnehin etwas um.

    Seph Dein Beitrag ist in sich widersprüchlich. Die Basics fehlen, weil sie nicht adäquat geübt werden.

    Nein. Es ist gerade nicht so, dass die von mir angeführten Beispiele nicht hinreichend lange und oft auch auf abstrakter Ebene im Unterricht thematisiert und mit zig Übungen unterfüttert würden. Das angesprochene Problem entsteht nicht erst dadurch, dass auch Sachbezüge in den Unterricht eingeflochten werden.

    Das ist richtig, immer mehr Hilfsmittel und pseudo Anwendungsaufgaben helfen da aber auch nicht wirklich.

    Das mag stimmen, aber das Weglassen davon scheint für sich auch noch nicht zu helfen...

    Es wurden immer mehr Fachinhalte gestrichten für die Pseudo-Sachzusammenhänge. Wie von Antimon richtig beschrieben, kenne ich keinen Mathekollegen, der mit dem aktuellen Zustand des Abiturs glücklich wäre und wir haben alle Bauchschmerzen die Schüler in ein naturwissenschaftliches Studium zu entlassen.


    Das Zentralabitur nimmt einem aber auch die Möglichkeit wirklich ernsthaft dagegen vorzugehen, denn die vorherrschenden Aufgabenformate und die Bedienung der Hilsmittel müssen dringend und ausführlich eingeübt werden. Das Abitur ist fachlich einfach, aber so verklausuliert, dass es trotzdem nicht "de facto" leicht ist eine gute Note zu bekommen.

    Ich denke nicht, dass das Problem vornehmlich in der Art der Aufgabenstellung liegt und die Rückkehr zu zusammenhangslosem Trainieren von Kalkülen auf einmal zu deutlich leistungsfähigeren Schülern im Bereich der Mathematik führt. Wenn ich sehe, dass selbst Schüler der E-Phase regelmäßig an so einfachen Dingen wie der Bestimmung der Steigung einer linearen Funktion oder dem Ausklammern von Termen scheitern, dann liegt das Problem eher bereits bei Basics des Grundverständnisses.


    Bei uns gab es eine zeitlang Kopiercodes (ohne Kontingent). Die wurden wegen Datenschutz aber wieder abgeschafft.

    Inwiefern stehen denn Kopiercodes dem Datenschutz entgegen? Mit diesem Schlagwort scheint mein so einiges als "unmöglich" bezeichnen zu können, was in Wahrheit keinerlei Problem darstellt.

    Ich bin da bei Kris24 : Ich habe für private Zwecke ohnehin einen Epson Ecotank. Diesen nutze ich dann in seltenen Fällen aus Bequemlichkeit (z.B. Klassenarbeit 1x vorher zu Hause ausdrucken und dann in der Schule als Klassensatz kopieren) auch mal dienstlich. Die Kosten dafür sind aufgrund der extrem günstigen Tinte zu vernachlässigen.

    Rein für dienstliche Zwecke hätte ich mir allerdings auch keinen Drucker angeschafft.

    So habe ich es ehrlich gesagt auch verstanden. Wurde dann nur unsicher als manche meinten „im Sinne des Schülers“ kann man es machen.

    Finde es aber dann wiederum erschreckend und schwierig, wenn andere die Noten subjektiv betrachten und anders agieren als sie sollten.

    Das finde ich auch erschreckend. Bitte die betreffenden Kollegen darauf hinweisen, dass dies ganz klar unzulässig ist.

    Den Befund halte ich für zutreffend. Und mit Blick auf die Zukunft unseres Landes, welches eigentlich nur Know-How anzubieten hat, habe ich arge Bauchschmerzen damit, dass es anders als in vielen anderen Ländern hier noch immer salonfähig ist, darauf stolz zu sein, Mathe und Naturwissenschaften nicht zu können. Das im Übrigen auch durchaus offensiv von Lehrkräften vorgetragen...

    Meines Erachtens muss der, der erheblich mehr verdient, auch mehr Aufgaben übernehmen. Freunde, die in der freien Wirtschaft arbeiten, können diese Ungleichbehandlung immer nicht fassen, wenn ich das erzähle...

    Ich kann der Argumentationslinie auch nicht folgen. Die Bezahlung von Lehrkräften erfolgt nun einmal auch nach Ausbildungsstand/ Abschluss. Das wäre im Übrigen auch in der hochgelobten freien Wirtschaft nicht anders. Dass die Arbeit als Lehrkraft - für die du bezahlt wirst - nicht nur aus dem reinen Unterrichten besteht, dürfte sich inzwischen herum gesprochen haben. Aufpassen muss man letztlich nur darauf, ob durch deine Aufgaben tatsächlich die vereinbarte Arbeitszeit eingehalten werden kann oder ob zu vergütende Mehrarbeit dadurch entsteht (z.B. durch weitere Vertretungsstunden).

    Binnendifferenzierung ist aber nicht gleichbedeutend mit zieldifferenten Arbeiten (in NDS untersagt).

    Es ist aber üblich mit den gymnasialempfohlenen Kindern Inhalte zu vertiefen oder zu erweitern und den Übergang vorzubereiten.

    Da bin ich vollkommen bei dir. Es ist bislang nicht ausgeführt, inwiefern überhaupt zieldifferente Arbeiten erfolgen oder in den Arbeiten einfach unterschiedliche Anforderungsniveaus als "Ziel" transparent gemacht werden.

    Das hat das Gericht ihnen ja schon verboten.

    https://rsw.beck.de/driz/top-thema…h%C3%A4ltnisses

    Das stimmt so nicht. Das BVerfG hat bislang "nur" konkrete Kriterien zur Beurteilung der Amtsangemessenheit der Besoldung entwickelt und vorgegeben. Es hat über die Praxis der Streichung von Besoldungsgruppen noch nicht zu entscheiden gehabt. Dass die bisher oft ins Feld geführte Begründung dieser Streichungen durch erhöhte Anforderungen in den einzelnen Laufbahnen schätzen zwar die Autoren der verlinkten Quelle als nicht hinreichend ein, hier gibt es meines Wissens aber kein einschlägiges Urteil. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommen sie auch bei der Anhebung der Familienzuschläge, die das BVerfG aber in einem gewissen Umfang für durchaus zulässig hält.

    PS: Auch die Feststellung, die bisherigen Begründungen für die Streichung seien nicht hinreichend, würden noch nicht automatisch zu einem Verbot dieser Praxis führen.

    Mir ist kein Passus im Schulrecht bekannt, der einen solchen Kontakt verbieten würde. Ich persönlich halte ihn sogar für zwingend geboten (wenn auch nicht rechtlich notwendig), um sich kurz auszutauschen, auf gegenseitige Passung zu prüfen und um herauszubekommen, ob es interne Kandidaten gibt, die zumindest für das 1. Beförderungsamt de facto nicht selten die deutlich besseren Karten hätten.

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