Beiträge von Seph

    Kannst du das beziffern? Also etwa wie viele Jahre du schon unterrichtest und gibt es z.B. bestimmte Aufgaben, die SuS jetzt nicht mehr zu Ende bringen, die sie vor x Jahren noch ohne Ablenkung beendet haben? Oder hast du die Minuten des konzentrierten Arbeitens früher und heute gemessen und verglichen oder ist das eher ein Gefühl? Und weißt du, wer von denen, die sich besonders schlecht konzentrieren können, besonders viel zocken bzw. vor Tiktok abhängen?

    Genau die Fragen habe ich mir dazu auch gestellt. Mir ist das ehrlich gesagt auch zu pauschalisierend. Ob sich die Nutzung digitaler Medien wirklich auf die Konzentrationsfähigkeit auswirken, wage ich noch zu bezweifeln. Dass diese ein hohes Ablenkungspotential haben, ist dagegen leicht feststellbar.

    Und wenn man mal ehrlich ist: auch früher waren nicht gerade alle Schüler hochkonzentriert und der Unterricht störungsfrei ;)

    Untis ist ist jetzt nicht super schlecht. Aber bei der Stundenplanung von sehr gut weit entfernt. Selbst wenn man bei Untis eine Einschränkung auf die höchste Priorität stellt, kann es vorkommen, dass einem Lösungen mit einem solchen Konflikt berechnet.

    Das ist manchmal zwangsläufig so, wenn die vielfachen Einschränkungen sonst dafür sorgen, dass es gar keine Lösung geben würde. Untis liefert dann halt dennoch Lösungen, die zumindest nahe an den Vorgaben sind, anstatt schlicht keine mehr zu liefern.

    Ich weise darauf hin, dass das im Eröffnungsbeitrag genannte Urteil des AG Essen inzwischen vom LAG Düsseldorf (Urteil vom 14.08.2024 – 14 SLa 303/24) kassiert wurde. Der Ausschluss von Eltern in Elternzeit von der Zahlung des Inflationsausgleichs sei rechtens.

    PS: Bei Teilzeit in Elternzeit könnte das aber anders aussehen. Das LAG erkennt immerhin einen Anspruch auf Zahlung des Inflationsausgleichs in Monaten an, in denen Anspruch auf Arbeitsentgelt bestand. Insofern könnte sich das in deinem Fall also lohnen.

    Bei uns werden die Stundenpläne im Entwurf recht früh rausgegeben und anschließend haben alle Kollegen 3 Wochen Zeit die Pläne zu optimieren. Also: „Der Plan geht so nicht, mach mal anders!“ wird nicht akzeptiert. Wohl aber werden Änderungen akzeptiert, wenn man als betroffener Kollege mit Lösungsvorschlägen um die Ecke kommt und darum bittet den Plan entsprechend anzupassen.

    Das mag am BK anders strukturiert sein, an einer größeren allgemeinbildenden Schule haben die einzelnen Lehrkräfte i.d.R. nicht ansatzweise einen Einblick, welchen Rattenschwanz von Änderungen schon das Umlegen einer einzelnen Stunde verursachen kann. Insofern fällt es mir gerade wirklich schwer vorzustellen, wie eine Optimierung von Stundenplänen durch die einzelnen Kollegen erfolgen soll.

    Keine Sorge, das ist i.d.R. auch wirklich nicht die entscheidene Komponente für Beförderungen und ich kann dir zusichern, dass wir bei solchen Überlegungen nicht erst durchzählen, wer wie oft auf Events dabei war, sondern in erster Linie immer auf die geleistete Arbeit schauen.

    Wie ich in Beitrag #88 aber bereits schrieb, ist die Schilderung der Ausgangskonstellation mit hoher Sicherheit bereits extrem verkürzt und subjektiv verfälscht und ich bin mir sicher, dass das auch in diesem Fall nicht der entscheidende Grund war. Das mag man subjektiv anders sehen und es ist auch bequemer, den Grund für die eigene Nichtbeförderung nicht bei sich selbst, sondern in einem unfairen System suchen zu müssen. Eine Haltung, die wir von unseren Schülern allzuoft kennen und kritisieren.

    So'n Quatsch. Es geht doch darum, nicht außerhalb des eigenen Sauf- und Klüngelhaufens zu befördern. Warum stand wohl die Teilnahme an Grillfesten in noch keinem Beförderungsgutachten? Weil das eben kein sachliches Kriterium ist. Eine halbwegs professionelle Schulleiterin muss auch sagen können „Ich mag Sie nicht, aber Sie machen einen guten Job. Den können Sie ab jetzt auf A14 (oder was auch immer) machen, dafür muss ich Sie nicht mögen.“

    Das war so absehbar, dass mal wieder einseitig nur eine Sache herausgegriffen wird. Ich hatte doch explizit geschrieben, dass so etwas mit Sicherheit kein zu priorisierendes Beförderungskriterium ist. Ich hatte lediglich darauf hingewiesen, dass wenn eine SL für eine Aufgabe mehrere gleich starke (!) Kandidaten hat, dann (und nur dann!) nicht gerade diejenigen zum Zuge kommen werden, die sich bei Teamevents herausziehen.

    Das kann man natürlich als "Beförderung nur im eigenen Sauf- und Klüngelhaufen" ins Lächerliche ziehen und diskreditieren, aber es geht am Kern der Sache vorbei.

    PS: Das bedeutet explizit nicht, dass man sich solche Events ständig geben müsste und du müsstest von mir inzwischen wissen, dass ich nicht gerade für die ständige Teilnahme ohne wenn und aber an so etwas werbe. Diese aber reflexhaft abzulehnen, liegt mir auch fern.

    War das denn wichtig für die Beförderungsstelle?

    Nein, das war es mit Sicherheit nicht und mit hoher Sicherheit ist das hier eine extrem verkürzte Variante der eigentlichen Auswahl und nicht das einzige Kriterium gewesen:

    An meiner alten Schule wurde mir das als Grund für die Nichtbeförderung aufs Brot geschmiert: "Sie waren bisher auf keinem einzigen Kollegen-Grillfest". Auch an meiner neuen Schule scheint an forcierten Gemütlichkeitsveranstaltungen die conditio sine qua non für beruflichen Aufstieg zu sein.

    Wenn man aber die Auswahl zwischen im wesentlichen gleich starken Personen hat, schaut man manchmal doch auch auf das Zwischenmenschliche, insbesondere wenn mit der Beförderung Aufgaben verbunden sind, die die Zusammenarbeit mit anderen Personen voraussetzen. Ob man dann unbedingt jemanden nimmt, der nahezu alle "Teamevents" - man möge davon halten was man möchte - boykottiert, ist fraglich. Gleichzeitig ist das bei sonst guter Arbeit und Engagement aber kein KO-Kriterium.

    Es gibt Fortbildungen. Aber vermutlich darf man sich in weiterführenden Schulen aussuchen, welche Altersklasse man unterrichten möchte. Dann ist doch alles in Ordnung.

    Man darf in großen Systemen durchaus Präferenzen benennen. Wir beziehen bei der Unterrichtsverteilung die Fachgruppen direkt mit ein (Welche Kurse/Klassen müssen weitergeführt werden, wer würde tendentiell welche Jahrgänge übernehmen usw.) Das steht nicht im Widerspruch dazu, dass am Ende natürlich jeder Unterricht abgedeckt sein muss und dass man auch einen Blick darauf behält, nicht immer die gleichen problematischen Konstellationen entstehen zu lassen.

    Und ja, es gibt Kollegen, die lieber einen Bogen um die Unterstufe oder um die Oberstufe machen und das jeweils andere präferieren. Es gibt auch Kollegen, die gerade den Unterschied in der pädagogischen Arbeit zwischen diesen Altersstufen schätzen und dafür keinen Nerv haben, sich mit pubertierenden 7.Klässlern herumzuschlagen. Eine Garantie, dass sie niemals so eingesetzt werden, ist das natürlich nicht.

    300€? Ein vernünftiger Diesel macht 1000km mit einer Tankfüllung. Die kostet sicherlich nicht 300€. Bei mir sind es etwa 80€ für 1000km

    Die Kosten sind eher noch gering angesetzt. Man kann ein Auto heute kaum mehr mit 30ct/km betreiben. Die Treibstoffkosten machen dabei nur etwa 1/3 der Gesamtkosten aus.

    Es gibt Kollegen, die rühmen sich, dass sie fast immer erreichbar sind.

    Und auch dauernd ihre Mails checken.

    Aber gleichzeitig betonen, wie gestresst sie dadurch sind.

    Dass es zwischen "nur einmal pro Woche Mails bearbeiten" und "ständig erreichbar sein" noch eine gute Bandbreite gibt, ist dir sicher klar. Man muss als Lehrkraft sicher nicht ständig erreichbar sein und sollte auch mit Blick auf eine bewusste Trennung zwischen Dienstzeit und Freizeit sich dagegen klar verwehren. Mails allerdings nur einmal pro Woche zu checken überspannt den Bogen deutlich in die falsche Richtung.

    Gerade die positive Führungskultur mit viel Wertschätzung, flachen Hierarchien und ganz viel Unterstützung in der eigenen Entwicklung hat mich vielleicht auch ein stückweit für Schule versaut.

    So unterschiedlich ist das gar nicht. Sowohl an der Uni als auch an Schulen sind die Hierarchien vergleichsweise flach und gleichzeitig die Möglichkeiten zur finanziell spürbaren Wertschätzung eher gering, was ja gerade mit den flachen Hierarchien zu tun hat ;) In beiden Systemen sind die möglichen Stufen für Beförderungen und die dabei möglichen Gehaltssprünge stark limitiert.

    Obliegt die Stundenplanung (und ggf. Vertretungsplanung) in diesem Team hauptverantwortlich dir oder einem anderen Koordinator? Ich höre und erlebe einerseits, dass das originäre Aufgabe einer stv. SL sei und ist, andererseits finden sich im Schulverwaltungsblatt regelmäßig Ausschreibungen für schulfachliche Koordinatoren mit diesem Aufgabenprofil. Mich würde deine und die Meinung anderer interessieren, was ihr für attraktiver haltet, wenn man die Wahl hat. Mit einer stv. SL gehen ja noch weitreichendere dienstliche Befugnisse und Aufgaben einher.

    In Kurzform: Beides ist (für unser beider Bundesland NDS) korrekt, je nachdem, ob man Gymnasien oder Gesamtschulen damit meint. Ob das auch in NRW so ist, weiß ich derzeit nicht.

    An den Gymnasien ist das i.d.R. Aufgabe eines schulfachlichen Koordinators. Darauf beziehen sich auch die von dir genannten Stellenausschreibungen. Die Aufgaben der schulfachlichen Koordinatoren können später auch problemlos schulintern umverteilt werden. An den Gesamtschulen wiederum sind die A15-Stellen fester zugeordnet. Dort wird nicht auf einmal aus einer Didaktischen Leitung eine Oberstufenleitung o.ä. Es gibt einen älteren Erlass zur Aufgabenbeschreibung von Funktionsämtern an Gesamtschulen, der zwar nicht mehr gültig, aber dennoch eine nach wie vor verwendete Orientierung zur Aufgabenzuweisung ist.

    Für den Stunden- und Vertretungsplan sind dort zur Mitwirkung zwar auch die Sek1- und Sek2-Leitung vorgesehen, aber immer explizit in Zusammenarbeit mit der stellv. SL. Daher ist oft letztere tatsächlich diejenige Person, die den Stunden- und Vertretungsplan letztlich verantwortet.

    Zur Frage des Umfangs der Aufgabe muss man mit bedenken, dass einerseits die schulfachlichen Koordinaten an Gymnasien, die für die Pläne zuständig sind, in der Praxis auch noch weitere Aufgaben haben können und dass von Schule zu Schule und von Aufgabenumfang zu Aufgabenumfang die Anzahl der tatsächlichen Entlastungsstunden unterschiedlich ausfallen kann. Insofern ist der Vergleich "A15 und nur Stundenplan vs A15z und Stundenplan+stellv. SL-Aufgaben" zu knapp.

    Heutzutage wäre doch die Annahme einer Abiballkarte schon wieder eine "Annahme von Geschenken". Werd ich allerdings nie verstehen, entweder isses ne dienstliche Verpflichtung, dann muss ich dafür ja wohl keine Karte kaufen, oder es ist ne private Feier von Leuten, zu denen kein Abhängigkeitsverhältnis mehr besteht, warum sollen die mir dann keine Karte schenken dürfen? :D

    Genau die Frage stellt man dann der SL und lässt diese entscheiden, ob diese Karte im dienstlichen Interesse angenommen werden darf oder nicht. In letzterem Fall besteht dann ganz offenkundig kein dienstliches Interesse ;)

    Liebe Forumsverantwortlichen: Bitte verschiebt diesen unappetitlichen Faden aus dieser in die "Allgemein"-Abteilung. Beim oberflächlichen Querlesen bekommt man den Eindruck, das alle Schweinereien nur in der Primarstufe stattfinden.

    Dann will doch erst recht niemand mehr an Grundschulen arbeiten...

    Das Problem gibt es definitiv auch an den weiterführenden Schulen :uebel:

    Ja, genau!

    Damit könnte man dann vermutlich mit Blick auf das Stundendeputat zumindest intern eine Betreuungsquote bestimmen, die Orientierung zur durchschnittlichen Gruppengröße geben kann. Ich kann nur vermuten, dass bei euch durch die verschiedensten Fachrichtungen die Gruppengröße je nach Bedarf flexibler gehandhabt werden muss.

    Das ist leider bei uns am BG nicht der Fall, weil es dort keine "Klassenteiler" gibt :( . Einen Erlass "Klassenbildung und Lehrkräftestundenzuweisung" oder andere gesetzliche Regelung wie für die allgemeinbildenden Schulen, in der SuS-Höchstgrenzen pro Klasse bzw. Kurs vorgegeben sind, gibt es für die BBS in NDS leider nicht.

    Interessehalber: Wie erfolgt die Stundenzuweisung denn bei euch? Rein an den Schülerzahlen der gesamten Schule orientiert?

    Für jeden einzelnen Kurs oder als Durchschnitt?

    In der Sek 2 ist der Klassenteiler zunächst erst einmal eine Rechengrundlage zur Bildung "virtueller Klassen", die wiederum Grundlage für die Zuweisung von Lehrerstunden sind. Jede so gebildete "Klasse" erhält dann eine Zuweisung von ca. 34 Stunden, die wiederum genutzt werden müssen, um alle Kurse einzurichten. Aus Schülersicht benötigen sie im Durchschnitt über die Q-Phase hinweg mindestens 32 Wochenstunden Unterricht, mit Zusatzangeboten wie z.B. einer dritten Fremdsprache oder mit ungünstiger Kurswahl teilweise etwas mehr.

    Das führt dann dazu, dass man mit einer mittleren Kursstärke von ca. 18-20 das System genau versorgt bekommt. Wenn man dann Kursangebote mit geringeren Anwahlzahlen realisieren möchte (z.B. ein Latein-Leistungskurs mit nur 10 Schülern), dann müssen an anderer Stelle zwangsläufig auch etwas größere Kurse auftauchen. Dass dann mal Kurse mit 22-24 Teilnehmern entstehen, liegt in der Natur der Sache. Hier würde eine Teilung wenig sinnvoll sein. Das sieht bei Kursen mit 32 Teilnehmern anders aus ;)

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