Beiträge von Seph

    Es ist sicher sinnvoll, auf die Ausrichtung entsprechender Thinktanks hinzuweisen. Warum du dir gerade diesen herausgesucht hast und diesen als "FDP-Lobbyverein" bezeichnest, erschließt sich mir eher nicht und suggeriert auch eine falsche Verbindung. Etwas ehrlicher wäre die Feststellung, dass diverse Politiker quer durch alle politischen Lager jeweils auch vergleichbare Thinktanks gegründet haben oder unterstützen. Der konkret hier benannte wurde vom FDP-Politiker Frank Schäffler gegründet, der - wen wundert es - eher libertäre Ideen verfolgt.

    Aber ja, es ist definitiv empfehlenswert, die Herkunft von Unterrichtsmaterial kritisch zu beleuchten und sicherzustellen, dass hier nicht nur einseitig politische Ideen vorgestellt werden.

    Und weil du dir die Fragen auch so gestellt hast, hast du sicher auch danach gegoogelt, ob sich das mal jemand systematisch angeschaut hat. Natürlich hat das mal jemand und natürlich ist es so, dass es nicht nur ein klischeehafter persönlicher Eindruck ist, um den es hier geht, sondern um ein belegbares Phänomen.


    https://dl.motamem.org/microsoft-atte…rce=chatgpt.com


    Ja klar, jetzt kommt gleich irgendeine Klugscheisserei über irgendwelche methodischen Mängel der Untersuchung und uuh ... auch noch von Microsoft, aber faktisch wird hier mal wieder nur irgendwas dahergeschrieben und gegen Anekdoten mit Anekdoten "argumentiert" ohne irgendwelche Quellen zu nennen, wenn man schon meint, die Anekdoten der Gegenseite als gefühlten Bullshit abtun zu müssen.

    Ich finde das Argumentationspattern immer wieder interessant, den Diskussionsgegner vorab schon einmal "Klugscheisserei" und "Nichtkenntnis" zu unterstellen, um ihn ad hominem zu diskreditieren. Nur leider geht das schnell nach hinten los. Vor allem, wenn man sich selbst dann auf die berühmte "Goldfisch-Generation Studie" von Microsoft stützt und deren Aussagen übergeneralisiert ;)

    Das glaube ich auch. Mich würde stark wundern, wenn er sich mit der deutschen Parteienlandschaft näher beschäftigt hätte. Und dann wird er halt in einem Post auf seiner Plattform gelobt, der auch Bezug auf die 3 Buchstaben "AfD" nimmt und dann ist mal eben "AfD" ganz toll....was auch immer diese komischen Buchstaben bedeuten mögen.

    Probezeit kann um ein oder zwei Jahre verkürzt werden.

    ...was in den meisten Bundesländern absolute Ausnahmesituation ist, der Regelfall liegt ganz klar bei 3 Jahren. Für eine solche Ausnahmesituation gibt es hier keinerlei Anhaltspunkte. Insbesondere darf man aufgrund der Formulierung "musste eine Planstelle über 100km entfernt annehmen" mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Ausnahmebedingung nach §19 Abs. 2 Satz 2 LBG BW eher nicht erfüllt sein dürfte.

    Nee, das passt m. E. nicht ganz! Zumindest im nördlichen NRW (Münsterland, Westfalen) wird ja auch gern Grünkohl gegessen :) . Und das "Kohl-und-Pinkel"-Gebiet ist halt sehr stark aufs nördliche bis nordwestliche NDS und Bremen plus das Bremer Umland beschränkt ;) .

    Ja, stimmt schon. In anderen Gegenden ist es eher die Bregenwurst dazu.

    Kannst du das beziffern? Also etwa wie viele Jahre du schon unterrichtest und gibt es z.B. bestimmte Aufgaben, die SuS jetzt nicht mehr zu Ende bringen, die sie vor x Jahren noch ohne Ablenkung beendet haben? Oder hast du die Minuten des konzentrierten Arbeitens früher und heute gemessen und verglichen oder ist das eher ein Gefühl? Und weißt du, wer von denen, die sich besonders schlecht konzentrieren können, besonders viel zocken bzw. vor Tiktok abhängen?

    Genau die Fragen habe ich mir dazu auch gestellt. Mir ist das ehrlich gesagt auch zu pauschalisierend. Ob sich die Nutzung digitaler Medien wirklich auf die Konzentrationsfähigkeit auswirken, wage ich noch zu bezweifeln. Dass diese ein hohes Ablenkungspotential haben, ist dagegen leicht feststellbar.

    Und wenn man mal ehrlich ist: auch früher waren nicht gerade alle Schüler hochkonzentriert und der Unterricht störungsfrei ;)

    Untis ist ist jetzt nicht super schlecht. Aber bei der Stundenplanung von sehr gut weit entfernt. Selbst wenn man bei Untis eine Einschränkung auf die höchste Priorität stellt, kann es vorkommen, dass einem Lösungen mit einem solchen Konflikt berechnet.

    Das ist manchmal zwangsläufig so, wenn die vielfachen Einschränkungen sonst dafür sorgen, dass es gar keine Lösung geben würde. Untis liefert dann halt dennoch Lösungen, die zumindest nahe an den Vorgaben sind, anstatt schlicht keine mehr zu liefern.

    Ich weise darauf hin, dass das im Eröffnungsbeitrag genannte Urteil des AG Essen inzwischen vom LAG Düsseldorf (Urteil vom 14.08.2024 – 14 SLa 303/24) kassiert wurde. Der Ausschluss von Eltern in Elternzeit von der Zahlung des Inflationsausgleichs sei rechtens.

    PS: Bei Teilzeit in Elternzeit könnte das aber anders aussehen. Das LAG erkennt immerhin einen Anspruch auf Zahlung des Inflationsausgleichs in Monaten an, in denen Anspruch auf Arbeitsentgelt bestand. Insofern könnte sich das in deinem Fall also lohnen.

    Bei uns werden die Stundenpläne im Entwurf recht früh rausgegeben und anschließend haben alle Kollegen 3 Wochen Zeit die Pläne zu optimieren. Also: „Der Plan geht so nicht, mach mal anders!“ wird nicht akzeptiert. Wohl aber werden Änderungen akzeptiert, wenn man als betroffener Kollege mit Lösungsvorschlägen um die Ecke kommt und darum bittet den Plan entsprechend anzupassen.

    Das mag am BK anders strukturiert sein, an einer größeren allgemeinbildenden Schule haben die einzelnen Lehrkräfte i.d.R. nicht ansatzweise einen Einblick, welchen Rattenschwanz von Änderungen schon das Umlegen einer einzelnen Stunde verursachen kann. Insofern fällt es mir gerade wirklich schwer vorzustellen, wie eine Optimierung von Stundenplänen durch die einzelnen Kollegen erfolgen soll.

    Keine Sorge, das ist i.d.R. auch wirklich nicht die entscheidene Komponente für Beförderungen und ich kann dir zusichern, dass wir bei solchen Überlegungen nicht erst durchzählen, wer wie oft auf Events dabei war, sondern in erster Linie immer auf die geleistete Arbeit schauen.

    Wie ich in Beitrag #88 aber bereits schrieb, ist die Schilderung der Ausgangskonstellation mit hoher Sicherheit bereits extrem verkürzt und subjektiv verfälscht und ich bin mir sicher, dass das auch in diesem Fall nicht der entscheidende Grund war. Das mag man subjektiv anders sehen und es ist auch bequemer, den Grund für die eigene Nichtbeförderung nicht bei sich selbst, sondern in einem unfairen System suchen zu müssen. Eine Haltung, die wir von unseren Schülern allzuoft kennen und kritisieren.

    So'n Quatsch. Es geht doch darum, nicht außerhalb des eigenen Sauf- und Klüngelhaufens zu befördern. Warum stand wohl die Teilnahme an Grillfesten in noch keinem Beförderungsgutachten? Weil das eben kein sachliches Kriterium ist. Eine halbwegs professionelle Schulleiterin muss auch sagen können „Ich mag Sie nicht, aber Sie machen einen guten Job. Den können Sie ab jetzt auf A14 (oder was auch immer) machen, dafür muss ich Sie nicht mögen.“

    Das war so absehbar, dass mal wieder einseitig nur eine Sache herausgegriffen wird. Ich hatte doch explizit geschrieben, dass so etwas mit Sicherheit kein zu priorisierendes Beförderungskriterium ist. Ich hatte lediglich darauf hingewiesen, dass wenn eine SL für eine Aufgabe mehrere gleich starke (!) Kandidaten hat, dann (und nur dann!) nicht gerade diejenigen zum Zuge kommen werden, die sich bei Teamevents herausziehen.

    Das kann man natürlich als "Beförderung nur im eigenen Sauf- und Klüngelhaufen" ins Lächerliche ziehen und diskreditieren, aber es geht am Kern der Sache vorbei.

    PS: Das bedeutet explizit nicht, dass man sich solche Events ständig geben müsste und du müsstest von mir inzwischen wissen, dass ich nicht gerade für die ständige Teilnahme ohne wenn und aber an so etwas werbe. Diese aber reflexhaft abzulehnen, liegt mir auch fern.

    War das denn wichtig für die Beförderungsstelle?

    Nein, das war es mit Sicherheit nicht und mit hoher Sicherheit ist das hier eine extrem verkürzte Variante der eigentlichen Auswahl und nicht das einzige Kriterium gewesen:

    An meiner alten Schule wurde mir das als Grund für die Nichtbeförderung aufs Brot geschmiert: "Sie waren bisher auf keinem einzigen Kollegen-Grillfest". Auch an meiner neuen Schule scheint an forcierten Gemütlichkeitsveranstaltungen die conditio sine qua non für beruflichen Aufstieg zu sein.

    Wenn man aber die Auswahl zwischen im wesentlichen gleich starken Personen hat, schaut man manchmal doch auch auf das Zwischenmenschliche, insbesondere wenn mit der Beförderung Aufgaben verbunden sind, die die Zusammenarbeit mit anderen Personen voraussetzen. Ob man dann unbedingt jemanden nimmt, der nahezu alle "Teamevents" - man möge davon halten was man möchte - boykottiert, ist fraglich. Gleichzeitig ist das bei sonst guter Arbeit und Engagement aber kein KO-Kriterium.

    Es gibt Fortbildungen. Aber vermutlich darf man sich in weiterführenden Schulen aussuchen, welche Altersklasse man unterrichten möchte. Dann ist doch alles in Ordnung.

    Man darf in großen Systemen durchaus Präferenzen benennen. Wir beziehen bei der Unterrichtsverteilung die Fachgruppen direkt mit ein (Welche Kurse/Klassen müssen weitergeführt werden, wer würde tendentiell welche Jahrgänge übernehmen usw.) Das steht nicht im Widerspruch dazu, dass am Ende natürlich jeder Unterricht abgedeckt sein muss und dass man auch einen Blick darauf behält, nicht immer die gleichen problematischen Konstellationen entstehen zu lassen.

    Und ja, es gibt Kollegen, die lieber einen Bogen um die Unterstufe oder um die Oberstufe machen und das jeweils andere präferieren. Es gibt auch Kollegen, die gerade den Unterschied in der pädagogischen Arbeit zwischen diesen Altersstufen schätzen und dafür keinen Nerv haben, sich mit pubertierenden 7.Klässlern herumzuschlagen. Eine Garantie, dass sie niemals so eingesetzt werden, ist das natürlich nicht.

    300€? Ein vernünftiger Diesel macht 1000km mit einer Tankfüllung. Die kostet sicherlich nicht 300€. Bei mir sind es etwa 80€ für 1000km

    Die Kosten sind eher noch gering angesetzt. Man kann ein Auto heute kaum mehr mit 30ct/km betreiben. Die Treibstoffkosten machen dabei nur etwa 1/3 der Gesamtkosten aus.

    Es gibt Kollegen, die rühmen sich, dass sie fast immer erreichbar sind.

    Und auch dauernd ihre Mails checken.

    Aber gleichzeitig betonen, wie gestresst sie dadurch sind.

    Dass es zwischen "nur einmal pro Woche Mails bearbeiten" und "ständig erreichbar sein" noch eine gute Bandbreite gibt, ist dir sicher klar. Man muss als Lehrkraft sicher nicht ständig erreichbar sein und sollte auch mit Blick auf eine bewusste Trennung zwischen Dienstzeit und Freizeit sich dagegen klar verwehren. Mails allerdings nur einmal pro Woche zu checken überspannt den Bogen deutlich in die falsche Richtung.

    Gerade die positive Führungskultur mit viel Wertschätzung, flachen Hierarchien und ganz viel Unterstützung in der eigenen Entwicklung hat mich vielleicht auch ein stückweit für Schule versaut.

    So unterschiedlich ist das gar nicht. Sowohl an der Uni als auch an Schulen sind die Hierarchien vergleichsweise flach und gleichzeitig die Möglichkeiten zur finanziell spürbaren Wertschätzung eher gering, was ja gerade mit den flachen Hierarchien zu tun hat ;) In beiden Systemen sind die möglichen Stufen für Beförderungen und die dabei möglichen Gehaltssprünge stark limitiert.

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