Beiträge von Firelilly

    Ich erinnere mich an die bis heute andauernde Erleichterung und die Dankbarkeit, dass ich während der Coronapandemie nicht an vorderster Front im Schuldienst sein musste und an die konsequente Trennung zwischen Arbeit und Freizeit.

    [...]


    (Ich bin jedoch mit meiner Frau verheiratet und meine Kinder stehen an erster Stelle - bei der Verabschiedung meines ersten Schulleiters wurde gesagt, er sei mit der Schule verheiratet gewesen. DAS kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.)

    Auch von mir Glückwunsch zur Beförderung.

    Kann gar nicht genug unterstreichen, welche Zusatzbelastung der Lehrerberuf durch diese verschwommene Grenze zwischen Arbeit und Freizeit mit sich bringt. Das ist einer von vielen Faktoren, die im Lehrerberuf geballt kommen, welche eine erhöhte psychische Belastung und, damit einhergehend, eine Erhöhung der durch psychischen Stress ausgelösten Krankheiten verursachen. Müsste aus meiner Sicht stärker berücksichtigt werden (monetär und/oder durch Absenkung der Pflichtstunden). Feste, klar definierte Arbeitszeiten sind viel wert, das realisiert man meistens erst dann, wenn man so etwas mal hat. Dann gehen einem als Lehrer auch mal die Augen auf "Was, so angenehm kann es sein? Ich habe wirklich frei zuhause und mein Kopf ist bei schönen Dingen und nicht in der Arbeit? Das gibt es?"


    Deine in Klammern geschriebene Einstellung ist top. Bei uns gibt es in der erweiterten Schulleitung Frauen, die weder Kinder, und was noch schlimmer ist, nicht mal einen Mann haben. (Wundert mich allerdings Null bei denen, die würden selbst auf einer Single-Börse keine Mails bekommen)

    Die leben quasi für Schule und holen sich da eine Art perfide Ersatzbefriedigung. Tausche ein erfülltes (bzw. überhaupt ein!) Sexualleben und partnerschaftliche Momente gegen die Befriedigung an der Schule ein gaaaanz wichtiges Rädchen im Getriebe zu sein und hier und da Anerkennung dafür zu bekommen, weil man ja sooo viel macht.

    Das Problem ist, dass dieses Ausleben der Ersatzbefriedigung Druck auf die normalen Menschen im Kollegium ausübt.

    Ich wünsche mir also Schulleitungen, die nicht so vernachlässigt sind, wie zwei Kolleginnen in leitenden Positionen bei uns.

    Das, meine ich, kann man klären, wenn es soweit ist. Wenn jemand fragt, ob man fahre, sagt man, dass das nicht ginge wegen ungesund.

    In Schleswig-Holstein kommt man nicht um Fahrten drum herum.

    Niemand kann dich zwingen, eine stundenlange Busfahrt oder Flug anzutreten.

    In Schleswig-Holstein kann die Lehrerkonferenz ein Fahrtenkonzept beschließen, an das man sich halten muss.

    Schleswig-Holstein ist ein Kackland.

    Leider ist Burnout immer noch ein Stigma, und gerade Lehrer sind ein erstaunlich ängstliches Volk, wenn es darum geht, etwas preiszugeben, mit dem man sich (nach eigenem Empfingen, nichtmal objektiv betrachtet) angreifbar machen könnte.

    Hinzu kommt, dass man in diesem Forum gesperrt wird, wenn man empfiehlt wegen psychosomatischer Beschwerden den Hausarzt aufzusuchen, um sich krank schreiben zu lassen.

    Das kann ich bestätigen. Vier Verwandte sind als Verwaltungsbeamte für Staat bzw. Land oder Kommune tätig. Keiner von ihnen darf ins HO, obwohl derzeit keine persönlichen Vorsprachen stattfinden. Es scheitert an fehlender Digitalisierung.

    Meine Mutter (Beamtin im Amt für Wohnen) hat zudem vorhin erzählt, dass sie bisher noch keinen Test zu Gesicht bekommen hat und auch keine entsprechende Info.

    Soviel zur Vorbildrolle des Staates. :autsch:

    Mein Mitleid mit Beamten in Ämtern hält sich in Grenzen. Bei den Ämtern bei uns wird peinlichst genau auf Infektionsschutz geachtet.

    Ich werde ab Montag wieder genötigt mich in Präsenzunterricht zu begeben (Schleswig-Holstein). Gerne würde ich stattdessen auf einem Amt arbeiten.

    Die sitzen bei uns einzeln in Büros und Kundenkontakt in gut durchlüfteten Räumen mit großer Plexiglasscheibe vor dem Schalter.

    Ja, ja, ja - alles richtig. Dennoch bleibt es dabei: Solange die Lehrer nicht anfangen, konsequent nach 40, 41 oder meinetwegen 46,x Stunden (dann herrscht in den Ferien aber Schreibtischverbot!) den Griffel fallen zu lassen, wird sich an der systematischen Ausbeutung und Überforderung nichts ändern.

    Ich bin total bei Dir, aber das ist total verpönt. Man sieht es doch an der Reaktion hier im Forum, wenn man mal schreibt, dass man sich gegen die Arbeitsbelastung auflehnen soll!

    Wenn du als Expertin für Chemie Schülerinnen und Schüler leichtfertig unangemessenen Bedrohungen aussetzt oder gar vorsätzlich schädigst, dann haftest selbstverständlich du und nicht der Dienstherr. Passiert hingegen trotz der notwendigen Sicherheitsvorgaben etwas bei den "normalen" Experimenten haftet selbstverständlich der Dienstherr und nicht du.

    Und wo ist da die Grenze? Vorsätzliche Schädigung okay, das ist ja, als würde ich Schüler vor ein Auto schubsen. Aber was ist leichtfertig?

    Ich bin auf jeden Fall nicht bereit privat Geld dafür zu zahlen, dass ich in Chemie experimentieren kann. Hat jeder Sportlehrer eine Zusatzversicherung? Jeder Physiklehrer?

    Die reflexhafte Reaktion im typischen Stil des Bashings gegen den Dienstherrn ist in Anbetracht der diskutierten Fälle irgendwie daneben.

    Die ist überhaupt nicht daneben. Daneben ist, dass man als Lehrer für die Ausübung seines Berufs jetzt auch noch Geld ausgeben soll, wenn man eine bestimmte Fächerkombination hat. Eine Fächerkombination, mit der man in der Wirtschaft mehr Geld verdienen würde als mit Religion.

    Und jetzt soll ich finanziell schlechter gestellt werden als eine Religionslehrkraft?

    Das kann es nicht sein, das ist ein Skandal!

    Warum bekomme ich eigentlich so viel Gegenwind, wenn ich sage, dass Sport und Kunst Fächer mit wenig Arbeitsaufwand sind, aber hier wird munter diskutiert, dass Englisch / Deutsch so viel mehr Arbeitsaufwand als andere Fächer ist. (Ich sehe es natürlich auch so!)

    Auch von mir die Empfehlung, keinesfalls Englisch / Deutsch machen!

    Ein Zweitfach wie Sport, Kunst, Musik oder Geo wäre arbeitsentlastend.

    Könntest du dir temporär auch vorstellen Teilzeit zu arbeiten, damut sich der Korrekturaufwand mehr in Grenzen hält?

    Das finde ich einen ganz falschen Ansatz! Warum sollte man dem Staat Geld schenken?

    Ich würde es eher so formulieren: Könntest du es dir vorstellen regelmäßig bei der Unterrichtsvorbereitung und dem Einsatz für außerunterrichtliche Dinge zu schludern, damit du den erhöhten Arbeitsaufwand kompensierst und gleich viel arbeitest wie jemand mit Mathe / Sport? Wenn ja, dann wäre die Kombi Englisch / Deutsch vllt. doch möglich / empfehlenswert.

    Die Fähigkeit gegen sein Gewissen arbeiten zu können ist eine wichtige Fähigkeit im Lehramt. Von allen Seiten (Seminar, Schulleitung, Eltern, sogar KuK !) wird einem suggeriert man müsse arbeiten, arbeiten, arbeiten, auch unter Einsatz der Freizeit. Man braucht also eine dicke Haut und muss gut darin sein kein schlechtes Gewissen zu bekommen. Das ist wirklich leichter gesagt als getan, aber ich mache da Jahr für Jahr Fortschritte.

    Wichtig ist für mich eine Berufshaftpflicht, wenn Schüler (bei Chemieexperimenten) zu schaden kommen, da gab es zwei teuere Fälle in der Nachbarschaft und auch eine Rechtsschutzversicherung (hätte bei dem einen Fall sehr geholfen).

    Kann nicht sein, dass man da als Privatperson etwas zahlen muss. Wenn dem so wäre, würde ich sofort jegliches Experimentieren verweigern.

    Das muss über den Dienstherr versichert sein.

    - der Raum muss vorbereitet werden, das ist Arbeitszeit

    Bei Lehrern werden nur die Unterrichtsstunden als Arbeitszeit gerechnet. Das machst du also bitte schön in der Freizeit!

    aber einige würden vielleicht sparsam gucken, wenn sie in den nächsten Wochen von morgens ab 7 Uhr an den anderen Schulen, die weniger günstig ausgestattet sind, aushelfen dürfen - unentgeltlich.

    Ja das ist doch das tolle an unserem Beruf, alle die coronabedingte Mehrarbeit kostet den Dienstherrn wieviel? Nichts? Wer zahl das? Jede einzelne Lehrkraft durch Einsatz ihrer Freizeit?

    Wie wird uns das gedankt? Richtig, "die faulen Lehrer machen zu wenig!"

    Interessant, dass du das schon zum jetzigen Zeitpunkt mit einer solchen Bestimmtheit sagen kannst.

    Auch interessant. Das klingt, als wenn bei euch die Schulen bisher noch gar nicht geöffnet waren?

    Ich konnte damals auch schon mit Bestimmtheit sagen, dass Aerosole eine entscheidende Rolle spielen oder, dass Schulen (respektive Kinder / Jugendliche) nicht weniger Infektionsrisiko darstellen. Weißt Du warum? Weil SARS-CoV-2 an Rezeptoren bindet, die auch bei Jugendlichen und Kindern vorhanden sind und, weil die Interaktion mit cytotoxischen T-Zellen sich in frühen Untersuchungen, als nicht unterschiedlich zu anderen Betacoronaviren gezeigt hat.

    Eine Annahme, dass Jugendliche oder Kinder da ausgenommen sein sollten was die Infektionen angeht, war einfach von Anfang an politisch motivierter Unsinn.

    Bei einer systemischen Erkrankung mit dem Ausmaß an Gewebeschäden (entzündlich und durch Mikrothrombosen) davon auszugehen, dass die Lebenserwartung nicht sinkt, ist ebenfall totale Utopie. Die Autopsien, die sie in China gemacht haben, haben das schon so früh gezeigt, dass ich schon bevor es den Begriff Long-Covid überhaut gab, bereits wusste, dass es Langzeitfolgen gibt. Die histologischen Bilder dieser Autopsien kann jeder mit Histo im Nebenfach eines Biochemiestudiums auswerten. Das hat nichts mit "prophezeien" zutun, das ist einfach nur heftig. Das ist an Schäden mindestens so, als wenn Du eine mehrzyklige Chemotherapie abkriegst. Die Schäden auf zellulärer und molekularer Ebene bei so einer massiven systemischen Erkrankung werden nicht durch Zauberhand verschwinden. Dafür gibt es, weder nach einer Chemo, noch nach einer systemischen Enzündungsreaktion und Mikrothrombosen hinreichend gute Mechanismen in unserem Körper. Erkläre mir dann mal, warum das dann bei Covid-19 nicht zu einer geringeren Lebenserwartung kommen wird?!

    Nur, weil man danach wieder halbwegs (nach ein paar Monaten zum Teil) auf die Beine kommt, heißt es nicht, dass die Schäden weg sind.

    Auch Opfer von Verstrahlungen oder Menschen, die Krebs überlebt haben tragen in der Regel permanente Schäden in sich, auch, wenn vielleicht die Akutphase der Verstrahlung oder einer mit Chemotherapie behandelten Krebserkrankung überstanden sind.

    Ich muss das einfach nochmal ganz deutlich schreiben, weil es wieder, wie vorausgesehen, bagatellisiert wird.
    Alles, was sich erst später zeigt, ist irgendwie aus dem Bewusstsein verdrängt.

    Aber es kostet Lebensjahre und meiner Einschätzung nach zwar nicht zu knapp. Und ja, Ausnahmen wird es auch da geben, Menschen, die trotz Covid-19 steinalt werden.

    Aber gerechnet auf den Durchschnitt wird es die Lebenserwartung ganz schön senken.

    Der einzelne Kettenraucher mag auch mal sehr alt werden, die Gesamtheit der Kettenraucher hat aber eine verkürzte Lebenserwartung und entsprechende Symptome (vorzeitige Alterung von Geweben usw.).

    Und ich habe keine Lust, nur, weil mein Dienstherr kein Home-Office erlaubt und es nicht für nötig erachtet nur eine Menschenzahl pro m² Klassenraum zu erlauben, wie in jedem Einzelhandel, unfreiwillig durch so ein Ereignis (Infektion) innerhalb von ein paar Wochen zu jemandem zu werden, der mit einem Schlag auf einmal Gewebeschäden wie ein Kettenraucher aufweist, der sich jahrzentelang ein paar Schachteln pro Tag reingepfiffen hat. Ich kann auf Mikrothrombosen und systemische Entzündungsreaktionen in meinem gesamten Körper gut verzichten.

    Das wird in wenigen Jahrzehnten noch große Diskussionen geben. Diejenigen, die damals erkrankten, bevor es die Impfungen gab und die nun, ein, zwei Jahrzehnte später, die Zeche dafür zahlen und die Zeit nicht zurück drehen können. Ach, hätte ich damals doch diese Infektion nicht gehabt, wäre mir noch deutlich länger ein gesundes Leben mit meiner Familie geblieben. Aber naja, immerhin konnten dafür ein paar mehr Kinder zu Schule gehen, die haben vielleicht (!!) ja dadurch ein bisschen mehr gelernt, als hätte ich VIdeo-Unterricht gemacht, bis der Impfstoff verfügbar war.

    Schade Schokolade, naja, nun ists halt zu spät für mich.

    Dass Viruserkrankungen häufig nicht nach 10 Tagen ausgeheilt sind, ist bekannt. Eppstein Barr wurde vor Monaten schon angeführt. Die Ärztin meinte zu mir: "Lassen Sie das Kind nicht aufs Trampolin, da kann die geschwollene Milz reißen, das ist tödlich." Möglicherweise wird es später Probleme kriegen, trotzdem würde ich nicht auf die Idee kommen zu sagen: "Ihr seid Schuld, wenn mein Kind später einen Organschaden davonträgt, weil ihr 2018 nicht alle Schulen zugemacht habt!!!" Grund: 95% tragen das Virus mit sich rum und wissen es gar nicht. Der Unterschied zu Corona liegt auf der Hand, dieses Virus ist neu und verbreitet sich jetzt und auf einmal.

    Das Eppstein Bar Virus erhöht nachweislich das Risiko für Lymphdrüsenkrebs. Auch das ist so eine mögliche Langzeit-Folgeerscheinung, das stimmt. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten so einer Spätfolge durch dieses Virus ist allerdings extrem viel kleiner so, dass sich ein Vergleich da eigentlich verbietet. Dennoch sollte man meiner Meinung nach auch beim EBV über Impfungen nachdenken. Meine Hypothese dazu: Es gibt deutlich mehr Krebserkrankungen, die auf das EBV zurückgehen, nur, hat man den Erreger damit nicht in Verbindung gebracht. Trotzdem wie gesagt um Potenzen weniger bedrohlich als Sars-CoV-2, das eifnach nochmal ein viel größeres Kaliber ist als EBV. Covid-19 ist eine systemische Erkrankung, die Gewebeschäden im gesamten Körper verursacht. Unser Immunsystem (von speziellen Defekten Einzelner abgesehen) kommt mit EBV extrem viel besser klar, das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen. Weder Grippe noch eine durch das EBV ausgelöste Erkrankung steht in sinnvoll vergleichbarem Zusammenhang mit Covid-19.

    https://www.n-tv.de/wissen/Virusla…le22465747.html

    Als Lehrer muss man davon überzeugt sein, dass sein Handeln einen (langfristigen) Effekt hat. Wieso sollte man sonst diesen Job ergreifen?

    Meine Idealvorstellung ist eine Gesellschaft oder am besten Welt ohne Mobbing.

    Als Lehrer darf man davon überzeugt sein, aber ein Muss ist das sicherlich nicht. Es gibt zig andere, ebenso legitime Gründe diesen Job zu ergreifen, auch, wenn man nicht davon überzeugt ist, dass man moralische Einstellungen entscheident prägt.

    Man muss da auch unterscheiden auf was man einen langfristigen Effekt hat. Ich unterrichte Chemie und Biologie und bin mir sicher, dass die SuS langfristig gesehen einen Kompetenzzuwachs durch meinen Unterricht erfahren.

    Ob aus den SuS durch die Schule moralisch gute Menschen werden bezweifle ich hingegen schon arg. Sicherlich ist die Schule da ein Baustein, aber die Wirkung ist in dem Bereich meiner Meinung nach extrem klein.

    Das hat eher was mit frühkindlicher Erziehung zutun, und selbst da glaube ich, dass man da weniger Einfluss auf ein Kind hat, als man denkt.

    Ich meine wir leben über 2000 Jahre nach Christus und damals gab es Mobbing sicherlich genauso wie heute.

    Es gibt eben einfach natürlich angelegte Verhaltensweisen, die man nicht durch Schulbildung übertünchen kann und die auch ein vorbildliches Vorleben durch die Eltern nicht völlig umprogrammiert. Man kann aber sicherlich einen kleinen Beitrag leisten.

    Du hast sicherlich Recht mit deiner Analyse. Aber dennoch ist Mobbing einfach etwas, was gar nicht geht (und oft auch kriminell ist). Im Tierreich gibt es auch Mord und Vergewaltigungen, aber dennoch sind sie zurecht verboten.

    Mobbing zerstört Gruppen auch eher als das es sie stärkt.

    Habe ich nie etwas anderes behauptet. Es wurde in diesem Thread nur teilweise so getan, als sei es so unverständlich, dass so etwas geschieht.

    Das ist eben (leider) sehr natürliches Verhalten.

    Hmm, dass Mobbing Gruppen zerstört ist vermutlich nur teilweise richtig. Es stabilisiert eben auch Gruppen.

    Dass sie mein fränkisches Naturell geerbt hat ("Lockdown? Super! Hab ich endlich meine Ruhe!") und eigentlich ganz gern mal alleine ist, macht die Sache nicht einfacher.

    Das ist doch toll, wenn sich ein Mensch auch alleine beschäftigen kann! Ich empfinde es eher als Manko, wenn Menschen unbedingt andere Menschen brauchen, um zufrieden zu sein. Vermutlich bin ich aber auch Fränkin was das angeht! Vielleicht sollte ich mal nach Nürnberg ziehen.

    Ich glaube aber nicht, dass jedes Kind, das irgendwo ausgeschlossen wird, sich besonders schwierig verhält. Im Erwachsenenleben ist es doch auch so, wie viele ätzende Grüppchen gibt es in Betrieben und Kollegien, wie viel wird gelästert und gemobbt, natürlich ist nicht die gemobbte Hälfte total schwierig und die mobbende Hälfte total cool.

    Das stimmt, es gibt toxische Gruppenkonstellationen. Wenn es sich tatsächlich um toxische Kinder handelt (oft ist das eigene Kind aber mitschuld) und das eigene Kind von denen ausgeschlossen wird, dann verpasst es aber nichts. Das sind doch keine Gruppe, bei denen das eigene Kind dabei sein sollte! Denn sonst wäre es doch auch so ein toxisches Kind, wenn es sich da einfügen würde.

    Mobbing macht evolutionsbiologisch einfach Sinn (auch wenn die Artikel jetzt keine signifikanten Daten liefern):

    https://www.cafe-eloquent.de/fressen-und-ge…g-serie-teil-2/

    https://www.sueddeutsche.de/bildung/sozial…-sexy-1.2602366

    Unsere Moralvostellungen erwarten, dass die Menschen entgegen ihrer genetischen Programmierung handeln. Das kann moralisch höchst sinnvoll sein, ist aber keine so leichte Sache.

    Man wird auch keiner Frau vermitteln können, dass ein großer, breitschultriger Mann sie in der heutigen Gesellschaft nicht zwangsläufig besser beschützen kann, als ein Kleingewachsener. Auch wird man seinen Körper nicht durch Überlegungen im Neocortex davon überzeugen, dass eigentlich Gemüse richtig gut schmecken müsste und "Ungesundes" wie Chips und Schokolade nicht. Unser Körper ist darauf programmiert, dass fettige, zuckerhaltige Dinge gut schmecken, weil unsere Vorfahren die Energiedichte benötigten (und auch aus diversen anderen Gründen). Genauso eben bei der Partnerwahl, da will auch jede Frau Schokolade und keinen Lauch, wobei natürlich wie bei allen Dingen der Neocortex da letztendlich mitmischt und auch gegen die Veranlagung arbeitet.

    Man kann sich bewusst gegen Schokolade und für Gemüse entscheiden, weil die Schokolade eben nach Analyse Nachteile hat. Um es bei der Nahrung zu sagen, wäre die Schokolade kalorienarm und voller Vitamine bei selben Geschmack, na, da würden wir nicht lange nachdenken.

    Natürlich ist Frau auch mit einem Partner als Gesamtpaket zufrieden (da spielen ja auch andere Dinge für das Großhirn, also die "Vernunft" eine Rolle) und man würde es dem Mann natürlich auch nicht offen sagen, dass man eigentlich einen ganz anderen Typ Mann optisch attraktiv findet.

    Wenn wir aber die Wahl hätten dies in jeder beliebigen Hülle zu bekommen, dann wären mindestens 90% der Männer raus. (Gilt andersrum vermutlich auch, wobei Männer evolutionsbiologisch weniger wählerisch sind, zumindest, was das Sexualverhalten angeht. Für Frauen sind die meisten Männer einfach zu unattraktiv, um dafür ihre Ressourcen zu riskieren, deshalb ist es eher so, dass die wenigen, attraktiven Männern potentiell mit vielen Frauen schlafen könnten (und es ggf. tun...), während der Großteil der Männerwelt diese Kriterien nicht erfüllt und deshalb im Vergleich dazu leer ausgeht bzw. sehr viel Aufwand und Überzeugungsarbeit treiben muss um überhaupt Sex zu bekommen. Daher auch die evolutionäre Entwicklung des weiblichen Zyklus mit wenigen fruchtbaren Tagen (anstatt dauernd fruchtbar zu sein!), so konnte Frau mit dem attraktiven Männchen Sex haben (und mit dem Unattraktiven aus Gefälligkeit) und die Vaterschaft war dem dann nicht klar. An den fruchtbaren Tagen, wo das sexuelle Verlangen der Frau am höchsten war, war natürlich das Interesse an einem attraktiven Mann auch am größten und so war mit höhrer Wahrscheinlichkeit auch der der Vater. Das zeigen Studien heute noch, dass um den Eisprung die Frauen ganz andere Merkmale bei Männern auf Fotos als attraktiv bewerten, als zu anderen Phasen!

    Der eigene Parnter ist eher ausserhalb des Eisprungs, ausserhalb der fruchtbaren Tage und der Zeit des höchstens sexuellen Verlangens, attraktiv.

    Man hat sich eher für den Versorger entschieden, da unserer Gesellschaft sich zu einer monogamen entwickelt hat gegenüber unserer biologischen Vergangenheit:

    Bei der Frau zum Aufziehen der Kinder geblieben ist auch in ferner Vergangenheit der eher unattraktive, versorgende Mann und der hat sich fürsorglich um die (zum Teil Kuckucks-)kinder gekümmert, während der attraktive Mann dabei war die nächsten zu schwängern und seine guten Gene weiterzugeben. Das ist natürlich mit Beginn der Zivilisation mit Moralvorstellungen usw. alles nicht mehr so üblich (man denke aber durchaus an die Incel-Problematik), aber die Anlage unseres Attraktivitätsempfindens, ja selbst die Form und Ausgestaltung unserer Geschlechtsorgane ist Resultat dieser Evolution.

    Interessanterweise ist die moralische Vereinbarung der Monogamie ein eher gesellschaftlich konstruiertes Konstrukt, das für die eher unattraktiven Männer sicheren "Zugang" zu einer Frau liefert. Die nicht so attraktiven Männer haben also durch die Zivilisation dennoch Chancen eine Frau für sich und damit sexuellen Kontakt zu sichern. Es lassen sich auch viele Sekundärtugenden einsetzen um fehlende Attraktivität zu kompensieren, etwas, was in unserer biologischen Vergangenheit eher nicht der Fall gewesen sein durfte. Und da frage nochmal ein Mann, warum die Frauen immer wieder auf die "Bad Boys" hereinfallen anstatt sich für den lieben Kerl zu entscheiden. Na Leute, das ist doch klar.

    In der fernden Vergangenheit als Hominiden wurden wir von den "Bad Boys" schwanger und die netten Kerle waren dann die Versorger (und haben damit auch ihren Anteil Sex bekommen). Die Monogamie unserer Gesellschaft hat dieses System durcheinander geworfen und überspitzt gesagt müssen sich Frauen heute entscheiden, entweder der sexy Typ ODER der nette Typ. Und das ist der Konflikt zwischen dem, was der Körper will und was uns die Vernunft sagt. Aber ich schweife ab, spannendes Thema aber!)

    Mobbing, Ausgrenzung usw. sind ebenso angelegte Mechanismen mit tieferem Sinn und dagegen zu arbeiten ist moralisch edel. Es sind aber nachvollziehbare Mechanismen für das Bestehen in sozialen Gruppen.

    LongCovid kommt unabhängig von der Symptomschwere bei etwa 10% vor. Folglich werden sie alles unternehmen, um sich aus der Verantwortung zu halten.

    "Danke für die lieben Wünsche.

    Ich habe tatsächlich viel Unterstützung. Seitens meines Partners, unserer Familie und Freunden.

    Es ist schwieriger den Kindern zu vermitteln, wieso Mama auf einmal anders ist. Sie hustet ja nicht, sie sieht ganz normal aus

    Mal schauen, wie es wird. Seit Montag arbeite ich wieder. In der Hoffnung, dass es mir psychisch gut tut.

    Ich bin übrigens Ü30, wenn auch knapp. Rauche nicht, trinke nicht, bin normalgewichtig, austrainiert. Ich ernähre mich vegetarisch und meine Ernährung ist so ausgelegt, dass alle Mikroelemente und Vitamine ausreichend vorhanden sind. Ich habe auch keine VorErkrankungen

    Ich hatte seit Anfang Respekt vor Covid gehabt und hatte gehofft, bis zur Impfung durchzuhalten. Ich habe mit Allem gerechnet. Nur nicht mit sowas. Am Ende Rechnet man schon, dass es einem nichts passiert"

    aus den Kommentaren von: https://www.zeit.de/zett/politik/2…-langzeitfolgen

    Unter anderem deshalb müssen die Schulen unbedingt zu bleiben, bis alle geimpft sind. Distanzunterricht läuft bei uns sehr gut, es ist eine absolute Verletzung der Fürsorgepflicht, dass man die Schulen ohne Rücksicht auf Verluste öffnen möchte. Auch hier im Forum denke einige, "dass einem nichts passiert". Ich habe ganz zu Beginn der Pandemie bereits vor Long-Covid gewarnt, das wussten die Chinesen nämlich schon bei den ersten Autopsien. Es hat sich histologisch gezeigt, dass es zu irreparablen Schäden an der Lunge und anderen Organen kommt. Klar wird ein kleiner Teil dieser Schäden nach Monaten oder Jahren zum Teil repariert werden, aber es ist und bleibt ein permanenter Schaden zurück. Und natürlich werden solche Erkenntnisse (wie auch vieles anderes, was man damals schon wissen konnte, die Rolle der Kinder bei der Infektion usw.) politisch heruntergespielt.

    Und ich sage es noch einmal ganz deutlich (wird ja wie alles, was ich damals vorausgesagt habe, wieder bagetellisiert werden):

    Wenn jemand Covid-19 überstanden hat, der hat eine signifikant verkürzte Lebenserwartung, ganz besonders, wenn es zum Long-Covid Syndrom kam.

    Die Größenordnung wird sich zeigen, aber ich vermute so wie jemand, der eine mehrzyklische Chemo-Therapie über sich hat ergehen lassen müssen. Das Gewebe (die Zellen) vergisst nicht!!! Auch die ganzen Mikrothrombosen (die ja nicht einmal zu Ausfallerscheinungen führen müssen) schädigen viele Organe irreparabel, aber so in einem Maßsstab, dass man in den meisten Fällen ja nicht gleich tot umfällt. Aber die permanenten Folgen sind da.

    Das machen sich die Leute einfach nicht bewusst. Es ist wie nach einem "leichten" Herzinfarkt oder einer überstandenen Krebserkrankung, man kann auch danach wieder Lebensqualität gewinnen, aber die Schädigung des Körpers bleibt. Seien es Teile des Herzmuskels, die abgestorben waren und das Herz schwächen, oder durch Chemotherapie zerstörte Zellen oder ganze Organe.

    Bei Covid-19 gibt es irreparable Schäden und ihr kommt hier teilweise mit Parolen wie "Die Schule zu schließen muss die allerletzte Option sein". Oder "Die armen Kinder, was denen zuhause passiert". Das alles steht in keinem Verhältnis zu den permanenten Schäden, die sich jeder Covid-19 Erkrankte einhandelt und schon gar nicht so den immensen Schäden, wenn es zu Long-Covid Symptomen kommt.

    Wenn ihr mal mit den Spätfolgen (Jahre oder Jahrzenhnte danach) zutun habt, dann könnt ihr euch ja zumindest freuen, dass ihr dafür gesorgt hat, dass Schüler/innen Präsenz- statt Distanzunterricht hatten. Man, dafür lasse ich doch gerne das Pendant einer mehrzyklischen Chemo über mich ergehen und verkürze meine Lebenserwartung!

    Dann feierte mein Kind 1 seinen 6. Geburtstag, lud das 6jährige Kind 1 der Freunde ein, nicht aber dessen Geschwisterkind 2 mit 4 Jahren. Zuerst wurde ich zum Gespräch einbestellt ("Wir müssen reden"), warum Kind 2 nicht eingeladen sei und dass das Kind 2 nicht verkraften würde.

    Versteh nicht ganz inwiefern das jetzt gegen diese anderen Eltern gehen soll bzw. deren absolutes Fehlverhalten deutlich machen soll? Ich meine wenn ihr so dicke mit denen seid und gemeinsame Urlaube und Grillparties macht und dann nur eines der Kinder zum Geburtstag kommen darf, kann ich (selber ohne Kinder...) irgendwie schon auch verstehen. Also zumindest abwegig finde ich die Enttäuschung bei den Eltern da nicht.

    Und, dass die Eltern mit "Wir müssen reden" ein Gespräch gesucht haben spricht für mich doch auch erstmal dafür, dass von deren Seite da richtig gehandelt wurde und das aufgearbeitet werden sollte. Da hätte man sich doch aussprechen können, aber anscheinend hast du diese Gesprächsersuchen nicht wirklich für eine Klärung der Situation genutzt:

    Daraufhin wurde uns die Freundschaft aufgekündigt.

    Für mich aus Außenperspektive ein Fall, wo mit Sicherheit beide Seiten Fehler gemacht haben. Und sei es in der Kommunikation bei einem klärenden Gespräch.

    Dann hat eines der andren Mädchen Geburtstag (den 4. ) und verteilt im Spielkreis von der Muddi gebastelte Einladungen an... klar, die andren beiden Mädchen, aber nicht an unsres.

    Woran liegt das wiederum, deiner Meinung nach?

    Ich, wenn ich ein Kind hätte.

    Du, das ist vollkommen klar, wenn man mit alternativen Menschen gut kann. Ich hatte auch mal einen Gothic-Rocker als Partner und die Szene ist super entspannt, auch, wenn viele Leute denken das sind Satanisten.

    Aber es geht sehr vielen eben anders, die würden das nicht wollen. Ich würde sogar sagen, dass Du da zu einer Minderheit gehörst und da sehr aufgeschlossen bist.

    Es gibt auch Frauen, für die es kein Problem ist, wenn der Partner einen Kopf kleiner ist. Für die Mehrzahl ist es aber ein Problem.

    Und so funktioniert die Menschheit, es wird abgelehnt, was einem nicht in den Kram passt.

    Da kann man lange diskutieren, dass Punks coole, freundliche Menschen sein können oder, dasss ein Mann der einen Kopf kleiner ist auch attraktiv sein kann. Meistens hören die Menschen doch auch ihr Bauchgefühl und diese Ausgrenzungen passieren ganz automatisch.

    Einfach mal beobachten, in jeder Klasse gibt es die "coolen" und die Außenseiter. In jedem Betrieb gibt es gewisse Rollen.

    Menschen sortieren sich gegenseitig und schaffen ihre kleinen Grüppchen und Hackordnungen. Das hat alles evolutionsbiologische Gründe und dagegen kommt man nicht wirklich an. Vielleicht als extrem reflektierter Mensch, aber schaut euch die Massen an.

    Es gibt einfach einprogrammierte Vorlieben und dazu gehört auch das Ausgrenzen. Bei manchen mehr, bei anderen weniger.

    Aber wenn man sich umschaut, dann ist das eine absolut natürliche Verhaltensweise.

    Wie kommst du bei dem Thema auf Lehrerbashing, Firelilly ? Das erleben nicht nur Lehrer, sondern sehr viele Eltern.

    Es gibt viele Gründe, warum Menschen andere Menschen ausschließen. Das ist ein natürlicher Prozess (was nicht heißt, dass man das gutheißen muss), der im Menschen angelegt ist. Es gibt tatsächlich vielfältige Gründe, es wurde ja z.B. auch fehlendes Geld im Elternhaus genannt. Genauso zählen aber eben auch komische oder nicht so angesehende Berufe dazu. Auch private Verhaltensweisen und tausend andere Gründe. Das ist das Spiel des Lebens!

    Wer lässt sein Kind mit dem Kind der Nachbarin spielen, von der man weiß, dass sie anschaffen geht? Klar kann das eine ganz tolle Frau sein und das hat ja auch eigentlich nichts mit dem Kind zutun, aber trotzdem.

    Wer möchte, dass das Kind bei Eltern zu besuch ist, die zur Punk-Szene gehören und bunte Haare haben? Können trotzdem tolle Menschen sein, ohne Frage, aber diese Vorurteile sind nun einmal existent. Und wenn es so ist, dass man dann von anderen Nachbarn schief angeschaut wird, wenn man sich "mit denen abgibt". So läuft es nun einmal, millionfach, überall!

    Und Lehrer sind eben auch oft nicht sehr beliebt. Sie sind besserwisserisch und humorbefreit und man kann ja nun nicht behaupten, dass das nicht auf manche hier tatsächlich zutrifft.

    Ich möchte damit nur sagen, ich finde es überhaupt nicht ungewöhnlich, dass die vom TE beschriebenen Dinge ablaufen. So ist der Mensch seit der Steinzeit und was man seit über 10 000 Jahren nicht losgeworden ist, das wird man auch nicht wirklich mal eben loswerden.

    Man lernt dieses Spiel zu durchschauen, kann sich seinen Teil denken, und dann entscheiden, inwiefern man Vorteile hat dieses Spiel mitzuspielen und inwiefern man sich sagt, dass es das nicht wert ist. Mehr Möglichkeiten hat man nicht.

    Vielen Dank für diesen hilfreichen Beitrag. Wenn Du raus sein möchtest, dann gerne, aber dann bitte ohne Kommentar.

    Da hat ja jemand ganz viel Humor.

    Diese Opportunistenfreundschaften sind allesamt von kurzer Dauer - und sie unterstreichen ein völlig fehlendes Maß an Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Loyalität. Das ist meiner Frau und mir völlig fremd.

    Vielleicht ist euch ja auch etwas anderes fremd, was in der Nachbarschaft dafür sehr geschätzt wird. Vielleicht ja so etwas wie Humor oder weniger "korrekt" zu sein? Lehrer sind nicht ohne Grund oftmals sehr unbeliebt und Lehrerkinder haben eben auch so ihren Ruf. Da gibts ja auch zig Geschichten drüber, das Klischee kommt ja nicht von ungefähr. Vielleicht sollte man mit solchen Nachbarn einfach grillen, Bier trinken und nicht so hochgestochen reden. Sind nur Mutmaßungen, vielleicht sind die Mütter in der Nachbarschaft tatsächlich grundlos abweisend. In diesem Fall wäre ich froh, wenn mein Kind mit denen nichts zutun hätte.

    Zwischenergebnis ist nun, dass sich Nachbarskind A und Nachbarskind C von unserem Kleinsten aktiv abgewendet haben und wir einen völlig frustrierten Kleinsten haben, der das Ganze nicht versteht. Gestern haben beide Kinder ihn auf dem Spielplatz konsequent ignoriert.

    Sagen wir, zumindes glaubst du, dass es das Ergebnis der Manipulation durch die Eltern, insbesondere der Mütter, ist. Oftmals beobachtet man zumindest in der Schule, dass Freundschaften und Streit zwischen den Kindern sehr unabhängig von den Eltern zustande kommt. Es mag sein, dass es im Kleinkindalter noch anders ist, möchte ich nicht ausschließen, aber ab der 5. Klasse bei uns werden ständig Kinder ausgegrenzt und nächsten Tag sind sie wieder dicke Freunde. Da wird auch mal ein Kind ignoriert, weil es komisch ist oder im sozialen Klassengefüge nach unten durchgerutscht ist.

    So funktioniert (leider) der Mensch. Die soziale Hackordnung wir durch subtile Mechanismen gesteuert und irgendwer muss halt unten landen.
    Pädagogen wollen das ja oft nicht wahr haben und versuchen dann Dinge zu erzwingen.

    Nun ist unser Kleinster etwas wild, so dass Nachbarin A mit Nachbarin B anbändelte, da diese ein ruhiges Mädchen hatte.

    Wer weiß, vielleicht hat deren Kind ja auch gesagt, dass dein Kleinster zu wild ist und die Mutter reagierte darauf. Weißt du wirklich sicher, was von der Mutter ausging und was nicht vielleicht auch vom Kind ausging?

    Nichtsdestotrotz glaube ich schon, dass es auch einfach ganz nervige Mütter gibt. In solchen Fällen wäre ich aber wie gesagt einfach froh, wenn da kein Kontakt bestünde.

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