Beiträge von Firelilly

    Weil die Aussagen, aus dem Munde einer Lehrkraftkollegin/ eines Lehrkraftkollegen der A13 für eine gleich wichtige Arbeit bekommt ziemlich arrogant klingt.

    Ich finde es übrigens genauso bedenklich, wenn eine Grundschullehrkraft, die kein Abitur korrigieren muss, generell keine Oberstufenklausuren konzipieren und korrigieren muss, ein fachlich abgespecktes Studium absolviert hat und so weiter, von gleich wichtiger oder gleich wertiger Arbeit spricht.
    Das ist auch arrogant zu behaupten, das sei vergleichbar und deshalb würde man ja auch A13 bekommen müssen.
    Und wenn man sich denn mal als Lehrerin mit dem Gehalt promovierter Naturwissenschaftler, die Personalverantwortung 300 Leute haben vergleicht, weil man eben auch nach dem Studium noch sich weiterqualifiziert hat (Doktorarbeit vs Referendariat) und man doch auch Personalverantwortung hätte und die Zukunft der Kinder ja soooo viel wichtiger sei... dann wird einem gesagt, dass man als Lehrer ja nun doch weniger qualifiziert sei.

    (Stimm ja auch, im Referendariat man Dödelkram und Ringelpiez mit Anfassen in den Seminaren)

    Aber ein unterschiedliches Studium (Mathe Sek II vs Mathe Sek I) ist dann auf einmal gar nicht so ein großer Unterschied.

    Lügt euch weiter selbst in die Tasche.

    Dann lieber ein verpflichtendes FSJ für alle, nachdem die Zivis weggebrochen sind, ist eh ein Loch entstanden.

    Wie wäre es, wenn in den Berufen, in denen Zivis und FSJler als billige Arbeitskräfte missbraucht wurden, einfach mal ordentliches Personal eingestellt würde? Viele Branchen haben doch darauf gebaut, dass sie billige Arbeitskräfte bekamen. Ich finde es gut, dass diese Branchen Löcher stopfen müssen.

    Im vertrauensvoll Gespräch mit der SL (ich weiß...sind nur A****) lässt sich bei Reisekrankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Lösung finden, wie "Kollegin X fährt mit PKW vor". Natürlich unter Anerkennung zwingender Gründe.....

    Finde Deinen Beitrag prinzipiell gut und gebe Dir recht. Leider ist die SL tatsächlich taub für so etwas.

    Ich wünsche mir also Schulleitungen, die nicht so vernachlässigt sind, wie zwei Kolleginnen in leitenden Positionen bei uns.

    Und ich wünsche mir, dass ich niemals Kolleg*innen mit solchen Ansichten, wie du sie hier immer weider äußerst, in meinem Kollegium haben werde.

    Oha, da habe ich anscheinend noch so jemanden aufgescheucht...

    Wie gesagt, ich habe es ja relativiert in meinem nächsten Post, es ist vollkommen in Ordnung, wenn jemand keine Partnerschaft hat, mit Sex nichts anfangen kann oder was auch immer. Das was aber nicht passieren darf, und das passiert bei uns leider an der Schule, dass diese Personen dann Menschen, die eben auch Zeit für Partnerschaft und so weiter in ihrem Privatleben haben wollen, dieses verleiden, indem sie von diesen ebenfalls erwarten sich primär auf die Schule zu konzentrieren und "mit der Schule verheiratet zu sein".

    Bist du sicher, dass da nicht ein kleines bisschen Stutenbissigkeit eine Rolle bei der Bewertung deiner Kolleginnen spielt?

    Abgesehen vom Sexualleben deiner Schulleiterinnen finde ich gute Arbeit für Beförderung nicht das Verkehrteste. Ich kenne genug, die sich den Arsch aufreißen und niemals nie E14 geschweige denn ein A sehen werden.

    Du meinst, dass ich da irgendwie Neid auf deren Position habe? Kann ich komplett ausschließen, ich würde niemals einen Posten in der Schulleitung übernehmen, selbst wenn man mir den schenken würde. Schulverwaltung ist überhaupt nicht mein Ding.

    Ich gönne denen absolut ihr Gehalt und sie haben es mehr als verdient. Was mich nur aggressiv macht ist, dass die sich immer irgendwelche Dinge ausdenken, die MIR dann Arbeit machen.

    Wenn diese Personen einfach nur Arbeitstiere wären, ohne, dass ich da mit reingezogen werde, dann wäre alles mega paletti.

    Aber nein, sie übertragen ihre eigenen Einstellungen ("man muss 24/7 für die Schule arbeiten") auf die A13er, bzw. ihre tollen Projekte und ihr Engagement muss ja von wem ausgeführt werden.

    Insofern sollte ich vielleicht nicht kritisieren, dass diese Personen kein Leben außerhalb der Schule haben (das kann ja jeder, wie er / sie möchte) oder sich lieber ihre Befriedigung / Bestätigung durch Arbeit holen, sondern, dass sie dieses auf andere übertragen.

    Leider sind sie aber eben in Positionen, in denen sie gewisse Macht über andere haben.

    Deshalb ist es mir tendenziell lieber, wenn in solchen Positionen Menschen sind, die sich nicht durch Arbeit befriedigen. Denn leider neigen Menschen in Leitungspositionen nun einmal dazu ihre Ansprüche an sich selbst auch nach unten zu übertragen.

    (Am idealsten wären natürlich solche Leute in der Schulleitung, die nur für die Schule leben und ganz viel wuppen, und diese Arbeit den A13ern ABNEHMEN anstatt noch was draufzuschippen. Aber so etwas gibt es extrem selten.)

    Ich erinnere mich an die bis heute andauernde Erleichterung und die Dankbarkeit, dass ich während der Coronapandemie nicht an vorderster Front im Schuldienst sein musste und an die konsequente Trennung zwischen Arbeit und Freizeit.

    [...]


    (Ich bin jedoch mit meiner Frau verheiratet und meine Kinder stehen an erster Stelle - bei der Verabschiedung meines ersten Schulleiters wurde gesagt, er sei mit der Schule verheiratet gewesen. DAS kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.)

    Auch von mir Glückwunsch zur Beförderung.

    Kann gar nicht genug unterstreichen, welche Zusatzbelastung der Lehrerberuf durch diese verschwommene Grenze zwischen Arbeit und Freizeit mit sich bringt. Das ist einer von vielen Faktoren, die im Lehrerberuf geballt kommen, welche eine erhöhte psychische Belastung und, damit einhergehend, eine Erhöhung der durch psychischen Stress ausgelösten Krankheiten verursachen. Müsste aus meiner Sicht stärker berücksichtigt werden (monetär und/oder durch Absenkung der Pflichtstunden). Feste, klar definierte Arbeitszeiten sind viel wert, das realisiert man meistens erst dann, wenn man so etwas mal hat. Dann gehen einem als Lehrer auch mal die Augen auf "Was, so angenehm kann es sein? Ich habe wirklich frei zuhause und mein Kopf ist bei schönen Dingen und nicht in der Arbeit? Das gibt es?"


    Deine in Klammern geschriebene Einstellung ist top. Bei uns gibt es in der erweiterten Schulleitung Frauen, die weder Kinder, und was noch schlimmer ist, nicht mal einen Mann haben. (Wundert mich allerdings Null bei denen, die würden selbst auf einer Single-Börse keine Mails bekommen)

    Die leben quasi für Schule und holen sich da eine Art perfide Ersatzbefriedigung. Tausche ein erfülltes (bzw. überhaupt ein!) Sexualleben und partnerschaftliche Momente gegen die Befriedigung an der Schule ein gaaaanz wichtiges Rädchen im Getriebe zu sein und hier und da Anerkennung dafür zu bekommen, weil man ja sooo viel macht.

    Das Problem ist, dass dieses Ausleben der Ersatzbefriedigung Druck auf die normalen Menschen im Kollegium ausübt.

    Ich wünsche mir also Schulleitungen, die nicht so vernachlässigt sind, wie zwei Kolleginnen in leitenden Positionen bei uns.

    Das, meine ich, kann man klären, wenn es soweit ist. Wenn jemand fragt, ob man fahre, sagt man, dass das nicht ginge wegen ungesund.

    In Schleswig-Holstein kommt man nicht um Fahrten drum herum.

    Niemand kann dich zwingen, eine stundenlange Busfahrt oder Flug anzutreten.

    In Schleswig-Holstein kann die Lehrerkonferenz ein Fahrtenkonzept beschließen, an das man sich halten muss.

    Schleswig-Holstein ist ein Kackland.

    Leider ist Burnout immer noch ein Stigma, und gerade Lehrer sind ein erstaunlich ängstliches Volk, wenn es darum geht, etwas preiszugeben, mit dem man sich (nach eigenem Empfingen, nichtmal objektiv betrachtet) angreifbar machen könnte.

    Hinzu kommt, dass man in diesem Forum gesperrt wird, wenn man empfiehlt wegen psychosomatischer Beschwerden den Hausarzt aufzusuchen, um sich krank schreiben zu lassen.

    Das kann ich bestätigen. Vier Verwandte sind als Verwaltungsbeamte für Staat bzw. Land oder Kommune tätig. Keiner von ihnen darf ins HO, obwohl derzeit keine persönlichen Vorsprachen stattfinden. Es scheitert an fehlender Digitalisierung.

    Meine Mutter (Beamtin im Amt für Wohnen) hat zudem vorhin erzählt, dass sie bisher noch keinen Test zu Gesicht bekommen hat und auch keine entsprechende Info.

    Soviel zur Vorbildrolle des Staates. :autsch:

    Mein Mitleid mit Beamten in Ämtern hält sich in Grenzen. Bei den Ämtern bei uns wird peinlichst genau auf Infektionsschutz geachtet.

    Ich werde ab Montag wieder genötigt mich in Präsenzunterricht zu begeben (Schleswig-Holstein). Gerne würde ich stattdessen auf einem Amt arbeiten.

    Die sitzen bei uns einzeln in Büros und Kundenkontakt in gut durchlüfteten Räumen mit großer Plexiglasscheibe vor dem Schalter.

    Ja, ja, ja - alles richtig. Dennoch bleibt es dabei: Solange die Lehrer nicht anfangen, konsequent nach 40, 41 oder meinetwegen 46,x Stunden (dann herrscht in den Ferien aber Schreibtischverbot!) den Griffel fallen zu lassen, wird sich an der systematischen Ausbeutung und Überforderung nichts ändern.

    Ich bin total bei Dir, aber das ist total verpönt. Man sieht es doch an der Reaktion hier im Forum, wenn man mal schreibt, dass man sich gegen die Arbeitsbelastung auflehnen soll!

    Wenn du als Expertin für Chemie Schülerinnen und Schüler leichtfertig unangemessenen Bedrohungen aussetzt oder gar vorsätzlich schädigst, dann haftest selbstverständlich du und nicht der Dienstherr. Passiert hingegen trotz der notwendigen Sicherheitsvorgaben etwas bei den "normalen" Experimenten haftet selbstverständlich der Dienstherr und nicht du.

    Und wo ist da die Grenze? Vorsätzliche Schädigung okay, das ist ja, als würde ich Schüler vor ein Auto schubsen. Aber was ist leichtfertig?

    Ich bin auf jeden Fall nicht bereit privat Geld dafür zu zahlen, dass ich in Chemie experimentieren kann. Hat jeder Sportlehrer eine Zusatzversicherung? Jeder Physiklehrer?

    Die reflexhafte Reaktion im typischen Stil des Bashings gegen den Dienstherrn ist in Anbetracht der diskutierten Fälle irgendwie daneben.

    Die ist überhaupt nicht daneben. Daneben ist, dass man als Lehrer für die Ausübung seines Berufs jetzt auch noch Geld ausgeben soll, wenn man eine bestimmte Fächerkombination hat. Eine Fächerkombination, mit der man in der Wirtschaft mehr Geld verdienen würde als mit Religion.

    Und jetzt soll ich finanziell schlechter gestellt werden als eine Religionslehrkraft?

    Das kann es nicht sein, das ist ein Skandal!

    Warum bekomme ich eigentlich so viel Gegenwind, wenn ich sage, dass Sport und Kunst Fächer mit wenig Arbeitsaufwand sind, aber hier wird munter diskutiert, dass Englisch / Deutsch so viel mehr Arbeitsaufwand als andere Fächer ist. (Ich sehe es natürlich auch so!)

    Auch von mir die Empfehlung, keinesfalls Englisch / Deutsch machen!

    Ein Zweitfach wie Sport, Kunst, Musik oder Geo wäre arbeitsentlastend.

    Könntest du dir temporär auch vorstellen Teilzeit zu arbeiten, damut sich der Korrekturaufwand mehr in Grenzen hält?

    Das finde ich einen ganz falschen Ansatz! Warum sollte man dem Staat Geld schenken?

    Ich würde es eher so formulieren: Könntest du es dir vorstellen regelmäßig bei der Unterrichtsvorbereitung und dem Einsatz für außerunterrichtliche Dinge zu schludern, damit du den erhöhten Arbeitsaufwand kompensierst und gleich viel arbeitest wie jemand mit Mathe / Sport? Wenn ja, dann wäre die Kombi Englisch / Deutsch vllt. doch möglich / empfehlenswert.

    Die Fähigkeit gegen sein Gewissen arbeiten zu können ist eine wichtige Fähigkeit im Lehramt. Von allen Seiten (Seminar, Schulleitung, Eltern, sogar KuK !) wird einem suggeriert man müsse arbeiten, arbeiten, arbeiten, auch unter Einsatz der Freizeit. Man braucht also eine dicke Haut und muss gut darin sein kein schlechtes Gewissen zu bekommen. Das ist wirklich leichter gesagt als getan, aber ich mache da Jahr für Jahr Fortschritte.

    Wichtig ist für mich eine Berufshaftpflicht, wenn Schüler (bei Chemieexperimenten) zu schaden kommen, da gab es zwei teuere Fälle in der Nachbarschaft und auch eine Rechtsschutzversicherung (hätte bei dem einen Fall sehr geholfen).

    Kann nicht sein, dass man da als Privatperson etwas zahlen muss. Wenn dem so wäre, würde ich sofort jegliches Experimentieren verweigern.

    Das muss über den Dienstherr versichert sein.

    - der Raum muss vorbereitet werden, das ist Arbeitszeit

    Bei Lehrern werden nur die Unterrichtsstunden als Arbeitszeit gerechnet. Das machst du also bitte schön in der Freizeit!

    aber einige würden vielleicht sparsam gucken, wenn sie in den nächsten Wochen von morgens ab 7 Uhr an den anderen Schulen, die weniger günstig ausgestattet sind, aushelfen dürfen - unentgeltlich.

    Ja das ist doch das tolle an unserem Beruf, alle die coronabedingte Mehrarbeit kostet den Dienstherrn wieviel? Nichts? Wer zahl das? Jede einzelne Lehrkraft durch Einsatz ihrer Freizeit?

    Wie wird uns das gedankt? Richtig, "die faulen Lehrer machen zu wenig!"

    Interessant, dass du das schon zum jetzigen Zeitpunkt mit einer solchen Bestimmtheit sagen kannst.

    Auch interessant. Das klingt, als wenn bei euch die Schulen bisher noch gar nicht geöffnet waren?

    Ich konnte damals auch schon mit Bestimmtheit sagen, dass Aerosole eine entscheidende Rolle spielen oder, dass Schulen (respektive Kinder / Jugendliche) nicht weniger Infektionsrisiko darstellen. Weißt Du warum? Weil SARS-CoV-2 an Rezeptoren bindet, die auch bei Jugendlichen und Kindern vorhanden sind und, weil die Interaktion mit cytotoxischen T-Zellen sich in frühen Untersuchungen, als nicht unterschiedlich zu anderen Betacoronaviren gezeigt hat.

    Eine Annahme, dass Jugendliche oder Kinder da ausgenommen sein sollten was die Infektionen angeht, war einfach von Anfang an politisch motivierter Unsinn.

    Bei einer systemischen Erkrankung mit dem Ausmaß an Gewebeschäden (entzündlich und durch Mikrothrombosen) davon auszugehen, dass die Lebenserwartung nicht sinkt, ist ebenfall totale Utopie. Die Autopsien, die sie in China gemacht haben, haben das schon so früh gezeigt, dass ich schon bevor es den Begriff Long-Covid überhaut gab, bereits wusste, dass es Langzeitfolgen gibt. Die histologischen Bilder dieser Autopsien kann jeder mit Histo im Nebenfach eines Biochemiestudiums auswerten. Das hat nichts mit "prophezeien" zutun, das ist einfach nur heftig. Das ist an Schäden mindestens so, als wenn Du eine mehrzyklige Chemotherapie abkriegst. Die Schäden auf zellulärer und molekularer Ebene bei so einer massiven systemischen Erkrankung werden nicht durch Zauberhand verschwinden. Dafür gibt es, weder nach einer Chemo, noch nach einer systemischen Enzündungsreaktion und Mikrothrombosen hinreichend gute Mechanismen in unserem Körper. Erkläre mir dann mal, warum das dann bei Covid-19 nicht zu einer geringeren Lebenserwartung kommen wird?!

    Nur, weil man danach wieder halbwegs (nach ein paar Monaten zum Teil) auf die Beine kommt, heißt es nicht, dass die Schäden weg sind.

    Auch Opfer von Verstrahlungen oder Menschen, die Krebs überlebt haben tragen in der Regel permanente Schäden in sich, auch, wenn vielleicht die Akutphase der Verstrahlung oder einer mit Chemotherapie behandelten Krebserkrankung überstanden sind.

    Ich muss das einfach nochmal ganz deutlich schreiben, weil es wieder, wie vorausgesehen, bagatellisiert wird.
    Alles, was sich erst später zeigt, ist irgendwie aus dem Bewusstsein verdrängt.

    Aber es kostet Lebensjahre und meiner Einschätzung nach zwar nicht zu knapp. Und ja, Ausnahmen wird es auch da geben, Menschen, die trotz Covid-19 steinalt werden.

    Aber gerechnet auf den Durchschnitt wird es die Lebenserwartung ganz schön senken.

    Der einzelne Kettenraucher mag auch mal sehr alt werden, die Gesamtheit der Kettenraucher hat aber eine verkürzte Lebenserwartung und entsprechende Symptome (vorzeitige Alterung von Geweben usw.).

    Und ich habe keine Lust, nur, weil mein Dienstherr kein Home-Office erlaubt und es nicht für nötig erachtet nur eine Menschenzahl pro m² Klassenraum zu erlauben, wie in jedem Einzelhandel, unfreiwillig durch so ein Ereignis (Infektion) innerhalb von ein paar Wochen zu jemandem zu werden, der mit einem Schlag auf einmal Gewebeschäden wie ein Kettenraucher aufweist, der sich jahrzentelang ein paar Schachteln pro Tag reingepfiffen hat. Ich kann auf Mikrothrombosen und systemische Entzündungsreaktionen in meinem gesamten Körper gut verzichten.

    Das wird in wenigen Jahrzehnten noch große Diskussionen geben. Diejenigen, die damals erkrankten, bevor es die Impfungen gab und die nun, ein, zwei Jahrzehnte später, die Zeche dafür zahlen und die Zeit nicht zurück drehen können. Ach, hätte ich damals doch diese Infektion nicht gehabt, wäre mir noch deutlich länger ein gesundes Leben mit meiner Familie geblieben. Aber naja, immerhin konnten dafür ein paar mehr Kinder zu Schule gehen, die haben vielleicht (!!) ja dadurch ein bisschen mehr gelernt, als hätte ich VIdeo-Unterricht gemacht, bis der Impfstoff verfügbar war.

    Schade Schokolade, naja, nun ists halt zu spät für mich.

    Dass Viruserkrankungen häufig nicht nach 10 Tagen ausgeheilt sind, ist bekannt. Eppstein Barr wurde vor Monaten schon angeführt. Die Ärztin meinte zu mir: "Lassen Sie das Kind nicht aufs Trampolin, da kann die geschwollene Milz reißen, das ist tödlich." Möglicherweise wird es später Probleme kriegen, trotzdem würde ich nicht auf die Idee kommen zu sagen: "Ihr seid Schuld, wenn mein Kind später einen Organschaden davonträgt, weil ihr 2018 nicht alle Schulen zugemacht habt!!!" Grund: 95% tragen das Virus mit sich rum und wissen es gar nicht. Der Unterschied zu Corona liegt auf der Hand, dieses Virus ist neu und verbreitet sich jetzt und auf einmal.

    Das Eppstein Bar Virus erhöht nachweislich das Risiko für Lymphdrüsenkrebs. Auch das ist so eine mögliche Langzeit-Folgeerscheinung, das stimmt. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten so einer Spätfolge durch dieses Virus ist allerdings extrem viel kleiner so, dass sich ein Vergleich da eigentlich verbietet. Dennoch sollte man meiner Meinung nach auch beim EBV über Impfungen nachdenken. Meine Hypothese dazu: Es gibt deutlich mehr Krebserkrankungen, die auf das EBV zurückgehen, nur, hat man den Erreger damit nicht in Verbindung gebracht. Trotzdem wie gesagt um Potenzen weniger bedrohlich als Sars-CoV-2, das eifnach nochmal ein viel größeres Kaliber ist als EBV. Covid-19 ist eine systemische Erkrankung, die Gewebeschäden im gesamten Körper verursacht. Unser Immunsystem (von speziellen Defekten Einzelner abgesehen) kommt mit EBV extrem viel besser klar, das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen. Weder Grippe noch eine durch das EBV ausgelöste Erkrankung steht in sinnvoll vergleichbarem Zusammenhang mit Covid-19.

    https://www.n-tv.de/wissen/Virusla…le22465747.html

    Als Lehrer muss man davon überzeugt sein, dass sein Handeln einen (langfristigen) Effekt hat. Wieso sollte man sonst diesen Job ergreifen?

    Meine Idealvorstellung ist eine Gesellschaft oder am besten Welt ohne Mobbing.

    Als Lehrer darf man davon überzeugt sein, aber ein Muss ist das sicherlich nicht. Es gibt zig andere, ebenso legitime Gründe diesen Job zu ergreifen, auch, wenn man nicht davon überzeugt ist, dass man moralische Einstellungen entscheident prägt.

    Man muss da auch unterscheiden auf was man einen langfristigen Effekt hat. Ich unterrichte Chemie und Biologie und bin mir sicher, dass die SuS langfristig gesehen einen Kompetenzzuwachs durch meinen Unterricht erfahren.

    Ob aus den SuS durch die Schule moralisch gute Menschen werden bezweifle ich hingegen schon arg. Sicherlich ist die Schule da ein Baustein, aber die Wirkung ist in dem Bereich meiner Meinung nach extrem klein.

    Das hat eher was mit frühkindlicher Erziehung zutun, und selbst da glaube ich, dass man da weniger Einfluss auf ein Kind hat, als man denkt.

    Ich meine wir leben über 2000 Jahre nach Christus und damals gab es Mobbing sicherlich genauso wie heute.

    Es gibt eben einfach natürlich angelegte Verhaltensweisen, die man nicht durch Schulbildung übertünchen kann und die auch ein vorbildliches Vorleben durch die Eltern nicht völlig umprogrammiert. Man kann aber sicherlich einen kleinen Beitrag leisten.

    Du hast sicherlich Recht mit deiner Analyse. Aber dennoch ist Mobbing einfach etwas, was gar nicht geht (und oft auch kriminell ist). Im Tierreich gibt es auch Mord und Vergewaltigungen, aber dennoch sind sie zurecht verboten.

    Mobbing zerstört Gruppen auch eher als das es sie stärkt.

    Habe ich nie etwas anderes behauptet. Es wurde in diesem Thread nur teilweise so getan, als sei es so unverständlich, dass so etwas geschieht.

    Das ist eben (leider) sehr natürliches Verhalten.

    Hmm, dass Mobbing Gruppen zerstört ist vermutlich nur teilweise richtig. Es stabilisiert eben auch Gruppen.

    Dass sie mein fränkisches Naturell geerbt hat ("Lockdown? Super! Hab ich endlich meine Ruhe!") und eigentlich ganz gern mal alleine ist, macht die Sache nicht einfacher.

    Das ist doch toll, wenn sich ein Mensch auch alleine beschäftigen kann! Ich empfinde es eher als Manko, wenn Menschen unbedingt andere Menschen brauchen, um zufrieden zu sein. Vermutlich bin ich aber auch Fränkin was das angeht! Vielleicht sollte ich mal nach Nürnberg ziehen.

    Ich glaube aber nicht, dass jedes Kind, das irgendwo ausgeschlossen wird, sich besonders schwierig verhält. Im Erwachsenenleben ist es doch auch so, wie viele ätzende Grüppchen gibt es in Betrieben und Kollegien, wie viel wird gelästert und gemobbt, natürlich ist nicht die gemobbte Hälfte total schwierig und die mobbende Hälfte total cool.

    Das stimmt, es gibt toxische Gruppenkonstellationen. Wenn es sich tatsächlich um toxische Kinder handelt (oft ist das eigene Kind aber mitschuld) und das eigene Kind von denen ausgeschlossen wird, dann verpasst es aber nichts. Das sind doch keine Gruppe, bei denen das eigene Kind dabei sein sollte! Denn sonst wäre es doch auch so ein toxisches Kind, wenn es sich da einfügen würde.

    Mobbing macht evolutionsbiologisch einfach Sinn (auch wenn die Artikel jetzt keine signifikanten Daten liefern):

    https://www.cafe-eloquent.de/fressen-und-ge…g-serie-teil-2/

    https://www.sueddeutsche.de/bildung/sozial…-sexy-1.2602366

    Unsere Moralvostellungen erwarten, dass die Menschen entgegen ihrer genetischen Programmierung handeln. Das kann moralisch höchst sinnvoll sein, ist aber keine so leichte Sache.

    Man wird auch keiner Frau vermitteln können, dass ein großer, breitschultriger Mann sie in der heutigen Gesellschaft nicht zwangsläufig besser beschützen kann, als ein Kleingewachsener. Auch wird man seinen Körper nicht durch Überlegungen im Neocortex davon überzeugen, dass eigentlich Gemüse richtig gut schmecken müsste und "Ungesundes" wie Chips und Schokolade nicht. Unser Körper ist darauf programmiert, dass fettige, zuckerhaltige Dinge gut schmecken, weil unsere Vorfahren die Energiedichte benötigten (und auch aus diversen anderen Gründen). Genauso eben bei der Partnerwahl, da will auch jede Frau Schokolade und keinen Lauch, wobei natürlich wie bei allen Dingen der Neocortex da letztendlich mitmischt und auch gegen die Veranlagung arbeitet.

    Man kann sich bewusst gegen Schokolade und für Gemüse entscheiden, weil die Schokolade eben nach Analyse Nachteile hat. Um es bei der Nahrung zu sagen, wäre die Schokolade kalorienarm und voller Vitamine bei selben Geschmack, na, da würden wir nicht lange nachdenken.

    Natürlich ist Frau auch mit einem Partner als Gesamtpaket zufrieden (da spielen ja auch andere Dinge für das Großhirn, also die "Vernunft" eine Rolle) und man würde es dem Mann natürlich auch nicht offen sagen, dass man eigentlich einen ganz anderen Typ Mann optisch attraktiv findet.

    Wenn wir aber die Wahl hätten dies in jeder beliebigen Hülle zu bekommen, dann wären mindestens 90% der Männer raus. (Gilt andersrum vermutlich auch, wobei Männer evolutionsbiologisch weniger wählerisch sind, zumindest, was das Sexualverhalten angeht. Für Frauen sind die meisten Männer einfach zu unattraktiv, um dafür ihre Ressourcen zu riskieren, deshalb ist es eher so, dass die wenigen, attraktiven Männern potentiell mit vielen Frauen schlafen könnten (und es ggf. tun...), während der Großteil der Männerwelt diese Kriterien nicht erfüllt und deshalb im Vergleich dazu leer ausgeht bzw. sehr viel Aufwand und Überzeugungsarbeit treiben muss um überhaupt Sex zu bekommen. Daher auch die evolutionäre Entwicklung des weiblichen Zyklus mit wenigen fruchtbaren Tagen (anstatt dauernd fruchtbar zu sein!), so konnte Frau mit dem attraktiven Männchen Sex haben (und mit dem Unattraktiven aus Gefälligkeit) und die Vaterschaft war dem dann nicht klar. An den fruchtbaren Tagen, wo das sexuelle Verlangen der Frau am höchsten war, war natürlich das Interesse an einem attraktiven Mann auch am größten und so war mit höhrer Wahrscheinlichkeit auch der der Vater. Das zeigen Studien heute noch, dass um den Eisprung die Frauen ganz andere Merkmale bei Männern auf Fotos als attraktiv bewerten, als zu anderen Phasen!

    Der eigene Parnter ist eher ausserhalb des Eisprungs, ausserhalb der fruchtbaren Tage und der Zeit des höchstens sexuellen Verlangens, attraktiv.

    Man hat sich eher für den Versorger entschieden, da unserer Gesellschaft sich zu einer monogamen entwickelt hat gegenüber unserer biologischen Vergangenheit:

    Bei der Frau zum Aufziehen der Kinder geblieben ist auch in ferner Vergangenheit der eher unattraktive, versorgende Mann und der hat sich fürsorglich um die (zum Teil Kuckucks-)kinder gekümmert, während der attraktive Mann dabei war die nächsten zu schwängern und seine guten Gene weiterzugeben. Das ist natürlich mit Beginn der Zivilisation mit Moralvorstellungen usw. alles nicht mehr so üblich (man denke aber durchaus an die Incel-Problematik), aber die Anlage unseres Attraktivitätsempfindens, ja selbst die Form und Ausgestaltung unserer Geschlechtsorgane ist Resultat dieser Evolution.

    Interessanterweise ist die moralische Vereinbarung der Monogamie ein eher gesellschaftlich konstruiertes Konstrukt, das für die eher unattraktiven Männer sicheren "Zugang" zu einer Frau liefert. Die nicht so attraktiven Männer haben also durch die Zivilisation dennoch Chancen eine Frau für sich und damit sexuellen Kontakt zu sichern. Es lassen sich auch viele Sekundärtugenden einsetzen um fehlende Attraktivität zu kompensieren, etwas, was in unserer biologischen Vergangenheit eher nicht der Fall gewesen sein durfte. Und da frage nochmal ein Mann, warum die Frauen immer wieder auf die "Bad Boys" hereinfallen anstatt sich für den lieben Kerl zu entscheiden. Na Leute, das ist doch klar.

    In der fernden Vergangenheit als Hominiden wurden wir von den "Bad Boys" schwanger und die netten Kerle waren dann die Versorger (und haben damit auch ihren Anteil Sex bekommen). Die Monogamie unserer Gesellschaft hat dieses System durcheinander geworfen und überspitzt gesagt müssen sich Frauen heute entscheiden, entweder der sexy Typ ODER der nette Typ. Und das ist der Konflikt zwischen dem, was der Körper will und was uns die Vernunft sagt. Aber ich schweife ab, spannendes Thema aber!)

    Mobbing, Ausgrenzung usw. sind ebenso angelegte Mechanismen mit tieferem Sinn und dagegen zu arbeiten ist moralisch edel. Es sind aber nachvollziehbare Mechanismen für das Bestehen in sozialen Gruppen.

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