Ich war eben im Bürgeramt, um mich umzumelden. Zutritt nur mit Termin, an der Tür Security, die darauf achtet, dass man sich die Hände desinfiziert, im Wartebereich maximal 3 Leute mit jeweils 2 Metern Abstand gestattet, bei Eintritt ins Büro noch einmal Hände desinfizieren, die Mitarbeiter sind durch Masken + Plexiglas geschützt. Wenn ich das mit unserem Schulalltag vergleiche, erscheint dieses Maß an Infektionsschutz geradezu absurd. Oder unser Schulalltag ist völlig absurd. Je nachdem, wie man es denn sehen möchte.
Es gibt nahezu keinen Beruf (außer vielleicht in Fleischzerlegungsbetrieben) oder Bereich des öffentlichen Lebens, in dem Infektionsschutz so klein geschrieben wird wie im Lehrerberuf.
Bei uns in SLH ist die Maskenpflicht passé, das heißt ich stehe einer Horde Schüler/innen gegenüber, die keinen Mundschutz trage.
Seitdem doziere ich nur noch, sammle keine Hefte ein (kann die ja schlecht desinfizieren) und gehe in Übungsphasen nicht mehr herum, leiste keine Hilfestellungen außer der Beantwortung von Fragen.
Ich mache alles hinter dem Pult verbarrikadiert aus, öffne das Fenster und die Tür zum Gang, dass ein beständiger Luftzug vor mir längszieht als zusätzliche Barriere. Allein schon um ein Zeichen zu setzen.