Ich wundere mich sehr darüber, dass ausgerechnet Lehrer (!) den Standpunkt vertreten, dass das Schul- und Beamtenrecht eine Flatrate ist, bei der z.B. mit den "Ferien" jegliche Art von Einsatz in jeglicher Höhe abgegolten sei.
So sehen es aber Schulleiter und alle höheren Stellen. Das Problem ist, dass man sich gegen diese Sichtweise als Lehrer gar nicht (zumindest nicht legal) wehren kann. So stark kann man Unterrichtsvorbereitung und Sorgfalt bei der Korrektur gar nicht kürzen, dass man die Zusatzeinsätze (Klassenfahrt, Tag der offenen Tür und die milliarden anderen) kompensiert.
Das Problem ist dabei auch, dass man, wenn man eben bei Unterrichtsvorbereitung und Korrektur Zeit einspart, das Wichtigste am Lehrerberuf beschneidet.
Man stelle sich mal vor, dass Ärzte in Zukunft samstags eine Infoveranstaltung abhalten sollen und dann auch mehrere Tage im Jahr Butterfahrten mit ihren Patienten machen sollen (stärkt ja die Bindung Arzt <-> Patient, und das ist außerdem gut für die Psyche der Patienten, gell?).
Die dadurch anfallende Mehrarbeit sollen sie kompensieren, indem sie sich weniger Zeit für die Diagnose nehmen und einfach ein bisschen zackiger operieren, scheiß auf die Genauigkeit.