Beiträge von Firelilly

    @Wollsocken
    Abi-Schwerpunkt und Fachnoten müssen auch nicht notwendig etwas über die Neigungen aussagen.
    Eine meiner besten Freundinnen hatte ihre ganze Gymnasialzeit hindurch echt bescheidene Mathe- und Physiknoten. Sie hat danach Maschinenbau studiert und ist heute Dipl.-Ing. mit hochdotiertem Entwicklerjob in einem großen deutschen Automobilkonzern.

    Über Neigungen sagt es vielleicht nicht viel aus, aber über Leistungsvermögen schon durchaus oft:
    Ich glaube jeder, der Mathematik oder Physik studiert hat, kann sagen, dass Ingenieure und Maschinenbauer lediglich ein paar angewandte Methoden aus den beiden Fächern lernen. Wirklich tiefgehend ist das nicht. Ingenieure sind eben keine Mathematiker oder Physiker, sondern eben nur Ingenieure, die ein paar basale Kenntnisse für ihre eher praktischen Tätigkeiten erlernen sollen.
    Das ist als würde man sagen, ein Mediziner hat Ahnung von Chemie, weil er ja wissen muss, wie Medikamente wirken und sie im Studium auch Chemie haben im Physikum. Ich habe Medizinstudenten in den Chemiepraktika betreut. Mal abgesehen davon, dass die meisten "ihh Chemie" schreien, obwohl sie Arzt werden wollen, waren es auch nicht mehr als basalste Grundkenntnisse, die da vermittelt werden.
    Ich kenne übrigens einen abgebrochenen Chemiker, der dann mit Pharmazie weniger Probleme hatte. Ist eben auch ein sehr angewandter Studiengang.
    Dass jemand, der Schulmathematik und -physik nicht versteht, trotzdem irgendwie Ingenieur wird, wundert mich ehrlich gesagt gar nicht.

    Leider fallen mir diese Punkte in meiner täglichen Arbeit immer schwerer, da zahlreiche Kollegen (aber auch die Schulleitung) die Schüler zu wenig fordern, immer nett sein wollen, Sympathie bei den Schülern gewinnen wollen oder einfach nur glauben: "Schüler von heute können immer weniger, also fordere ich auch immer weniger!"

    Das ist an unserem Gymnasium auch so. Teilweise ist es Gutmenschentum, teilweise aber auch einfach Resignation, weil leider wirklich immer schwächere Schüler auch aufs Gymnasium geschickt werden und die Kollegen sich dann keinen zu großen Streß machen wollen. Ich gehöre, wie Du, zu denen, die anspruchsvolle Tests und Klausuren konzipieren und ein hohes fachliches Niveau von den Schülern einfordern. Ich war selber allerdings auch eine 1er Schülerin und habe eben diese Perspektive. Ich fand es damals an der Schule schon erstaunlich leicht. Allerdings kann ich Klausuren vom Kaliber von damals meinen Schülern nicht mehr vorsetzen, da das Niveau noch weiter gesunken ist. Aber nicht nur in meinen Fächern: Ich erinnere mich noch an einem Mathelehrer, der uns in JEDER Klassenarbeit mindestens (!) eine Aufgabe gab, wo man etwas herleiten und beweisen sollte. Das waren richtige Knobelaufgaben, die mir Spaß gemacht haben. Als ich da mit Mathekollegen darüber sprach haben die gelacht:"Nein nein, solche Aufgaben kann man im Profilkurs vielleicht mal bringen. Und das auch nur mit viel Übung vorher."


    - Ich lasse eine Werte und Normen - Arbeit schreiben und das Ergebnis fällt folgendermaßen aus: 50 % 5 und 6, zwei 1en und eine zwei. Bei der Rechtfertigung bei der Schulleitung hieß es, dass nochmal solch eine Arbeit nicht genehmigt werde. Ich habe allerdings mit den Schülern zahlreich geübt, genauestens erklärt, alle wussten, was drankommt und die Fragen waren wirklich einfach (sagte auch die Fachbereichsleitung). In Wirklichkeit haben wahrscheinlich wenige gelernt, viele fehlen dauernd (Di und Mi ist Werte und Normen), Hausaufgaben werden oft nicht gemacht, viele schwache Schüler (einige mit HS-Empfehlung, einer wurde in die 6. Klasse versetzt, damit es nicht zu viele Sitzenbleiber gibt), viele haben große Schwierigkeiten zu denken oder glsauben, Werte und Normen ist eine Laberstunde, in der man nichts tun muss.

    Den Spaß habe ich mit der SL auch schon durch. Ganz schwacher Kurs bis auf drei echt gute Schüler. Diese haben dann auch im 1er und 2er Bereich geschrieben. Möglich war es absolut, aber eben anspruchsvoll. Eben echter Gymnasialstoff.
    Als die Schulleitung mich nachschreiben ließ habe ich eine absolute Dödelklausur geschrieben mit schlechtester Note 3. Komisch, hat ihm irgendwie auch nicht gepasst.
    Seitdem bekomme ich alles genehmigt. Ich muss aber auch sagen, dass ich so einen schlechten Kurs auch nicht noch einmal hatte so, dass es zwar oftmals schlecht ausfiel, aber eben nicht so, dass es genehmigt werden musste.
    In dem Kurs aber eben regelmäßig.
    Ganz ehrlich, wenn die Schulleitung sagt die Klausur war zu schwer, dann freu dich und mach korrekturfreundlichen Dödelkram.
    Entweder man vertraut meiner Kompetenz das Leistungsvermögen adäquat abzuprüfen, oder eben nicht. Es gibt nun einmal schwache Kurse und es gibt heutzutage sehr viele Kinder, die einfach auf der falschen Schule sind.
    Anstatt das Niveau abzusenken sollte man schleunigst dafür sorgen, dass die Schüler anderen Schulformen zugeführt werden. Damals war das Gymnasium noch eine Schule für wissbegierige und leistungsstarke Schüler, die Realschule hatte einen soliden Ruf und auch gute Noten an der Hauptschule waren in Ausbildungsberufen etwas wert.
    Dadurch, dass man das Niveau so verkommen lässt und das Gymnasium die neue Realschule, bzw. die Realschule die neue Hauptschule ist, entwerten sich natürlich auch die Abschlüsse.

    Mein Gott, was für ein pathetischer Jammertext, konnte allerdings nicht alles lesen. Einziger Kommentar: selbst schuld, wenn man macht, was andere wollen.

    Ich finde den Text gut geschrieben.

    Weihnachtsfeiern an der Schule würde ich gerne besuchen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen würden. Eine Weihnachtsfeier ist auch eine Wertschätzung meiner Arbeit über das Jahr. Ich erwarte ein vom Dienstherren gestelltes Essen bzw. einen Gutschein für ein Essen im Restaurant mit den Kollegen. Eine Weihnachtsfeier, für die ich selber zahlen, werde ich in keinster Weise unterstützen.
    Ein guter Studienfreund ist heute übrigens bei einem größeren Chemieunternehmen und darf sogar auf Firmenkosten eine Person (gedacht für Partner) mitbringen zum Weihnachtsessen.
    Für so ein Unternehmen ist man gerne bereit Einsatz zu zeigen!

    Für mich ist das, wie es an den Schulen läuft, ein derber Schlag ins Gesicht und ein Spucken auf meine alljährliche Arbeit. Mit Stolz verweigere ich der Liste meine Unterschrift. Meine Einsatzbereitschaft dämpft das übrigens immer kräftig. Vielleicht auch nicht das SChlechteste, so kann man ohne schlechtes Gewissen die Weihnachtsferien genießen und kommt nicht auf den Gedanken mehr als das Nötigste zu tun :)

    Das Gehalt empfind ich übrigens auch als Frechheit. Ich seh mich schon wieder die 1,5 Jahre im Älternhaus und ich weiß nicht ob ich es dann nervlich durch die Nachuntersuchung schaffe

    Bei mir war es besonders bitter, weil meine damalige Liebe zeitgleich mit dem BWL Studium fertig war und ähnlich gute Noten hatte, wie ich in meinen Fächern. Ihm ermöglichten die guten Noten eine tolle Stelle direkt nach dem Studium, mit Personalverantwortung und einem Einstiegsgehalt direkt nach dem Studium, wovon ich als armer Reffi nur träumen konnte und meine Noten eigentlich vergebene Liebesmüh waren.
    Psychisch extrem belastend für mich, er als Chef über ein paar Leute, mit Sekretärin (allerings nicht nur für ihn alleine, aber immerhin), die er mit Verwaltungsaufgaben betrauen konnte und eben einem Gehalt, dass er uns einen guten Lebensstandard bieten konnte. Klar hat er auch noch übergeordnete Chefs gehabt und da mal Druck bekommen, allerdings fühlte er sich durchaus selber als Chef, eben über seine kleine Abteilung. Dies war eine Perspektive, die ich als Lehrer, auch wenn ich für eine Lerngruppe verantwortlich war, so nie empfinden konnte, denn es sind ja auch irgendwie nur Kinder. Man fühlt sich da nicht sonderlich wichtig, eher wie ein besseres Kindermädchen, das eben noch ein paar Dinge beibringt.

    Auch war es alles andere als schön immer zu hören "Komm Schatz, ich zahl das", denn den Nebensatz "Du verdienst ja fast nichts als Referendar" hat man sich zwischen den Zeilen immer selber gedacht. Und dann die mitleidigen Blicke, wenn er zur Weihnachtsfeier auf Firmenkosten mit dem Taxi abgeholt wurde und zu einem tollen Buffet fuhr, während ich für unsere dödelige Weihnachtsfeier gar selbst noch zahlen musste (als Reffi immerhin nur die Hälfte, hahaha!).
    In Erinnerung geblieben ist mir auch, wie ich in einer Jugendherberge eine Klassenfahrt begleitete und über den Fraß, die ollen Betten und die Dusche auf dem Gang moserte und er keine 4 Wochen später zur Fortbildung beordert wurde (alles schön auf Firmenkosten) und vom Hotel mit Minibar schwärmte. Um fair zu sein, er versuchte es herunterzureden mir zuliebe, aber meine Fragen offenbarten dann, dass es echt toll war.

    Besonders schlimm, und daran ist dann auch die Beziehung zerbrochen, war das Gefühl, dass ich trotz der Schlechterstellung in eigentlich allen Bedingungen mindestens (!) genausoviel arbeitete und der Psychodruck im Ref (zumindest für mich) trotzdem viel größer war. Er hat auch wirklich viel gearbeitet, aber die Nächte vor Unterrichtsbesuchen nicht schlafen können habe ich, oder die Wochenenden mit Unterrichtsplanung verbracht und Termine mit Freunden absagen müssen, weil noch so viel zu tun war vor dem UB. Vor allem auch dieses Gefühl wieder ganz unten in der Nahrungskette zu sein, also nicht nur finanziell, sondern auch von der Stellung an der Schule oder die Situation wieder wie ein Lehrling behandelt zu werden (von den Fachleitern).

    Meine ganz große Empfehlung, such dir einen Partner aus dem Seminar, denn jeder normal Karriere machende Partner erregt irgendwann, ohne, dass er etwas dafür könnte, deinen Neid. Auch gilt: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Ich glaube nur, wer Lehrer ist, kann die Situation nachvollziehen.

    Ja, die Probezeit fängt erst nach dem Referendariat an. Der Staat versucht einen möglichst lange hin zu halten, damit er möglichst fein raus ist, wenn doch etwas passiert. Wenn dir in den drei Jahren der Probezeit beispielsweise etwas derat Schlimmes widerfährt, dass du nicht mehr arbeiten kannst, also dienst- bzw. berufsunfähig bist, bist du sozial überhaupt nicht (!) abgesichert. Mit anderen Worten, Du hast GAR NICHTS (also so, als hättest Du nie gearbeitet, nur absolute Minimalversorgung wie jemand der nie zur Schule ging, nie studierte und nie gearbeitet hat!) an Versorgung verdient und wirst fallengelassen wie eine heiße Kartoffel.

    Du musst also entweder pokern und hoffen, dass in den 3 Jahren nichts passiert (übrigens gilt dies genauso fürs Ref, Du hast dort als Beamter auf Widerruf auch Null komma Null Ansprüche auf Versorgung!!!) oder auf Nummer sicher gehen und in der Probezeit eine Zusatzversicherung abschließen. Dabei sollte man dann unbedingt auf eine echte Dienstunfähigkeitsklausel achten, damit man nicht noch zu irgendwelchen Dödelarbeiten rangezogen wird und die Versicherung die Leistung verweigert. Aber da der Staat einen eh schon beim Gehalt im Ref bescheißt, kann man sich von dem Hungerlohn kaum noch eine Zusatzversicherung leisten.
    Alles in allem kümmert sich der Staat viel viel schlechter um seine Beamten, als man es gemeinhin annimmt.
    Deshalb habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen, sollte denn mal irgendetwas sein, den Staat nach allen Regeln der Kunst auszunutzen. Versorgt fühle ich mich im Status Beamter auf Widerruf und Beamter auf Probe nicht!

    Alternativ hätte sie auch "auf Probe", anstelle dem Widerruf ankreuzen (...)

    Nein, Referendare sind immer Beamte auf Widerruf. Das ist beamtenrechtlich so festgelegt. Beamter auf Probe bist Du dann nach dem Referendariat, solltest Du trotz deiner Fächer eine Planstelle an einer Schule ergattern. Du bist dann so lange Beamter auf Probe, bis Du auf Lebenszeit verbeamtet bist. In BW sind es glaube ich 3 Jahre Probezeit abzüglich Zivildienst bei Männern oder besonderer Leistung im Ref oder während der Probezeit, welche auch Verkürzung ermöglicht.
    Beamter auf Probe ist deutlich besser als Beamter auf Widerruf, was die rechtliche Lage angeht. Es ist aber immer noch eine absolute Frechheit, da Du bei Nichteignung dann mit Harz IV da stehst, obwohl Du eventuell 3 Jahre gearbeitet hast.

    Die Frage ist, ob man das in Manier heutiger 13jähriger in einem Forum machen muss oder einfach selbst nachdenkt.

    Ach, das ist ja interessant. Selber nachdenken. Ich muss gestehen selbst als jemand der Biologie studiert hat finde ich die Aspekte für und gegen Vogelfütterung sehr komplex. Ich wage zu bezweifeln, dass man, vor allem, wenn man kein Biologie Studium absolviert hat, durch selber Nachdenken zu einer fundierten Lösung findet. Finde es also mehr als legitim in einem Forum nachzufragen. Hier tummeln sich schließlich auch Biologie Lehrer. Alternativ würde ich die Frage auch in Foren wie ornithologie.net einstellen.
    Für mich zeugt es von Verantwortungsbewusstsein, sich in so einer Frage erstmal informieren zu wollen. Die Manier Dreizehnjähriger ist es unbedarft und nach eigenem, unqualifiziertem Bauchgefühl zu entscheiden.

    Firelilly: Wie naiv bist du, wenn du denkst, dass deine Forderungen auch nur ansatzweise Anschläge verhindern könnten!? Wenn einer einen Terroranschlag verüben will, dann macht er das.

    Kannst Du lesen? http://www.welt.de/politik/deutsc…-in-Hessen.html
    Hier wurde doch bewiesen, dass ein Terroranschlag (hier allerdings durch Salafisten) durch Überwachung verhindert wurde und Du behauptest jetzt einfach man könne das nicht mal ansatzweise? Das ist auch längst nicht der einzige Akt des Terrors, der im Vorwege verhindert wurde. Du hast glaube ich von Polizeiarbeit und von geheimdienstlichen Ermittlungen keine Ahnung. Wenn Du meinst, dass man keine Möglichkeit hat Terroranschläge im Vorwege zu verhindern, dann kann ich nur lachen.
    Ich empfehle dir mal ein wenig Einblick in die Polizeiarbeit zu gewinnen. Es gibt ganze Abteilungen, die sich mit Terrorprävention beschäftigen und die schon große Erfolge gefeiert haben.
    Deiner Meinung nach könnte man die ja schließen, weil "jeder der einen Terroranschlag verüben möchte, das auch einfach machen kann". Lächerlich! Würde es die Abteilungen nicht geben, hätte es unzählige Attentate und Terroranschläge gegeben.
    Lediglich in einer Sache kann ich zustimmen: Auch diese Abteilungen können keine 100%ige Sicherheit garantieren. Aber sie können einige Akte schon im Keim ersticken und das ist eine tolle Sache. Die riesige Anzahl an Flüchtlingen liegt weit über der Kapazität der Überwachung und erhöht das Sicherheitsrisiko sehr stark. Dies zu verneinen ist naiv.

    Es geht aber primär auch um behördliche Kontrolle und Überwachung. Terrorprävention. Sich im Schatten des Flüchtlingsstroms zu verbergen bedeutet nicht allein mit diesem die Landesgrenzen ungestört zu überschreiten, sondern eben auch, innerhalb des Landes in einer Masse zu sein, die zu groß ist, um individuelle, potentielle Gefahrenquellen ausreichend überwachen und im Auge behalten zu können.
    Den Sicherheitsbehörden fehlt es angesichts der riesigen Masse an allem, Geld, Personal usw.

    Ähnlich wie in diesem Fall ist man auch bei IS Terroristen vor allem darauf angewiesen, verdächtigem Verhalten nachzugehen. Das kostet aber sehr viel Geld und nimmt Personal in Beschlag:
    http://www.welt.de/politik/deutsc…-in-Hessen.html

    Es bleibt eben noch abzuwarten, welchen Preis Europa zu zahlen hat. Klar, es kann sein, dass wenig oder gar nichts passiert. Es kann aber eben auch sein, dass durch die Flüchtlingsströme viele Terroristen ins Land kommen und sehr viele Menschen durch Anschläge sterben werden wie in Frankreich. Der IS hat es angekündigt, die Anschläge in Frankreich waren die ersten Tropfen eines Regens.
    Keiner kann es mit Sicherheit prognostizieren wie stark es Deutschland treffen wird, aber es ist ein reales Risiko und es ist eine Frechheit, wenn man darüber nicht reden darf. Die unkontrollierte Aufnahme vieler Flüchtlinge ist ein inneres Sicherheitsrisiko. Wie teuer man dafür bezahlt, wird sich zeigen. Lasst uns hoffen, dass es niemand mit dem Leben bezahlt.

    dir ist schon klar, dass die aktuellen flüchtlinge hier vor allem leute sind, die vor den islamistischen terroristen geflohen sind? bitte sprich mal mit echten syrern, lern sie kennen. was du hier machst ist geistige brandstiftung. ich finde das sehr, sehr bedenklich. wehret den anfängen.

    Das "vor allem" ist das Problem, denn nicht jeder echter Syrer wie Du sie nennst, ist auch jemand, der vor dem IS flieht. Wie willst Du einen IS Flüchtling von einem IS Schläfer unterscheiden? Lies dir mal die links durch, da ist von einem Fall berichtet, wo ein Terrorist sich ideal angepasst hat und keiner der Nachbarn etwas vermutet hat. Und Du willst durch ein Gespräch mit Syrern einfach so feststellen können, das sind Flüchtlinge vor dem IS und mit Sicherheit keine Schläfer? Naiv!
    Ich halte es im Gegenteil für geistige Brandstiftung, wenn man die Meinung vertritt, dass die aktuelle Flüchtlingspolitik ungefährlich ist. Erklär doch mal, warum hältst Du es für ausgeschlossen, dass der IS die Flüchtlingspolitik nutzt um unbemerkt Schläfer ins Land zu bringen, weil der IS sicher ist, dass bei der Menge jegliche Überwachungsmaßnahmen behördlicherseits zum Scheitern verurteilt sind?


    Erklär mir doch bitte, was es bringen soll "echte Syrer" kennenzulernen. Man wird mit Sicherheit einen Schläfer nicht durch ein Kennenlerngespräch enttarnen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass unter den Syrern, mit denen man spricht, ein Schläfer ist, ist sehr gering. Was soll ich machen, nach hause gehen und denken "Wow, der arme Syrer, was der alles durchgemacht hat?" und dann ganz beruhigt sein, dass alle Syrer vor dem IS fliehen? Und nächsten Tag bekommt dann irgendein Schläfer ganz woanders den Befehl sich beim Bundesligaspiel im Stadion zu sprengen. Klar, der eine hat mit dem anderen nichts zutun. Aber eventuell kam letzterer ins Land, weil man um ersteren aufzunehmen, sämtliche Sicherheitsbedenken kategorisch über Bord geworfen hat.

    Meine Schüler stellen genau das sehr kritisch in Frage, warum diese Menschen denn aus der sicheren Türkei nach Europa kommen.

    Die Antwort auf die Beweggründe eines Flüchtlings scheint man gerade näher zu untersuchen:

    "19:24 Uhr: Einer der mutmaßlichen Terroristen von Paris könnte Anfang Oktober als Flüchtling aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein. "Der Inhaber des Passes, der an einem Tatort (in Paris) gefunden worden ist, war am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros (als Flüchtling) registriert worden", teilte das Ministerium für Bürgerschutz in Athen am Samstagabend mit. Das Ministerium wisse nicht, durch welche andere Länder der Inhaber des Passes weitergereist sei, hieß es."

    http://web.de/magazine/panor…veblog-31129410

    Gut, dass es hier gesichertes Insiderwissen gibt...

    ...und auf jeden Fall sollte ganz viel unklare Halbwissenpanikmache im Unterricht der Grundschule stattfinden, damit

    noch ein paar krude Argumente mehr für Fremdenhass in den Mund gelegt werden.

    Wie kann man denn so naiv sein und denken, dass die aktuelle Flüchtlingspolitik nicht Tür und Tor öffnet IS-Terroristen ins Land zu schleusen.
    Ich gebe zu, die Grundschule ist vielleicht verfrüht um mit Schülern über solche Themen zu diskutieren. Es geht mir einfach um die Haltung, dass keinerlei Kritik an der Flüchtlingspolitik zugelassen wird und Andersdenkende systematisch mundtot gemacht werden. Das ist auch eine Form der Indoktrination.
    Selbst bei uns am Gymnasium werden absolut berechtigte, kritische Gedanken zur Flüchtlingspolitik gnadenlos von naiven Gutmenschen glattgebügelt.
    Ich glaube es haben einfach zu viele eine rosarote Gutmenschbrille auf. Ja, der überwiegende Teil der Flüchtlinge gehört nicht zum IS. Aber im Schatten des Flüchtlingsstroms kommen unkontrolliert unzählige Schläfer ins Land.
    Erinnert euch an diesen Thread wenn in Hamburg, Berlin oder anderen Städten die ersten Menschen getötet werden und herauskommt, dass sich die Terroristen unter syrische Flüchtlinge gemischt hatten und zunächst ein leichtes Spiel hatten in Deutschland eine Schläferzelle zu bilden, weil man jeden aufnimmt. Vielleicht dauert es ein paar Jahre bis es kracht, aber durch die Massenaufnahme von Flüchtlingen wird ein Netzwerk von Schläferzellen gesät. Auch in Deutschland sind die Behörden extem überfordert entsprechende Personen zu erfassen und zu überwachen.

    http://www.welt.de/politik/auslan…ist-Europa.html
    http://www.welt.de/politik/auslan…Frankreich.html

    Ich weiß dass, da ich in meinem Freundeskreis verschiedene Personengruppen habe, die dort arbeiten. Von der Ärztin, die dort einmal die Woche Sprechstunde hat, bis zum Rettungssanitäter der dort häufiger mal hin muss, Bis zum Polizisten, der dort nicht selten hin muss und nur noch mit dem Kopf schüttelt, natürlich hinter vorgehaltener Hand.

    Großschlägereien sind mehrmals im Monat an der Tagesordnung. . Die Gewalt eskaliert dort immer wieder.Ursachen dafür mal ganz beiseite gelassen.

    Ich warte darauf, bis in Deutschland auch Anschläge wie in Frankreich stattfinden. Jeder Geheimdienst weiß, dass der IS sich über die Flüchtlingspolitik die Hände reibt und massiv Terroristen nach Europa bringt. Etwas besseres als ein Flüchtlingsstrom, der mit offenen Armen und keinerlei Kontrollen willkommen geheißen wird, gibt es nicht, um Terroristen in alle euorpäischen Länder einzuschleusen. Der IS hat extra Trainingscamps dafür.
    Ich würde in Zukunft auch in Deutschland große Menschenansammlungen meiden. Ich finde es außerdem unverantwortlich, wenn man Schüler darüber im unklaren lässt, wozu der IS den Flüchtlingsstrom benutzt.

    Mal geanz ehrlich: Einige hier halten ihre Schhüler eindeutig für dümmer als sie sind. Selbst Schüler, die mit Jogginghose und Basecap in die Schule kommen, wissen, dass man bei einem Vorstellungsgespräch anders angezogen ist. Und das können sie auch, fragt sie einfach mal nach Bildern von Familienfeiern oder ähnlichem. Da werden sich einige hier wundern ...

    Ich stimme vollkommen zu, dass viele Schüler sich für ihren Job auf einmal 180° anders geben, als in der Schule. Das betrifft Kleidung, Arbeitsverhalten und Disziplin.
    Das finde ich ja so besonders erschreckend. Für einen Arbeitgeber können sich die Schüler auf einmal ordentlich kleiden, sogar für Familienfeiern sehen sie es für wichtiger an, als in der Schule. Dieselben Schüler können sich der Autorität ihres Chefs auf der Arbeit ohne Murren unterordnen, den Mund halten, wenn der Chef redet und so weiter. Diese erschreckenden Beispiele zeigen einfach, wie schlecht es um das Ansehen der Lehrer heutzutage steht.
    Ich bin noch recht jung, aber in der Generation meiner Eltern haben sich die Schüler der Institution Schule und dessen Angestellten gegenüber genauso respektvoll erwiesen, wie gegenüber dem Arbeitgeber. Da wurden die Schuhe vor der Schule geputzt, die Hosen geflickt, in der Schule gerade und ruhig auf den Stühlen gesessen. Damals war ein Lehrer auch noch ein angesehener, gut verdienender Beruf.
    Warum ist es heute so, dass die Kinder es zwar noch auf die Reihe bekommen sich für Familie und Chef zusammenzureißen, in der Schule aber dieselben Schüler zum Teil respektlose Klamotten tragen, sich daneben benehmen?
    Warum ist der Ruf und die Bezahlung des Lehrers so schlecht geworden?
    Es kann ja nur ein Teil der Begründung sein, dass die heutzutage propagierte [lexicon='Pädagogik',''][/lexicon] eine [lexicon='Kuschelpädagogik',''][/lexicon] ist. Woher kommt dieser massive Unterschied zwischen Respekt gegenüber dem Arbeitgeber einerseits, und dem Verhalten in der Schule, als ob diese nicht wichtig sei?

    Bei uns lässt die Schulleitung zu, dass in den Chemievorbereitungsräumen (z.T. krebserregende) organische Lösungsmittel, Säuren usw. in ganz normalen Sperrholzschränken gelagert werden müssen und diese noch nicht einmal effektiv abgesaugt werden, sodass die Dämpfe regelmäßig eingeatmet werden.
    Weist man die Schulleitung darauf hin, so wird man deutlich darauf hingewiesen, dass man erstens ja noch in der Probezeit ist .... und, dass man außerdem in Zukunft sonst einige zusätzliche Dienstanweisungen bekommen könnte.
    Kurzum, die Arbeitsbedingungen und Gesundheit der Lehrer ist vollkommen egal. Es zählen nur Projekte, mit denen man in der Zeitung Werbung für die Schule machen kann.
    Ich warte auf den Tag der Verbeamtung auf Lebenszeit. Dann gibts eine fette Medienkampagne gegen die Schulleitung und dann ist der Ruf der Schule ein für alle mal im Arsch.

    meinen aktuellen Job (sehr gut bezahlt/akademischer Job)

    Wenn man einen sehr gut bezahlten, akademischen Job hat, dann sollte man extrem vorsichtig sein noch Lehrer werden zu wollen. Mal abgesehen vom finanziellen Abstieg ist der Lehrerjob vielleicht gar nicht so toll, wie du dir da ausmalst. Lies auf jeden Fall erstmal gründlich Berichte aus dem Refendariat über diese Zeit und dann auch über die Bedingungen an Schulen. Allein die Ausstattung ist ein totaler Schock, wenn man vorher einen Job in der Wirtschaft hatte.
    Das heißt in meinem Fall zum Beispiel, keien CTAs, die Laborgeräte putzen oder Versuchsaufbauten übernehmen, keine Sekretärin, die etwas für einen kopiert oder bestellt, kein eigenes Büro sondern nur 1m² Arbeitsfläche vor Ort und und und, die Liste könnte man ewig weiterführen.

    Du machst als Lehrer eben nur zu 10% akademische Dinge, ansonsten bist Du zu 90% Erzieher, Reiseveranstalter, Erklärbär usw.

    Mit 50% arbeiten ein Lehramtsstudium zu schaffen wird wohl nur gehen, wenn Du die Arbeit so flexibel gestalten kannst, dass Du auch Pflichtpraktika (z.B. in der Chemie) absolvieren kannst. Ich glaube bei Sprachen und Mathe ist es nicht ganz so extrem, aber in Naturwissenschaften hast Du oft morgens Laborzeiten und die können nicht verlegt werden. Ich halte es für organisatorisch für sehr schwierig, selbst in Fächern wie Germanistik oder so.

    Vielleicht sollte betreffender Schüler einfach mal seine Hausaufgaben machen? Drei "vergessene" Hausaufgaben sind ja nun nicht wenig. Warum sollte man das nicht mit in die Note einfließen lassen? Eine 5 dafür zu vergeben ist eigentlich zu gutmütig, denn für welche Leistung würde dann die 6 vergeben werden? Es ist halt immer die Frage, wie stark man diese Note mit den anderen mündlichen Noten, die man erhebt, verrechnet, aber darum geht es hier ja gar nicht.
    Auch ich vergebe die Note 6 für nicht gemachte Hausaufgaben. Es lässt sich auch ganz einfach zu einem mündlichen Beitrag währen der Stunde verarbeiten:"XY, beschreibe doch bitte den Versuchsaufbau, den du dir überlegt hast".
    Meistens gibt es bei mir dann den Ausschlag, wenn jemand zwischen zwei Noten steht oder Noten schwach sind. Aus einer 4- wird so dann mal die 5 im Zeugnis, oder 1-2 endet dann eben doch nur bei einer 2.
    So teile ich das den SuS auch zu Beginn des Jahres mit und da gab es bislang noch kein Aufschrei. Nichtgemachte Hausaufgaben notiere ich mit Datum.
    Wer sollte einem da mit dem Schulgesetz kommen? Das ist ja wohl die pädagogische Freiheit nichtgemachte Hausaufgaben bei der Notenbildung zu berücksichtigen. Und es macht verdammt noch einmal Sinn, dass es Konsequenzen hat, wenn die HA nicht gemacht werden.
    Sich da am Begriff "mündliche Note" aufzuhängen ist sinnbefreit. Dann deklariere ich bei meiner Notenbildung einfach, dass ich neben der mündlichen Note auch Hausaufgaben bewerte. Ich kann ja schließlich auch selber entscheiden Hefter einzusammeln und zu bewerten etc.

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