Ich meine das keinesfalls als angriff. Aber es ist doch faktisch so, dass die Leute rausgepickt werden, die am besten ins schema passen. Das sind meines Wissens doch Leute, die eben möglichst keine Abweichungen zeigen.
Das sehe ich nicht so, sondern es müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden, die für diesen Beruf notwendig ist.
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Beispielsweise kenne ich eine person, die Deutsch als Fach hat (auch Förderschullehramt) und im Fachpraktikum wurde ihr von der Professorin gesagt, sie habe einen sehr hohen Sprachniveau, allerdings würde es für das Ref nicht ausreichen, weil sie ja keine Muttersprachlerin sei und Deutsch als Fach hat. Da seien wohl noch "Feinheiten", die im Ref zu großen Schwierigkeiten führen können. Die Schreibberatung, die sie dann in Anspruch genommen hatte, meinte dass ihr Ausdruck und Schreibstil total in Ordnung.
Das wundert mich jetzt nicht, wir bekommen regelmäßig Deutsch-Referendare, deren Deutschkenntnisse eine Katastrophe sind. Und das ist auch kein Geheimnis:
https://www.faz.net/aktuell/politi…n-16624436.html
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Wer sich über den germanistischen Rechtschreibnotstand informieren will, ist auf Erfahrungsberichte angewiesen, denn umfangreiche empirische Studien zur orthografischen Kompetenz von Germanistikstudenten und Deutschlehrern fehlen. Indirekten Aufschluss liefert eine Erhebung, die 2010 an der Universität Duisburg-Essen stattfand. Dort untersuchten die Linguisten Albert Bremerich-Vos und Dirk Scholten-Akoun die schriftsprachlichen Fähigkeiten von Lehramtsstudenten aller Fächer anhand einer Schreibaufgabe. Die Auswertung von 900 Texten ergab, dass 28 Prozent der Probanden auf den zwei bis drei handschriftlichen Seiten mehr als sechs Rechtschreibfehler gemacht hatten. Auch das Ergebnis der gesondert untersuchten Interpunktion fiel ernüchternd aus: Über ein Drittel der Studienanfänger hatte mehr als fünf Kommafehler gemacht.