Beiträge von sillaine

    Die Chancen für Sachunterricht sind in NRW eher schlecht. Selbst Leute mit einem guten 1er Schnitt müssen teilweise Jahre auf eine feste Stelle warten. die Chancen für Englisch hingegen sind definitiv besser (zumindest momentan).
    Mein Rat also: das fach auf jeden Fall zuende studieren (wenn dir das Fach Spaß macht und du es später unterrichten willst). Ob du das vor, während oder nach dem Ref. machst, ist deine Entscheidung, je nachdem, wie es dir besser passt. Soweit ich weiß, hast du mit dem Drittfach nachher die normale Fakultas und kannst dich dann auf Stellenausschreibungen mit dem Fach Englisch bewerben.

    Natürlich ärgern einen schlechte Noten am Prüfungstag, wenn man andere gewohnt ist. Aber auch ich kenne einige solcher Fälle. Du bist wirklich kein EInzelfall und kein Versager. Die Prüfung wiederholen, mit der Begründung dir gefallen die Noten nicht, wird nicht klappen. Und selbst wenn, willst du dir diesen ganzen Stress wirklich nochmal antun?
    Da hilft wohl wirklich nur den Tag und die Noten abhaken und sich über die wichtigerere Tatsache freuen: Du hast das Ref. bestanden und bist jetzt Lehrer!

    Wenn du unterrichten willst, solltest du diese pädagogischen Fähigkeiten schon haben. Hast du denn überhaupt schon einmal unterrichtet und zumindest eine grobe Ahnung davon, wie man deine geplanten Unterrichtsfächer unterrichtet, damit die Schüler den Stoff verstehen (Fachdidaktik)? Um in den Beruf reinzuschnuppern machen die Lehramtstudenten Praktika und keinen Vertretungsunterricht.

    Die Grundschrift ist doch in vielen Teilen von Deutschland noch gar nicht so verbreitet. Das heißt viele Kinder lernen noch eine Schreibschrift, benutzen sie aber später nicht mehr, sondern machen ihr eigenes Ding. Das war auch vor der Einführung der Grundschrift so und auch ein Grund, warum sich darüber überhaupt Gedanken gemacht wurden: Warum soll man in der Grundschule kostbare Lernzeit für eine neue Schreibschrift verschwenden, wenn die Kinder diese höchstens 2-3 Jahre benutzen und danach eh anders schreiben? Dann können sie auch gleich ihre eigene (lesbare) Schrift entwickeln.
    Ihr glaubt, dass stimmt nicht? Dann guckt euch mal eure eigene Handschrift und die Handschrift von älteren Schülern, die Schreibschrift gelernt haben, an. Wer davon schreibt wirklich noch genau so, wie es in der Grundschule gelernt wurde? Ich vermute mal kaum einer...

    Ich glaube du machst das alles schon ganz richtig, aber ihr habt noch einen schweren Weg vor euch. Auch wenn es schwer fällt, du wirst wohl erstmal hart durchgreifen müssen, damit der Unterricht wieder "normal" funktionieren kann. Und wenn das freie Arbeiten nicht funktioniert, dass ist es momentan halt Einzelarbeit und Frontal. Das heißt ja nicht, dass es so das ganze Schuljahr bleiben muss.
    Neben den festen Regeln, die Dejana schon angesprochen hat, sollte es natürlich auch feste Konsequenzen geben, wenn sich jemand mal nicht an die Regeln hält (die dann natürlich auch umgesetzt werden müssen). Vielleicht springt diese Klasse jetzt am Anfang auch auf ein Belohnungssystem an, wenn dann mal was gut klappt.


    Ich wünsche dir starke Nerven, für die nächste Zeit. Aber eigentlich kann es ja nur besser werden oder?

    Warum kann man in diesem Fall nicht einfach die Klassenlehrerin fragen, wie sie das sieht? Solche Themen kommen doch immer wieder z.B. bei Elternabenden auf und könnten da eindeutig (für jedes Schuljahr neu) geklärt werden.
    Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass gerade beim freien Schreiben (besonders Anfang 2) nicht zu viel korrigiert werden sollte. Das kann für die Kleinen auch schnell frustrierend werden. Auch wenn sie jetzt noch lautgetreu schreiben, werden sie spätestens jetzt in Klasse 2 nach und nach die ersten Rechtschreibregeln und Strategien lernen (wenn sie damit nicht eh schon längst angefangen haben).

    Natürlich steht das im Lehrplan der Grundschule, sowie auch im Lehrplan der Klasse 5 und 6 (ich habe da exemplarisch in den der Gesamtschule reingesehen, denke aber, dass es in allen Schulformen ähnlich sein wird).
    Es taucht in beiden Fällen bei den methodischen Kompetenzen auf:
    Klasse 2: nutzen Medien – auch digitale – für das selbst-ständige Lernen (z. B.picture dictionaries, CD-ROMs)
    Klasse 4: nutzen Hilfsmittel zunehmend selbstständig (z. B.Karteikarten, Wortfelder, Bildwörterbücher, digitale Medien)
    (nachzulesen auf S. 83)
    Gesamtschule Klasse 6: Sie können...
    Hilfsmittel zum Nachschlagen und Lernen unter Anleitung nutzen (u. a. einfache
    zweisprachige Schülerwörterbücher, Kassetten, CDs)
    (nachzulesen auf S. 27)


    Natürlich sind da in der Grundschule Bildwörterbücher gemeint. Aber von was anderes habe zumindest ich für die Grundschule auch nicht geredet. Aber auch die Arbeit damit muss geübt werden.

    Wörterbucharbeit in Englisch in der Grundschule heißt ja nicht, dass sie Wörter schriftlich übersetzen sollen, geschweige denn unbekannte Texte lesen oder Sätze schreiben. Es geht darum, seinen eigenen Wortschatz zu erweitern und individueller lernen zu können, sowie das selbstständige Nutzen von Hilfsmitteln. Deswegen handelt es sich ja im besten Fall um thematische Bildwörterbücher.
    Und natürlich ist diese Wörterbucharbeit auch in der Grundschule wichtig und im Lehrplan vorgeschrieben. Sie funktioniert halt nur anders als in Deutsch oder in Englisch der Sek.1.

    Ich weiß zwar nicht, welche Wörterbücher ihr benutzt, aber eigentlich erfüllen die ja zwei Unterschiedliche Zwecke. In Deutsch geht es ja eher darum, Wörter nach dem Alphabet zu ordnen und nach der richtigen Schreibweise zu suchen. In Englisch ja eher um das Finden des Wortes allgemein (z.B. Was heißt "Pferd" auf Englisch). Auch der Aufbau sollte eigentlich unterschiedlich sein (In Englisch im Idealfall thematisch geordnet und mit Bildern). Alles von Deutsch lässt sich daher bestimmt nicht übertragen.
    Wie kann man in Englisch anfangen: Erstmal würde ich den Aufbau thematisieren. Danach könnte man z.B. Suchaufträge stellen (z.B. was heißt "Kuh" auf Englisch und auf welcher Seite findest du das?)

    Wie wäre es denn, wenn du überhaupt mal abwartest, ob du die Stelle überhaupt bekommst? Wenn nicht, dann haben sich alle Fragen eh erledigt.
    Oder ist es so sicher, dass du die Stelle bekommst, weil sie für dich ausgeschrieben wurde?
    Solltest du die Stelle doch bekommen, werden sie dir schon sagen, ob du die Vertretungsstelle noch antreten musst oder nicht. DAs Schulamt, oder die Schule wird dann wohl auch wissen, wie es rechtlich aussieht, wenn dir die Antworten hier nicht reichen. Vielleicht wird du auch mit dem Vertretungsvertrag direkt an der neuen Schule eingesetzt. Willst du dann auch sagen: Nee, ich will noch 2 Wochen warten, um mich vorzubereiten?

    Da steht auch grob nur drin, dass er auch ein Vorstellungsgespräch hat/hatte und sich freuen würde, wenn der Fragenstellen sich mit ihm in Verbindung setzt (soweit ich das verstanden habe). Aber das habt ihr euch wahrscheinlich eh schon zusammengereimt.


    Zum Fragensteller: Ich wollte mit meinem Post vorher auch nicht abschrecken, sondern eher den Fokus der Fragen für das Vorstellungsgespräch verrücken.

    Du weißt aber schon, dass deine Situation eine ganz andere sein wird, als bei anderen Lehrern?
    So wie ich das aus NRW kenne, wirst du höchstwahrscheinlich nicht an einer Schule sein, sondern an vielen verschiedenen. Du musst dich darauf einstellen, deine Lerngruppen nur 1 mal pro Woche zu sehen und jeden Tag an einer anderen Schule zu sein (vielleicht auch mehrere pro Tag). Auch die Lerngruppen können sehr groß und sehr heterogen sein. An meiner letzten Schule war der Lehrer für 2 Stunden pro Woche da und hatte da alle Kinder von Klasse 1-4 zusammen!
    Außerdem kann es zu viel Nachmittagsunterricht kommen. Vielleicht solltest du dir Gedanken darüber machen, wie du mit diesen Voraussetzungen umgehen kannst.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das erlaubt ist. Wenn ja, wäre das echt eine Unverschämtheit. Das würde ja heißen, dass man dann auf einmal mehr als z.B. die 28 Stunden im Unterricht ist. Die Zeit fehlt dann doch wieder für andere Aufgaben und ist dann auch keine Entlastung mehr (was ja der Sinn von einer Doppelbesetzung ist: Entlastung und bessere Betreuung der Schüler).

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