Bayerische GS- und MS-Lehrer können keine Mehrarbeit geltend machen, vertreten also grundsätzlich umsonst. Gibt es das im restlichen Deutschland noch irgendwo?
Beiträge von Sommertraum
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Wie sieht es mit der Bezahlung aus? Fahrtkosten werden erstattet, aber was bekommt man sonst noch? Wie macht sich der Beamtenstatus bemerkbar? Ich habe von 29€ pro Stunde Verdienstausfall gelesen, wird das mit dem Gehalt verrechnet?
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In dem von mir beschriebenen Fall (Latein und Reli) dürfte dann aber das Meiste fachfremd sein. Ob das so ein Klacks ist?
In den beiden Jahren wird noch vermehrt darauf geachtet, dass sie nicht allzuviel fachfremd unterrichten müssen oder dass sie ein Fach in mehreren Parallelklassen gleichzeitig geben. Da jedoch fachfremder Unterricht Standard an der MS ist, trifft das auch die Zweitqualifikanten und der ist für die meisten einer der Hauptgründe, warum sie nicht an der MS bleiben wollen.
Im Fächerkanon der MS gibt es genau 1 Fach, das ich noch nie unterrichten musste.
Ja, das kann ich mir lebhaft vorstellen. Es gibt aber auch viele, die dort ihre Erfüllung finden und die Mittelschule vorher schlicht nicht auf dem Schirm hatten.
Das hängt sicherlich auch davon ab, an welcher Schule man landet. Wer das Glück hat, an einer Schule mit "normalem" Einzugsgebiet eingesetzt zu werden, findet wahrscheinlich eher seine Erfüllung als diejenigen, die auf eine problematische Schülerschaft stoßen.
Die Zweitqualifikanten, die von der RS kommen, bleiben häufiger an der MS als die, die vom Gy kommen.
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Mein Freundeskreis Lehramt Realschule musste fürs Ref. von Bayreuth nach München. Ich weiß nicht mehr, warum. Vllt. ist das ja jetzt anders.
Meine Freundin hat einen Mordsaufriss gemacht wegen der Umschulung von Tochter und Schwiegersohn von Gymnasiallehramt auf Mittelschule. Ich habe es geglaubt, denn Latein hat man ja da nicht. Französisch auch weniger. Vllt. kommt es ja auch auf die Fächer an. Wenn das wirklich nur 2 Tage sind insgesamt sind, dann ist ja gut. Sie hat was von Umzug erzählt. Ist man dann auf A12 oder A13?
Die Zweitqualifikanten vom Gymnasium sind für den Job an der MS sowas von überqualifiziert, die haben keine Umschulung, Seminar oder Beratung nötig - zumindest erzählen sie das uns erfahrenen Lehrkräften regelmäßig. Entsprechend gering ist inzwischen auch die Bereitschaft des Stammpersonals, sich dieser Leute anzunehmen.
Die Maßnahme ist tatsächlich ein Klacks. Die Zweitqualifikanten werden einer MS in der Umgebung zugewiesen, haben im ersten Jahr oft nur Fachunterricht, im 2. dann Klassleitung. Maximal 2x im Jahr müssen unsere einen Nachmittag auf Fortbildung. Kurz vor Ende findet eine sog. Feststellungsprüfung statt, bei der 2 oder 3 Unterrichtsstunden vorgeführt werden. Noten gibt es keine, nur "geeignet" oder "nicht geeignet". Eine Nichteignung habe ich persönlich aber noch nie erlebt, denn die Not an den MS ist so groß, dass man sich das kaum erlauben kann.
Bezahlung ist A12, 27 Stunden Deputat.
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Auch wenn das Handy inzwischen zu unserem Alltag gehört, sollten junge Menschen nicht alleine mit einem solchen Medium gelassen werden, sondern höchstens eng begleitet durch Erwachsene.
Das große Problem dabei ist, dass nicht wenige Erwachsene selbst einen bedenklichen Umgang mit dem Smartphone haben, sich dessen jedoch selbst nicht bewusst sind.
Persönlich fände ich ja eine handyfreie Schule toll, schon alleine damit Jugendliche lernen, dass man ein paar Stunden auch ohne dieses Teil in der Hand überleben kann und man nicht immer und überall fotografieren, filmen und sein Leben mit Gott und der Welt teilen muss.
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Eben das Prinzip habe ich diese Woche gelesen fordert jetzt der Philologenverband angesichts des zunehmenden A13 für Primarlehrkräfte bundesweit, um den Abstand zu wahren und den Beruf angesichts des Lehrermangels attraktiv zu gestalten und zu halten. Ich dachte ja, A13 für Primarlehrkräfte und Sek.I-Lehrkräfte wo es das noch nicht gibt wäre ein Weg den Beruf finanziell attraktiver zu
Der Ruf der Mittelschule ist übel und die Arbeitsbedingungen inzwischen so belastend, dass dieses Lehramt selbst mit A13 nicht attraktiver wird, vor allem, wenn auch in den angeseheneren Schularten Bedarf besteht.
Wenn nicht endlich eine Entlastung der Lehrkräfte durch eine Absenkung des Deputats sowie eine Reduzierung der Aufgabenvielfalt erfolgt, fährt man diese Schulart endgültig vor die Wand. Ein großer Teil des Personals arbeitet an der Grenze zur Überlastung!
Mein Hass-Thema (wie jedes Jahr um diese Zeit): während GS- und MS-Lehrer derzeit neben ihren 16532 regulären Aufgaben zweiseitige Zwischenzeugnisse mit Wortgutachten schreiben müssen, gibt es an RS und Gy keine Zeugnisse, sondern nur Ausdrucke der Notenprogramme - das macht unzählbar viele Arbeitsstunden Unterschied!
Aber halt - dafür müssen wir ja soooo viel weniger und auf anspruchslosem Niveau korrigieren!
Mal eine Frage: Gibt es eigentlich GS oder MS, an denen die Zeugnisse zentral ausgedruckt werden? Ich kenne tatsächlich keine KuK, die das nicht selber machen müssen.
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Ich sehe ehrlich gesagt das Problem nicht. Am Gymnasium (Bayern) laufen auch jede Menge A14er rum, die keinerlei Funktionen innehaben.
Regelbeförderung nach A14 am Gy im Gegensatz zu 8,5% Beförderungen nach A13 an GS und MS. Dazu kommt, dass man sich die Beförderung in vielen Jahren auch noch in 2 Schritten über A12+Z nach A13 regelrecht erdienen muss.
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Wenn man bedenkt, dass diese Hochstufung auf A13 im Moment maximal 20 Prozent der Grund/Mittelschullehrkräfte in Bayern betrifft, ist das schon nicht schlecht.
Zum 1. Oktober 2021 lag die Quote für A13 bei 8,25%! A12+Z hatten 10,27% (Quelle: BLLV)
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Geht das, könnte ich ganz ohne Schulabschluss eine Lehre anfangen?
Und irgendwo hab ich mal gehört, dass man mit Hauptschulabschluss eine Ausbildung machen kann und dann automatisch einen Realschulabschluss hat. Stimmt das so?
Für Bayern gilt: 2x ja, wobei die Mittlere Reife nach Abschluss der Ausbildung an kleine Hürden gebunden ist: 3,0 im Berufsabschluss und eine 4 in Englisch im Abschlusszeugnis der Mittelschule. Das (Fach-)Abitur erreicht man dann über FOS bzw. BOS.
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Es gibt übrigens bei diesen Sondermaßnahmen etliche Gymnasiallehrer, die am Ende als "nicht bewährt" entlassen werden. Meist solche, die es nicht von ihrem hohen Ross "Bayerisches Gymnaaaaahaasium" runterschaffen.
Gibt's die tatsächlich? Meinem Gefühl nach bekommen alle das "bewährt", auch wenn sie den Sprung vom Ross nicht geschafft haben. Hauptsache es steht jemand vor der Klasse. Allerdings bezieht sich mein Eindruck in erster Linie auf MS, in Bezug auf GS kann ich nicht mitreden.
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ich bin jetzt ehrlicherweise schon total überfordert mit meiner vollen Stelle [...] Daher trete ich logischerweise auch nicht mehr entspannt im Unterricht auf. Ich bin es nicht.
Bitte nicht als Vorwurf verstehen: ich glaube, der erste Weg sollte sein, deine o.g. Probleme anzugehen. SuS haben ein sehr feines Gespür. Du kannst dich gar nicht so sehr verstellen, dass sie nicht bemerken, dass du angespannt oder sogar überfordert bist. Manche nutzen das gnadenlos aus, um dich zu provozieren, zu sehen, wie du reagierst. Ich bin über 25 Jahre im Dienst und habe meine Klassen gut "im Griff", auch problematische Schüler. Trotzdem gibt es Tage, an denen ich aus verschiedensten Gründen nicht so belastbar bin. Diese Tage laufen trotzdem viel weniger rund, stressen mich mehr, führen zu mehr Verhaltensauffälligkeiten.
Was ich schon ganz am Anfang meiner Dienstzeit gelernt habe, ist, dass man schwierige Schüler nicht mit Noten unter Druck setzen sollte, denn damit erreicht man genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich will. Die sind seit Beginn ihrer Schulzeit schlechte Noten gewöhnt, das stört sie nicht mehr. Am besten ist es, einen guten Draht zu ihnen zu finden. Damit hat man den größten Erfolg.
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Es ist fraglich, ob es für Ethik überhaupt Bücher zum neuen Lehrplan gibt. In kath. Religion gibt es z. B. für Mittelschulen noch keines und es soll auch in absehbarer Zeit keins rauskommen.
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Evtl. findest du bei eduki einen. Ich war so frei und habe mir dieses Jahr dort einen für Sport geleistet, das ich fachfremd ausnahmsweise unterrichten muss. Fächer, die ich regelmäßig unterrichte, erstelle ich mit Hilfe der Verlagsvorlagen selbst.
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"Hilfe, die Herdmanns kommen" von Barbara Robinson habe ich schon öfter mit Siebtklässlern der Mittelschule gelesen und es hat ihnen, obwohl es schon ab 3. Klasse empfohlen ist, immer gefallen.
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Ich A15 Vollzeit (ein Korrekturfach), sie A12 und seit Jahren unterhälftige TZ (D/E-Killerkombi).
Steuerklassenmodell III/V.
Mein Nettostundenlohn beträgt 32,65 € - in Steuerklasse IV wären das 28,29 €.
Ihr Nettostundenlohn beträgt 19,82 € - in Steuerklasse IV wären das 22,95 €.
Diese Rechnung kannst du nur aufstellen, weil deine Frau zugunsten deiner Karriere beruflich zurückgesteckt hat. Inwieweit das auch die bewusste Entscheidung deiner Frau war, oder ob sie nur nachgegeben hat, können wir nicht beurteilen. Dass du von Anfang an Karrierepläne hattest, hast du schon oft dargelegt. Dass beide Elternteile die Zeit aufbringen können, um die schulische Karriereleiter hochzuklettern, ist mit 3 Kindern fast ausgeschlossen. So war die Rolle deiner Frau frühzeitig festgelegt - egal wie sie selbst dazu stand.
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https://www.br.de/nachrichten/ba…llehrer,TLTRPe9
Der Philologenverband ist auch im Oktober noch dagegen.
Herr Meidinger pocht auf das Abstandsgebot, Gymnasiallehrer*innen arbeiteten schließlich mehr, und er möchte durch bessere Bezahlung eher deren Beruf attraktiver machen. Ich wusste gar nicht, dass es da auch so einen Mangel gibt
Die Einstellungszahlen und die Gymnasiallehrer*innen, die aufgrund ihrer nicht allzu guten Schnitte keine Stelle bekommen und dann an Grundschulen gehen, sprechen eigentlich eine andere Sprache.Mir kommt es ja schon fast so vor, als bräuchten sie mehr Geld allein fürs Ego. Ansonsten könnte es ihnen ja eigentlich egal sein.
Ob es tatsächlich kommt, naja. Ich denke, für Mittelschullehrer*innen sicher. Für Grundschullehrer*innen bin ich noch etwas skeptisch, aber ich hoffe es natürlich.
Hast du die Kommentare auch gelesen? Es ist richtig peinlich, mit welcher Vehemenz und Arroganz sich ein paar-Gy-KuK gegen A13 für Gs+Ms äußern !
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Kommt der vielleicht auch daher, dass bekannt ist, dass Bayern seine Mittelschullehrer gerne in den teuren Großraum München schickt, und dadurch junge Leute abgeschreckt werden, Mittelschullehrer zu werden?
Das ist neben viel zu hohem Deputat (27 Stunden) schwieriger Schülerschaft, Inklusion nahezu ohne Unterstützung, hohem Anteil gebundener Ganztagsklassen (-> zahleiche Aufsichten) etc. sicherlich auch ein Grund. Münchner Mittelschulen sind außerdem Brennpunkt pur.
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Sofern du keine U18 Kinder hast oder jemanden pflegst, darfst du dank Lehrermangel seit 2020 minimal 24 Stunden beantragen.
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Kann man bei euch einen Förderbedarf nur in bestimmten Fächern haben?
In Bayern: ja
Je nach Lust und Laune der Eltern, kann man das sogar jährlich ändern, je nachdem, was gerade mehr Vorteile bringt

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Ja, mit Begeisterung. Gym? Never!
Damit ist sie die große Ausnahme. Ich kennen keinen Gy-Lehrer (mwd), der nach der Sondermaßnahme nicht die Flucht ergriffen hat.
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