Beiträge von Sommertraum

    Weil bei uns Klassenlehrerunterricht herrscht und natürlich jeder KL während der Pause seine Schüler beaufsichtigt. Sonst haben wir keine weiteren Lehrer und die Schulleitung macht keine Aufsicht.

    Selbst ne kurze Klopause ist aktuell grenzwertig (wenns gar nicht anders geht mache ich die während des Unterrichts, weil da corona mäßig im Klassenverband am wenigsten Unheil passieren kann) . Bei 4 Stunden geht das bei mir persönlich, die 5 Stunden Kollegen kotzen richtig ab.

    Und bei 6h + verlängerter Frühaufsicht vor Unterrichtsbeginn gehe ich auf dem Krückstock heim! Ich habe noch nie die Sommerferien so sehr herbeigesehnt wie dieses Jahr!

    Was macht man eigentlich mit Kindern, die man ganz gerne mal wieder gesehen hätte aus Gründen? Ich kann ja schlecht klingeln gehen:_o_(

    Edit, passt nicht in die Masken-Diskussion aber ich mache mit Sorgen und möchte nicht, dass bestimmte Familien ihre Kinder noch länger zu Hause behalten dürfen. Da scheinen mir andere Risiken größer zu sein als Ansteckung.

    An meiner Schule haben die Sozialarbeiter Kontakt zu den bekannten Problemfamilien. Und ja - die gehen auch mal klingeln.

    Was du im Vorfeld unbedingt beachten musst: Das Down-Kind wird sehr viel Unterstützung von der Schulbegleitung brauchen. Wie setzt du um, dass dadurch der Rest der Klasse nicht permanent durch deren Gespräche gestört wird?

    Unverzichtbar: klare Absprachen mit der Schulbegleitung über IHRE Aufgaben und vor allem auch über DEINE Aufgaben. Manche Schulbegleitungen überschätzen gerne mal ihre Kompetenzen oder sind im anderen Extrem viel zu passiv.

    Ich würde mich außerdem in den kommenden Wochen intensiv mit der abgehenden Lehrkraft darüber austauschen, wie gewisse Sachen bisher gehandhabt wurden und auf ihre konkreten Erfahrungen und Tipps in Bezug auf dieses Kind aufbauen, sodass der Start im September möglichst reibungslos läuft.

    Es gibt andere Bereiche, in denen man als Niedrigverdiener schnell mal im Dilemma sitzt. Kleidung z. B. Die muss man halt haben und allzu oft wird sie unter ausgesprochen fragwürdigen Bedingungen hergestellt.

    Diese Arbeitsbedingungen interessieren die meisten Leute leider noch weniger als Tierhaltung und Fleischproduktion. Bangladesh ist weit, weit weg. Hauptsache der Schrank ist dank Primark & Co übervoll.

    Diese ausbeuterischen Arbeitsbedingungen ermöglichen, dass man am täglichen Bedarf gut sparen und sich stattdessen Luxus leisten kann.

    Würde ich in NRW wohnen, würde ich schulisch gar nichts planen, sondern erst das tatsächliche Ausmaß der Tönnies-Infektionen abwarten! Es würde mich wundern, wenn es bei einem eng begrenzten Ausbruch bliebe, denn dazu sind Zahl und Verbreitung der Infizierten zu hoch.

    Klar. Auch bei mir in Bezug auf meine eigenen Kinder. Nicht EINMAL wurde von meinem Sohn irgendetwas eingefordert oder zur Kenntnis genommen. Und dabei hat die Kollegin nur 25 Schüler, während ich über 100 habe. :daumenrunter:

    Schlimm!

    Jemand, der in dieser Zeit engagiert gearbeitet und nicht bei eigenen Kindern erlebt hat, dass das nicht selbstverständlich ist, wird das wahrscheinlich kaum glauben können.

    Aber mal ehrlich: Wenn ich wirklich von ALLEN jede Woche die Ergebnisse hätte kontrollieren müssen, wäre das jenseits meiner Möglichkeiten gewesen. Ich hätte wöchentlich um die 100 Arbeiten korrigieren und zurückschicken müssen und Gespräche führen und Zoom-Stunden und Präsenz-Stunden halten ...

    Ich denke nicht, dass irgendjemand erwartet hat, dass ALLES kontrolliert wird. Aber 3 Monate Homeschooling ohne 1x was einzufordern oder auch nur Lösungen bereitzustellen, führt berechtigterweise zu Unmut.

    Wirklich irritierend finde ich die Zahl wie viele Lehrpersonen während des Fernunterrichts überhaupt Aufgaben kontrolliert haben... Also da weiss ich echt nicht, was ich dazu noch schreiben könnte ohne wirklich sehr undiplomatisch zu werden.

    Leider entspricht das genau dem, wie es bei meinen Kindern lief und ja - auch mir fehlten in den letzten Wochen und Monaten diplomatische Worte.

    Aber immer dann, wenn hier im Forum jemand genau diese Erfahrung mit den Lehrern ihrer Kinder gepostet hat, kam massiver Gegenwind von vielen Usern, die sich angegriffen fühlten (Warum eigentlich?) und ohne Ende betonten, wie übermäßig viel und vorbildlich sie doch arbeiteten. Sie konnten nicht glauben, dass wirklich so viele Kollegen kaum Einsatz zeigten. Die gehören wohl wie ich zu den knapp 40%, die sich sehr engagiert haben und seit Monaten ungerechtfertigte, verallgemeinerte Vorwürfe aushalten müssen.

    Bei uns dürfen Schüler, die im Haushalt eines positiv Getesteten wohnen, erst dann wieder in die Schule kommen, wenn die vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantänezeit vorüber ist UND ein negatives Testergebnis des Kindes vorliegt.

    Ob das Vorgabe ist oder nur unser Gesundheitsamt so regelt, weiß ich jedoch nicht.

    Weiß hier jemand, ob alle in Deutschland positiv Getesteten in die deutsche Corona-Statistik einfließen oder nur diejenigen mit deutschem Pass, Erstwohnsitz in Deutschland, ...? In welcher Statistik werden z. B. rumänische/bulgarische/polnische Schlachthofmitarbeiter erfasst?

    Bei uns ist das aktuell das einzige, was die Erzieher abdecken, aber es sind nun auch inzwischen 25 Kinder mit Mittagessen und entsprechendem Homeschooling und Präsenzunterricht, die entsprechend zu schicken sind.

    In Bayern gibt es derzeit keinerlei Möglichkeit der schulischen Verpflegung, alles muss selbst mitgebracht werden.

    Ich weiß nicht, wie die Notbetreuung in Bayern organisiert ist. Hier in Nds. machen die Kollegien die ganz oder teilweise selbst, plus Fernunterricht für die eigene Klasse, plus Präsenzunterricht in den Klassen, die schon wieder da sind. Plus diverse zusätzliche Aufsichten, damit die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden und niemand beim Lüften aus dem Fenster springt. Da bist du froh um jeden, der nicht in die Notbetreuung kommt. Irgendwann reichen Personal, Räume und Möglichkeiten für zeitversetzte Pausen einfach nicht mehr.

    Ganz genau das ist hier bei uns das Problem! Einerseits soll Notbetreuung angeboten werden, andererseits wird kein Personal dafür engagiert. Es ist nicht möglich, dass Lehrer neben Präsenz- und Fernunterricht auch noch Nitbetreuung schultern, entsprechend streng sind die Regeln, welches Kind wann und wie lange kommen darf. Leider bringt das vielen Eltern zu wenig Entlastung, es müsste unbedingt eine andere Lösung her. Warum die Betreuer der Mittagsbetreuung oder Ganztagsbetreuung das nicht übernehmen (dürfen?), verstehe ich ebenfalls nicht. Die sind ja momentan ohne Arbeit (Kurzarbeit?), hätten also Kapazitäten frei, ebenso wären die Räumlichkeiten da.

    Wie gesagt - die Umsetzung der Notbetreuung ist ein riesengroßes Ärgernis für alle Beteiligten.

    Notbetreuung gilt hier lediglich für die Zeit, die ich auch in der Schule bin.

    Die Umsetzung der Notbetreuung an vielen (Grund?)Schulen ist ein weiteres Ärgernis. Gott sei Dank sind meine Kinder groß genug, dass ich sie nicht mehr brauche, aber das was ich von Kollegen mit jüngeren Kindern mitbekomme grenzt teilweise an Gängelei, wohl in der Hoffnung, dass die Eltern nachgeben und ihre Kinder anderweitig betreuen lassen. Nicht selten müssen inzwischen sogar Großeltern einspringen trotz Risikogruppenzugehörigkeit. Das soll kein Vorwurf an Grundschullehrer sein, denn die können nichts dafür. Je kleiner eine Schule, desto weniger kann diese Notbetreuung umgesetzt werden.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es im großstädtischen Bereich besser läuft, da dort grundsätzlich mehr Kinder fremdbetreut werden und vielleicht Personal dafür zur Verfügung steht. In meiner Region wird Betreuung gerne familiär aufgefangen und auch Ganztagsbetreuung spielt nur eine untergeordnete Rolle.

    Ich bin ganz überrascht, dass es Schulen gibt, wo man die Aufgabe des Druckens, Abheftens, ... abgeben kann. An jeder meiner bisherigen Schulen hat das alles der Klassenlehrer gemacht: Zeugnisse schreiben, drucken, siegeln, kopieren, im Schülerakt abheften, ... Bisher habe ich das nie hinterfragt.

    Ins ins erste Gespräch gehe ich normalerweise alleine, auch wenn ich schon Gerüchte gehört habe. Sollten sich Probleme ergeben, hole ich entweder gleich (falls möglich) oder zum nächsten Termin Schulleitung und/oder Sozialarbeiter dazu.

    Wenn es um so ein brisantes Thema wie Kindswohlgefährdung geht, brauchst du deren Hilfe sowieso, vor allem, weil sie in der Regel die nötigen Maßnahmen in die Wege leiten müssen, nicht du als Lehrer (ist zumindest bei uns so). Abgesehen davon verteidigt sich dieser Typus Eltern häufig extrem aggressiv mit massiven Vorwürfen gegen die Schule, sodass man nicht nur Zeugen braucht, sondern auch Unterstützung in der Abwehr dieser Vorwürfe und dem Aufzeigen von Konsequenzen.

    @WillG

    Mir geht es wie dir, ich bin heilfroh, dem Homeschooling entkommen zu sein und freue mich jeden Tag, dass ich wieder in die Schule darf.

    Trotzdem würde mich interessieren, warum in unserer Berufsgruppe der Anteil der Homeoffice-Leute höher ist. Oder kommt einem das nur so vor, weil Lehrer dafür ein ärztliches Attest brauchen im Gegensatz zu Beschäftigten anderer Wirtschaftsbereiche? Liegt es daran, dass die Anweisung "von oben" lautet, man solle das Risiko mit seinem Arzt besprechen?

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