Das ist unbestritten. Daran ist aber nicht der böse Osten schuld, dort ist diese Konzentration auf größere Betriebe nur eben bereits durch staatlichen Zwang wesentlich früher erfolgt. Der romantisierte bäuerliche Familienbetrieb wurde im Osten bereits in den 50er Jahren unter Zwang zerschlagen und hätte in Deutschland (nicht nur in Süddeutschland!) auch dann keine Chance mehr, wenn diese Konzentration in Ostdeutschland (und übrigens auch weiten Teilen Nordwestdeutschlands) noch nicht erfolgt wäre.
Unter Zwang ist gut.
Uns hat mal das halbe Dorf gehört und sehr sehr viel Ackerland, mein Urgroßvater und mein Großvater hatten Agrarwirtschaft sogar studiert (hab noch die alten kaiserlichen Lehrbücher 😅). Dann kam die DDR:
Bodenreform hat so viel Land gekostet. in der LPG hatten dann die Leute das sagen, die als Hilfsarbeiter bei meinem Großvater gearbeitet hatten und keine richtige Ahnung von Landwirtschaft hatten. Der Hof von meinem Großvater wurde kaputt gemacht im dem man sein ganzes Nutzvieh wegen maulen klauen Seuche hat töten lassen (später hat der Tierarzt dann klar gestellt dass das eine politische Entscheidung war weil mein Großvater nicht in die LPG wollte und die Tiere eigentlich kerngesund waren). Auf unserem Hof wurden dann von der LPG die Rinder reingezwängt bis kein Platz mehr war und die Viecher die Backsteine aus dem Fachwerk gedrückt haben vor Enge.