Ich nehme die Schüler/innen auch meistens mit, es sei denn der/die Regelschullehrer/in bittet mich, mit in der Klasse zu bleiben, z.B.bei einem Unterrichtsbesuch oder Kunst/ Hauswirtschaft mit etwas aufwendigerem Vorhaben etc. Weiß ich das vorher, bringe ich auch Arbeitsblätter etc. mit.
Teamteaching ist aufgrund der wenigen Stunden pro Kind bzw. Klasse nicht machbar. 20 Förderschüler/innen verteilt auf 12 Klassen und 20 Förderstunden, einen Teil davon gibt ein anderer Sonderpädagoge in Abordnung. Aufgrund des Stundenplans wäre ich dann immer nur in einer Einzelstunde in völlig verschiedenen Fächern in unterschiedlichen Jahrgangsstufen dabei.
Dazu kommt, dass ich mich natürlich nicht mit allen Fächern auskenne. Physik oder Chemie Klasse 6 muss ich schon passen
Für Technik fehlt mir der entsprechende Schein, ebenso fürs Schwimmen. Religion darf man ebenfalls nur mit der Vocatio geben.
Absprechen müsste man sich ja auch, wenn man gemeinsam unterrichten möchte, aber unter den gegebenen Bedingungen:Wie soll da Teamteaching funktionieren? Und was hätten die Förderschüler/innen unter diesen Umständen davon?
So nehmen wir sie gruppenweise raus und sie sehen uns Sonderpädagogen wenigstens mehr als eine Einzelstunde pro Woche. Wir machen Leseförderung, üben z.B. in Mathe, genau das , was sie nicht verstanden haben, besprechen Probleme, die aufgelaufen sind, ab Klasse 8 machen wir eine Stunde Berufsvorbereitung, wir räumen auch mal die Schulrucksäcke auf und sortieren die Sachen ein...
Sprechen mich Kollegen an, bringe ich auch Material für die Förderkinder mit, das sie in Stunden ohne Unterstützung bearbeiten können, die meisten...Allerdings beschränkt sich das Material auf die Hauptfächer, ich habe keinen unendlichen Fundus. Sonst kann ich nur gemeinsam mit den Kollegen überlegen, wie man z.B. deren Material vereinfachen und abändern könnte. Oft klappt es in den Nebenfächern aber ganz gut.