Eine medizinische Behandlung auf eigenes Risiko ist aber ein juristisches Problem.
Ich weise mal auf die Diskussion hin, die wir bei der Zulassung geführt haben: Die EU hat sich für eine begrenzte Marktzulassung und gegen eine Notfallzulassung entschieden. Der Grund war, dass die EU das Haftungsrisiko für Impfschäden nicht übernehmen wollte, bei einer Notfallzulassung, wie in den USA oder GB, sind die Hersteller erst mal raus aus der Haftung.
Das fand die EU damals so wichtig, dass man dafür auch eine Verzögerung bei der Zulassung gegenüber den genannten Staaten in Kauf genommen hat.
Jetzt zu sagen, "die Vorteile überwiegen, die Impfung ist so wichtig, dass wir trotz möglichen Risiken erst mal weiter machen müssen und dann schauen wir später mal" ist vom Vorgehen her nicht ganz konsistent (gelinde gesagt).
Und diese Widersprüchlichkeit im ganzen Prozess ist in meinen Augen die Kernursache für das verlorene Vertrauen.