Beiträge von Moebius

    Beim Bier geht es vor allem um das in Fässer abgefüllte für die Gastronomie, das man jetzt nicht einfach umfüllen kann. Viele Kleinbrauereien produzieren hauptsächlich für die regionale Gastwirtschaft und haben gar nicht die Möglichkeit kurzfristig auf Flaschenproduktion im großen Maßstab um zu stellen.

    Freunde der alkohollosen Freudlosigkeit sollten trotzdem nicht jubeln, es betrifft nur einen Teilausschnitt der Industrie, insgesamt wird im Lockdown eher mehr getrunken.

    Gleiches Schema bei uns: keine Quarantäne bei ffp2.

    Allerdings hatte ich im Bekanntenkreis in der letzten Woche einen Fall, bei dem eine Kollegin positiv auf die englische Variante getestet wurde, da wurde dann nicht mehr nach Maskenart geschaut sondern pauschal alle Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt.

    Das ist bei jedem anderen Berufsverband aber auch nicht anders, und der Lehrerverband ist die Dachorganisation aller wichtigen Verbände (einzig die GEW ist nicht Mitglied, die ist aber auch eine Gewerkschaft und kein Verband). Meidinger ist zumindest dichter dran als sonst jemand, wenn man jemanden Sucht, der für die Lehrerschaft als ganzes spricht.

    (Und wenn es dir darum geht, dass es so jemanden gar nicht geben sollte: man muss nicht mit allem einverstanden sein, aber eine öffentliche Vertretung der Interessen eines großen Berufsstandes ist wichtig.)

    Und ich würde Meidinger im großen und ganzen im Augenblick schon bescheinigen, dass er einen ordentlichen Job macht, er konzentriert sich auf die Interessenvertretung der Lehrerinnen und Lehrer (im Gegensatz zur GEW, die sich meist mit übergeordneter Schulpolitik und Schulstruktur beschäftigt). Und die Positionen, die er vertritt, sind im wesentlichen moderat und vernünftig.

    Wenn man ihn für etwas kritisieren kann, dann am ehesten dafür, dass er so rüber kommt, dass er doch ziemlich dem Klischee eines gesetzten Gymnasiallehrers entspricht, etwas mehr Dynamik und ein moderneres Outfit wären für öffentliche Auftritte vielleicht hilfreich.

    Boosterimpfung als Auffrischung für AZ-Impflinge gegen die Mutationen oder als mRNA-Auffrischung gegen die Mutationen (beides?)?

    Das haben sie nicht spezifiziert. Es geht allerdings um eine Booserimpfung, die 6-12 Monate nach der regulären erfolgen soll. Da die große Kampagne ja erst seit zwei Monaten läuft, werden sie dafür auf Personen aus ihrem eigenen klinische Studien zurückgreifen müssen. Ich vermute also, dass es erst mal um die Auffrischung der eigenen Impfung geht.

    Biontech hat gestern eine Studie zum Test einer Boosterimpfung gestartet, keine Zulassung.

    Und die US-Zulassungsbehörde hat diese Woche beschlossen, dass für diese keine Phase 3 Studien mehr notwendig sind, sondern eine Zulassung ähnlich wie bei jährlich angepassten Grippeimpfstoffen mit kleineren Studien möglich ist.

    Und du glaubst, dass Wollsocken und Moebius das besser beurteilen können als Wieler, Drosten, Lauterbach, die Stiko, die EMA ...

    ... die durch die Bank auch alle mehr oder weniger deutlich formulieren, dass die Wirksamkeit der mRNA Präparate hervorragend ist, während die von Astrazeneca nichts ganz so gut aber immer noch zufriedenstellend ist.

    Und das es aus Sicht der genannten Institutionen sinnvoll ist, Astrazeneca trotzdem zu verimpfen, ist auch völlig unbestritten, die müssen das aus gesamtgesellschaftlicher Sicht betrachten. Das es aus Sicht des Individuums trotzdem Sinn macht, ab zu wägen, ob ich mich jetzt mit Astrazeneca impfen lasse oder in 2 Monaten mit Biontech, ist eine ganz andere Frage und Perspektive.

    Aber zu diesem Persektivwechsel scheinst du nicht in der Lage, oder du gehörst zu der "ich möchte fremde Leute per Internet erziehen"-Fraktion und es geht dir gegen den Strich, dass einige vielleicht eine sehr individuelle medizinische Entscheidung aus ihrer individuellen Perspektive treffen, statt an das "große Ganze" zu denken.

    Mich verunsichert irgendwie auch noch die Tatsache, dass Lehrer eigentlich NICHT vorzeitig geimpft werden sollten - diese Idee kam erst auf, nachdem man festgestellt hat, dass die AZ-Impfstoff nicht wirklich angenommen wird.

    Das ist auf der oberen Entscheidungsebene ganz sicher so gedacht, ich bezweifle aber, dass das weiter unten auch so umgesetzt wird. Die Impfung ist jetzt für Grund- und Förderschullehrkräfte geöffnet, man wird sicher nicht die Impflogistik jetzt umbauen um da gezielt Impfstoffe los zu werden. Wenn Lehrkräfte sich jetzt für die Impfung mit anmelden können, wird einfach das bestehende System für diese Gruppen geöffnet und sie werden mit in die zur Verfügung stehenden Spots verteilt.

    Ich habe es schon mal gesagt: wenn es darum geht überschüssiges Astrazeneca los zu werden, wäre die einfachste und effektivste Lösung, das einfach an die Hausärzte zu schicken und denen frei Hand bei der Verteilung zu lassen, da finden sich aktuell mit Sicherheit noch genügend Interessenten für die paar Dosen, die wir aktuell haben.

    Kann ich dir leider nicht beantworten, würde mich auch interessieren. Es wurde nur von der SL angekündigt, dass Biontech verimpft werden soll.

    Bd heute wurden in D ca. 8,5 Mio Dosen geliefert, davon 5,3 Mio verimpft. Von den gelieferten waren ca. 1 Mio von Astrazeneca, die verimpften Dosen gingen aber nur zu 40% an Personen, die aufgrund ihres Alters geimpft wurden, 45% wurden aus beruflichen Gründen geimpft (bisher Medizin und Pflege). Es werden keine Zahlen über die Verteilung der Impfstoffe auf die Gruppen veröffentlicht, aber an den Zahlenverhältnissen sieht man bereits, das auch die Gruppe der beruflich geimpften bisher zum überwiegenden Teil die mRNA-Imfstoffe erhalten haben muss, mal von den ca. 1 Mio von AZ der überwiegende Teil ja nach Medienberichten noch nicht verimpft wurde. Eine Garantie über die zukünftige Verteilung kann man daraus aber natürlich nicht ableiten.

    Dass diese Gesellschafts- und Wirtschaftsystem es ermöglicht, dass Menschen, die diesen Job machen, sytematisch ausgebeuete wreden, ist das Problem. Aber es ist etwas aus der Mode gekommen, sich damit kritisch auseinanderzusetzen. Man möchte lieber, dass jemand Schuld ist. Jeff Besos z. B. Der soll der Böse sein. Ich bitte um Verzeihung, dass mich der strukturelle Antisemintismus daran immer noch stört.

    Weil ich es nicht gut finde, dass jemand die gleiche Ware so lange immer wieder bestellt, bis die Postbotin freiwillig die vier Treppen rauf läuft, bin ich Antisemit, alles klar.

    Diese selbstgerechte Argumentation ist nur ein Feigenblatt für egoistisches Handeln.

    Schwadronier nicht über die Ungerechtigkeiten des Gesellschaft- und Wirtschaftssystems nur um dann anschließend zu sagen, dass du halt mit dabei bis, die schwächsten Glieder im System aus zu nutzen, so lange dir das System die Möglichkeit dazu gibt.

    Voll egoistisch. Man zahlt für eine Dienstleistung und will die dann auch noch haben. Der ganze Lieferkram funktioniert doch nur, weil ständig entweder die Kundinnen ihrer Ware hinterherlaufen oder Unbeteiligte als kostenloses Personal eingesetzt werden.

    Die Nachbarin meint, sie täte mir einen Gefallen, wenn sie ein Paket annimmt. In Wirklichkeit arbeitet sie kostenlos für den Lieferdienst. Kalkulierte man das alles in die Lieferkosten ein (und das, was die Versandsoldatinnen als angemessene Bezahlung bekommen müssten, damit ihre Arbeitszeit uch reicht, um den Menschen die Pakete zu bringen), wenn man das alles einrechnet, wäre der Versand erheblich teurer.

    Das weiß ich, und trotzdem bestelle ich online. Es macht einfach keinen Sinn, dass ich zu einer „Händlerin“ vor Ort gehe, die mir etwas bestellt, das ich dann irgendwann abholen kann. Dann ist sie nämlich auch nur eine Paketstation. Die brauche ich nicht. Wenn ich nach Hause komme und das Paket liegt vor der Tür, habe ich alles, was ich brauche.

    Willkommen in der Marktwirtschaft, liebe Freundinnen und Freunde.

    Recht so, zeig Amazon, was ne Hake ist, indem du die Postbotin vier Treppen rauf laufen lässt.

    Ja... Und was habe ich jetzt neues gelernt? Wieso ist es denn 1 % mehr und wieso ist es in Sachsen gleich 2 % mehr? Sterben denn deutsche alte Menschen eher als schweizer alte Menschen?

    - Die niedrigere Inzidenz der Stadtstaaten (auch Berlin hat eine recht niedrige) dürfte an der Bevölkerungsstuktur liegen

    - Der besonders hohe Wert Sachsens dürfte an der Infektionslage im November/Dezember liegen

    - Die Fragestellung "Warum ist die Sterblichkeit in der Schweiz niedriger als in Deutschland" dürfte nicht zielführend sein, da die Lage innerhalb Deutschlands schon sehr unterschiedlich ist, innerhalb der Schweiz dürfte es ähnlich sein und wenn man da auf einzelne Regionen guckt, wird man da vermutlich auch Gründe für höhere und niedrigere Sterblichkeiten finden

    ... und der Schweiz, auch unsere Positivrate ist seit einiger Zeit schon kleiner als in Deutschland. Ich finde eher die Fallsterblichkeit verdächtig viel höher als in Österreich oder der Schweiz (da jeweils ähnlich). Mag natürlich sein, dass es mehr Menschen in schlechterem Gesundheitszustand gibt, die Lebenserwartung ist ja auch kleiner. Es irritiert mich trotzdem. Ich habe irgendwie den Verdacht, dass im Dezember mal einige Leute einfach nicht zum Test gegangen sind und deshalb auch trotz Shutdown die Zahlen weiter hoch gingen.

    Die Sterblichkeit liegt in Deutschland bei 2,8% , in der Schweiz 1,8% bei .

    Innerhalb Deutschlands findet man durchaus noch größere Differenzen (Sachsen 3,9%, NRW 2,4%, Bremen 1,9%, ).

    Fun Fact: Deutschland testet im internationalen vergleich so wenig, dass selbst wenn jeder Test positiv wäre wir nie über eine Inzidenz von etwa 1200 kämen. Vermutlich haben/hatten wir deshalb eine wesentlich höhere Dunkelziffer als die Nachbarländer.

    Auf das ist - wieder mal - mathematisch völlig falsch.

    Entscheidend für die Dunkelziffer ist die Positivquote, ist die hoch, so kann man auch von einem hohen Dunkelfeld ausgehen. Frankreich zB testet zwar ungefähr 1,5 mal so oft pro Kopf, hat gleichzeitig aber auch eine 3,5 mal so hohe Inzidenz, die Quote positiver Tests dürfte in Frankreich also mehr als doppelt so groß sein, wie die aktuell 6,5% bei uns, damit ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch die Dunkelziffer höher. Analog gilt das für alle Nachbarländer mit Ausnahme von Österreich und Dänemark.

    Aus der geringeren Verbreitung von Corona bei uns ergibt sich auch die niedrigere Testzahl, nicht umgekehrt.

    Gleichzeitig berichtet die gleiche Webseite nebenbei:

    Zitat

    Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca rechnet nach Angaben aus der EU damit, im zweiten Jahresquartel weniger als die Hälfte der vertraglich vereinbarten Impfdosen in die Europäische Union zu liefern, wie ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Demnach will der Konzern von April bis Juni weniger als 90 Millionen Einheiten liefern. Der Vertrag zwischen der EU und Astrazeneca sieht für diesen Zeitraum die Bereitstellung von 180 Millionen Impfdosen vor.

    Allerdings sind bei 90 Mio für Europa die 16,7 Mio für Deutschland wohl realistisch, ich vermute mal, dass die Reduktion im ersten Artikel schon enthalten ist.

    Für die Astrazeneca-Skeptiker dürften damit die Chancen steigen auch an andere Präparate zu kommen (und ich bleibe bei meiner Vermutung, dass man spätestens im Mai in der EU bei Astrazeneca den Stecker zieht und die Dosen direkt an andere weiter reicht).

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