Beiträge von Moebius

    Wie so oft ist es in dieser Diskussion ja wieder mal offensichtlich, dass kaum jemand ein Problem damit hat, pauschalisierend über Gruppen zur sprechen, aber halt über immer nur über bestimmte Gruppen.

    Diejenigen, die am nachdrücklichsten darauf bestehen, dass man keineswegs aus dem Fehlverhalten einzelner ein grundsätzliches Problem mit bestimmen migrantischen Gruppen machen dürfe, erklären einem direkt anschließend, dass "MÄNNER ihre Denke ändern" müssen oder "junge Männer" das Problem sein. Der umgekehrte Fall ist in diesem Forum eher nicht vorhanden, aber genau das ist dann wiederum die Strategie aus dem rechtspopulistischen Lager.

    Ein Großteil von Kriminalität findet immer im gleichen Milieu statt, aus dem der Täterkreis stammt. Wir sollten sehr vorsichtig sein, aus unseren persönlichen Erfahrungen allgemeine Erkenntnisse abzuleiten.

    Jeder Mensch hat Vorurteile. Das ist ein ganz normaler biologischer Prozess, zu dem wir programmiert sind um in bestimmten Situationen schnell Entscheidungen treffen zu können. Zum Beispiel projizierst du über 5 Absätze Dinge in meinen vorangegangenen Beitrag, die da nicht nur nicht stehen, sondern völlig im Widerspruch zu dem sind, was ich wirklich geschrieben habe, weil ...

    ..., weil es nicht das erste Mal ist, ...

    ...bis hin dazu, dass du mir Probleme unterstellst, die ich nicht habe, die du mir aber wünschen würdest.

    Seine Vorurteile nicht zu verleugnen ist Grundvoraussetzung um sein Handeln nicht von ihnen bestimmen zu lassen.

    Wer 20 Jahre Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund unterrichtet hat, muss schon sehr gewollt die Augen verschießen um zu verneinen, dass bestimmte Probleme oder auch Stärken bei manchen Herkunftsgeschichten häufiger als bei anderen vorkommen, hoffentlich hat man aber auch immer welche erlebt, die überhaupt nicht in das Raster bestimmter Vorurteile passen.

    Entscheidend ist für mich, jedem neuen Schüler unvoreingenommen und positiv gegenüber zu treten.

    Huch, das sind ja düstere Gedankenrutschen hier. Die genannte Spannweite sozioökonomisch/bildungsnah liegt doch nicht am Herkunftsland, sondern an den Migrationsgründen.

    Darum gibt es ja auch keine Unterschiede zwischen Schülern mit Migrationshintergrund aus Syrien und Vietnam...

    Ich kenne die Nennung von persönlichen Angaben nur bei Abschlussarbeiten oder Hochschulforschungsprojekten.

    Ansonsten habe ich das Gefühl, dass vielfach die wahren Belastungen im Lehrberuf nach außen hin gar nicht bekannt sind, weswegen es immer wieder dazu kommt, dass hier im Forum irgendwelche Tools vorgestellt werden, die dann auf einmal alles besser machen sollen, aber eher an Stellen andocken, an denen es gar keine wirklichen Probleme gibt.

    Der TE kann gerne mal ein Tool entwickeln, das dafür sorgt, dass die 5er am Stundenanfang selbständig ihre Sachen rausnehmen, ohne dass ich es x mal sagen muss, und dass in 7/8 für Ruhe sorgt, wenn ich in Mathe Terme vereinfachen und Gleichungen lösen erkläre, dafür zahle ich dann auch 5 €.

    Aber ernsthaft: man merkt aktuell, dass KI das Programmieren von Apps extrem vereinfacht hat und viele Leute das jetzt nutzen um schnell damit irgendwelche Tools programmieren zu wollen, die man nach ihrer Vorstellung dann für ein paar Euro an den Mann bringen kann.

    Der echte Irrsinn fällt mir jetzt gerade erst auf:

    Das ganze ist ja wohl als System für die einzelne Lehrkraft gedacht, gar nicht für die ganze Schule, oder?

    Bedeutet, ich schaffe das für meine Klasse (kostenpflichtig?) an importiere Kontaktdaten, drucke QR-Codes aus, verteile die, etc...

    ... und alle anderen Lehrkräfte an meiner Schule machen genau das gleiche (kriegen die Eltern dann 12 QR-Codes von verschiedenen Lehrkräften) oder auch nicht und dann kommen Elternbriefe von mir über das System, Elternbriefe vom Sekretariat über IServ oder Untis (weil das System des TE vermutlich nicht für Briefe mit 1200 Empfängern ausgelegt ist) und Elternbriefe von Kollegin Mayer weiter in Papierform?

    Im Kern ist der einzig relevante Unterschied die Verwendung von FaceID statt Passwort, was man problemlos für die bestehenden Lösungen auch implementieren könnte, wenn der Bedarf da wäre, was er offenbar nicht ist.

    Die Vorteile auf der Sicherheitsebene theoretisierst du dir zusammen, das mag sein, ist aber für den Endnutzer schlicht nicht relevant, so lange die Nutzung der vorhandenen Lösungen als juristisch ausreichend eingestuft wird, was der Fall ist. Lachen muss ich aber bei "Ein Knopf nicht zehn", denn der Satz ist ganz offenkundig völlig aus der Luft gegriffen - jetzt ist die Versendung eines Elternbriefes ein Klick, bei deiner Lösung muss ich erst mal wieder anfangen Userdaten zu importieren und QR-Codes auszudrucken und der Aufwand ist ein Vielfaches.

    Danke für den Hinweis. Ich hab dazu mal recherchiert - es kommt drauf an.

    Bei reinen Informationsbriefen (Termine, Ausflüge) reicht Textform, da hast du recht. Aber sobald es um Einwilligungen oder finanzielle Erklärungen geht, braucht es nach Landesrecht oft die Schriftform. Und da ist der Unterschied relevant: eine gefälschte Unterschrift auf Papier ist forensisch nachweisbar - wer hat sie gemacht, mit welchem Stift, auf welchem Papier. Ein Klick auf «Bestätigen» hingegen beweist nur, dass jemand mit dem Passwort eingeloggt war.

    Mal abgesehen davon, dass mir kein Bundesland bekannt wäre, in dem noch im Erlass explizid die Schriftform gefordert würde, wäre in dem Fall ja dein Programm genau so raus, wie die vorhandenen Lösungen.

    Dass die Kontaktdaten aus dem Schulserver importiert werden, ist ein guter Punkt. Nur die Verwaltung von Nutzerdaten ist erst dann ein Problem, wenn das Tool überhaupt Nutzerdaten speichert. Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Design-Entscheidung.

    Nein, sorry, das ist keine Designentscheidung, sondern eine elementare Notwendigkeit. Ein Elternbriefe-Programm, das nichts absichert und keine Daten importiert ist nutzlos, niemand wird bei jedem zu versendenden Elternbrief anfangen, sämtliche Empfänger jedes mal neu per Hand ein zu tragen.


    Nebenbei: während der 15 Jahre, in denen ich mit händischen Unterschriften gearbeitet habe, hatte ich regelmäßig falsche Unterschriften von Schülern (meistens bei jüngeren, die älteren haben sich nicht erwischen lassen). In den 5 Jahren mit Elternbriefen über IServ hatten wir keinen einzigen Problemfall. Soweit es mich betrifft, funktionieren die vorhandenen Lösungen gut, zuverlässig und rechtssicher.

    Ich weiß nicht, woher du diese Info hast, aber sie ist nicht korrekt. Die Elternbriefe über die Module der gängigen Tools (Webuntis, IServ) sind nach Behördenauskunft genau so rechtskonform, wie händische Unterschriften, die ebenfalls gefälscht werden können.

    Niemand wird dafür ein externes Tool benutzen, weil die Verwaltung von Nutzerdaten zu aufwändig und problematisch wäre, in IServ oder Webuntis werden die Kontaktdaten vom Schulserver importiert, damit liegt das Problem nicht mehr bei der einzelnen Lehrkraft.

    Growth mindest bedeutet im Grunde nichts anderes, als SuS zu vermitteln, dass sie nicht durch passives konsumieren sondern durch eigenen Antrieb und eigenes Tun lernen sollten und ihnen gleichzeitig aufzuzeigen, dass dies auch einen Sinn und Zweck hat und sie dadurch zu motivieren.

    Wenn man es so formuliert, taugt es aber nicht mehr als Überschrift für die PowerPoint. Das machen gute Lehrkräfte seit 50 Jahren.

    Fast immer, wenn ich das Schlagwort sehe (also im Prinzip in jeder Fortbildung seit ca. 3 Jahren), wird es einfach nur benutz um diffus zu signalisieren, dass man sich selber als moderner und schülerzentrierter verortet, als den Durchschnittslehrer. Die Grenzen und Probleme werden fast immer ausgeblendet.

    Palim , fahr vorsichtig!


    Insgeheim bin ich aber auch bissel neidisch auf Leute, die sich mit Zaubersäften ihre Zuversicht erhalten. .

    Zaubersäfte musst du ständig nachkaufen, ein magischer Stein hält ewig.

    Palim , fahr vorsichtig!

    Ich hab vor vielen Jahren jemandem voller Überzeugung Globuli für Hundekrankheiten empfohlen :lach:


    Es gibt auch homöopathische Mittel gegen Flöhe. Alles gut – solange der Hund und die Flöhe daran glauben.

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