Danke für den Hinweis. Ich hab dazu mal recherchiert - es kommt drauf an.
Bei reinen Informationsbriefen (Termine, Ausflüge) reicht Textform, da hast du recht. Aber sobald es um Einwilligungen oder finanzielle Erklärungen geht, braucht es nach Landesrecht oft die Schriftform. Und da ist der Unterschied relevant: eine gefälschte Unterschrift auf Papier ist forensisch nachweisbar - wer hat sie gemacht, mit welchem Stift, auf welchem Papier. Ein Klick auf «Bestätigen» hingegen beweist nur, dass jemand mit dem Passwort eingeloggt war.
Mal abgesehen davon, dass mir kein Bundesland bekannt wäre, in dem noch im Erlass explizid die Schriftform gefordert würde, wäre in dem Fall ja dein Programm genau so raus, wie die vorhandenen Lösungen.
Dass die Kontaktdaten aus dem Schulserver importiert werden, ist ein guter Punkt. Nur die Verwaltung von Nutzerdaten ist erst dann ein Problem, wenn das Tool überhaupt Nutzerdaten speichert. Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Design-Entscheidung.
Nein, sorry, das ist keine Designentscheidung, sondern eine elementare Notwendigkeit. Ein Elternbriefe-Programm, das nichts absichert und keine Daten importiert ist nutzlos, niemand wird bei jedem zu versendenden Elternbrief anfangen, sämtliche Empfänger jedes mal neu per Hand ein zu tragen.
Nebenbei: während der 15 Jahre, in denen ich mit händischen Unterschriften gearbeitet habe, hatte ich regelmäßig falsche Unterschriften von Schülern (meistens bei jüngeren, die älteren haben sich nicht erwischen lassen). In den 5 Jahren mit Elternbriefen über IServ hatten wir keinen einzigen Problemfall. Soweit es mich betrifft, funktionieren die vorhandenen Lösungen gut, zuverlässig und rechtssicher.