• Soweit ich das im Netz gelesen habe gibt es Verträge zwischen Dänemark und den USA, dass sich die USA auf Grönland weitgehend militärisch und wirtschaftlich ausleben können. Das hätten die dann auch relativ geräuschlos mache können.
    Insofern steht für mich die Möglichkeit eines großen Bluffs im Raum. ..

    Offenbar hat Trump doch irgendwo gescheite Leute um sich versammelt, denen er zuhört. Er führt die Europäer an der Nase herum mit seinen Irrsinns-Aktionen und es funktioniert immer wieder.

    Habt ihr auch die Rede des kanadischen Premiers Mark Carney in Davos gehört? Mir hat sie einen Funken Mut und Hoffnung gegeben

    :danke:

  • Über wieviel Divisionen verfügt Kanada?

    Ach, wozu brauchen sie die? Wahrscheinlich reichen die paar Mountis und Bären im Wald, um die verirrten Amis wieder zurück zu schicken.

    Aber im Ernst, das ist doch alles nur Säbelrasseln. So wie der Markt auf die Grönlandaktion reagiert hat und in dem Wissen, das die Europäer ca. 23% der amerikanischen Staatsanleihen halten, wird sich da praktisch nicht viel tun. Ansonsten wäre der amerikanische Staat, der völlig überschuldet ist und vom Verkauf von Staatsanleihen abhängig ist, sehr schnell pleite...

  • Wie kommt man eigentlich auf den Trichter, der Verkauf von US Staatsanleihen sei ein glaubwürdiges Drohszenario? Der amerikanische Staat wäre sicher nicht "pleite". Die USA geben Staatsanleihen in Dollar aus, also seiner Währung, die sie über die Federal Reserve selbst kontrollieren. Theoretisch kann die Federal Reserve durch Ausschüttung frischer Dollar sowohl die Schulden bedienen als auch notfalls selbst Anleihen kaufen. Klar müsste man sich mit Inflation, Währungsabwertung und Vertrauensverlust rumschlagen, eine echte Zahlungsunfähigkeit im Sinne eines Staatsbankrotts ist aber technisch kaum möglich (solange die Schulden halt in der eigenen Währung verbucht sind).

    Europa dagegen würde zu schwachen Preisen verkaufen, Milliardenverluste realisieren und die eigenen Haushalte schwächen. Ein Crash bei den US-Anleihen träfe (neben dem zu erwartenden allgemeinen Aktiencrash) europäische Banken, Pensionsfonds, die europäischen Kreditkosten, Wechselkurse (schwacher Dollar = schlecht für europäische Exporte) etc. und würde vermutlich eine weltweite Rezession auslösen, die uns unterm Strich wahrscheinlich härter treffen würde, als die Amerikaner.

    Ich halte das Gerede um Staatsanleihen daher für sehr viel heiße Luft. Wird niemand machen, auch nicht, wenn es in der Grönlandfrage hart auf hart gekommen wäre.

  • Die Anleihen werden nicht von europäischen Staaten gehalten, sondern von europäischen Unternehmen und Fonds und die treffen ihre Entscheidungen primär aus wirtschaftlichen Erwägungen.

  • Man kann es drehen, wie man es will, wir werden in den nächsten Jahren vor Trump kuschen müssen! Die Ukraine haben wir dazu auch noch für längere Zeit finanziell am Hals, während unsere Wirtschaft weiter erodiert und unsere Schulden immens sind.8)

  • Man kann es drehen, wie man es will, wir werden in den nächsten Jahren vor Trump kuschen müssen! Die Ukraine haben wir dazu auch noch für längere Zeit finanziell am Hals, während unsere Wirtschaft weiter erodiert und unsere Schulden immens sind.8)

    Warum müssen wir vor Trump kuschen? Wenn wir Glück haben, hat sich das Problem in 2-3 Jahren erledigt.

    Warum haben wir die Ukraine finanziell am Hals?

    Wieso sind unsere Schulden immens? Ich würde sagen, dass wir eher im Mittelfeld sind. Es klar es gibt Länder, die besser dastehen. Aber im fairen Vergleich stehen wir doch eher gut da.

    Das die wirtschaftliche Entwicklung für die Industrieländer unter Berücksichtigung der geopolitischen Lage und der Konkurrenz aus China und co schwierig ist, ist für mich auch eine Tatsache.

  • Wir haben gegenüber den Mittelmeerländern eine geringere Staatsverschuldung, aber dafür auch deutlich weniger Privatvermögen und eine erschreckend schlechte Wohneigentumsquote.

    Dazu noch enorme Verpflichtungen durch Pensionskassen und eine schlechte Demografie.

  • Der amerikanische Staat wäre sicher nicht "pleite". Die USA geben Staatsanleihen in Dollar aus, also seiner Währung, die sie über die Federal Reserve selbst kontrollieren. Theoretisch kann die Federal Reserve durch Ausschüttung frischer Dollar sowohl die Schulden bedienen als auch notfalls selbst Anleihen kaufen. Klar müsste man sich mit Inflation, Währungsabwertung und Vertrauensverlust rumschlagen, eine echte Zahlungsunfähigkeit im Sinne eines Staatsbankrotts ist aber technisch kaum möglich (solange die Schulden halt in der eigenen Währung verbucht sind).

    Ja, ja, grundsätzlich gebe ich dir Recht. Das der amerikanische Staat pleite geht oder zahlungsunfähig wird ist ein sehr unwahrscheinliches Szenario und wird so nicht passieren, da die Abhängigkeiten der Staaten von amerikanischen Staatsanleihen und der Leitwährung Dollar zu hoch ist und daher keiner der anderen großen Wirtschaftsnationen momentan ein Interesse daran hat, den Markt dermaßen auseinanderzunehmen, auch um die eigene Wirtschaft nicht zu schaden.

    Die Ankündigung der Dänischen und nachfolgend der schwedischen Regierung amerikanische Staatsanleihen zu verkaufen und die daraus resultierende Diskussion in anderen europäischen Staaten und unter Ökonomen, den Verkauf von Staatsanleihen als Druckmittel zu nutzen, hat die amerikanische Regierung trotzdem zu einer scharfen Erwiderung verleitete, indem der US-Präsident den Europäern mit vehmenten Vergeltungsmaßnahmen drohte, für den Fall, dass sie in großem Stil US-Staatsanleihen abstoßen.

    Ein "Sell out" amerikanischer Staatsanleihen ist schon seit einiger Zeit ein Trend einiger größerer Marktteilnehmer und Staaten, dadurch steigen die Kosten für den amerikanischen Staat, sich neues Geld zu beschaffen, da neue Staatsanleihen teurer werden, was nicht im Intersse des amerikanischen Staats ist.

    Übrigends kann die Federal Reserve keine Schulden bedienen, sie kann lediglich Staatsanleihen kaufen oder verkaufen und das auch nur zum Ziel, die Währung stabil zu halten und Inflation oder Deflation im Zaum zu halten. Zu diesem Zweck kann sie die Geldmenge ebenfals erhöhen oder verringern.

  • US Staatsanleihen haben schon länger kein Top-Rating mehr (im Gegen Satz zu den Deutschen) und es ist eigentlich klar, dass die USA sie niemals werden vollständig bedienen können, die Frage ist nur, wie lange die Käufer das ignorieren, weil man auf den US Dollar schlecht verzichten kann. Irgendwo muss das Geld ja hin.

    In den letzten 72 Stunden sind Gold und Bitcoin um 15%, Silber um 25% gecrasht, nachdem sie vorher irrational stark gestiegen sind. Ich glaube, dass es dieses Jahr an den Finanzmärkten sehr ungemütlich wird. Da würde ich auch nicht ausschließen, dass auch Staaten Probleme bekommen.

  • Ist das so eine tolle Nachricht für alle, die auf Kakaoplantagen arbeiten oder profitieren diese Menschen sowieso nicht von teurer Schokolade?

    Du glaubst ernsthaft, dass die Preisverdopplung der Schokoladentafel bei uns bei diesen Menschen angekommen ist?

    Die Preise sind gestiegen, weil es im Großhandel zu Verknappung aufgrund schlechter Ernten gekommen ist, da werden eher weniger Menschen für die Erde gebraucht. NVidia bezahlt seinen Fabrikarbeitern auch nicht mehr Gehalt, nur weil die plötzlich dank KI-Boom den doppelten Preis für ihre Chips nehmen können. Da freuen sich die Aktionäre, nicht die Verpackungsmitarbeiterin am Fließband.

  • Übrigends kann die Federal Reserve keine Schulden bedienen, sie kann lediglich Staatsanleihen kaufen oder verkaufen und das auch nur zum Ziel, die Währung stabil zu halten und Inflation oder Deflation im Zaum zu halten. Zu diesem Zweck kann sie die Geldmenge ebenfals erhöhen oder verringern.

    Das meinte ich, war blöd ausgedrückt.

    Den Sell-Out sehe ich eher als sinnvolle Diversifizierung, aber das geht eben auch nur zu einem gewissen Grad. Irgendwo muss das Geld hin und ganz ohne Anlagen in Dollar als globaler Leitwährung wird es nicht gehen. Dänemark und Schweden haben ein klares Zeichen gesetzt, ob das aber rein ökonomisch eine vernünftige Entscheidung war, kann man sicher diskutieren.

    In den letzten 72 Stunden sind Gold und Bitcoin um 15%, Silber um 25% gecrasht, nachdem sie vorher irrational stark gestiegen sind. Ich glaube, dass es dieses Jahr an den Finanzmärkten sehr ungemütlich wird. Da würde ich auch nicht ausschließen, dass auch Staaten Probleme bekommen.

    Das trifft dann aber wiederum Staaten ohne eigene Zentralbank und mit hoher Verschuldung in Fremdwährung härter, also sind die USA relativ gesehen vermutlich immer noch besser aufgestellt, als andere.

    Aus Privatanlegersicht bin ich bei Turbulenzen jedenfalls nach wie vor lieber in Dollar (oder Schweizer Franken) investiert, als in anderen Währungen.

  • Das ist der Blick in die Vergangenheit, bei großen Krisen waren die sicheren Häfen immer Gold, US-Dollar und Schweizer Franken. Ob das für die nächste Krise auch so gilt, wird sich zeigen. Beim US Dollar habe ich persönlich Zweifel, in den letzten Jahren hat man bei kleineren Krisen schon gesehen, dass das Geld eher vom US Dollar in den Euro geflossen ist (insbesondere in deutsche Staatsanleihen).
    Es war auch immer Politik der USA, dass der Dollar eine gewisse Stärke haben sollte, Trump sagt relativ offen, dass er sich einen schwächeren Dollar wünscht.

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