Warum solche Infos in den Grundschulen ankommen, nicht aber in der SekI und bei den Schulbuchverlagen, begreife ich nicht.
Bei uns gibt es enge Absprachen mit den Grundschulen und einen begleiteten Schulübergang, aber oft sind die Probleme einfach technisch-bürokratisher Natur:
In Niedersachsen ist das schriftliche Dividieren seit dem jetzt in das Gymnasium eingetretenen Jahrgang nicht mehr Stoff der Grundschule, die SuS haben das nie gemacht, entsprechend dem Grundschulcurriculum, das seit einigen Jahren in Kraft ist. Dementsprechend hätte spätestens zu diesem Schuljahr ein angepasstes Curriculum für die Sek 1 in Kraft treten müssen. Ist es aber nicht. Die Fachkommissionen dazu tagen seit 3 Jahren, es gab massive Querelen und Streitereien, wohl bedingt durch Versuche der Einflussnahme aus der Politik (soweit man hört, ich bin nicht direkt beteiligt, man bekommt aber ein bisschen was über die Verbände mit). Im Ergebnis kommt ein neues Sek 1 Curriculum aktuell "wahrscheinlich zum Schuljahr 28". Die Schulbuchverlage veröffentlichen natürlich aktuell keine neuen Werke, wenn sie davon ausgehen müssen in 2 Jahren wieder auf neue Curricula anpassen zu müssen, die könnten wir auch gar nicht einführen, da wir Bücher 4 Jahre nutzen müssen.
Wir stellen uns natürlich darauf ein und machen die Division dann bei uns vernünftig (faktisch haben wir sie vorher auch schon gemacht, weil man sich nie wirklich auf sie verlassen konnte), aber eigentlich müsste man den SuS am Ende von Klasse 4 aktuell eine Liste mit Dingen geben, die sie in der Grundschule nie gemacht haben, die das gültige Sek 1 Curriculum aber voraussetzt - bitte in den Sommerferien selbständig lernen, ist ja kein Problem, selbstorganisiertes Lernen ist sowieso die Zukunft.