Beiträge von Moebius

    Das Problem "Elternpräsenz im Homeschooling" ist in meinen Augen das erste echte in diesem Thread. Mein Unterricht ist kein Geheimnis, aber das Bewusstsein der Präsenz weiterer Personen, ohne dass man weiß, wer genau, ändert für mich die Atmosphäre von Unterricht. Ich unterrichte aus den genannten Gründen fast durchgängig ohne Kamera und mit der Whiteboardfunktion, aber natürlich hat man in den jüngeren Klassen regelmäßig Situationen, in denen ein Kind etwas falsches sagt und man die leise geflüsterte Korrektur vom benachbarten Sitzplatz am Küchentisch hören kann, bevor man als Lehrer reagiert.


    Außerdem kann ich für mich entscheiden, dass es mich nicht stört, wenn Eltern meinen Unterricht hören, ich kann das aber nicht für alle Kinder mit entscheiden - wenn der kleine Kevin eher schwach in Mathe ist, muss es eben nicht sein, dass neben den Mitschülern noch 10 Elternteile die falsche Antwort mithören und denken 'was für ein Depp'.


    Das ist für mich einer der Gründe, warum VKs eben kein Ersatz für Präsenzunterricht sind und ich es auch ablehne, Unterricht im gleichen zeitlichem Umfang durch VKs zu ersetzen. Ich mache in der Regel eine kurze Einführung in ein neues Thema mit Erarbeitung einer neuen Regel, bei der sich auch Schüler beteiligen, meist aber nur die leistungsstarken. Anschließende Übungsphasen finden ohne Kamera statt und die Kinder schicken mir ihre Ergebnisse.

    Ach, ich komme hier grade gar nicht mehr mit: Tee, Masken, Gutscheine, 21:21....Vorhin habe ich einen Buchtitel gesehen: "Erklär mir

    ´s, als ob ich fünf wäre"...das hat mich spontan seeehr angesprochen. Hoffentlich nur der Coronablues.

    https://www.amazon.de/Quantum-Physics-Babies-Baby-University/dp/1492656224/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=3SRTEN163PLRR&dchild=1&keywords=quantum+physics+for+babies&qid=1611335629&sprefix=quantum+ph%2Caps%2C220&sr=8-1

    Ich finde übrigens, dass das ein gutes Beispiel ist, warum es doch recht viele Menschen gibt, die mit dem Auftreten von Herrn Drohten durchaus mal fremdeln:


    https://www.n-tv.de/panorama/D…-Tag-article22309190.html


    Grundsätzlich ist jedem vernünftig denkendem Menschen klar, dass eine Rücknahme der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus dazu führen, dass die Zahlen - je nach Umfang der Rücknahmen - langsamer sinken oder auch wieder steigen können. Das ist eine rein logische Konsequenz.


    Herrn Drosten kommt in der Coronakrise so etwas wie die Rolle eines wissenschaftlichen Beraters zu, dafür hat er ohne Frage die fachliche Kompetenz.


    Ein sehr plakativer Auftritt mit "ich befürchte 100 000 Neuinfizierte pro Tag" hat damit aber nicht zu tun. Das ist keine wissenschaftliche Aussage, die Zahl hat keinerlei empirische Basis und ist so gut oder schlecht wie jede andere - je nach dem, wie gut oder schlecht man das Virus eindämmt oder es sich verändert, kann man genau so gut darüber reden, dass es vielleicht mal 50 000 oder 200 000 oder auch 0 Neuinfektionen pro Tag gibt, möglich ist alles, abhängig von einer großen und ziemliche unübersichtlichen Anzahl verschiedener Parameter.


    Dass Herr Drosten jetzt in einer Phase, in der die Zahlen zurück gehen und viele anfangen über Lockerungen zu reden mit 100 000 Neuinfektionen um die Ecke kommt, hat offensichtlich psychologische Gründe - ich schocke die Leute noch mal um sie in die Richtung zu kriegen in die ich möchte. Oder kurz gesagt: Herr Drosten betreibt hier keine Wissenschaft, sondern Politik.

    Das ist ein klassische Fall von gut gemeint, schlecht gemacht, weil sich dadurch nicht nur Corona-Leugner bestätigt fühlen (die können uns eigentlich egal sein, man wird sie eh nicht überzeugen), sondern auch eigentlich gutwillige und moderate Menschen dies durchschauen und sich dann fragen, wie objektiv die sonstigen Äußerungen von Drosten so sind, bei Dingen, bei denen ich als Laie eben nicht so klar unterscheiden kann, was wissenschaftlicher Fakt ist und was Meinungsmache. Und dann fange ich irgendwann an auch die Dinge in Frage zu stellen, bei denen ich jemandem wie Herrn Drosten bisher vielleicht vertraut habe.

    Aber welche Handhabe hat ein Supermarktbetreiber denn da?

    Wie gesagt: Hausrecht.


    (Vergleichbare Diskussionen gibt es ja schon beim Thema Impfprivilegien. Da sagen auch alle Juristen einheitlich, dass der Staat reden kann und machen was er will, er kann schlicht nicht verhindern, dass ein Kinobetreiber oder eine Fluggesellschaft Kunden mit Impfnachweis anders behandelt.)

    Klar, ich habe ihn gelesen. Trotzdem wäre auch ohne diesen Umstand nicht damit zu rechnen gewesen, dass wir vor Februar einen signifikanten Rückgang der Todeszahlen haben. Ich habe es bei dir so gelesen, dass du jetzt schon bessere Zahlen erwartet hättest.

    Die Belegung der Intensivbetten fällt seit dem 3. Januar, also ja, ohne Meldeverzögerung hätte ich bessere Zahlen erwartet und sie dürften real auch besser sein, zumindest was die Tageswerte angeht. Die Gesamtzahl dürfte allerdings real um einiges schlechter sein, wenn ein großer Teil der Verstorbenen aus den letzten drei Wochen noch fehlt.

    Tatsächlich wird einen im Zweifelsfall auch kein Zertifikat helfen, wenn ein Supermarktbeteiber sich auf das Hausrecht beruft und sagt, dass sie ausschließlich ffp2- und OP-Masken akzeptieren, weil sie alles andere nicht überprüfen können.

    Es gab schon genug., die mit irgendwelchen pseudomedizinischen-Attesten von irgendwelchen Facebookseiten durch die Gegend gelaufen sind.

    Muss man wohl so sehen, es gibt scheinbar inzwischen reichlich "Prominente", deren Prominenz ausschließlich darauf beruht, dass sie über Jahren ein Casting-/Show-/Realityformat nach dem anderen durchlaufen. TV-Verwertungskette nennt sich das, glaube ich.

    Ganz interessant zur Frage, warum die Todeszellen noch nicht sinken:


    Eine Begründung für die anscheinend zu hohen Zahlen könnte vielmehr sein, dass sie nicht stimmen. Genauer gesagt, sie sind vermutlich schon drei Wochen alt und entsprechen nicht dem aktuellen Geschehen. Das hat jedenfalls eine Analyse der öffentlich zugänglichen Datenbank des RKI durch das Berliner Forschungsinstitut "IGES" ergeben.

    Demnach suggerierten die vom RKI gemeldeten Todeszahlen lediglich, dass sie aktuell seien. Tatsächlich blieben die Meldungen seit Mitte Dezember zunehmend hinter den Übermittlungen zurück, so das Institut. Dies liege unter anderem an den Ärzten im Krankenhaus, die wegen Überlastung nach einem Todesfall keinen RKI-Meldebogen ausfüllten, obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet wären. "Füllen Ärzte dann nur die Todesbescheinigung aus, die dann wiederum an das Standesamt weitergeleitet wird und von dort ans Gesundheitsamt, dauert das ein paar Tage", sagte Institutsleiter Bertram Häussler der "Welt".

    Die derzeit als "tagesaktuell" gemeldeten Todeszahlen stammen demnach zum Teil immer noch aus Ende Dezember/Anfang Januar. Wenn das so stimmt, wird man wohl erst Anfang Februar sinkende Zahlen bei den Todesmeldungen sehen.

    Und ob das wirklich alle Leute hinkriegen, sich für 2-3 Wochen einzudecken? Auch die Alten etc.?

    Das haben auch in China nicht alle hin gekriegt:


    https://www.welt.de/vermischte…-17-Jaehriger-stirbt.html


    Das wird aber von denjenigen, die sich einen restriktiven Polizeistaat wünschen, damit endlich mal das gemacht wird, was sie für richtig halten, gerne übersehen.


    Genau so die Tatsache, dass es natürlich keine Garantie dafür gibt, dass eine autokratische Diktatur das macht, was ich mir wünsche, sie könnte auch genau das Gegenteil machen (vergleiche China und Brasilien).

    Lidl zahl in den USA jedem Mitarbeiter 200 $, wenn er sich gegen Corona impfen lässt.


    https://www.businessinsider.de…a-die-sich-impfen-lassen/


    Offiziell ist das eine Entschädigung für die Wegekosten und den Aufwand, aber faktisch ist es ein Steuerungsmittel, weil der Arbeitgeber natürlich Vorteile hat, wenn sich viele Mitarbeiter impfen lassen. In meinen Augen sollte man das flächendeckend einführen, da alle Beteiligten unterm Strich von der Regelung profitieren. Stattdessen wird bei uns darüber diskutiert, wie man "Impfprivilegien" am besten verhindern kann, damit sich bloß keiner unter Druck gesetzt fühlt.

    Aber wenn ich einen 2-wöchigen Urlaub plane, muss ich doch nicht meine Schulleitung um Erlaubnis fragen.


    Sicher haben schon einige hier was gebucht.Ich übrigens auch. Und wäre not amused, wenn plötzlich 2 Wochen der Ferien verkürzt werden.

    Grundsätzlich können Schulleitungen auch Präsenzveransaltungen in der unterrichtsfreien Zeit ansetzen, die nicht identisch ist mit den Ferien, davon stehen auch Lehrern prinzipiell erst mal nur 30 Tage im Jahr zu.

    Wie gesagt: wenn ich etwas gebucht hätte, würde ich das in diesem Jahr der Schulleitung anzeigen, auch wenn ich das bisher noch nie gemacht habe.

    Es wurde ja auch schon mehrfach eine Verkürzung / Verschiebung der Sommerferien gefordert.

    Grundsätzlich sind Ferienregelungen nicht in Stein gemeißelt, sie können geändert werden. In diesem Schuljahr sind in den meisten Bundesländern bereits an anderer Stelle Ferien verlängert worden, so dass eine Streichung von Tagen im gleichen Umfang im Gegenzug sicherlich auch grundsätzlich denkbar wäre. Es gibt aber zwei Probleme:

    1. Es bedarf einer geeigneten gesetzlichen Grundlage. Diese kann ganz sicher nicht sein, dass sich irgendwelche Leute - und sein sie Bundeskanzlerin oder Ministerpräsident - in einem Telefongespräch auf irgendwas geeinigt haben. Ich bezweifle auch, dass die Inhaber irgendwelcher Posten in verschiedenen Behörden eine diesbezügliche Reglungskompetenz haben. Insbesondere bei den gesetzlich geregelten Ferien, bedarf es einer Gesetzesänderung.

    2. Es gibt eine gültige Ferienregelung. Als Arbeitnehmer hat man dadurch einen gewissen Vertrauensschutz, wenn man auf Basis dieser Regelung plant. Wenn ich zum Beispiel in den Sommerferien eine fünfwöchige Fernreise durch Australien plane und buche, hat das Land ein Problem, wenn es eine bestehende Regelung im Nachhinein ändert, dann müssen die dadurch entstehenden Kosten meiner Meinung nach ersetzt werden. Allerdings empfiehlt sich in der aktuellen Situation solche Planungen gegenüber der Schulleitung frühzeitig an zu zeigen.

    Die Berichte über angebliche Todesfälle durch den PfizerBiontech Impfstoff wurden mit Falschdarstellungen durch chinesische Staatsmedien verbreitet. Das ist eine Reaktion auf die westliche Kritik an den chinesischen Impfstoffen wegen mangelnder Transparenz der Studien:


    Die Parteizeitung „China Daily“ titelte im sozialen Netzwerk Wechat: „Pfizer-Impfstoff tötet 23 in Norwegen und so reagieren ausländische Medien“. Die Parteizeitung „Global Times“ überschrieb ihren Kommentar mit den Worten „Warum verschwiegen Amerikas Medien die Pfizer-Impfstoff-Toten?“, als handele es sich um einen Vertuschungsskandal.


    Dabei berichteten zahlreiche westliche Medien über die Todesfälle in Norwegen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Montag, die norwegische Gesundheitsbehörde habe ihre Empfehlungen für die Vergabe des Biontech-Impfstoffs an Todkranke verändert. Die Behörde teilte mit, „gewöhnliche Nebenwirkungen könnten zu einem ernsten Verlauf bei gebrechlichen alten Leuten beigetragen haben“.

    Das ist schwer zu beurteilen, die Gesamtinzidenz ist in Sachsen höher, ein Vergleichswert für eine vergleichbar große Gruppe anlasslos getesteter wäre mir aber nicht bekannt.

    Allerdings: Wenn ich das richtig verstehe, geht es erst mal nur um das Ergebnis des Antigen-Schnelltests, die werden normalerweise in der normalen Statistik gar nicht erfasst, weil der auch falsch positive Ergebnisse produziert. Normalerweise sollte man die Bestätigung durch einen regulären Test abwarten.

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