Beiträge von Moebius

    Eine normale Klimaanlage kann nicht gleichzeitig per Wärmepumpe heizen, weil der Kreislauf des Kühlmittels nur in eine Richtung fließen kann. Split-Klimaanlage können das, das sind einzelne, kleine Geräte, die man in jeden Raum installiert und bei denen der Verdampfer, der sonst einzeln vorm Haus steht, nicht vom Hauptteil des Gerätes getrennt ist. Sie sind sogar sehr effizient beim Heizen, so lange es draußen nicht zu kalt wird. Im Herbst und Frühjahr kommt man damit gut aus.

    Abiturprüfungen gehören zu den normalen dienstlichen Aufgaben einer Lehrkraft, das ist einer der Gründe, warum Gymnasiallehrkräfte eine geringere Stundenverpflichung haben, als Lehrkräfte anderer Schulformen. Mit mündlichen Prüfungen fährt man meiner Meinung nach besser als mit schriftlichen, wenn es um die Summe der Arbeitszeit geht.

    Davon unbenommen ist es die Aufgabe der Prüfungskommission die Zeitpläne so zu organisieren, dass die Arbeitsbelastung an dem Tag machbar ist, ohne das die geistige Auffassungsfähigkeit darunter leidet, schon für die Prüflinge. Und es ist Aufgabe der Prüfer, die Prüfungen und Notenfindung professionell und zügig zu erledigen. Das kann man in 45 Minuten-Blöcken so schaffen, dass man zwischen den Prüfungen auch noch auf Toilette gehen kann. (Ich habe allerdings auch schon in Prüfungen gesessen, in denen der Prüfer quasi die gesamte Prüfung noch einmal referiert hat, als der Prüfling raus war, mit der Folge, dass der nächste Kandidat dann schon regelmäßig an der Tür kratzt, bis den drei Prüfern irgendwann mal einfällt, dass man von der Detailanalyse ja eigentlich irgendwann auch mal zur Note kommen müsste. Das ist dann auch selbst gewähltes Elend.)

    Nein, kein Stück. Dass es genau so ist, wie ich beschrieben habt, hat Trump gerade feststellen müssen, als niemand beim Iran-Krieg mitgezogen ist und diverse andere Nato-Staaten im die Überflugrechte dafür entzogen haben.

    Selbst wenn man das vorschiebt, inwiefern ist das für Herbert aus Sachsen-Anhalt ein unterstützenswerter Grund?

    Nach meinem Eindruck unterstützen die wenigsten Russland aus einem Gefühl der Überzeugung für Russland heraus, genau so wie die meisten AfD-Wähler die AfD nicht wählen, weil sie ihr Parteiprogramm gelesen und für gut befunden haben. Kernursache scheint mir meistens eher die Ablehnung des hiesigen Systems verbunden mit einem diffusen Gefühl der persönlichen Benachteiligung zu sein.

    (Was ausdrücklich nicht heißt, dass man das nicht ernst nehmen muss, ein wesentlicher Fehler der Politik der letzten 20 Jahre ist, dass man es immer mehr versäumt hat nach innen überzeugend und selbstbewusst zu vertreten, dass dieses System das beste ist, in dem man als Individuum leben kann.)

    Ein reines Verteidigungsbündnis kann niemanden bedrohen, es sei denn, derjenige möchte gerne jemanden angreifen können.

    Bis heute ist meines Wissens umstritten, wer wem da was genau versprochen hat, irgendeinen Vertrag zu diesem Thema hat es auf jeden Fall nicht gegeben, wohl aber in den Folgejahren eine Diskussion darüber, ob nicht sogar Russland ein Teil der NATO werden könnte.

    Die Erweiterung der NATO als Bedrohung Russlands zu verkaufen ist aber so oder so eine offenkundig vorgeschobene Propagandalüge.

    Es ist eine Entscheidung jeder Schule, wie laut es im Speiseraum wird ...

    Super Tipp, einfach entscheiden, dass es nicht laut und chaotisch zugeht, sondern alle friedlich und gesittet an ihren Tischen sitzen und respektvoll miteinander umgehen. Und wenn man dann schon dabei ist, kann man auch gleich entscheiden, dass es von nun an im Unterricht ruhig und konzentriert gearbeitet wird und alle von nun an ihre Hausarbeiten machen.

    Warum? Schulessen zu überdenken halte ich jetzt nicht für sooo komplex, nur halt teuer.

    Du hast selber geschrieben, dass ein wesentlicher Punkt das Verhalten der Beteiligten ist und das ist auch zutreffend, es ist nicht alles nur eine Frage des Geldes.

    Aktuell gehen auch wieder die Videoaufnahmen von Japanischen Fußballfans durchs Internet, die nach den Spiel das Stadium aufräumen und sauberer hinterlassen, als sie es vorgefunden haben.

    Das hat Ursachen und die liegen nicht daran, dass Japaner genetisch zum Aufräumen und gesittetem Verhalten veranlagt sind, sondern darin, dass

    • Japan eine Gesellschaft ist, in der ein enormer sozialer Druck für ein gesittetes und höfliches Verhalten besteht und eine Abweichung davon sehr schnell zu Repression und Ausgrenzung führt.
    • die japanische Bevölkerung hochgradig homogen ist, fluchtbedingte Zuwanderung gibt es praktisch nicht, faktisch kein Recht auf Asyl (eine zweistellige Anzahl von Asylanträgen pro Jahr wird anerkannt) und auf Menschen, die als Arbeitskräfte einwandern herrscht ein erheblicher Druck, sich geradezu zu assimilieren wenn sie zB überhaupt eine Mietwohnung bekommen wollen.
    • Das japanische Schulsystem ist weitaus autoritärer als das deutsche. Das Wertlegen auf vorbildliches Verhalten findet nicht nur in der Mensa statt, sondern zieht sich durch und wird auch durchgesetzt .

    Dass sich bei Blick in eine deutsche Schulmensa ein grundsätzlich anderes Bild zeigt, als bei einer japanischen, hat bei weitem nicht nur mit dem zu tun, was auf dem Teller liegt.

    Japan hat eine grundsätzlich völlig andere Gesellschaft als wir, es ist wenig zielführend sich einzelne Fragmente davon anzuschauen, und zu sagen "wäre doch schön, wenn das bei uns auch so wäre", weil sie ohne das Gesamtpaket nicht funktionieren.

    Es ist grundsätzlich nichts gegen kooperative Aspekte in Leistungsbewertung einzuwenden, so lange die individuelle Leistung erkennbar ist und - das ist in meinen Augen der Haupt-Knackpunkt - die Leistungsevaluation ehrlich bleibt.

    Ich habe das schon ein paar mal gemacht (in Physik mit einem experimentellen Anteil, der kooperativ bearbeitet und dabei individuell protokolliert wurde). Für mich war das durchaus gewinnbringend und das Notenspektrum war nicht anders, als sonst auch. Dem gegenüber steht allerdings das, was ich regelmäßig in Fortbildungen höre, in denen Referenten begeistert von den Vorzügen sehr viel weitgehender kooperativer Formen der Leistungsbewertung schildern (meist Varianten von Portfolioarbeit). Wenn man dann nachhakt, wie die Leistungsbewertung ausgefallen ist, kommt am Ende meist, dass es nur gute und sehr gute Leistungen gegeben habe. Das hat dann halt mit ehrlicher Leistungsmessung nichts mehr zu tun, in diesen Fällen wird keine individuelle Leistung gemessen, sondern die des besten Gruppenmitgliedes (gerne kombiniert mit der von ChatGPT) und die Note wird auf alle anderen Gruppenmitglieder übertragen.

    Diejenigen, die dabei etwas lernen, sind die starken Gruppenmitglieder. Die lernen nämlich, dass sie sich auf ein Berufsleben einstellen können, bei dem sie regelmäßig die Arbeit für andere mit machen, weil die es alleine nicht auf die Reihe kriegen. Das wäre für für sich genommen noch nicht so schlimm (denn es entspricht ja der Realität), leider lernen die Schwachen auch, sich damit zu arrangieren, weil sie eh nichts wertvolles zum Gruppenergebnis beitragen können. Und ich finde es tragisch, das wir mehr und mehr SuS vermitteln, dass das beste, was sie gesellschaftlich beitragen können, darin besteht, den guten Leuten nicht im Weg zu stehen und dann darauf zu hoffen, dafür belohnt zu werden.

    Das bezieht sich aber nicht primär auf das hier angesprochene Konzept.

    Es gibt in Niedersachsen seit Anfang diesen Jahres die Möglichkeit kooperative Aspekte in Klassenarbeiten mit zuzulassen, das führt auch nicht zwingend zu besseren oder unfairen Noten. Das oben beschriebene Vorgehen halte ich aber für sehr unglücklich, weil ein unkontrollierter Austausch über die ganze Klassenarbeit mit einem einzelnen Partner einigen SuS einen massiven Vorteil bietet, anderen überhaupt keinen (abhängig davon, wen ich gerade als Kommunikatiospartner zugewiesen bekomme.).

    Moebius Unterbinden könnt ihr den Supermarktbesuch kaum. Wäre ich dein Schulleiter, würde ich jedes Jahr wieder, alle Eltern darauf hinweisen, dass ein Supermarktbesuch auf dem Heimweg den Versicherungsschutz mindestens unterbricht und vielleicht sogar beendet.

    In der Frage oben ist ausdrücklich die Rede von "jede Pause" und da kann man nicht nur unterbinden, dass Fünftklässler das Schulgelände verlassen, man muss es auch unterbinden.

    Und die Mittagspause ist nur im Ganztag potentiell problematisch und Schulen mit Ganztagsangebot haben auch ein Angebot für ein Mittagessen.

    Während der Schulzeit liegt die Aufsichtspflicht bei der Schule. Es ist grundsätzlich richtig, dass es die Möglichkeit gibt, dass Eltern solche Genehmigungen schriftlich erteilen, damit liegt die Aufsichtspflicht und das Versicherungsrisiko dann wieder bei ihnen. Es gibt keine klar gesetzlich geregelte Grenze dafür, bis wohin das möglich ist, das wird im Einzelfall ein Gericht entscheiden, wenn dann was passieren sollte.

    Ich persönlich würde mich auf gar keinen Fall darauf einlassen, dass Fünftklässler in den Pausen das Gelände verlassen dürfen. Ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass ein Gericht in Fall der Fälle die Schule zur Verantwortung ziehen wird, mit dem Argument, diese hätte die Unterschrift niemals akzeptieren dürfen, weil ganz augenscheinlich die Aufsichtspflicht von niemandem gewährleistet werden kann, wenn die Kinder ihre große Pause nicht auf dem Schulhof, sondern auf dem Weg zum Supermarkt drei Straßen weiter verbringen. Eine plausible Grenze für das akzeptieren solcher Unterschriften ist für mich erst die Oberstufe.

    Wie die Mittagspause zu werden ist, hängt von den genauen Umständen ab, es macht einen Unterschied, ob es sich um eine Betreuung im Rahmen des Ganztags handelt (dann ist die Schule auch durchgängig inklusive Mittagspause in der Aufsichtspflicht) oder ob der Schüler normalen Vormittagsunterricht hatte, dann Schulschluss hat und Nachmittags noch mal zu einer AG wieder kommt, dann hat die Schule mit der Zeit dazwischen nichts zu tun.

    Auf gar keinen Fall kann die Schule verpflichtet werden, solche Unterschriften zu akzeptieren, es bedarf einer Schuleinheitlichen Regelung.

    Bewerten und entscheiden muss das aber letztlich die Schulleitung.

    Ich habe kein Problem damit, dass Deutschland nicht in einem ineffizienten Gremium mit überwiegend symbolischer Bedeutung sitzt. Die Zahlungen um 90% zu kürzen ist offenkundig populistisch, aber es wäre angebracht, dass Deutschland Beiträge auf dem gleichen Niveau, wie andere Industrienationen zahlt. Bei der UN selbst ist das auch der Fall:

    https://de.statista.com/statistik/date…inten-nationen/

    Deutschland hat aber den Drang, in jeder Unterorganisation und jedem angeschlossenen Hilfswerk mit mischen zu wollen und da oft mit dem Scheckbuch und ist darum dann in Summe der zweithöchste Zahler.

    Entscheidend ist auch die rechtliche Situation im jeweiligen Bundesland:

    Gilt eine allgemeine Lernmittelfreiheit, so muss der Träger notwendige Kopien für SuS finanzieren (er kann aber einen angemessenen Rahmen dafür vorgeben oder auf Mittel pauschal mit dem Schulbudget abdecken), dann darf kein zusätzliches Geld eingesammelt werden.

    Gibt es eine eingeschränkte Lernmittelfreiheit (war in Niedersachsen vor 20 Jahren der Fall), muss der Träger nur die vorgesehenen Kosten tragen - in der Regel sind das die Büchern und nicht Kopien - dann darf für Dinge, für die die Lernmittelfreiheit nicht gilt, aber auch Geld eingesammelt werden.

    Gilt keine Lernmittelfreiheit, so darf sowieso Geld eingesammelt werden.

    Im vorliegenden Fall scheint eine allgemeine Lernmittelfreiheit zu gelten, dann ist man gekniffen. Allerdings würde ich dann keine Arbeitshefte anschaffen. Selbst ein günstiges Arbeitsheft sind 5€, das entspricht 100 Kopien, mit denen kommt man wesentlich weiter.

    (Aus eigener Erfahrung: Es lohnt sich, in der Schule auch mal den laufenden Vertrag für Kopierer zu hinterfragen und zu vergleichen, in manchen Schulen laufen Verträge über Jahrzehnte ungeprüft weiter und es wird viel zu viel Geld bezahlt. Wir haben durch einen Wechsel die Kosten pro Kopie mal gedrittelt.)

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