Beiträge von Moebius

    Wenn mir so ein Fehler passieren würde, würde ich so bewerten, dass dem Schüler dadurch auf keinen Fall ein Nachteil entsteht, ich würde in beiden Halbjahren also die Note so bilden, dass die für den Schüler günstigere Variante gewählt wird, im vorliegenden Fall also ohne Berücksichtigung der Klausuren und ja, ich würde auch die Note aus dem ersten Halbjahr korrigieren lassen, denn die ist so eindeutig fehlerhaft.

    Ich würde als erstes aber au jeden Fall mit dem Oberstufenkooridnator sprechen.

    Wer genaueres wissen will, kann auf die Domain der angegebenen Mailadresse gucken. Ich sehe bei der App 2 Probleme:

    1. Sie möchte offensichtlich das gesamte Tätigkeitsbild abdecken, bei Teilen davon kann die Lehrkraft aber nicht frei entscheiden, was sie nutzt, insbesondere für Stundenplan und Abwesenheiten sind die vorgegebenen Apps des Dienstherrn zu verwenden (Klassenbuch), da möchte ich nicht doppelt Buch führen, ich möchte dass die Apps über passende Schnittstellen miteinander kommunizieren und das selber erledigen.
    2. Aktuell kriechen fast alle auf dem Zahnfleisch in die Ferien und niemand wird jetzt umfassend mit einer neuen App arbeiten, so dass wirklich Fehler und Schwachstellen gefunden werden. Ein realistischer Zeitplan wäre es, für das kommende Schuljahr Tester zu suchen und die dann ein Jahr damit arbeiten zu lassen, aber offensichtlich möchte man zum kommenden Schuljahr schon kostenpflichtig auf dem Markt sein, da werden dann die ersten Käufer die wahren Betatester werden.

    Ich finde diese Weinerlichkeit sehr seltsam.

    Wir sind ein Berufsstand, bei dem eine Kernaufgabe in der Bewertung und Beurteilung der Leistungen anderer Menschen besteht und bei dem ein erheblicher Teil der Beschäftigten hochsensibel reagiert, wenn ihre eigene Leistung in irgendeiner Form Thema der Diskussion wird.

    "Herr Moebius ist unpünktlich und unfähig, er labert nur rum und sollte besser nicht als Lehrer arbeiten" würdest du als Kritik bezeichnen?

    Ich habe hier den Standpunkt vertreten, dass Lehrkräfte im Rahmen der Meinungsfreiheit und geltenden Gesetze mit Kritik leben müssen (was nebenbei gesagt einfach eine juristische Tatsache ist) im Gegensatz zum von anderen hier vertretenen Standpunkt, dass das Verhältnis von Lehrern und Schülern von einer Natur ist, bei der Schüler Lehrkräfte ganz grundsätzlich nicht irgendwie öffentlich zu kritisieren haben. Natürlich beinhaltet das auch, dass ich mich gegen unzulässige Formen der Kritik angemessen wehren würde.

    Du hast (wieder mal) das Bedürfnis, dass durch überzogene Überspitzung so weit zu verzerren, dass du dich mit dem eigentlichen Inhalt nicht mehr auseinandersetzen muss. Das ist im Grunde die gleiche Strategie, wie das sich generelle Verbitten von Kritik - man zieht sich auf eine prinzipielle Ebene zurück, auf der man alles abwehren kann und nimmt dabei in Kauf, dass das gegenüber das als bewusste Strategie einordnet, durch die man die sachebene Meiden möchte, weil man ganz genau weiß, dass man da schlechte Karten hat.

    Als Ulk kann man das dulden, aber Schülern steht es nicht zu die Arbeit ihrer Lehrer öffentlich zu bewerten.

    Jeder kann jedermanns Arbeit öffentlich bewerten, das ist grundsätzlich erst mal von der Meinungsfreiheit gedeckt.

    Und ja, wir sind ein Berufsstand der innerhalb klarer Hierarchien arbeiten und ich bin persönlich sogar ein Freund davon. Das heißt aber nicht, dass man von unten nach oben keine Kritik äußern darf.

    Denkmalschutz verbietet ja nicht explizit Wärmepumpen oder Klimaanlagen, sondern schreibt Dinge vor, die nicht verändert werden dürfen. Wenn die Fassade geschützt ist, heißt das nicht, dass ich mir im rückwärtigen Bereich keinen externen Teil einer Wärmepumpe in den Garten stellen darf, bei dem die Leitungen unterirdisch verlaufen. Die Frage ist immer, welche Nachteile man akzeptiert und was es kostet.

    Kein Mensch verzichtet auf einen Hund, weil er 10€ pro Monat Steuern dafür zahlen muss. Eine entsprechende Wirkung haben vielleicht die Steuern bei Listenhunden, die an die 1000€ pro Jahr betragen können, ansonsten geht es bei der Steuer um das Generieren von Einnahmen, nicht um irgendeine andere Wirkung.

    Warum ist dann nicht die Tierhalter-Steuer so hoch wie die Steuer auf den Interkontinentalflug? Schließlich entsteht ein Schaden in ähnlicher Höhe, der kompensiert werden muss.

    Die Hundesteuer beträgt durchschnittlich ganz grob 150€ pro Jahr, die Luftverkehrssteuer für einen Interkontinentalflug beträgt ca. 70€

    Keine dieser beiden Steuern wird in irgendeiner Weise zur Verwendung der dabei entstandenen Klimaschäden verwendet.

    Ich war in einem Jahr mal gleichzeitig unter "Schwerste Klausuren" und "Leichteste Klausuren" im Ranking platziert.

    Die oben genannten Kategorien sind nicht schön. Dagegen unter der Überschrift "Verleumdung" vor zu gehen, halte ich für aussichtslos. SuS dürfen in Abizeitungen auch Meinungen über Lehrkräfte äußern und diese dürfen auch negativ sein, nur nicht objektiv beleidigend oder unwahre Tatsachenbehauptungen.

    Die unschöne Wahrheit ist, dass ich in vielen Fällen die negativen Platzierungen durchaus nachvollziehen kann. Es gibt Kollegen, die sich regelmäßig auf dem Weg in den Klassenraum verquatschen, darum ständig zu spät kommen und dann natürlich bei "Kommt ständig zu spät" platziert sind. Da finde ich die Platzierung völlig richtig und ich würde mir wünschen, dass so eine Rückmeldung bei den Betroffene auch mal zu einer kritischen Selbstreflexion führt, denn ich bin oft genug selber davon genervt, wenn die Klasse so einer Lehrkraft fünf Minuten nach Unterrichtsbeginn, immer noch lärmend im Flur steht.

    Es gibt aber auch Platzierungen, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann (auch schon bei mir), die hake ich dann aber auch schnell ab, weil ich weiß, wie diese Umfragen zu stände kommen und dass sie aus Gründen, die die betreffende Lehrkraft nicht beeinflussen kann, zu bestimmten Ergebnissen führen können. Schulleitung und Kollegium werden sich eine negative Meinung über jemanden ganz sicher nicht auf Basis der Abizeitung bilden. Manchmal wird diese aber dadurch bestätigt. Man kann so etwas also schon mal als Anlass nehmen, selbstkritisch darüber nach zu denken, was an der mit der Platzierung geäußerten Kritik dran ist. Man kann aber auch zu dem Ergebnis "Nix" kommen, dann sollte man die Sache abhaken.

    Auch wenn das nach den letzten drei Tagen aktuell vermutlich keine populäre Meinung ist: unterm Strich hat Deutschland bisher vom Klimawandel profitiert. Die Wachstumsperiode ist länger, landwirtschaftliche Erträge steigen bei angepasstem Anbau und der Heizbedarf im Winter sinkt. Dass sich Energiebedarf vom Winter in den Sommer verschiebt (weniger heizen im Wintern, mehr kühlen im Sommer) passt grundsätzlich sogar besser zu unserer zukünftigen Energieversorgung.

    Ich halte es grundsätzlich für richtig, dass Deutschland in vernünftigem Umfang von der CO2-Freisetzung weg kommt. Sich gleichzeitig an die Folgen des Klimawandels anzupassen ist kein Ersatz dafür, sondern eine notwendige Ergänzung.

    Eine normale Klimaanlage kann nicht gleichzeitig per Wärmepumpe heizen, weil der Kreislauf des Kühlmittels nur in eine Richtung fließen kann. Split-Klimaanlage können das, das sind einzelne, kleine Geräte, die man in jeden Raum installiert und bei denen der Verdampfer, der sonst einzeln vorm Haus steht, nicht vom Hauptteil des Gerätes getrennt ist. Sie sind sogar sehr effizient beim Heizen, so lange es draußen nicht zu kalt wird. Im Herbst und Frühjahr kommt man damit gut aus.

    Abiturprüfungen gehören zu den normalen dienstlichen Aufgaben einer Lehrkraft, das ist einer der Gründe, warum Gymnasiallehrkräfte eine geringere Stundenverpflichung haben, als Lehrkräfte anderer Schulformen. Mit mündlichen Prüfungen fährt man meiner Meinung nach besser als mit schriftlichen, wenn es um die Summe der Arbeitszeit geht.

    Davon unbenommen ist es die Aufgabe der Prüfungskommission die Zeitpläne so zu organisieren, dass die Arbeitsbelastung an dem Tag machbar ist, ohne das die geistige Auffassungsfähigkeit darunter leidet, schon für die Prüflinge. Und es ist Aufgabe der Prüfer, die Prüfungen und Notenfindung professionell und zügig zu erledigen. Das kann man in 45 Minuten-Blöcken so schaffen, dass man zwischen den Prüfungen auch noch auf Toilette gehen kann. (Ich habe allerdings auch schon in Prüfungen gesessen, in denen der Prüfer quasi die gesamte Prüfung noch einmal referiert hat, als der Prüfling raus war, mit der Folge, dass der nächste Kandidat dann schon regelmäßig an der Tür kratzt, bis den drei Prüfern irgendwann mal einfällt, dass man von der Detailanalyse ja eigentlich irgendwann auch mal zur Note kommen müsste. Das ist dann auch selbst gewähltes Elend.)

    Nein, kein Stück. Dass es genau so ist, wie ich beschrieben habt, hat Trump gerade feststellen müssen, als niemand beim Iran-Krieg mitgezogen ist und diverse andere Nato-Staaten im die Überflugrechte dafür entzogen haben.

    Selbst wenn man das vorschiebt, inwiefern ist das für Herbert aus Sachsen-Anhalt ein unterstützenswerter Grund?

    Nach meinem Eindruck unterstützen die wenigsten Russland aus einem Gefühl der Überzeugung für Russland heraus, genau so wie die meisten AfD-Wähler die AfD nicht wählen, weil sie ihr Parteiprogramm gelesen und für gut befunden haben. Kernursache scheint mir meistens eher die Ablehnung des hiesigen Systems verbunden mit einem diffusen Gefühl der persönlichen Benachteiligung zu sein.

    (Was ausdrücklich nicht heißt, dass man das nicht ernst nehmen muss, ein wesentlicher Fehler der Politik der letzten 20 Jahre ist, dass man es immer mehr versäumt hat nach innen überzeugend und selbstbewusst zu vertreten, dass dieses System das beste ist, in dem man als Individuum leben kann.)

Werbung