Beiträge von Moebius

    Das Totalversagen des Dienstherren ist unbestritten. Ebenso unbestritten ist, dass die Dame mindestens einer Nebentätigkeit ohne Genehmigung nachgegangen ist.

    Strittig ist, ob die Krankschreibungen sauber waren. Bei 17 Jahren sehe ich da aber zusätzlich auch den Arzt in der Verantwortung.

    Wirklich keiner der irgendwie Beteiligten macht eine gute Figur.

    Dass die anderen auch Mist gebaut haben, entlastet sie aber keinesfalls, sie ist für ihr Verhalten trotzdem verantwortlich. Und an Beamte wird aufgrund der Treuepflicht hier sogar ein höherer Maßstab angelegt.

    „ in Deutschland frieren sie und essen Eichhörnchen.“

    Aktuell greift die Ukraine sehr erfolgreich das russische Amazon an. Der Durchschnittsrusse spürt den Krieg inzwischen deutlich.
    Was der darüber hinaus denkt und fühlt und ob er das neue russische Imperium super toll findet, sollte einfach nicht unsere Sorge sein.

    Die Russen müssen merken, dass sie auf Granit beißen und nichts mehr gewinnen, sondern nur noch verlieren können, erst dann wird Frieden möglich sein.

    Wir sind ca. 110 Personen, die unterrichten. Im Schnitt gibt es in den Sommerferien eine unvorhergesehene Personaländerung, die dann 3-5 Personen betrifft, die Unterrichtsverteilung der übrigen wird nicht berührt. Alles an planmäßigen Abordnungen und ähnlichem ist bei uns deutlich vor den Ferien durch, es bleiben wirklich nur akute, nicht vorhersehbare Dinge (die ja auch im Laufe des Schuljahres durchschnittlich alle 2 Monate passieren).

    Kann mir irgendwer erklären, was der Vorteil davon ist, seinen Stundenplan 8 Wochen bevor ich die erste Stunde unterrichte zu kennen?

    Als Stundenplaner mag man ja noch einen Vorteil darin sehen, die Arbeit vor den Ferien weg zu haben, der hat dann aber immer auch zusätzliche Arbeit, weil es in großen System immer noch etwas gibt, was sich über die Ferien ändert. Aber für die normale Lehrkraft?

    Klar, eine Woche vor Ferienende wäre schon gut, damit man planen und dabei zB die Fachräume berücksichtigen kann, aber ansonsten würde ich es eher für sinnvoll halten, den KuK zu sagen, dass sie mal abschalten und nicht schon mit den neuen Plan vor Augen an das nächste Schuljahr denken sollen.

    (Bei uns: Unterrichtverteilung vorläufig kurz nach Ostern, endgütig 1 Woche vor den Ferien, Stundenplan in der letzten Ferienwoche, halte ich so auch für sinnvoll.)

    Ich fass mal zusammen:

    • Du hast einen Bachelor, für den du etwa doppelt so lange gebraucht hast, wie vorgesehen.
    • Deine Fächer sind Englisch und Geschichte, also eine in der Schule schon nicht sonderlich gefragte Kombination, die in der freien Wirtschaft eigentlich nicht wirklich brauchbar ist.
    • Irgendwelche weiteren Qualifikationen oder besondere Kompetenzen hast du nicht.
    • Der neue Beruf, den du suchst, soll eigentlich alle Vorteile des Lehrerberufs beinhalten, insbesondere Sicherheit und Einkommen
    • Zusätzlich soll er flexibler, weniger anstrengend und im Homeoffice oder nebenbei aus dem Ausland zu erledigen sein

    Ich empfehle dir als allererstes mal einen harten Realitätscheck, denn sonst wirst viel Zeit bei der Suche nach dem Goldtopf am Ende des Regenbogens verschwenden. Du wirst deine Ansprüche sehr deutlich zurück schrauben müssen.

    Ich lebe in der Realität, ich persönlich möchte keine Zustände ändern, ich möchte für die Schüler die aufgrund irgendwelche Entscheidungen anderer vor mir landen, guten Unterricht machen.

    So oder so werden diejenigen, die das wollen, immer Möglichkeiten finden einem ihren nicht genehmen sozialem Umfeld zu entgehen, ob über Musikklassen, Bekenntnisschulen oder irgendwann echte Privatschulen, wie im angelsächsischen Raum längst üblich. Wenn man daran ernsthaft was ändern wollen würde, wäre die einzige Möglichkeit die Zustände an den als problematisch empfundenen Schulen zu ändern. Und das wird auch für verschiedene Personen eine ganz unterschiedliche Bedeutung haben.

    Ja. Ich meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass man auch prüfe, ob sie sich die Krankschreibungen erschlichen habe. Darüber hinaus werden oder wurden sicher noch andere Aspekte geprüft.

    Richtig. Ich bin mir sicher, dass viele der anderen Beteiligten die ganze Geschichte ziemlich gerne vergessen und versanden lassen würden, weil sie dabei eben auch nicht gut aussehen. Wenn das aber nicht geht, weil die Dame selber permanent für Öffentlichkeit sorgt, ist die Alternative halt jetzt sehr genau hin zu gucken und zu schauen ob man irgendwas findet.

    Die moralische Betrachtung mag man nicht teilen, das Verhalten der Frau ist aber auch schlicht taktisch unklug.

    Wenn sie gerichtlich bestätigt hat, dass sie nicht dienstfähig ist, wird es schwieriger, nachzuweisen, dass sie sich die früheren Krankmeldungen erschlichen hat.

    Aber mit solchen Abwägungen tangieren wir da moralische Empfinden hier im Forum.

    Darum geht es bei den strittigen Dingen nicht, wenn ich es richtig im Kopf habe, wird ihr vorgeworfen, dass sie ein Gewerbe betrieben hat und in irgendwelchen Fernsehshows aufgetreten ist, ohne dass sie sich eine Nebentätigkeit hat, genehmigen lassen.

    Ja. Und das ist Rassismus.

    Das ist Quatsch, man kann und darf mit Menschen, die als Gast kommen, anders umgehen, als mit Menschen, die ihr Leben lang Teil dieser Gesellschaft waren. Maylins Äußerungen mögen polarisierend sein und ich teile vieles davon nicht, aber sich bei der Diskussion darüber dann immer in die Rassismus-Keule zu flüchten, ist mindestens genau so platt.

    Letztlich ist diese Diskussion hier (erwartbar) ein weiteres Beispiel dafür, dass sich an Ende meist die lauten Ränder mit Angriffen auf der Emotionsebene gegenüberstehen und sachliche Beiträge immer weniger werden.

    ..., jedoch würde jeder gute Rechtsanwalt ein solches Vorgehen empfehlen 🤷

    Vom rein formaljuristischen Standpunkt aus absolut richtig und Juristen arbeiten nun mal meist mit diesem.

    Als Betroffene sollte man aber auch zur Kenntnis nehmen, dass dieser Fall eine enorme Öffentlichkeit auf sich gezogen hat und jeder weitere Verfahrensschritt deutschlandweit diskutiert werden wird. Ich persönlich würde mir gut überlegen, ob ich für 20€ mehr Pension noch weitere Aufmerksamkeit als "unverschämteste Beamtin Deutschlands" (zukünftige Überschrift aus der Bild-Zeitung) auf mich ziehen wollen würde. Denn gleichzeitig steigt durch die öffentliche Wahrnehmung auch der Druck auf die verantwortlichen Behörden, noch mal ganz genau hin zu schauen, ob der Dame nicht doch juristische Vorwürfe zu machen sind, die man dann anführen kann um eine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis anzustreben.

    Als besonderen Service biete ich jedem nach seiner persönlichen Präferenz direkt zwei standardisierte Antworten auf die genannten Daten an:

    [ ] "Die Kriminalitätsrate unter Syrern und Afghanen ist nur deswegen erhöht, weil in den Gruppen der Anteil junger Männer erhöht ist, die sind das eigentliche Problem!"

    [ ] "Die Kriminalitätsrate unter jungen Männern ist nur deswegen erhöht, weil in der Gruppe der Anteil an Migranten überproportional hoch ist, die sind das eigentliche Problem!"

    Fühlst dich angegriffen?

    Könntest auch sagen, ja die Mehrheit der Taten, die überwiegende, die große Mehrheit wird von Männern begangen.

    Wie oben verlinkt, begehen junge Männer etwa 2,5-3 mal so viele Straftaten, wie der Bevölkerungsdurchschnitt, Fast der gleiche Faktor gilt für die Gesamtgruppe der Menschen mit afghanischen Pass. Wenn man über Gruppen sprechen will, müsste man also über beide Gruppen gleich sprechen, oder halt gar nicht. Ich fühle mich weder angegriffen noch angesprochen, ich will lediglich auf den Widerspruch in deiner Haltung hinweisen.

    Oder konkret: ich verstehe nicht, nach welchen Regeln du Menschen wohin schicken willst.

    Eine volljährige Person ohne deutschen Pass, die in Deutschland zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wird, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden kann, sollte in ihr Heimatland zurück kehren müssen. Das wäre zumindest eine vernünftige Regelung, vorausgesetzt sie würde dann auch umgesetzt. Wir haben ja gar nicht unbedingt das Problem, dass es nicht möglich ist, dass Menschen durch Fehlverhalten ihr Bleiberecht verlieren, sondern eher, dass auch ein Verlust des Bleiberechts in der Regel halt gar keine Folgen hat. (Ende 25 lebten ca. eine halbe Millionen Menschen ohne Duldung oder Aufenthaltstitel in Deutschland.)

    Wie so oft ist es in dieser Diskussion ja wieder mal offensichtlich, dass kaum jemand ein Problem damit hat, pauschalisierend über Gruppen zur sprechen, aber halt über immer nur über bestimmte Gruppen.

    Diejenigen, die am nachdrücklichsten darauf bestehen, dass man keineswegs aus dem Fehlverhalten einzelner ein grundsätzliches Problem mit bestimmen migrantischen Gruppen machen dürfe, erklären einem direkt anschließend, dass "MÄNNER ihre Denke ändern" müssen oder "junge Männer" das Problem sein. Der umgekehrte Fall ist in diesem Forum eher nicht vorhanden, aber genau das ist dann wiederum die Strategie aus dem rechtspopulistischen Lager.

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