Hallo, ich studiere derzeit Lehramt GyGe im ersten Semester in den Fächern Wirtschaftspolitik und Deutsch. Nun bin ich am überlegen, ob ich das Fach Deutsch durch Geographie ersetzen sollte. Ich blicke in Deutsch irgendwie gar nicht durch, zudem interessiert mich der Stoff eher weniger. Bei Geographie wäre das Problem mit späteren Einstellungschancen , da ich mit zwei Nebenfächern Wohl relativ schlechte Chancen habe, eine Stelle zu finden? Zudem hatte ich überlegt Kunst als Erweiterung zu nehmen. Was würdet ihr mir empfehlen? LG
Lehramt GyGe WiPo&Deutsch Wechsel zu WiPo&Geographie?
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Kunst als Hauptfach/Zweitfach und EK wenn überhaupt Ergänzungsfach.
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Deutsch, Geographie und WiPo sind alles Katastrophenfächer, was den zukünftigen Lehrkräftebedarf angeht, von daher wäre Kunst schon die deutlich bessere Alternative. Allerdings muss man dafür in der Regeln eine Aufnahmeprüfung bestehen.
Die rote Warnlampe geht bei mir persönlich auch an, wenn jemand schon in Deutsch "gar nicht durchblickt", denn eigentlich ist das ein Fach, in dem an den meisten Universitäten kaum jemand abbricht und praktisch jeder mit sehr gut abschließt, da würde ich als allererstes mal selbstkritisch hinterfragen, was die Ursachen der Probleme sind.
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Die rote Warnlampe geht bei mir persönlich auch an, wenn jemand schon in Deutsch "gar nicht durchblickt", denn eigentlich ist das ein Fach, in dem an den meisten Universitäten kaum jemand abbricht und praktisch jeder mit sehr gut abschließt, da würde ich als allererstes mal selbstkritisch hinterfragen, was die Ursachen der Probleme sind.
hm.. bitte..
Hast du bitte Belege für die Aussagen?
Dass es in Deutsch weniger Abbrüche als in Mathe und Physik gibt, okay, aber es gibt durchaus viele Studis, die dann merken, dass Deutsch eben mehr ist als gerne lesen und mit der Vielfalt des Fachs (Literaturwissenschaft, Linguistik, Sprachgeschichte) nicht klar kommen.
Deutsch ist zwar kein Mangelfach aber immer gut gebraucht, hat auch viele Stunden in der Stundentafel, also weeeeeeeesentlich besser als EK und WiPo. Wichtig wäre auch dein Ziel-BL, EK und WiPo sind nicht in jedem BL gleich vertreten.
Sicher ist aber: an den "alternativen Schulformen" (wenn es keine Planstelle am Gym gibt), ist die Kombi EK/WiPo total absurd bis Todesdolch, weil oft von der selben Person gegenseitig fachfremd übernommen oder nicht existierend (EK ist glaube ich zum Beispiel an der BBS nicht Teil des Fächerkanons, WiPo hat auch da wenig Stunden...) -
EK gibt's an keiner BBS, die ich kenne.
Deutsch hingegen ist bei uns Mangelfach.
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(bei uns übrigens auch ein Quasi-Mangelfach. Denn gute Schulleitungen nie versuchen, die 25 Stunden mit Deutsch voll zu machen und auch eine Balance mit anderen Fächern, evtl. Zusatzfächern, usw.. zu füllen, und sooooooo viele Deutschleute gibt es auch nicht, wenn man schon diejenigen mit Geschichte als Zweitfach nicht haben möchte
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Deutsch war mal ein absolut überbelegtes Fach. Die letzten Jahre ist es wieder etwas besser geworden, aber es ist natürlich weiterhin kein klassisches Mangelfach. Politik und Geographie sind vielerorts komplett überbelegt. Kunst ist Mangelfach - hier wären die späteren Einstellungschancen gut. Wenn grundsätzlich Potential vorhanden ist, würde ich sehr hierzu raten. Was mir noch einfällt: Sozialpädagogik als Fach im berufsbildenden Bereich ist noch recht stark gesucht. Hiermit hättest du analog zu Politik und Geographie immerhin ein gesellschaftswissenschaftliches Fach und müsstest nicht komplett hierauf verzichten. Was wäre mit der Kombination Sozialpädagogik + Kunst?
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Wir reden hier von einem Einstellungstermin in ungefähr sechs Jahren. Niemand weiß wirklich, welche Fächer dann gefragt ist.
Oder?
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Wir reden hier von einem Einstellungstermin in ungefähr sechs Jahren. Niemand weiß wirklich, welche Fächer dann gefragt ist.
Die genannten Fächer sind seit 25 Jahren eher im Überschuss und die Pensionierungswelle flacht in vielen Bundesländern ab. Wenn kein mysteriöses Virus auftritt, das aus irgendeinem Grund nur Erdkundelehrer befällt, wird es auch zukünftig mehr als genug von denen geben.
hm.. bitte..
Hast du bitte Belege für die Aussagen?Im Bereich der Sprachwissenschaften schließen ca. 50% im Master mit sehr gut ab, etwa genau so viel, wie in Mathematik und etwas weniger als in Medizin (ca. 60%). In Mathe landen aber sehr viel weniger im Master und in Medizin sitzen fast nur Leute, die ein 1er-Abi gemacht haben. (Es gibt eine 900-Seitige Analyse des Wissenschaftsrates zu dem Thema.)
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Für Geo war der Bedarf an Gym/Ge zuletzt gar nicht so gering, in der Kombination würde ich es allerdings auch nicht wählen. An deiner Stelle würde ich immer zusehen, dass ein Hauptfach mit dabei ist.
Generell würde ich inzwischen eher eine Fachkombi nehmen, die an allen Schularten vertreten ist. Wenn dir irgendwann aufgeht, dass Gym/Ge nicht unbedingt deine bevorzugten Schularten sind, ist der Wechsel mit Geo ggf. nicht so einfach, weil es halt oft gar nicht unterrichtet wird. Dazu kommt noch, dass Geo in der Fächergruppe der Gesellschaftswissenschaften an kleinen Schulen das Fach ist, das als erstes aus dem Wahlangebot fliegt. Ich hab Geographie wirklich gerne studiert und auch unterrichtet, aber taktisch ist es leider definitiv nicht die beste Wahl.
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Du willst aber jetzt nicht sagen, dass das Medizinstudium intellektuell besonders anspruchsvoll sei?
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Du willst aber jetzt nicht sagen, dass das Medizinstudium intellektuell besonders anspruchsvoll sei?
Hast du Medizin studiert?
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Hast du Medizin studiert?
Nur die Medizinvorlesungen für Sonderpädagogen (4 SWS + mündliche Prüfung). Hast du?
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Nur die Medizinvorlesungen für Sonderpädagogen (4 SWS + mündliche Prüfung). Hast du?
Also nicht, ok
Nein, habe ich nicht. Ich bin nur Rettungssanitäter, da sind die Ausbildung und das bisschen Praxis, das ich habe, aber schon etwas her.
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Ok. Beantwortest du mir auch noch meine Frage, bitte?
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Ok. Beantwortest du mir auch noch meine Frage, bitte?
Kann ich nicht belastbar, da ich selbst kein Medizin studiert habe. Anspruchsvoller als die meisten anderen Studiengänge ist Medizin aber sicher. Besonders intellektuell anspruchsvoll ist kein Studiengang; mit Fleiß lässt sich für normal intelligente Menschen jedes Studium schaffen.
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Im Bereich der Sprachwissenschaften schließen ca. 50% im Master mit sehr gut ab, etwa genau so viel, wie in Mathematik und etwas weniger als in Medizin (ca. 60%). In Mathe landen aber sehr viel weniger im Master und in Medizin sitzen fast nur Leute, die ein 1er-Abi gemacht haben. (Es gibt eine 900-Seitige Analyse des Wissenschaftsrates zu dem Thema.)
Verrätst du auch die Quelle dazu? oder muss ich zum Beispiel 114 Seiten der Publikationsliste des WR mit dem Suchwort "Abschlüsse" durchgehen?
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Verrätst du auch die Quelle dazu? oder muss ich zum Beispiel 114 Seiten der Publikationsliste des WR mit dem Suchwort "Abschlüsse" durchgehen?
https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/2627-12.pdf
Ab Seite 52 stehen die Noten. (Medizin habe ich mit Kunst verwechselt, Medizin hat 40% sehr gut)
Ist gut 10 Jahre alt, im Umfang gibt es aber sonst nichts annähernd vergleichbares.
In erster Linie zeigt die Auswertung aber, dass durch die Umstellung auf Bachelor/Master die Inflation guter Noten zugenommen hat, auch in den Fachbereichen, die vorher damit deutlich sparsamer waren (zB Mathe). 90% der Noten im Master sind gut oder sehr gut. -
Sprachwissenschaften im Master ungleich Staatsexamen. Ich weiß nicht, wie es jetzt ist, aber die Resultate im Staatsexamen ließen sich nie mit denen im Master vergleichen.
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Die Unis kriegen ihr Geld doch auch pro StundentIn, oder?
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