Was ist denn deiner Ansicht nach der allgemeine wissenschaftliche Konsens? Ich beobachte statt einer Konsensbildung eine zunehmende Polarisierung und Verzerrung der Debatte unter Einfluss von Lobbyisten. Ich sehe eine politische Polarisierung zwischen Merkel, Söder einerseits und Laschet und co andererseits, aber auch eine unter Wissenschaftlern in unser deutschsprachigen Blase, mit den Polen der Helmholz-Gesellschaft und inzwischen auch Drosten und Leuten wie Streeck auf der anderen Seite. Derweil hört man international, vorallem Ostasien und von der WHO immer nachdrücklichere Warnungen, die manche am liebsten in den Wind geschlagen sähen.
Du deutest vage Erkenntnisse an auf die Du dich stützt, ziehst Dich auf einen Konsens zurück. Für mich geht das aber nicht über Andeutungen hinaus. Und Studien aus China wurden hierzulande schon über Monate verrissen. Jetzt, nach und nach, kommt raus, wovor die Chinesischen Ärzte uns schon teilweise seit Ende Januar warnten. Reinfektion, Reaktivierung, Nervenschäden, die Liste ließe sich fortsetzen.
Und ja, ich glaube der Virus ist eine sehr ernste Bedrohung, ein historisches Ereignis und unserem Lebtag noch nicht vergleichbar dagewesen. Du kannst das unter dem Begriff apokalyptisch fassen, wenn sich manche Dinge bestätigen, für die wir bisher nur Indizien haben, kann das hinkommen. Umso wichtiger, dass wir die entsprechende Sorgfalt walten lassen, als Gesellschaft, als Individuen.