PaPo
Es gibt Dinge, die kann man auf diskursiver Ebene nicht lösen. Da gibt es auch nichts zu gewinnen.
Meine Sorge als Mensch mit ostasiatischem Migrationshintergrund ist die, dass die AfD Wahlerfolge ein politisches Klima erzeugen, dass Hass und Hetze als gesellschaftlich akzeptiert bzw. nicht mehr ablehnenswerte Form des Umgangs gelten.
Hass, Hetze und Provokationen finden wir in den Beiträgen der AfD im Bundestag und in den Länderparlamenten, in denen sie vertreten ist, zu Hauf. Da spare ich mir die Belege. Es sind diese politischen, öffentlichkeitswirksamen Äußerungen, die dazu beitragen, die Hemmschwelle für Hass und Ausgrenzung in der Gesellschaft zu senken und ein Klima des Argwohns gegenüber orientalisch aussehenden Menschen zu schüren.
Du kannst das jetzt auf die bekannte einschlägige Art und Weise argumentativ dekonstruieren und delegitimieren. Das ändert aber nichts an meiner Sorge. Es ist auch keine existenzielle Sorge sondern ein Gedanke, der sich allmählich häufiger in mir regt.
Der Umstand, dass Du anregst, dass doch erst einmal wissenschaftlich-evidenzbasiert zu diskutieren, geht letztlich an dem eigentlichen Problem vorbei. Da fühle ich mich bestenfalls belehrt, aber definitiv nicht verstanden.