Beiträge von fachinformatiker

    Wo jetzt der Rückschlag erfolgt, fällt mir die Bemerkung von Breton ein, dass wir den Sputnik Impfstoff sowieso nicht benötigen.

    Da wir es nicht nötig gefunden haben, 6 Monate nach Verwendung in Russland eigene Studien zu dem Impfstoff zu machen und den Russen offensichtlich unsere Wünsche und Zulassungskriterien egal sind, werden bei uns vielleicht viele unnötig sterben.

    Aber wir können ja nichts dafür, dass die Russen keinen Zulassungsantrag stellen und keine ordentliche Phase ||| Studie präsentieren.


    Ist das dann unsere Schuld oder die der Russen, dass wir immer noch zu wenig wissen?


    Ich würde notfalls AZ nehmen, aber hätte was dagegen, wenn meine Frau dieses Zeug bekommt.

    Außerdem können sich Industriemitarbeiter jederzeit nach Bedarf freinehmen, sofern man nicht am "Band" steht und die betriebliche Situation es zulässt. Als Lehrer geht das nicht.

    Hatte auch Stress wegen 5x vormittags und 3xabends. Immer nur kurze Einsätze, aber die Tage sind kaputt.


    Andere haben bei voller Stundenzahl nur 4 Vormittage. Das ist unfair.

    Wieso denn Berlin? BW Leute. Wir haben Impfstoff für Lehrkräfte aller Schularten und nehmen GS-KuK mit Kusshand. (Also Hand desinfizieren, mit geeignetem Mundwasser gurgeln, Schnelltests machen, eigene Hand küssen und damit aus mindestens 2m Entfernung freundlich winken, während die Maske wieder aufgesetzt wird.)

    Halten sich die BWler nicht mehr an die Impfreihenfolge? Bei uns in NRW welird nur Grundschul- und Kitapersonal geimpft.

    Also der Staat soll dafür geradestehen, wenn ein Hersteller am Ende doch einen hochproblematischen Mist übersehen hat bei seinem Impfstoff und womöglich lebenslange Renten, Pflegekosten whatever für Millionen Menschen übernehmen, während der Hersteller, der abkassiert hat davor nicht in Regress genommen wird? Nein danke! Nochmal: Wenn Sputnik so gut funktioniert wie von Russland propagiert, dann ist es absolut kei Problem eine Zulassung zu erhalten. Der Umstand, dass eine solche Zulassung noch immer nicht beantragt wurde hat sicherlich gute Gründe, die es erst einmal auszuräumen gilt. Das ist aber Verantwortung des Herstellers. Die EMA hat übrigens auch ganz ohne vorliegenden Zulassungsantrag bereits ein Rolling Review-Verfahren für Sputnik eröffnet, um eben alles, was an Daten bereits öffentlich verfügbar ist zu prüfen und im Falle eines Zulassungsantrags des Hersteller möglichst schnell auch zulassen zu können. Den schwarzen Peter weiterschieben zu wollen versucht Putin ja auch, ist aber nicht angemessen an der Stelle. Die Verantwortung für die Zulassung liegt nur beim Hersteller, der offensichtlich aktuell keine ordentliche Zulassung anstrebt, nur Notzulassungen, die eben die Haftung ausschließen. Polemische Forderungen eine solche Notzulassung zu erteilen sind nicht hilfreich.

    Ich sehe es genauso wie von dir beschrieben für zeitunkritische oder nichtlebensnotwenige Güter. Diese bürokratische Sicht in dieser Pandemie aufrechtzuerhalten halte ich für falsch.

    Statt auf die Untätigkeit anderer zu verweisen, hätte man schon vor einem halben Jahr tätig werden sollen und nicht erst jetzt.

    Wenn der Impfstoff ungeeignet ist, hätte man das schon vorher selbst ermitteln können und wenn dieser gut sein sollte, hat die Ema indirekt viele Menschenleben auf dem Gewissen.


    Das Russen eine geringe Impfquote hat, liegt vielleicht an einer anderen Mentalität und nicht an einer zu geringen Impfstoffmenge.

    Das geht natürlich nicht weil dann die EMA die Verantwortung übernehmen müsste und nicht die Russen. Bei einer regulären Zulassung hält ja die Firma den Kopf hin, die die Studien gemacht hat. Deswegen ist das Geblödel um Astrazeneca ja auch so ein Irrsinn, da hat ja Moebius schon recht.

    Ist es nicht so, dass der Staat die Verantwortung übernimmt?

    In so einer Notsituation die viele Milliarden und Menschenleben kostet so lange einen potentiell guten Impfstoff links liegen zu lassen, ist meiner Meinung nicht mit mangelhafter Datenlage begründbar. Besonders, da Zeit genug war, die notwendigen Daten in Eigenregie zu untersuchen.


    Es handelt sich schließlich nicht um eine PKW Zulassung, die man wegen mangelnder Papiere nicht durchführt.

    Uns fehlen noch die versprochenen Schnelltests für Schüler und die Lehrer werden auch nur wöchentlich auf freiwilliger Basis getestet.


    Durch den Wechselunterricht verliere ich die Heimgruppe. Deswegen bekommen diese nur Aufgaben, die in der Präsenzwoche besprochen werden.


    Zusätzlich lassen wir für Klassenarbeiten immer die ganze Gruppe kommen, die allerdings von zwei Aufsichten in zwei Räumen kontrolliert wird. Ich persönlich nutze die Präsenzphase, eine Klassenarbeit nach der anderen zu den Themen des vorherigen Distanzunterrichts schreiben zu lassen.

    Wer weiß, wann und wie lange die Schule wieder geschlossenen wird. Für Klassenarbeiten auf Distanz sind unsere Schüler zu intelligent (reger Austausch mit Fotos in WhatsApp-Gruppen).

    Mich wundert immer noch, warum Sputnik nicht von der Ema unmittelbar nach der Freigabe in Russland getestet wurde.

    Es kann doch nicht sein, dass in so einer Ausnahmesituation auf fehlende Daten und Studien verwiesen wird, anstatt diese selber zu erstellen oder in Auftrag zu geben.

    Jetzt fällt denen auf einmal ein, dass der Impfstoff vielleicht doch geeignet sein könnte.

    Naja bei einer Coronainfektion haben 80% sehr leichte Verläufe, bei vielen muss sogar getestet werden, um eine Infektion zu erkennen. Für jüngere Menschen sieht es noch besser aus.


    Dann sind die Impfnebenwirkungen bei jüngeren Menschen anscheinend höher als die Wirkung der eigentlichen Infektion. Hat jemand die Größenordnung der schweren und tödlichen Fälle bei gesunden unter 50 oder unter 60 jährigen Menschen?



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    Edit by Mod: Zitat repariert

    Gibt's hier schon aus erster Hand Erfahrungen bezüglich der Impfnebenwirkungen?


    Zwei Cousins von mir sind mit Astrascenica geimpft worden und hatten sehr starke Nebenwirkungen. Beide waren zwei Tage richtig krank und würden es nicht wieder machen.

    OK, beide haben ordentlich Übergewicht und sind mit etwas über und unter 50 nicht mehr die jüngsten Familienmitglieder.

    Wenn ein Schüler, Fachschüler gelten als Studierende, bei einer Abschlussprüfung krank sein sollte, gibt es einen offiziellen Wiederholungstermin mit einer neuen genehmigten Prüfung (oder Zweitvorschlag) am Ende der Sommerferien.

    Nachprüfungen gibt es eine Woche nach der Ergebnisbekanntgabe, die deutlich nach der letzten Prüfung erfolgt.


    So ist es eigentlich nicht fahrlässig vom Arbeitgeber. Außerdem ist die Fachschule eine freiwillige Weiterbildung der Studierenden, mit denen die Betriebe nichts zu tun haben.


    Wenn also die Landesregierung konkrete Terminzusagen per Erlass verschiebt, ist das rechtlich wahrscheinlich sehr problematisch.

    Mir geht's zumindest so, dass ich durch den Distanzunterricht viel mehr Arbeit habe und auch planmäßig im Stoff bin.

    Es werden viel mehr Arbeitsblätter erstellt und Lösungen von Schülern aufwändig bearbeitet und zurück gemeldet.


    Wenn ich jetzt den einzigen Urlaub mit meiner Partnerin aufgeben müsste, wäre ich richtig sauer. Besonders, da Sie keinen weiteren Urlaub während der Ferien bekommt.


    Habe mitbekommen, dass sogar ein Fachschüler wegen der angeordneten Prüfungsterminverschiebung mit seinem Arbeitgeber klagen möchte, da er unmittelbar nach den ursprünglich angesetzten Terminen auf Auslandsmontage ist.

    Anscheinend wird täglich eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Jetzt wird über eine Verkürzung der Sommerferien nachgedacht.


    Ist es überhaupt rechtlich möglich, da einige schon lange ihren Urlaub gebucht haben?

    Viele Grüße ans Forum

    Weiß jemand, warum in Deutschland nicht der russische Impfstoff auf der Liste steht?

    Er soll besser verträglich und einen höheren Schutz bieten als AZ.


    Die mangelnde Datenlage aus Russland kann kaum vorgeschoben werden, da wir seit der Zulassung in Russland genug Zeit für eigene Untersuchungen und Testreihen gehabt haben.


    Beim AZ verstehe ich die Reduktion der schweren Verläufe nicht so ganz.

    Da der Impfstoff für über 65 jährige nicht erforscht wurde, müssen die Testreihen an jüngeren Personen durchgeführt worden sein. Bei jüngeren Patienten kommt es ganz selten zu schweren Verläufen.

    So muss die Testreihe mit einer extrem großen Personenzahl durchgeführt worden sein, um eine 95 % Verringerung zu dokumentieren.

    Ich sehe von Distanzklassenarbeiten ab, weil diese nicht überwacht werden können.

    Ich bin mir sicher, dass sich meine Schüler über alternative Videokonferenzen und Chats wie WhatsApp austauschen würden.

    Dann müssen für alle Schüler individuelle Arbeiten erstellt werden.

    Nein danke. Wir bereiten uns jetzt intensiv auf die kommende Präsenzphase vor, in der wir die Klassenarbeiten nachholen.

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