Ich war nach der Realschule schulmüde und habe trotz guter Noten erstmal kein Abi gemacht, sondern eine Berufsausbildung und anschließend kurz als Facharbeiter gearbeitet Das war unglaublich wichtig für mich. Ich habe die Arbeit nicht geliebt und die Vorstellung, bis zur Rente die Hallen nicht verlassen zu können, waren eine Horrorvorstellung für mich.
Ich holte mein Abi nach und studierte shr erfolgreich Ingenieur an der Uni. Das Studium war unglaublich hart. Anschließend arbeitete ich als Ingenieur und hier habe ich auch die Arbeit nicht geliebt. Lange Tage im Büro mit 6 Wochen Auszeit im Jahr waren wieder eine Katastrophe.
Dann gab es die einmalige Umschulung zum Lehrer mit voller Bezahlung in kurzer Zeit.
Seitdem bin ich begeisterter Lehrer und trotz aller Kritik an Kleinigkeiten liebe ich den Job, genieße es im Winter Sonnenlicht zu sehen und die Arbeit frei einteilen zu können. Wenn die Arbeit anfällt, arbeite ich an Wochenenden, nachts usw., habe aber dafür oft viele freie Vor- und Nachmittage.
Was ich damit sagen möchte ist, dass ich ohne meine Vorgeschichte den Job niemals so geschätzt hätte.
Deine Vorgeschichte zeigt die eines verwöhnten Kindes ohne richtige Herausforderung und Durchhaltewillen, weil du nicht dankbar für deine Möglichkeiten sein konntest.
Jetzt aber scheinst du soviel Schei.... erlebt zu haben, dass die vielleicht einen kompletten Neuanfang hinbekommen kannst und den nötigen Ehrgeiz hast.
Wenn nicht, geh für kleines Geld arbeiten und überleg dir in einigen Jahren, ob du dann den Willen bekommen hast. Wenn nicht, ist es auch ok. Ist dein Leben.