Beiträge von Moebius

    Ganz nebenbei, nur damit jeder mal so ganz grob einschätzen kann, wo er steht:

    https://www.huk.de/gesundheit-vor…ung-beamte.html

    Dort kann man sich direkt berechnen lassen, was man bei einem Wechsel an Beitragen zahlen müsste (unverbindlich und ohne Risikozuschläge). Das soll keine Empfehlung sein, die HUK wird meist relativ gut getestet, aber im Fall der Fälle würde ich mir sowieso mehr als ein Angebot machen lassen. Die Vergleichsrechner im Netz würde ich sonst eher meiden, die schließen nur Versicherungen ein, die mit externen Vermittlern auf Provisionsbasis arbeiten, die sind meist eher teuer.

    Den Brief hatte ich heute in der Post. Bei mir sind es nun fast 400 Euro, die ich monatlich berappen muss - in Elternzeit und ab Januar komplett ohne Einnahmen und Elterngeld kein Pappenstiel. Wie beneide ich diejenigen, die in dieser Zeit bei ihrem Partner familienversichert sind!

    Ganz ehrlich: wer das einfach so als gottgegeben hinnimmt, ohne sich auch nur über alternative Tarife oder Konditionen bei einem Wechsel zu informieren, ist auch selber schuld. 400 € sind definitiv zu viel, wenn du keinen absoluten Luxustarif mit Risikozuschlägen hast.

    Wenn ich dich mal aufgrund deiner Elternzeit in die Gruppe 30-40 einordne, ist definitiv eine gute und seriöse Versicherungslösung für 150€-200€ möglich. Ud für einen Wechsel ist man da auch noch nicht zu alt.

    Man sollte allerdings ergänzen, dass die Verwendung des Sternchens nur für die Schriftform gilt, beim Vorlesen eines entsprechenden Textes ist eigentlich die weibliche und männliche Form zu nennen. Aus Sehr geehrte Bürger*innenmeister*innen*kandidat*innen ... " wird dann also "Sehr geehrte Bürgerinnenmeisterinnenkandidatinnen und Bürgerinnenmeisterinnenkandidaten und Bürgerinnenmeisterkandidatinnen und Bürgerinnenmeisterkandidaten und Bürgermeisterinnenkandidatinnen und Bürgermeisterinnenkandidaten und Bürgermeisterkandidatinnen und Bürgermeisterkandidaten..."

    Mit Luxusproblemen hat die Schlechterstellung von der Hälfte der Bevölkerung auch nichts zu tun.

    Gendergerechte Sprache ist kein Luxusproblem, da scheitert es am Problem.

    Ich habe nicht per se etwas gegen Genderforschung, es gibt erhebliche Probleme, bei denen das Geschlecht eine starke Rolle spielt. Und zwar bei beiden Geschlechtern. Wenn wir mal in unserem Metier bleiben, wäre da zum Beispiel die systematische Benachteiligung von Jungen im Schulsystem, die vor ca. 10-15 Jahren in diversen Untersuchungen empirisch nachgewiesen wurde. Beim Nachweis ist es aber auch geblieben, ernsthafte Versuche diese Benachteiligung anzugehen hat es seitdem nicht gegeben.

    Das Problem ist, dass ernsthafte Probleme geschlechtsbedingter Benachteiligung ausgesprochen komplex sind und sich einfachen Lösungen entziehen. Das in der Genderforschung tätige Personal ist mit dieser Komplexität aber weitgehend überfordert, was ein Spiegelbild der Entwicklung in unserem Schulsystem ist. Wir haben einen Dang in die Gymnasien und in akademische Laufbahnen - inzwischen will ja die Hälfte jedes Jahrgangs das Abitur und ein Drittel anschließend an die Universität. Den harten fachlichen Anforderungen in den Naturwissenschaften, Medizin oder Jura sind die aber nicht alle gewachsen. Was macht man, wenn das eigene Selbstbild (oder die Eltern) einen zu einer akademischen Laufbahn zwingt, ohne dass man einem echten akademischen Anspruch gerecht werden könnte? Man flüchtet sich in die "weichen" Fächer. Und dort gibt es dann irgendwann Leute mit Abschlüssen, die sich mit irgendwas beschäftigen müssen und die - mangels der Möglichkeit irgendwo einen echten Beitrag zu leisten - sich selbst Probleme zu schaffen um die selbst zu lösen und sich an die Illusion der eigenen Relevanz zu klammern. Die verteilen dann Sternchen. Das betrifft nicht nur die Genderforschung, sondern zB auch weite Bereiche der universitären Pädagogik.

    Das ist im meinen Augen auch ein gesellschaftliches Problem, denn im Grunde fallen diese Menschen als produktive Mitglieder einer Gesellschaft weg und müssen ihr Leben lang alimentiert werden (und zwar zu wesentlich höheren Kosten, als es bei den unproduktiven Mitgliedern einer Gesellschaft der Fall ist, die nicht den Anspruch haben, Akademiker genannt zu werden).

    Um das zu lösen, müssten in meinen Augen zwei Dinge passieren:

    1. Eine Aufwertung von geisteswissenschaftlichen Tätigkeiten unterhalb universitärer Abschlüsse. Wer in Physik an der Universität scheitert, kann an die FH wechseln und meistens erfolgreich Maschinenbau, E-Technik oder sonst was studieren und damit gut durchs Leben gehen. Wer in vielen geisteswissenschaftlichen Fächern merkt, dass eine akademische Laufbahn nicht das richtige ist, hat eigentlich nur die Möglichkeit, in ein relativ tiefes Loch zu fallen oder sich halt mit aller Macht daran zu klammern, die Illusion aufrecht zu erhalten.

    2. Es müsste eine ehrliche Auseinandersetzung mit Leistung in den betreffenden Fachbereichen geben. Das wir aber nur passieren, wenn es Druck von außen gibt und nicht mehr 90% eines Jahrgangs den Abschluss schaffen und der Schnitt dann bei 1,3 liegt.

    Wer mich jetzt als Motivationsredner buchen möchte, den muss ich leider enttäuschen, ich arbeite nur ehrenamtlich da wo ich gebraucht werde.

    Von Schritt 2 würde ich meist abraten. Insbesondere älteren Beamten, die schon einige Jahre einzahlen. Der Grund ist nämlich der, dass im Laufe der Jahre Beitragsrückstellungen gebildet werden. Wechselt man innerhalb der Krankenkasse in einen anderen Tarif, dann bleiben die Rückstellungen erhalten. Eine Altersprüfung findet bei Tarifwechsel selten statt, bei niedrigerem Schutz i.d.R. gar nicht.

    Wechselt man jedoch zu einer anderen Kasse, gehen viele Altersrückstellungen verloren und müssten bis zur Pension neu angespart werden. Saftige Preiserhöhungen sind da vorprogrammiert.

    Ein Teil der Altersrückstellungen wandert mit, nämlich der Teil, der zu den Leistungen des Basistarifes gehört. Je weniger Zusatzleistungen ich versichert habe, um so so geringer ist der "Verlust". Außerdem ist das Bilden neuer Rücklagen von Anfang an im Preis der neuen Versicherung berücksichtigt.

    Im übrigen ist das die typische "Angst Argumentation" der Versicherer: Bleiben Sie lieber da, wo es jetzt schon teuer ist, weil es da, wo sie hin wechseln, später auch teuer werden könnte. Es spricht überhaupt nichts dagegen, sich mal ein Angebot machen zu lassen um zu sehen, wo man so steht, und wenn mein Beitrag da pro Jahr um 1500€ sinken kann, müssten schon einige zukünftige Preiserhöhungen kommen, bevor man damit wieder schlechte fährt. Und wie gesagt: Die Tests der üblichen Verbraucherorganisationen zeigen eigentlich, dass teuere Versicherungen ein Leben lang teuer bleiben und günstige ein Leben lang günstig. Auch wenn die teuren gerne versuchen, ihren Kunden etwas anderes weis zu machen.

    Und nur mal, damit jeder einordnen kann, wo er preislich steht:

    Männlich (noch ein alter, geschlechterspezifischer Tarif), gut 40 Jahre alt, keine Vorerkrankungen, Beihilfergänzung ohne große Zusatzleistungen, ca. 130€ p. M., knapp 100 € nach Beitragsrückerstattung.

    Es ist übrigens durchaus möglich, die privat PKV zu wechseln.

    Man kann auch innerhalb der eigenen PKV in einen günstigeren Tarif wechseln, der nicht zwingend schlechtere Leistungen haben muss.

    Schritt 1: Die eigene PKV anrufen, sich über den Preisanstieg beschweren, darum bitten, ein Angebot für einen Tarifwechsel zu bekommen und sich den schriftlich mit genauer Leistungsbeschreibung zuschicken lassen

    Schritt 2: Sich ein Angebot von einer anderen PKV machen lassen, die in Tests regelmäßig relativ gut abschneidet.

    Der Haken an der Sache: beides wird nur zum Erfolg führen, wenn man keine schwerwiegenden Vorerkrankungen hat.

    Bei vielen PKVs ist es Prinzip, dass sie Tarife nach einiger Zeit schließen und dann die Preise laufend erhöhen. Attraktive Kunden kriegen Angebote für Wechsel in günstigere Tarife wenn sie fragen, unattraktive Kunden haben keine Wahl als in dem Tarif zu bleiben, der dadurch noch teuerer wird, weil der Risikomix in dem Tarif langfristig immer ungünstiger wird.

    (Der Laie denkt vielleicht: "Ich habe jetzt eine saftige Tariferhöhung bekommen, da werde ich jetzt erst mal Ruhe haben, die anderen Versicherer werden nachziehen müssen". Das ist ein Irrglaube. In der privaten PKV haben die Tarife die Tendenz mit steigendem Alter immer weiter auseinander zu laufen, die teueren Tarife werden später in der Regel immer noch teurer.)

    So eine Soldatenverabschiedung ist tatsächlich ein richtig gutes Beispiel. Die müssten auch, wenn der Vorgesetztes es befiehlt, ins nächste MG-Nest rennen.

    Und ich muss in die 8a, wenn mein Vorgesetzter es befielt, so groß ist der Unterschied nicht.

    übrigens glaube ich irgendwie, dass das Arbeitszeit war.

    Ist es im oben beschriebenen Fall ja auch. Jede Dienstbesprechung ist Arbeitszeit.

    Eine offensichtlich rechtswidrige Dienstanweisung wäre, Schülern zukünftig pro vergessener Hausarbeit eine Ohrfeige zu verpassen, sicher nicht die "Zumutung" am Freitag um 13 Uhr zu einer Dienstbesprechung zu erscheinen.

    Es grenzt langsam ans peinliche, mit welcher Leidensmeine hier auf Dinge reagiert wird, die für Millionen Arbeitnehmer Alltäglichkeiten sind.Es fehlt eigentlich nur noch der Hinweis darauf, dass man Freitags um 14 Uhr immer Tennistraining hat. Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, was ich persönlich vom Vorgehen der Schulleitung halte (nämlich nichts, das ist aber für die Bewertung des Sachverhaltes völlig irrelevant).

    Nein. Was du da beschreibst, nennt man Despotismus. Das ist etwas anderes als da Dienstrecht. Der Schulleter kann nicht willkürlich entscheiden.

    Wenn ich tun muss, was mein Dienstvorgesetzter von mir verlangt, ist das Despotismus.

    Willkommen in der Realität.

    Der Schulleiter entscheidet auch nicht willkürlich, er hat einen Anlass, mit der er so umgeht, wie er es für angemessen hält.

    Die Diskussion hier ist müßig. Die Frage war, ob der Schulleiter die Teilnahme an der beschriebenen Veranstaltung verpflichtend machen kann. Das kann er ganz zweifellos. Im Gegenzug kann jeder gerne davon halten, was er möchte.

    Mir persönlich kann man meine Papiere zur Versetzung in den Ruhestand übrigens gerne postalisch zusenden. Von den Kollegen, von denen ich mich verabschieden möchte, mache ich das schon persönlich und so wie mir es gefällt. Das ist übrigens auch der einzige Fall, bei dem ich persönlich eine solche Veranstaltung ggf. durch zivilen ungehorsam sabotieren würde.

    Muss eine Einladung zu einer Dienstbesprechung nicht schriftlich erfolgen?

    "Dienstbesprechungen" sind gar keine irgendwie rechtlich geregelte Veranstaltungen. Sie sind keine Teilkonferenz im Sinne des Schulgesetzes und können keine bindenden Beschlüsse treffen, sie unterliegen auch keinen gesonderten Regelungen für Einladungen u.Ä. . Sie fallen einfach unter die sonstigen dienstlichen Verpflichtungen, wie Fortbildungen, Vertretungsunterricht, etc. . Da gibt es auch keine verbindlichen Vorgaben, wenn der Vertretungsplaner dir sagt, dass Kollege Müller gerade vom Blitz getroffen wurde und du jetzt die 9b übernehmen musst, dann musst du halt erst mal ran.

    Es gibt keine abschließende Liste darüber, was eine dienstliche Aufgabe ist oder was der Inhalt einer Dienstbesprechung sein kann. Es ist dienstlich, wenn der Schulleiter sagt, es ist dienstlich. Hört sich blöd an, ist aber Wesen der Behörde, in der wir nun mal arbeiten und die nun mal eine hierarchische Weisungsstruktur hat. Man kann auch grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass an einem Freitag vor den Ferien um 13 Uhr Schluss ist. Der Tag ist ein Arbeitstag, ohne Einschränkung.

    Ob es als Schulleiter klug ist, so etwas auf diese Art und Weise an zu setzten, mag diskussionswürdig sein, aber es ist halt nicht jeder Schulleiter klug. Damit muss man leben.

    Zu den Lösungsvorschlägen:

    -Termine können vergessen werden. Eine Entschuldigung reicht dann in der Regel.

    Klar, so was kann mal passieren und in einer vernünftig geführten Schule ist das auch kein Problem. In einer unvernünftig geführten Schule kann die Nichtwahrnehmung einer Dienstpflicht als Dienstvergehen geahndet werden.

    -man kann krank sein oder einen Arzttermin dahin legen.

    Man kann krank sein, Arzttermine hat man grundsätzlich erst mal so zu legen, dass dienstliche Belange nicht berührt werden. Ist das nicht möglich, so muss man dies auch begründen können, zB mit Dringlichkeit, was schwierig sein dürfte, wenn am Montag danach die Ferien anfangen. Außerdem muss man den Arztbesuch dann ggf. auch nachweisen können, wenn der AG das verlangt, als Tipp um stattdessen frühzeitig in die Ferien zu fahren ist das ganze daher eher untauglich.

    Ich hatte in meiner PR-Arbeit schon mehrfach vergleichbare Fälle, leider sind meiner Erfahrungen in Bezug auf Unterstützung durch die Behörde sehr ernüchternd. Die Stellen in der Behörde - auch wenn sie nicht mit Beförderung versehen sind - sind sehr begrenzt und man möchte dort Leute haben, die jung, belastbar und karriereorientiert sind. In der Regel gehen die Kollegen für drei Jahre in die Behörde, ackern da ihre 40+ Stunde die Woche für drei Jahre durch um dann als "Belohnung" direkt auf ein Leitungsamt in einer Schule geschoben zu werden. "Ruhige" Posten, die für eingeschränkt belastbare Kollegen geeignet sind, gibt es dort nicht (mehr).

    In allen Fällen, in denen Kollegen aktiv eine alternative Verwendung gewünscht haben, war die Antwort "gibt es nicht".

    Ich würde mich auf jeden Fall an den Bezirkspersonalrat unter Einbeziehung des Schwerbeschädigtenvertreters wenden. Helfen kann dir nur jemand, der deinen Fall genau kennt, und das schließt die genaue Erkrankung mit ein, die möchtest du sicher nicht im Internet ausbreiten.

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