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Sondermüll sind die nicht, warum auch?
Beiträge von Moebius
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Aber verdammt noch mal, das ist SEIN Job, dem er gewachsen sein muss.Solche Gespräche zu führen, gehört auch zu seinem Job.
Die Kernfrage ist tatsächlich, ob du die vorgesehenen Kinderbetreuungstage überschritten hast. Da du Dir darüber bisher überhaupt keine Gedanken gemacht zu haben scheinst und sich deine Schilderungen so anhören, als ob Krankheitstage doch recht regelmäßig vorkommen, halte ich das für durchaus möglich (vielleicht in 2011?). Wenn ein Kind dann tatsächlich noch häufiger Krank wird, kann jeder verstehen, dass das ein Problem für Eltern ist, mit dem man auch ein Stück weit flexibel umgehen muss. Das kann jedoch nicht so weit gehen, dass man - und diese Haltung erweckst du hier etwas (vielleicht nur deiner momentanen Verärgerung geschuldet) - einfach sagt "die gesetzliche Regelung ist mir völlig egal, wenn mein Kind krank ist, bleibe ich zu hause und die Schule muss halt sehen, wie sie damit klar kommt".
Zur Art und Weise des Gesprächs kann ich natürlich nichts sagen, die lasse ich jetzt mal hier außen vor und beschränke mich auf das Sachproblem. Im Grundsatz ist es für mich da nachvollziehbar,
- dass der Schulleiter nachfragt, ob Krankheitstage zwischen beiden berufstätigen Betreuungspersonen gleichmäßig aufgeteilt werden.
- dass er auf die Einhaltung der Rechtslage achtet, wenn jemand dagegen verstößt (hier ist er sogar in der Pflicht und ein persönliches Gespräch ist da zunächst das mildeste Mittel).Wenn Du die vorgesehenen Krankheitstage überschritten hast, hättest Du dich aktiv um Möglichkeiten kümmern können, weitere Überschreitungen in Zukunft zu vermeiden (alternative Betreuungsmöglichkeiten suchen, bei mehrtägigen Erkrankungen versuchen durch Stundenverlegungen mal einen Tag frei zu schaufeln, etc.). Dass das dann im Einzelfall immer noch mal scheitern kann und man trotzdem noch mal flexibel sein muss, wenn es hart auf hart kommt, steht auf einem anderen Blatt. Es wäre jedoch geschickt gewesen, in so einem Fall von sich aus auf den Schulleiter zuzugehen und deutlich zu machen, dass man das Problem erkannt hat und sich zumindest bemüht, die vorgesehenen Krankheitstage nicht noch weiter zu überschreiten.
Was die Überlegung zur Einschaltung des Personalrats angeht: ich bin Personalrat und hätte einer Kollegin an meiner Schule das gleiche geantwortet, wie Dir hier. Auch wenn es Teil unseres Jobs ist, Kollegen Verständnis entgegen zu bringen und in Konfliktsituationen zu unterstützen, heißt das nicht, dass wir immer uneingeschränkt die Interessen eines Kollegen gegenüber der Schulleitung vertreten können. Teil der Personalratsarbeit ist es eben auch, die Rechtslage zu kennen und aufzuzeigen, wo Forderungen und Beschwerden von Kollegen vielleicht menschlich verständlich, aber eben nicht rechtlich zwingend durchsetzbar sind. Leider ist die gesetzliche Realität an vielen Stellen nicht so, wie sich das Beschäftigte wünschen und es kommt relativ häufig vor, dass Kollegen mit geschwollenen Pulsadern vor uns stehen und sich über den Vertretungsplan, den Stundenplan oder andere Dinge aufregen und wir dann erst mal erklären müssen, dass wir zwar gerne Vermitteln, aber leider nichts erzwingen können, da die Stundenverteilung / die zusätzliche Vertretung / etc. nach der Erlasslage durchaus zulässig ist.
Grüße,
Moebius -
daneben habe ich mich verschrieben und meinte in diesem zusammenhang auch die umsatzsteuer, nicht die vermögenssteuer ...
Die Umsatzsteuer zahlt der Kunde, nicht der Unternehmer, der kann sich seine per Vorsteuerabzug zurückholen.
ob eine verbeamtung eines älteren Menschen im einzelfall angemessen ist, muss man im einzelfall entscheiden (wie gesagt, ein leben lang als selbstständiger geknechtet und produktiv gewesen, wieso hat der keinen anspruch auf volle absicherung, aber der lehrer mit der genau identischen lebensarbeitszeit?Verstehe ich das richtig, du bist schon der Meinung, dass eine Altersgrenze für die Beamtung in Ordnung ist, würdest aber Ausnahmen für besonders verdiente Gruppen machen? Dir schweben da scheinbar vormals Selbstständige vor, aber warum nicht Spitzensportler? Oder besonders fleißige Blutspender? Entschuldige die sarkastische Überspitzung, aber ich finde in deinem Postig schimmern merkwürdige Vorstellungen über die Arbeitswelt (und mangelnde Sachkenntnis was den Beamtenstatus betrifft) durch.
1. Jeder muss sich in seinem Leben entscheiden, ob er selbständig oder abhängig beschäftigt sein möchte. Wenn er ersteres wählt, hat er die Chance sehr frei zu arbeiten und ein Verdienstpotenzial, dass deutlich größer sein kann als in vergleichbaren Postitionen als abhängig Beschäftigter. Im Gegenzug muss er ein höheres Risiko in kauf nehmen und sich im vieler Sachen selber kümmern, die sonst mit dem Beschäftigungsverhältnis abgedeckt werden - zum Beispiel der Altersvorsorge. Die Altersversorgung eines Selbständigen mit der eines Beamten zu vergleichen, ist daher ziemlich abwegig.
2. Verbeamtung bringt mir Sicherheit viele Vorteile (vor allem Sicherheit) mit sich, aber auch Nachteile. ZB bindet man sich selbst auch lebenslang an einen Dienstherrn und kommt da praktisch nicht mehr raus, der Dienstherr kann mit Beamten auch anders umspringen als mit Angestellten (Unbezahlten Überstunden, Versetzung an andere Dienststellen). "Rundum-Sorglospakes mit Premiumabsicherung" sind Bildzeitungsvorstellungen, die mit der Realität wenig zu tun haben.
3. Die Entscheidung Verbeamtung oder nicht der Arbeitgebers ist keine Willkühr, sondern erfolgt aufgrund ganz sachlicher Überlegungen: Beamte sind in der Gegenwart etwas günstiger (da der Arbeitgeberanteil der Sozialversicherung wegfällt) und im Ruhestand teurer (da die Pension vom Dienstherr gezahlt wird und nicht vor der allgemeinen Rentenversicherung). Über ein "normales" Berufsleben mit 40 Beschäftigungsjahren und 20 Jahren Ruhebezügen gleicht sich das ziemlich aus, so dass lieber verbeamtet wird, da man damit in der Gegenwart erst mal Kosten spart. (Und bei so einer Bilanz is die Verbeamtung aus Sicht des Arbeitgebers durchaus "vernünftig".) Je später aber der Einstieg ist, desto ungünstiger wird das Verhältnis zwischen Arbeits- und Pensionszeit für den Dienstherr. Wenn irgendwann weniger als 30 Dienstjahre zu erwarten sind, werden Beamte in der Gesamtbilanz einfach deutlich teurer. Das ist der einzige Grund, warum es eine Altersgrenze für die Verbeamtung gibt. -
Was das also genau bedeutet, das müsste man sich mal ausrechnen und zwischen den Leistungen differenzieren.Jemand der lebenszeitverbeamtet ist, hat auf jeden Fall Anspruch auf die Mindestversorgung, die ist zwar deutlich entfernt von vollen Pensionsansprüchen, jedoch in einer Höhe, die für die man als Angestellter in die normale Rentenkasse schon mal 20 Jahre einzahlen kann.
immerhin hat ein selbstständiger zumindest mehr als wir lehrer an gewerbesteuern, vermögenssteuern, etc in seinem leben bezahlt... ohne eine funktionierende wirtschaft wird unser gehalt leider nicht erwirtschaftet...
Gewerbesteuer zahlen Unternehmen, Freiberufler sind nicht nicht gewerbesteuerpflichtig (so lange sie nicht als Personengesellschaft firmieren, was bei den meisten Selbständigen nicht notwendig ist). Vermögenssteuer gibt es in Deutschland nicht (und da wo es sie gibt, hat sie auch nichts mit Selbständigkeit zu tun, da sie auf Vermögen erhoben wird, unabhängig von der Art und Weise, wie dieses erworben wurde.) Ein "normaler" Selbständiger" zahlt die gleiche Einkommenssteuer wie jeder Beamte oder Angestellte.
im übrigen verstehe ich nicht, warum die massiven folgekosten für die steuerzahler per se eine schlechte sache sind?Den Satz lasse ich jetzt mal so für sich sprechen.
Auf jeden Fall ist es nicht Ziel und Zweck des Beamtentums möglichst großzügig Versorgungsansprüche unter den Bedürftigen zu verteilen, die die Allgemeinheit dann finanzieren muss, dafür gibt es Sozialsysteme. Der Staat ist in der Verantwortung mit Steuergeldern vernünfig umzugehen er kann nicht einfach eine sehr weitreichende Versorgungsverpflichtung eingehen, wenn absehbar ist, dass der Beschäftigte dafür nur noch sehr kurz Arbeitsleistung erbringen kann.
Wo es endet, wenn man das Beamtentum missbraucht um Privilegien ohne adäquate Gegenleistung zu verteilen, sieht man im Augenblick in Griechenland, wo es jahrelang üblich war, dass jeder Lokalpolitiker Beamtenposten an Familienmitglieder und Freunde verteilt hat, ohne dass diese dafür langfristig einen Gegenwert in Form von Arbeit erbracht haben. -
Entschuldigung, aber das
Also bekommt die nicht neue Diskussion ganz aktuell Schützenhilfe aus dem Bereich der Rechtssprechung.
scheint mir doch eine sehr subjektive Einschätzung des Sachverhaltes. Da geht es nicht um Rechtssprechung, sondern um eine von einem Interessenverband in Auftrag gegebene Studie, die zu dem (vermutlich gewünschten) Ergebnis kommt.
ZitatVBE fordert grundsätzliche Verbeamtung von Lehrern
Was sollen sie auch sonst fordern?
Irgendeine Relevanz für die tatsächliche Verbeamtungspraxis oder die Rechtsprechung kann ich da nicht erkennen. Dass zB jemand mit 55 in den Lehrerberuf geht und dann noch verbeamtet wird, wird auch in Zukunft nicht passieren. Und das ist auch richtig so - nicht weil ich den Betroffenen böses will, sondern weil der Staat nun mal bei Beamten sehr viel umfangreichere Fürsorgepflichten übernimmt und ein vollständiges Fallen der Altersgrenze auch ganz massive Folgekosten für die Steuerzahler und auch Missbrauchspotenzial eröffnen würde. (Es würde zB sehr attraktiv 35 Jahre Lang als Selbständiger zu arbeiten und dann, nachdem man die eigene Altersversorgung vernachlässigt hat, für die letzten 5 Jahre noch mal schnell Lehrer zu werden, um sich die Beamtenversorgung zu sichern.)
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Nach meinem Eindruck ist der Alkoholkonsum unter Jugendlichen eher zurückgegangen. Es gibt heute mehr Schüler, die gar keinen Alkohol trinken, auch habe ich den Eindruck, dass zB Alkoholverbot auf Klassenfahrten leichter durchzusetzen ist, als in meiner eigenen Schulzeit.
Auch die Statistiken zu diesem Thema (ohne das ich jetzt aus dem Stehgreif konkrete Studien nennen könnte) sagen wohl aus, dass es zwei Tendenzen gibt:
1. Alkoholkonsum unter Jugendlichen geht insgesamt eher zurück.
2. Extreme Formen ("Komasaufen") und Krankenhauseinweisungen nehmen gleichzeitig zu. -
Das Mathematikum in Gießen ist sehr gut, aber vielleicht ein bsichen zu weit von Stuttgart weg.
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Plagiat ist auch die SINNGEMÄSSE Übernahme ohne Kennzeichnung. Für jede Seminararbeit an meiner Uni musste ich diese Erklärung unterschreiben ...Das mag an der Uni sicher richtig sein, da ist aber auch ein neuer wissenschaftlicher Erkenntnisswert der Arbeit gefordert. Die Hürden an der Schule liegen etwas tiefer, da kann eine Arbeit auch rein reproduktiv sein. Und da ist die Grenze zwischen ich schreibe Bekanntes mit eigenen Worten zu ich schreibe ab und formuliere nur ein bischen um schwieriger zu ziehen.
Wie gesagt: nach der Beschreibung ist es keine Frage für mich, dass die Arbeit mit 0 P zu werten ist und dass es auch eine ziemliche Frechheit vom Schüler ist so etwas abzugeben. Ich würde nur davor warnen, hier die 0 P alleine durch "Täuschungsversuch" zu begründen. Nach der Beschreibung halte ich es durchaus für möglich, dass es sich einfach nur um eine sehr schlechte Arbeit handelt und nicht um einen Betrugsversuch. Wenn man bei bei der beschriebenen Lage 0 P ohne weitere Bewertung der Arbeit gibt, riskiert man, dass der Schüler damit zum Schulleiter rennt und man sich da - je danach, wie der Schulleiter halt tickt - eine Klatsche einfängt. Und das ist dann dem Kurs und dem Schüler gegenüber erst recht problematisch. Ich würde mir also auf jeden Fall vorher die Rückendeckung des Schulleiters holen. Die sauberste Lösung wäre für mich, die Arbeit zumindest grob zu korrigieren und eine Bewertung zu formulieren, die klar macht, dass die Arbeit in wirklich allen Beziehungen ungenügend ist (formal, inhaltlich, sprachlich). Detaillierte Rückmeldungen im Sinne von "Du musst besonders an 1., 2. und 3. arbeiten um dich zu verbessern" würde ich hier natürlich nicht geben.
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Zitat
...Saftsack...
Bleiben wir doch mal sachlich:
Angestrebt war hier ja das geben einer "6", wegen Plagiat. Ein Plagiat ist aber nur die identische Übernahme fremder Zitate (auch kurzer). Das liegt hier offensichtlich nicht vor, denn der Schüler hat den abgegebenen Text nach der Beschreibung selbst formuliert. Das er das sowohl inhaltlich (Beschränkung auf eine einzige Quelle, deren Inhalte - nicht Texte - auch noch unreflektiert übernommen wurden) als auch sprachlich ungenügend (im wörtlichen Sinne) gemacht hat steht auf einem anderen Blatt. 0 P zu geben wird nach der Beschreibung gerechtfertigt sein, aber ich wäre sehr vorsichtig mit der Startegie "Ist eh 0 P, da brauche ich den Mist auch nicht mehr im Detail zu korregieren". Letzteres geht nur, wenn die Voraussetzungen für die Wertung als Plagiat auch wirklich erfüllt sind. Wenn das nicht der Fall ist und man trotzdem 0 P geben muss - weil die Leistung schlicht ungenügend ist - muss man das auch einwandfrei begründen und kommt um eine Korrektur nicht herum. -
Super Idee. Vorausgesetzt natürlich, du schaffst es die Arbeit in der kleinen Pause zwischen den Stunden zu korrigieren.
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Unterrichtsschluss nach der 3. Stunde vor den Osterferien ist gar nicht zulässig. Das ist ein ganz normaler Schultag.
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Was soll denn dein Härtefallgrund sein? "Möchte die Ferien durchgängig parallel mit meinem Kind haben." wird so pauschal kein Härtefall sein, dass "Schicksal" haben leider viele Eltern. Höchstens im Fall einer Alleinerziehenden, die für ihr junges Kind in den Ferien keine andere Kinderbetreuung organisieren kann, könnte ich mir vorstellen, dass man damit etwas erreicht. Chancen könnte man haben, wenn das Kind die nächste Schule in Hambugr in 10 Minuten erreichen kann, die nächste Schule in SH aber 1,5 Stunden entfernt ist.
Da Härtefälle immer Eizelfallenscheidungen sind, wird dir vorher auch niemand "garantiert (!)" zusagen können, dass ein bestimmter Grund mit Sicherheit akzeptiert wird. -
Ich würde mal davon ausgehen, dass da die gleichen Regeln gelten, wie für alle anderen Arbeiten, die ja auch wieder eingesammelt und über einen bestimmten Zeitraum in der Schule archiviert werden müssen. Ich würde die nicht abgeholten Arbeiten einfach mit allen anderen in das Archiv geben, da werden sie dann schon automatisch nach der richtigen Zeit vernichtet.
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Wobei man dazu sagen, muss, dass die für die ausgeschriebenen Stellen in den Schulbehörden meistens besonders bewährte Leute gesucht werden, die sich im Schuldienst durch Übernahme besonderer Funktionen ausgezeichnet haben (und auch sehr gute Beurteilunen vorweisen können müssen). Ein häufiger Karriereweg ist heute Schule -> Übernahme besonderer Funktionen innerhalb der Schule -> Wechsel in die übergeordnete Behörde für 2 bis 3 Jahre -> Wechsel zurück auf einen Posten in der Schulleitung.
Das Vorurteil Posten in den Behörde sind für die, die sich aus dem Unterricht raus bewerben wollen, gilt nach meiner Erfahrung heute nicht mehr. -
Hallo,
gerade bei Neuanmeldungen in Verbindung mit etwas ungewöhnlichen Fragen setzt man sich hier schnell dem Verdacht aus ein Schüler zu sein, wenn man unrealistishe Angaben in seinem Profil macht.
ZitatLehramt: Sekundarstufe II
Bundesland: Niedersachsen
Fächerkombination: Physik, Chemie, Mathematik, Geschichte, Religion
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Deutschland überhaupt einen Lehrer gibt, der die Sek II Fakultas in 5 verschiedenen Fächern hat. In diesen 5 erst recht nicht.
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Nun ja. Was sagt ihr Eltern, die sich einfach eure Nummer aus dem Telefonbuch ziehen, um anzurufen bei euch????
"Tut mir leid, ich verstehe sie ganz schlecht, weil ich gerade nackt bin."
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Vielleicht könnte ja ein Mod den Teil des Threads abtrennen.
Was mir zu dem Thema diese Woche an deren Stand auf der Didacta mal wieder aufgefallen ist:
Die GEW trommelt ja offensichtlich völlig ohne jede Einschränkung und Massiv für Inklusion sämtlicher Schüler (mit grenzwertig platten Parolen, wie ich finde). Von allen betroffenen Lehrern hingegen - sein es jetzt Förderschullehrer oder die Kollegen, die mit inkludieren sollen - hört man immer sehr differenzierte und einschränkende Standpunkte was Sinn und Möglichkeiten der Inkusion angeht. Wen vertritt die GEW in dieser Frage eigentlich? Ein Berufsverband sollte doch eigentlich die Interessen seiner Mitglieder vertreten. Es fällt mir schwer zu glauben, dass, selbst unter der speziellen GEW-Klientel, eine Mehrheit da den Standpunkt des eigenen Verbandes teilt. -
Und wenn in manchen Fächern Arbeiten mit einem gut messbaren Zeitaufwand geschrieben werden, dann müssen LehrerInnen in diesen Fächern eine dem Aufwand entsprechende Entlastung erhalten.
... während Zusatzaufgaben in anderen Fächern, die nicht so gut messbar sind (im Grunde alles außer Korrigieren), Dir egal sind. Haben wir schon verstanden, Du brauchst das nicht ständig zu wiederholen.
Es gibt hochoffizielle Arbeitszeituntersuchungen, die die Schieflage bei den Belastungen eindeutig feststellen.
Genau, auf die verweise ich auch jedes mal, wenn diese Diskussion aufkommt und Du ignorierst den genauen Inhalt jedes mal wieder, weil für deine Argumentation nur sehr wenige Rosienen hilfreich sind. Das Hamburger Arbeitszeitmodell, das auf der Hamburger Arbeitszeitstudie beruht, faktoriesiert Deutsch, Mathe und Experimentalfächer in der Kursstufe gleich in der Mittelstufe ist die Faktoriesierung für Deutsch nur minimal höher (meist 1,6 zu 1,5). Die Gesamtbelastung in den drei Bereichen unterscheidet sich im Ergebnis der Studie kaum. Jemand der Deutsch und Englisch unterrichtet kann da durchaus auf eine Unterrichtsverpflichtung von 28 Wochenstunden kommen, wenn er das Pech hat überwiegend junge Klassen zu bekommen und wenig Zusatzaufgaben zu haben. Ich persönlich würde sogar noch gut wegkommen, da ich viel Oberstufe unterrichte und einige zusätzliche Aufgaben habe - wobei "gut wegkommen" heißt, dass ich genau so viel unterrichten würde wie vorher und nicht mehr, wie die allermeisten anderen (auch die meisten Sprachenlehrer).
Aber statt sich mal die Mühe zu machen, sich konkret mit solchen Dingen zu beschäftigen, kommt von Dir immer nur Sprüche à la "es ist doch allgemein bekannt" oder der verweis auf irgendwelche "hochoffizielle Studien".
Eine Besonderheit gilt übrigens tatsächlich für NRW: die Regelung, dass in Kurzfächern in der Mittelstufe keine Arbeiten geschrieben werden. Das ist natürlich ein Vorteil für die dort unterrichtenden Kollegen, der aber zur Folge hat, dass Schüler die zu uns nach Niedersachsen wechseln (kommt regelmäßig vor) erst mal aus allen Wolken fallen, weil hier auf einmal ganz normale Klassenarbeiten geschrieben werden und die Noten erst mal absacken. Die "Lösung" müsste eigentlich sein, dass auch in den Kurzfächern in NRW Arbeiten geschrieben werden müssen - da hätten die Langfachlehrer allerdings nichts von.
Das ist auch so ein Standardscheinargument, dass man bei den "Luschi-Fächern" Sprachen (Zitat von oben!) wenig Disziplinprobleme hat,
Hab ich nie behauptet, im Gegenteil, dass Du Disziplinprobleme hast, glaube ich sofort.
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Billiger geht's nicht!Wetten?
Null Aktualität und Schülerwünsche (nach immer neuen Lektüren) und exotische Vorgaben durch das MSW müssen auch nicht berücksichtigt werden.
Ach ja, ich kann mir bildlich vorstellen, wie du über den 3 neuen Reclam-Heftchen, die du jedes Jahr nach Hause schleppen musst zusammenbrichst. Da ist man schon mal locker 2 Wochen morgens auf dem Klo gut beschäftigt, bis man das alles durchgearbeitet hat.
Sagen wir mal so: Ich möchte Entlastung auf Kosten der "Leichtarbeiter".Haben wir schon verstanden und auch, dass Du eine sehr feste Vorstellung davon hast, was "Leichtarbeiter" sind. (Alle die was anderes machen als Du.)
Ich habe es übrigens vom LRSD schriftlich, dass ich mich durch besondere Belastbarkeit auszeichne. Mittlerweile empfinde ich das als blanken Hohn.Kann ich auch nicht nachvollziehen, Du wirkst mir ziemlich dünnhäutig.
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kein luftleere Behauptung, sondern eine allgemein anerkannte Tatsache!
Richtig, es ist allgemein bekannt, dass es unter den Sprachen-Lehrern viele gibt, nicht belastbar sind weil sie im Studium reihenweise mit Einsern durch ein Luschi-Studium gewunken wurden und jetzt glauben, die Tatsache, dass viele andere sich jetzt nicht im permanenten öffentlichen Selbstmitleid sonnen wäre darauf zurück zu führen, dass diese ein unheimlich bequemes Leben hätten.
Bevor jetzt die anderen Sprachen-Lehrer über mich herfallen: ich will das natürlich nicht generalisieren, ich bin es lediglich leid, dass Vaila hier permanent alle anderen Belastungen außer "Sprachen-Korrekturen" kleinredet nur um ihren Anspruch zu rechtfertigen, sie müsse auf Kosten anderer entlastet werden. Ich kenne auch Deutschlehrer, die sich ein recht bequemes Leben organisiert haben und die mit Sicherheit weniger Zeit investieren als ich - was solls, ich habe es mir schließlich ausgesucht. Der Lehrerberuf bietet recht viele Stellschrauben, mit denen man selber entscheiden kann, wo und wie man seine Arbeitsschwerpunkte setzt, die Fächerwahl ist eine davon.
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