Beiträge von Moebius

    Das mag sein. Allerdings weiß ich auch nicht, wie das zu korrigieren wäre. Teilweise gibt es in den hintersten Winkeln mancher Länder noch nicht mal eine Meldepflicht. Erst wenn man ausreisen möchte stellt sich das Problem und da fragt die einheimische Behörde auch nur "Wann ist er denn geboren?" und trägt das in den Perso ein. So lauten die Geburtsdaten dann vielfach auf den 01.01., da das mit der Zeit aufgefallen ist, nimmt man jetzt auch den 01.04. :). (Sorry kenne jemanden vom Bamf, ist wirklich so.)

    Ein paar Tage oder Monat sind mir egal. Es gibt, etwa durch das Röntgen der Hand Methoden, durch die man extreme Fälle des Missbrauchs falscher Altersangaben sehr zuverlässig nachweisen kann. Mir geht es dabei auch nicht um die Frage, ob jemand ein Jahr früher oder später eingeschult wird oder um ein Jahr mehr oder weniger Kindergeld bezieht, sondern eher um schwere Straftaten, selbst da war das lange Zeit sehr schwierig, eine offensichtlich falsche Altersangabe per Gutachten klären zu lassen.

    War das Sozialbetrug? Eher nein, die Eltern wollten doch nur, dass er mit der ersten Klasse anfängt.

    Dass bei Migranten Kinder oft jünger gemacht werden, als sie sind, hat nichts mit dem Schulbesuch zu tun.

    Gründe, die außerhalb des schulischen Bereiches liegen, sind mir als Lehrkraft in meiner dienstlichen Tätigkeit erst mal egal, allerdings resultiert diese Praxis manchmal in innerschulischen Problemen. Man tut einem Schüler in der Regel keinen Gefallen damit, dass man ihn in eine Klasse setzt, in der alle andern augenscheinlich 3 Jahre jünger sind, als er. Dort kann er kaum Anschluss finden und integriert werden.

    Aus schulischer Sicht müssten diese SuS einigermaßen altersgemäß eingeschult und dann gezielt gefördert werden, aber das kostet Geld.

    Als Privatperson bin ich durchaus der Meinung, dass das gewollte Wegschauen des Staates bei offensichtlich falschen Altersangaben von Menschen, die neu in dieses Land gekommen sind, einer der wesentlichen Fehler der Migrationspolitik der letzten 10 Jahre war.

    Die Glaubwürdigkeit der Geschichte endet für mich schon an dem Punkt, bei dem ein berechnender und stundenweise fehlender Schüler und das Klassenbuch über ein komplettes Schuljahr in der zweiten Nachkommastelle auf die gleiche Fehlquote kommen

    Das würde in der Praxis bedeuten: Die unterrichtenden KuK haben über das gesamte Schuljahr jede einzelne Fehlstunde komplett und exakt erfasst. Das kann doch niemand ernsthaft glauben, der mal für die Vollständigkeit eines Klassenbuches verantwortlich war und den KuK noch am letzten Schultag nach den Zeugnissen hinterherlaufen musste, damit zumindest überall eine Unterschrift stand.

    Hier hier findet Aufregung statt aufgrund einer Geschichte, die offensichtlich so nicht passiert ist, sondern ganz bewusst vom Autor so sinnentstellend verkürzt wurde, dass sie Aufregung produzieren soll.

    So funktioniert Internet.

    Also, das mit dem Nachrücken ist in Niedersachsen möglich, wird immer einen Monat vor dem eigentlichen Termin der Einstellung bekanntgegeben. Dieser ist am 29.07.2024. Das Problem hätte man demnach früher erkennen und lösen können/müssen.

    Hier geht es um berufsbildende Schulen, 1.5. und 1.11.

    In seiner Fantasiegeschichte darf TE zum 5.8. als Nachrücker in die laufende Ausbildung einsteigen.

    gut, aber da der Schulstart an einem Montag ist, _könnte_ es noch eine unsaubere Formulierung sein, weil es schon in der Woche davor ist, aber keine volle Woche.

    TE hat am vergangenen Freitag von der angeblichen Konferenz mit fröhlichem Beisammensein berichtet, also 10 Tage vor dem 1. Schultag.

    (Und 10 Tage vor seinem angeblichen 1. Tag im Dienst.)

    Es wurde schon auf mehrere Dinge hingewiesen, die an der Story der TE offensichtlich nicht stimmen können.

    Auch wenn es die imaginäre Sondereinstellung extra für die TE außerhalb der normalen Anfangstermine an Berufsbildenden Schulen tatsächlich geben würde, wäre der Einstellungstermin im Übrigen nicht der 1. Unterrichtstag nach den Ferien, Referendare in Niedersachsen werden immer so eingestellt, dass sie an den drei letzten Ferientagen im Dienst sind, weil dort eben schulische Veranstaltungen stattfinden.

    Es ist nicht meine Aufgabe zu bewerten, ob jemand zu recht dienstunfähig ist. Der Dienstherr hat die Möglichkeiten hier entsprechende Nachweise oder auch eigene Untersuchungen einzufordern, zum Teil tut er das, in Einzelfällen hatte ich aber auch schon den Eindruck, dass KuK, die im System einfach nicht mehr richtig "funktioniert" haben, in die DU gedrückt wurden, weil das der einzige Weg war, dass die Verantwortlichen in der Behörde sich nicht mehr ständig mit ihnen beschäftigen müssen.

    Als erstes wäre es aber mal die Pflicht des Arbeitgebers, Rahmenbedingungen so zu schaffen, das DU vermieden werden und dazu gehören Möglichkeiten, Belastungsfaktoren zu reduzieren, wenn der Betroffene merkt, dass er das Pensum nicht mehr gehen kann und er bereit ist, Abstriche bei seinen Bezügen zu machen. So lange man solchen KuK Steine in den weg legt, muss man sich nicht darüber wundern, dass das zu Ausfällen führt.

    Mal eine andere Sichtweise: Ich arbeite gerne und wenn ich gesund bleibe, möchte ich das auch bis 67 machen. Das sind jetzt noch bummelige 13 Jahre. Schreckt mich nicht. Damit bin ich aber anscheinend eine große Ausnahme.

    Das sind sicher auch viele, nur will dir das ja auch keiner verbieten.

    Es geht darum, dass ein früherer Ausstieg oder in einigen Bundesländern auch eine Stundenreduzierung selbst dann unmöglich gemacht werden, wenn man bereit ist, sehr erhebliche Abschläge in Kauf zu nehmen.

    Dass Menschen dann in die Dienstunfähigkeit gehen, ist oft gar keine Trickserei, sondern schlicht und einfach die reelle Folge. Der Lehrerberuf kann krank machen, vor allem wenn einem in einer belastenden Situation alle Möglichkeiten genommen werden, selbstbestimmt etwas an dieser Situation zu ändern.

    Ich finde die niedersächsische Regelung (verpflichtend alle 3 Jahre) im Prinzip ok, allerdings wird es etwas repetitiv, wenn man die Fortbildung zum 5. Mal macht. Ich würde es vorziehen, wenn die Abstände nach der 3. Wiederholung etwas angehoben würden. Außerdem hängt es stark vom jeweils EH-Beauftragten ab, wie ernst die Abstände genommen werden, es gibt auch Schulen, bei denen man nach drei Jahren die KuK mal vorsichtig daran erinnert ohne die Umsetzung wirklich nachzuhalten.

    Dass man vor dem ersten eigenverantwortlichen Unterricht einen Kurs gemacht haben sollte, ist in meinen Augen aber absolut sinnvoll.

    Sie musste doch ein halbes Jahr auf den Termin beim Kieferchirurgen warten und der ist in der Vorbereitungswoche. Vermutlich wusste sie vor einem halben Jahr noch nicht, dass da ein wichtiger Termin ansteht. Alle denken doch, wir fangen erst am 1. Schultag an zu arbeiten.

    Der Termin ist wichtiger, auch um wahrscheinliche Komplikationen zu vermeiden. Wenn das alles in der Vorbereitungswoche liegt, ist sie evtl. schon wieder fit bis zum 1. Schultag.

    In Niedersachsen ist der genannte Termin der 1. Schultag, eine Vorbereitungswoche gibt es hier auch nicht. (Falls die TE in Niedersachsen anfängt.)

    Und natürlich kann man darüber reden, ob es gute Gründe dafür gibt, dass es genau dieser Termin sein muss und wie wichtig die OP ist. Die Frage war aber, ob es einen schlechten Eindruck machen kann und die Antwort ist nun mal: ja, das kann gut sein.

    Kann man doof oder unfair finden, ändert aber nichts an der Tatsache.

    Und ganz ehrlich: wenn ich mich als Fachobmann um einen neuen Ref kümmern soll und am 1. Schultag die Info kommt, "ist erst mal noch nicht, der fällt erst mal eine Woche aus, weil er eine Weisheitszahl-OP hat", würde das auch bei mir erst mal einen zweifelhaften Eindruck machen. Diesen 1. Eindruck kann man vielleicht später korrigieren. Vielleicht bestätigt man ihn aber auch.

    Was sollen wir dir jetzt sagen?

    Ja, eine geplante Operation genau auf den Beginn einer neuen Arbeitsaufnahme zu legen, der ja auch ein halbes Jahr im voraus bekannt war und nachdem du vermutlich mehrere Monate vorher frei hattest wird bei der neuen Arbeitsstelle nicht auf Begeisterung stoßen.

    Realistisch fällst du nach einer komplizierten Weisheitszahl-OP eine Woche aus.

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