Beiträge von Moebius

    Mal wieder etwas sehr dramatisch formuliert, aber gut. Wo ist dann das Problem mit Leuten, die gerne viel arbeiten?

    Ohne jetzt auf die kompliziertere Situation bei Beamten ein zu gehen:

    Es gibt eine gesetzliche Höchstarbeitszeit

    Die gibt es nicht ohne Grund, sondern weil man manche Menschen vor ihren Arbeitgebern und andere vor sich selbst schützen muss. (Wobei es auch Arbeitgeber gibt, die einfach nur die passende Umgebung mit hohem Druck schaffen um dann zu sagen "der arbeitet doch freiwillig so viel".)

    Der Umgang in der Schule mit Arbeitszeitregelungen ist erschreckend naiv. In der freien Wirtschaft ist das deutlich anders. Ich kenne tatsächlich einen Fall aus einem Unternehmen, bei dem ein Arbeitnehmer - freiwillig und vom Vorgesetzten genehmigt - länger als 10 Stunden an einem Tag gearbeitet hat und auf dem Rückweg einen Autounfall hatte. Der Arbeitgeber hat die volle Schuld für diesen Unfall aufgrund der Überschreitung der Höchstarbeitszeit erhalten.

    Viele Inhalte habe ich erst im Studium verstanden, als ich lernte, sie auf Grundschulniveau herunterzubrechen. Ich konnte mir die Formel der Rechteckflächenberechung nie merken. Als ich aber 1x1 Aufgaben mit Fliesen (Punktefeld) darstellen musste - war mir alles plötzlich glasklar. Und es gab mehrere dieser aha Effekte.

    Will damit zum Ausdruck bringen: Mir hätte es sehr geholfen, wenn ich Praxisbezüge gehabt hätte und nicht einfach Mathe als "lebloses" Fach erlebt hätte.

    Du beschreibst ein Modell. Modelle sind hilfreich und sinnvoll und zur erkennen, welches Modell für welchen Schüler hilfreich ist, ist hohe Kunst des Matheunterrichtes. Das ist aber etwas anderes als Praxisbezug.

    Soll doch jeder so seine Arbeit machen, wie er glücklich ist, ohne dem anderen vorzuwerfen, dass er zu wenig oder zu viel arbeitet.

    Jeder wie er mag.

    Ich denke mal, du weißt genau, dass die Realität anders aussieht.

    Es gibt Vorgaben über Aufgaben und Arbeitszeit von Lehrkräften.

    Zu den Aufgaben von Schulleitung gehört eigentlich, darauf zu achten, dass eine vernünftige Bandbreite darum nicht verlassen wird, also niemand um 13 Uhr die Kreide fallen lässt und nichts mehr macht, aber genau so, dass niemand in einer Art und Weise arbeitet, die langfristig gesundheitsgefährdend ist. Eine Klarheit der Schulleitung in diesen Dingen sorgt auch dafür, dass sich KuK nicht gegenseitig mit der oben beschriebenen Kinderkacke triezen.

    Bezogen auf BL und Schulform. Die Gymnasien bei uns erhalten gefühlt sehr viele Beförderungsstellen.

    Die der Stellschlüssel ist in allen Schulformen des höheren Dienstes des jeweiligen Bundeslandes nahezu gleich. Subjektiv andere Eindrücke entstehen meistens durch unterschiedliche Systemgrößen.

    Kann bitte ein Mod den Blödsinn in einen neuen Thread mit dem Titel "Überflüssiger Austausch von Klischees über Männer und Frauen im Lehrerberuf" auslagen, bevor sich wieder eine kleine Gruppe User hier gegenseitig so triggern, dass vom ursprünglichen Thema nichts mehr übrig bleibt?

    Niedersachsen hat eine landesweite Bettermarks-Lizenz genau für diese Zwecke gekauft. Die Plattform ist nicht perfekt, keine andere kommt aber näher an das gewünschte heran. Die Integrationsprobleme in die Niedersachsen-Cloud sind bekannt und verursachen aktuell einen ziemlichen Aufruhr, da sie durch das Land völlig unnötig herbeigeführt worden sind, da man alle Dienst auf moin.schule vereinen will ohne dass die Platform technisch ausgereift wäre. Das wird sich in den nächsten Woche zumindest so weit lösen, dass Bettermarks wieder vernünftig nutzbar sein wird.

    Ansonsten empfehle ich stark, die angeschafften und bezahlten Lösungen auch zu nutzen, denn niemand wird dir etwas vergleichbares gratis zur Verfügung stellen.

    Selbst in der Ukraine ist nur ein Bruchteil der wehrfähigen Männer tatsächlich eingezogen worden. Eine Arme muss nicht nur da sein, sie muss auch finanziert und versorgt werden und es muss Nachschub produziert werden. Die wenigsten Kriege werden heute in einer "Entscheidungsschlacht" entschieden, meistens geht es über Verschleiß und Abnutzung.

    Das ist ja wohl auch die Hoffnung der Ukraine, da Russland nach allen neutralen Informationen sein Material aus dem kalten Krieg in einer unglaublichen Frequenz verbrennt.

    Auch in Niedersachsen sind es 41. Es gibt kleine Unterschiede, aber letztlich wollte ich nur darauf hinaus, dass Lehrerarbeitszeit sich nicht alleine an Debutatsstunden bemisst. Ich wohne im Grenzgebiet Nds/NRW und höre mir von KuK aus NRW regelmäßig an, wie gut wir es hätten, da wir nur 23,5 statt 25,5 Debutatsstunden hätten. Von KuK, die wirklich mal von NRW nach Nds wechseln, darf ich mir aber anschließen anhören, dass sie darüber verwundert sind hier eher mehr als weniger zu arbeiten.

    Lehrerarbeitszeit ist komplex und tatsächlich sind Lehrkräfte wohl auch ein Beruf, bei dem die Arbeitszeit trotz gleicher Randdaten den größten Schwankungen unterliegt, weil der Beruf viele Möglichkeiten liefert, sich wahlweise in den Kollaps zu arbeiten oder sich einen schlanken Fuß zu machen.

    Mit A13 darf man maximal 5.400 Euro im Jahr dazu verdienen. Aber immerhin

    Nicht schon wieder, jedes mal, wenn wir über das Thema Nebenbeschäftigung diskutieren, kommt das Märchen einer Obergrenze.

    Die Obergrenze gilt nur für Nebenbeschäftigungen IM öffentlichen Dienst, die sich aus der Haupttätigkeit ergeben, nicht für ganz normale Nebentätigkeiten.

    Mein Gott, ich bin immer begeisterter, fürs Alter ziehe ich zurück nach NDS ;)

    Es ist schön hier (wenn es nicht regnet), aber diese Regelung ist jetzt praktisch nur eine Entbürokratisierung, da man nicht mehr auf Antwort warten muss. Auch in anderen Bundesländern dürfen Anträge auf Nebentätigkeit nur mit stichhaltigen Begründungen abgelehnt werden, was in der Praxis bedeutet entweder einen Interessenkonflikt mit der Haupttätigkeit oder zu großer zeitlicher Umfang.

    mmm... und in der Regel genehmigen lassen ...

    In Niedersachsen ist die Genehmigungspflicht seit ca. 10 Jahren abgeschafft, es gibt nur noch die Anzeigepflicht, auf die der Dienstherr dann ggf. mit einer Untersagung reagieren kann, wenn es Untersagungsgründe gibt.

    (Ist meines Wissens in allen norddeutschen Bundesländern so.)

    Man kann den Gegenangriff bei Kursk ja skeptisch sehen, bemerkenswert an der aktuellen Situation ist aber definitiv, dass Russland offenbar nichts aus beinahe-Putsch von Wagner gelernt hat. Das Ganze geht nun schon zwei Wochen und nach allen neutralen Quellen rückt dort immer noch die Ukraine vor. Russland führ Krieg gegen ein Land mit einer 1000 km langen Front, an der massiv gekämpft wird, aber an dem Grenzabschnitt, an dem man nicht selber einmarschiert ist, bewachen offenbar eine Hand voll Wehrpflichtige die Grenze, weil man es sich offenbar überhaupt nicht vorstellen konnte, dass die Ukraine da ihrerseits angreift.

    Und dann schafft man es 2 Wochen lang nicht, dort für Verstärkung zu sorgen, bis man dann auf die Idee kommt, Einheiten aus Kaliningrad (1000 km) entfernt nach zu führen. Russland mag nominal viel mehr Soldaten haben, aber es ist der Ukraine definitiv gelungen zu zeigen, wie schmal das Budget an tatsächlich einsatzfähigen, professionellen Einheiten tatsächlich ist, wenn man mal die außer acht lässt, die in der Ukraine bereits im Einsatz und da unabkömmlich sind.

    Die nehmen tatsächlich auch nicht jeden, am Anfang des Krieges habe ich zumindest Berichte darüber gelesen, dass der überwiegende Teil der Bewerber abgelehnt wurde, weil die auch kein Interesse an Cowboys haben, die nicht wissen was sie tun. Wenn ich mich richtig erinnere, wurden da nur Kandidaten genommen, die in in ihrer Heimat Erfahrung als Berufssoldat haben.

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