Beiträge von felicitas_1

    Wir haben ja in der 1. Klasse 19 Stunden Grundlegenden Unterricht (D, M, HSU, Ku, Mu, WG) dazu eine Flexible Stunde. 3 "Stunden" (eher Unterrichtseinheiten) davon sind bei mir immer Kunst, Musik, Werken/Gestalten und 2 bis 3 Stunden HSU und 6 Stunden Mathe bleiben also 7 Stunden für Deutsch plus die Flexible Stunde, die ich mal für Deutsch mal für Mathe verwende.

    Wenn ich also 5 UE Buchstabenlehrgang mache bleichen immer noch 2-3 UE pro Woche für andere Deutschinhalte übrig. Ich bin schon seit mindestens 15 Jahren in klasse 1/2 eingesetzt an zwei verschiedenen Schule und hatte schon diverse Kolleginnen, mit denen ich teilweise auch eng parallel arbeite. Ich habe jetzt gerade meine alten Wochenpläne durchgeschaut. Bis auf ein Jahr war ich immer bis spätestens kurz nach den Osterferien mit dem Fibel-Lehrgang durch. In den folgenden Wochen fangen wir dann allmählich mit Lernwörter-Training an, arbeiten am Schreibtempo, machen ganz viel unterschiedliche Leseübungen, lesen eine einfache Klassenlektüre, ...

    Wir beginnen gleich in der 1. Schulwoche im Herbst mit dem ersten Buchstaben. Parallel dazu immer auch Übungen zur Anlauttabelle und phonologischen Bewusstheit. Anfangs machen wir eine Buchstaben pro Woche, ab dem 4./5. Buchstaben dann drei Buchstaben in zwei Wochen, bei den letzten Buchstaben dann auch mal zwei pro Woche. Gegen Ende des Lehrgangs kenne die Kinder die Buchstaben ja durch die Anlauttabelle usw. eh schon und die gehen dann recht schnell. Je nachdem wie früh Ostern liegt, bin ich kurz vorher oder nachher fertig.

    Wie Saria schon schreibt, hängt das erstens sehr von der Fibel ab, erfolgt aber in allen Fibeln realtiv spät. Zweitens hängt es vom Tempo der jeweiligen Klasse ab. Üblicherweise beende ich um Ostern herum den Buchstabenlehrgang. Die Umlaute kommen bei uns (Fibel "Frohes Lernen") meist Anfang März.

    Wenn pro Woche nur ein Buchstabe eingeführt wird, dann natürlich dementsprechend später.

    Die Note in der Einzellehrprobe hat mich schon auch etwas mitgenommen. Mir wurde erklärt, wie die Note zustandekam. Damals konnte ich das nicht so recht nachvollziehen. Aus heutiger Sicht finde ich sie vollkommen gerechtfertigt.

    An meiner Eignung als Lehrerin habe ich dadurch nicht gezweifelt. Ich bekam immer wieder gesagt, wie toll ich mit der Klasse umgehe und ich hatte damals und seither nie größere Probleme mit Klassen, einzelnen Kindern oder Eltern.

    Solche Noten sind Momentaufnahmen und man muss auch in gewisser Weise ein Prüfungstyp sein, der genau in dieser Stunde seine Topleistung abliefern kann. Ich war das nie und bin das auch jetzt nicht. Dafür bin ich im "Langzeitbetrieb" sehr belastbar.

    Da hast du natürlich recht. Auch ich hatte erstmal für ein Jahr einen Angestelltenvertrag und wurde dann erst ins Beamtenverhältnis übernommen.

    Da aber heute eben jeder übernommen wird, zielte ich eher auf die Zeit nach der Lebenszeitverbeamtung ab. Da interessiert es evtl. noch, wenn man sich auf Funktionsstellen bewirbt. Da bei uns aber auch Mangel an Bewerbern auf Schulleitungsstellen z. B. herrscht, wird da auch jeder genommen, der sich bewirbt.

    Meine Examens-Teilnoten waren auch nicht so prickelnd und interessierte später niemand mehr. Nur bei der Versetzung in einen anderen Regierungsbezirk wurde noch darauf geschaut. Da waren die Kritierien damals (vor 20 Jahren): 1. Familienzusammenführung mit Kind, 2. Familienzusammenführung ohne Kind, 3. Verweildauer im "fremden" Regierungsbezirk, 4. Examensnote, 5. sonstige Gründe

    Da bei uns die Stellen schon nicht für die Familienzusammenzuführenden reichen, spielen die Noten dann doch auch wieder keine Note.

    Der Vertretungsplan benötigt bei uns in Ausnahmefällen mal eine Stunde oder vielleicht auch etwas mehr pro Woche. Das sind dann aber komplizierte Wochen mit mehreren Abwesenheiten oder besonderen Ereignissen. Wir sind zum Glück ein sehr gesundes Kollegium mit recht wenig Ausfällen, sodass es auch Wochen gibt, in denen am Vertretungsplan gar nichts zu tun ist.

    Das meiste andere sind wiederkehrende Aufgaben, die irgendwann recht schnell von der Hand gehen. Ich kann - denke ich - ganz gut effektiv und sturkturiert arbeiten und mir fallen gerade Aufgaben die mit Planungen zu tun haben, recht leicht.

    Elternbeiratssitzungen haben wir ca. 4 pro Jahr und dauern meist um die zwei Stunden. Am nervigsten sind meist die Schulleiter-Dienstbesprechungen, die gefühlt ewig dauern und deren Inhalte aus einigen TOPs auch per Mail mitgeteilt werden könnten.

    Ich schreibe mir meine Arbeitszeit seit einigen Jahren auf und komme mit den zwei Entlastungsstungen ganz gut aus.

    Ich bin Konrektorin an einer GS ähnlicher Größe mit 10 Klassen. Ich bekomme 2 Anrechnungsstunden.

    Zuständigkeit:

    - Mitarbeit am Stundenplan

    - Vertretungsplan

    - Planung von Aufsichten

    - Busplan und Kontakt zu den verschiedenen Busunternehmen

    - Organisation der Schuleinschreibung

    - Organisation des Schulfruchtprogramms (Kontakt zu Supermarkt, Schnibbelhelfer einteilen, ...)

    - Aktualisierungen auf Schulhomepage

    - Führen der Schulchronik

    - und noch einige Kleinigkeiten mehr

    Ich bin bei Elternbeiratssitzungen und Schulleiter-Dienstbesprechungen auf Schulamtsebene mit dabei.

    In Bayern darf man als Konrektor/in maximal um 6 Stunden reduzieren, so wenige Stunden wären bei uns gar nicht möglich.

    Eine Kollegin hat eine deutlich sichtbare körperliche Behinderung, die durch einen Unfall verursacht wurde. Sie kann z. B. nur mühsam Treppen steigen oder sich nicht hinknien.

    Zu Beginn des Schuljahres zeigt und erklärt sie das den Kindern immer und beantwortet sehr offen alle Fragen. Bisher gab es in all den Jahren noch nie blöde oder abfällige Bemerkungen oder ähnliches.

    Nö. BW zum Beispiel auch.

    Das Problem ist oftmals, dass die Tests und/oder Anwender nicht zwischen einem Sprachförderbedarf und einem Sprachtherapiebedarf differenzieren können.

    Deshalb können Kinder, die diesen Sprachtest gar nicht bestehen können (z. B. aufgrund einer Behinderung), davon befreit werden. Für die wäre ja auch der danach verpflichtende Vorkurs nicht das geeignete Förderinstrument.

    Diese Sprachstandserhebungen sind seit diesem Schuljahr neu und starten bei uns an der Schule nächste Woche. Der Kindergarten führt Sprachtests durch und stellt dann Befreiungen aus für Kinder, die keine sprachlichen Auffälligkeiten zeigen. Alle anderen müssen an der Sprachstandserhebung teilnehmen, die Beratungslehrer und Schulpsychologen durchführen.

    Kinder, die diesen "Test" nicht "bestehen", müssen im Vorschuljahr einen Vorkurs zur Sprachförderung besuchen. Vorkursstunden sind bei uns im Landkreis rar gesät und eigentlich gedacht für Kinder mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen. Es ist fraglich, was mit Kindern passiert, die Kindergärten besuchen, an denen es bisher keinen Vorkurs gab und ob der Vorkurs jetzt auch für Kinde mit Deutsch als Muttersprache und Sprachauffälligkeiten geöffnet wird.

    Insgesamt wurde das Verfahren ziemlich im Hauruck-Verfahren eingeführt. Bis Januar wurden die Verfahren erst ausgearbeitet und dann die Beratungslehrer geschult. Die müssen die Tests zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit erledigen - erstmal ohne Ausgleich. Vielleicht bekommen sie im nächsten Schuljahr eine Ermäßigungsstunde dafür.

    Allein an unserer Schule wurden 25 Kinder zum Test eingeladen. Für unsere Beratungslehrerin bedeutet das 5 zusätzliche Nachmittage jeweils à 2,5 h. Sie ist aber noch für einige weitere Schulen zuständig und kommt so auf etwas mehr als 3 Wochen nachmittägliches Testen.

    Mit Namen deshalb, weil die Kinder bei mir nicht immer alle AB sofort einordnen. Wenn ich sie zum Korrigieren einsammle, will ich nicht immer den ganzen Schnellhefter herumschleppen. Auch wenn sie Hausuafgaben auf einem AB haben, müssen sie nur das Blatt mitnehmen und dann am nächsten Morgen (hoffentlich mit Namen drauf) abgeben zum Kontrollieren.

    Und bei herumliegenden Blättern ist der Name drauf auch ganz hilfreich. Das Problem ist manchmal, dass sie nicht glauben, dass ein Blatt ihnen gehört, obwohl ihr Name in ihrer Handschrift draufsteht.

    Also soweit ich mich erinnere, hatten auch wir damals (Abiturjahrgang 1995) die Grammatik im Großen und Ganzen nach drei Jahren durch (7.-9. Klasse). In der 10. haben wir dann u. a. De bello Gallico bearbeitet. Ich fand das damals nicht zu flott. Ich gehöre aber auch zu den wenigen, die Latein geliebt haben und als meine Kinder Latein hatten, habe ich gemerkt, wie viel ich eigentlich doch noch kann.

    Beim G8 mit der 2. Fremdsprache schon in der 6. Klasse zu beginnen, fand ich bei meinen Kindern happig. Und dass das mit dem Umstieg auf G9 nicht geändert wurde, finde ich persönlich nicht richtig.

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