Beiträge von MarPhy

    Es hat für mich nicht den geringsten Vorteil. "Ich habe doch nichts zu verbergen" und "Ich stehe zu meinem Wort" sind keine Argumente gegen entsprechenden Datenschutz. In meiner noch jungen Karriere gab es schon mehrere Fälle mit Fotos von Kollegen, die dann verunstaltet im Netz aufgetaucht sind. Entsprechende Anzeigen oder angemessene Ordnungsmaßnahmen gab es nie, man will ja "keinen Skandal in der Lokalpresse".

    (Video-)Aufnahmen? Nein, danke.

    Wenn ich unbedingt gefilmt werden soll, dann bitte nicht live, sondern mit seperater Freigabe durch mich, mit entsprechender Technik und vor allem mit entsprechender Gage. Gern Bezahlung pro Aufrauf.

    Wo kommen wir da hin? Ich trage doch nicht freiwillig und gratis zur Abschaffung meines Jobs bei, so wie die Leute bei Ikea oder beim Baumarkt, die jetzt statt einer normalen Kasse vier sogenannte Expresskassen gleichzeitig bedienen.

    Ich seh die im Ministerium schon Grübeln..."Wie geil ey, jetzt filmen die sich noch gratis mit ihrer eigenen Technik, jetzt bekomme ich für ein läppisches A13 Gehalt alle Klassen eines Gymnasiums gleichzeitig beschult! Von wegen ein Lehrer für maximal 30 SuS, der schafft auch nen paar Hundert!"

    26 Lehrerwochenstunden heißen dann natürlich auch 26 Stunden Videooutput pro Woche, vor- und nachbereiten muss man da ja nichts, wie bisher auch.

    Kurz: Ohne mich :)

    Ich finde das überhaupt nicht schlimm, dass die SuS wissen, dass du einen Freund hast. Wo ist das Problem?

    So wie ich das jetzt interpretiert habe, war das ein ungeplantes Outing. Was meines erachtens überhaupt kein Problem ist, aber das kommt auch immer auf die eigene Biographie an. Kann jedenfalls verstehen, wenn man das im Nachhinein nicht so toll findet, und man dafür vielleicht eher eine andere Form gewählt oder das ganze für sich behalten hätte.

    Das ist ein sehr wichtiges Prinzip und für mich der einzige Weg, auch ein Privatleben zu haben. Im Referendariat wurde uns der Eindruck vermittelt, jede Unterrichtsstunde müsse auf Examensniveau sein. Hinzu kamen Sprüche von Seminarleiter wie "denken Sie daran, nach dem Referendariat sind Sie in der Probezeit. Sie werden weiter konstant beobachtet". Das habe ich zwar nicht geglaubt, aber es hat mir trotzdem am Anfang ein komiches Gefühl gegeben.

    Mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, wo nach dem Examen ein Kollege wegen "zu wenig Feuerwerksstunden" seinen Job verloren hat. Kann sich heute doch auch gar keiner mehr leisten...

    Ich bereite das in den allermeisten Fällen nicht extra vor. Wenn doch, dann schreibe ich mir diese Extra-Notizen auf einen Zettel. Zweites Gerät gespart.

    Musst du halt jedes Jahr aufs neue wieder drüber nachdenken. Hab ich keine Lust zu :D Ich bin irgendwann endlich mit allen Klassen durch und habe dann wenigstens einen "Status Quo", von dem aus ich abwandeln kann.

    1) Wie ist bei euch geplant bei Wechselunterricht zu verfahren?

    Ich gehe davon aus, dass es so läuft wie im Frühsommer, also wochenweiser Wechsel.

    Ne Info hab ich aber noch nicht, sind ja Ferien.


    2) Welche Form haltet ihr für besser und warum?

    Stundenweise ist unmöglich (ÖPNV, riesiges Einzugsgebiet).

    Tageweise fehlt mir die Erfahrung, stelle ich mir aber organisatorisch schwierig vor. Ich habe oft drei parallele Klassen, mit geteilten Lerngruppen dann 6. Ich verliere ständig den Überblick.

    Wochenweise führt dazu, dass viele SuS eine Woche lang nichts machen.

    Beobachtung aus dem Frühsommer: Das sind allerdings oft die, für die "Präsensunterricht" ohnehin mit rein körperlicher Anwesenheit gleichzusetzen ist. Durch die Corona-Regelungen hat das Aussieben nach der 6., 8., und 10. Klasse nicht stattgefunden. Alle sind aufgerutscht, wie es schon sowieso immer nach der 5., 7., und 9. Klasse geschieht. Das merkt man nun sehr stark.

    Für die lernwilligen und leistungsstarken SuS ist die Form vermutlich ziemlich egal, die anderen werden so oder so abgehängt.


    3) Zusatzfrage: Was haltet ihr vom Mitstreamen des Unterrichts? (Das muss man sich als Option für einen wochenweisen Wechsel überlegen.)

    Davon halte ich Abstand. Vor allen Dingen habe ich da persönlich keine Lust drauf. Gott sei Dank ist die technische Ausstattung viel zu schlecht.

    Ähnliches wollte ich jetzt vermeiden. Ich habe Psychiater 1 meine Beschwerden geschildert, der meinte es wäre sicher psychisch und ein MRT verweigerte.

    Dieses MRT brauchte ich aber, um sicher zu sein, dass nichts ist.

    Das hätte ich nie bekommen, wenn ich meine Ängste und andere Symptome geschildert hätte.

    Ist jetzt ne steile These, aber in meinen Augen können Ärzte besser entscheiden, wer ein MRT braucht und wer nicht, als wir alle.

    Ich bin auf das Geld angewiesen. Daher ist ein anderer Job keine Option, da ich pro Stunde über 20 Euro verdiene.

    Meine Eltern und ich fühlen uns wie du nicht mehr wohl.

    Funktionieren tut das nur, indem man es ausblendet.

    Ansonsten würde ich vor Angst eingehen.

    Bei jedem Kratzen im Hals bekomme ich mittlerweile Panik, weil ich immer denke, jetzt hat es mich auch erwischt.

    Und kann man nirgendwo sonst 20€ verdienen oder was?!

    Nichts ist ohne Risiko.

    Ansonsten empfehle ich dir echt dringend, mal bei nem Seelenklempner vorstellig zu werden.


    Ich will die Corona-Gefahr überhaupt nicht herunterspielen, aber bei 3000 Verkehrstoten im Jahr ist dein perönliches Risiko durch deine Arbeit in der Schule wohl eher vom Verkehrsmittel auf dem Weg zur Schule als vom Öffnungswinkel der Fenster im Klassenraum abhängig.

    "Es geht mir besser blabla"

    Achja? Klick

    Bei aller Liebe: Weder erscheinst du mir besonders belastbar, noch besonders gefestigt in deinen Moralvorstellungen. Als Beamter bist du deinem Dienstherrn zu einer besonderen Treue verpflichtet und dazu gehört ganz sicher kein Lügenkonstrukt um die eigenen Ziele zu erreichen.

    Puh, von m/s in km/h ginge ja vielleicht noch (schriftliche Multiplikation kann ich noch im Kopf), aber andersherum, also durch 3,6 teilen, das find ich schon sehr anstrengend.

    Solche Aktionen mache ich eigentlich nur, wenn ich keinen Rechner zur Verfügung habe.

    Das Rechnen interessiert doch am Ende keine Sau :D Interessant ist doch, wie man auf die 3,6 kommt, und wie man sich jeder Zeit überlegen kann, ob man jetzt multiplizieren oder dividieren muss.

    Als ob ich in Physik jeden Zusammenhang auswendig kann... :D Ich hab doch jetzt heute wieder nachgucken müssen, ob Hangabtriebskraft mit dem Sinus oder Cosinus berechnet wird.

    Und ich benutze ständig den Taschenrechner, der Klassiker ist die Geschwindigkeit: Als ob ich die Umrechnung von km/h auf m/s im Kopf schaffe...

    Du tust es nicht, weil der TR schneller ist, aber du könntest es dir hoffentlich auch ohne TR überlegen.


    Weil in deren Kopf gar nicht klar war, wann ein Energiebetrag überhaupt ein "+" oder ein "-" vornedran stehen hat.

    Trotz Physik-Lk und sehr erfolgreichem Studium ist es bei mir nicht final hängen geblieben. Mir ist klar, warum es unterschiedliche Vorzeichen geben muss. Entweder verrichte ich Arbeit, oder an mir wird Arbeit verrichtet. Aber welche von beiden Richtungen nun das negative Vorzeichen trägt, ist doch nur eine Frage der Perspektive, oder? Also man muss halt bei ner Bilanzgleichung entsprechend richtig zuordnen.

    Nein, wollte er nicht (und hat er zwar mal gelernt, musste er aber wieder nachgucken). Was er zum Ausdruck bringen wollte, war, dass kein Mensch im Unterricht 25 geteilt durch 85,6 im Kopf oder schriftlich rechnen würde, wenn es nicht gerade um die Division von Dezimalzahlen, sondern eigentlich um Chemie geht. Da meint der Fossi schon, dass jeder normale Lehrer einfach zum TR greifen würde, sofern er es nicht schon vorher ausgerechnet hat.

    Warum ist Wollsocken denn heute so anuriniert?

    Ein Naturwissenschaftler würde sagen "das ist irgendwas zwischen 0,25 (25/100) und 0,33 (25/75)" und ist fertig damit.

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