Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Überdies erwähnte ich bereits, dass die Sek II da eigentlich sehr viel teurer ist als die Primarstufe. Umso absurder, dass an den Primarschulen so viel eigenes Geld ausgegeben wird.

    Nicht absurd, sondern Ursache. In die Sek II wird von den Schulträgern viel Geld investiert. Auch, weil dort die Kids der Stadträte und der Oberschicht sitzen, die viel Einfluss auf die Entscheidung der Stadträte haben - die wiederum die Schuletats absegnen - und darin ist die Gesamtsumme gedeckelt. Da wird das Geld oben in den Trichter geleert und unten, in der Primarstufe tröpfelt es nur noch. Klebestifte, Scheren, Papier, Bastelmaterial sind Sache der Eltern und kosten ja kaum etwas.

    Da jedoch die Hälfte der Schüler diese Dinge nicht besitzt, kannst du deinen geplanten Unterricht an der GS in den Wind schieben. Also hat man davon immer etwas Vorrat. Damit beißt sich die Katze in den Schwanz - weil die Kids sich darauf verlassen, dass etwas vorrätig ist.

    Dann wird der Kopieretat gerecht über die Schularten verteilt. In der GS benötigst du jedoch ein Vielfaches an Kopien, damit du vernünftig unterrichten kannst. Die Vorlagen bereitet man Zuhause vor - und weil man nicht bereits um halb sieben morgens oder nach dem Unterricht am Kopierer der Schule in der Schlange stehen will, kauft man eben selbst Papier und druckt das Ganze Zuhause aus.

    Und so gibt man eben eigenes Geld dafür aus, um sich das eigene Lehrerleben zu erleichtern. Eigentlich müsste jede Grundschullehrkraft einen eigenen Etat für solche Ausgaben zur Verfügung bekommen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Das Gehalt ist geringer als in Sek I und II, Aufstiegsämter sind nur in der Schulleitung oder als "Schulflüchtling" ans Seminar oder Amt zu ergattern.

    Und wie die Sache rechtlich aussieht hat sich zum Beispiel die GEW überlegt:

    https://www.gew-bw.de/aktuelles/deta…t-arbeitszimmer


    Ich bin kein großer Fan, aber so ganz unbedacht stellen die solche Aritkel nicht ins Netz.

    OK. In diesem Fall ist es eine vereinfachte Regel zum Absetzen des Arbeitszmmers - das dann nicht zusätzlich abgesetzt werden darf.
    Von daher ein Nullsummenspiel. Der Betrag mit 210 Tagen à 6 € ergibt exakt den Höchstbetrag für's Arbeitszimmer von 1260 €.
    Für Teilzeitkräfte kann sich bei Inanspruchnahme dieser Regelung jedoch ein Nachteil ergeben - weil dann keine 210 Arbeitstage anerkannt werden - sofern sich in der Stundenplanung ein freier Tag ergibt.

    Dann habe ich schon vor vielen in der freien Wirtschaft eine Zeiterfassung gehabt. Karte ranhalten fertig. Beim Rausgehen Karte ranhalten fertig. Arbeitszeiten außerhalb wurden kurz über den PC nachgetragen.

    Gibt es eine Karte, die du an deinen Kopf halten kannst? Leistest du deine Arbeitszeit als Lehrer nur in der Schule ab? Du Glücklicher. Keine Arbeit am häuslichen Schreibtisch, keine Wochenendarbeit, kein Einkauf für den Unterricht ... ;)

    Du hast in der Schule kein Büro, das wäre eine Tätigkeitsstätte. Die Vorbereitung oder andere Dinge für die Schule werden typischerweise nicht im Klassenraum erledigt.

    "Schlaue" Interpretation. Du bist in der Schule also nicht tätig? Priml. ;)
    Vielleicht hat ja jemand die Muße, seinen Steuerberater oder Finanzbeamten zu fragen - bevor sich hier noch mehr Leute "in die Nesseln setzen" und sich beim FA unbeliebt machen. Wie ich die Sache sehe, hab' ich dargelegt.

    Homeoffice-Pauschale im Detail | Steuern | Haufe (Bis zum Abschnitt "Mischarbeitstage" scrollen, da bekommst du nähere Infos)

    Dacht' ich mir es doch. Da steht eindeutig:

    "Ist diese Voraussetzung erfüllt, lässt sich die Pauschale auch für Tage mit stundenweisen Auswärtstätigkeiten abziehen. Es darf jedoch an diesen Tagen keine erste Tätigkeitsstätte aufgesucht werden."

    Die Schule IST deine erste Tätigkeitsstätte.

    Die 1000ste Verlinkung deiner unübersichtlichen Link-Sammlung kannst du dir jedenfalls sparen.

    Wenn du glaubst, aus ein paar Antworten hier im Forum einen fachgerechten und lehrplankonformen Unterricht leisten zu können, bist du auf dem Holzweg, "Schlaumeier". Da musst du dich schon mit etwas Fachliteratur beschäftigen. Du beschränkst dich auf Anfrage hier - und das Lesen "unübersichtlicher" Texte ist dir zu kompliziert? Kann man machen. Bringt dich aber nicht weiter. In der Linksammlung findest du - gegliedert - auch Antworten auf deine Fragen zu Ausführungen des Kumi und zu Handreichungen.
    Aber das ist dir ja zu unübersichtlich. Selbst schuld.

    Wobei sich auch das dann hoffentlich mit der Arbeitszeiterfassung ändert. Wenn das 15 minütige Warten aufs Hochfahren des alten Rechners dann auf einmal Arbeitszeit ist und jeder Computerstart so Kosten in Höhe von 7,50 € verursacht (ich habe jetzt einfach mal einen Verrechnungssatz von 30€/Stunde angenommen), wird ein neuer Computer, der schneller startet, auf einmal die günstigere Alternative.

    Wenn du dann für die Dokumentation deiner Arbeitszeit täglich eine halbe Stunde benötigst, hast du nichts gewonnen. im Gegenteil.
    BTW: Während meiner Abordnung ins Schulamt musste ich meine Arbeitszeit dokumentieren. Darin war auch ein Tätigkeitsnachweis für die erledigten Arbeiten / Sachbereiche anzugeben. Dafür habe ich knapp 5 Minuten benötigt. Da ging es morgens ins Büro und abends Nachhause.Das war keine "Stop-and-go"-Tätigkeit, wie ich sie als Lehrer zu leisten habe. Das korrekt zu erfassen, halte ich für unmöglich - oder für extrem aufwändig.
    Beispiel: Wie erfasse ich die Zeit, wenn ich Zuhause am Tisch Kaffee trinke und mir eine Idee für den Unterricht einfällt? Ist das Arbeitszeit? Sicher!
    Der Weg zur Arbeit gilt nicht als Arbeitszeit. Ich bin mehrere Jahre 30-min-one-way zur Arbeit gependelt. Auf der Fahrt, habe ich die Planung für den Tag Revue passieren lassen und am Konzept gefeilt. Keine Arbeitszeit? Mitnichten. Müsste ich nun während der Fahrt eine Stoppuhr betätigen, um die Zeit exakt zu erfassen?

    Doch an vielen Schultagen 1/3 bis 1/2.

    Montags 4 Stunden Unterricht - Mittags heim und nachmittags zu Hause. Ähnlich auch an anderen Tagen.

    Das ist ja bereits seit 500 Jahren so.
    Die Homeoffice-Pauschale wurde doch eingeführt, wenn während Corona Fernunterricht stattfand oder Leute nicht in die Firma fahren, sondern von Zuhause arbeiten. Dass man hier nun doppelt kassieren kann, ist mir neu. Setzt man/frau dann zusätzlich auch noch das Arbeitszimmer ab?

    Hallo und danke für deine Antwort! Auf den Seiten des Kultus Ba-Wü finde ich leider auch nur einen Lehrplan ohne Beispiele, oder übersehe ich was?

    Ja.
    Nebenbei: Auch das Fach Kunst hat seine Fachbegriffe, die man in der Fachliteratur findet. Es gibt Gründe dafür, dass Kunst ein Fach ist, das man studiert haben sollte, um es fachgerecht zu unterrichten.
    Die passenden Seiten des KuMi zur SCHULKUNST und mehr findest du hier:
    https://www.autenrieths.de/kunstunterricht.html

    Bei uns ist auch Alkohol an der Schule verboten.

    Bei uns auch. Für die Schüler ;)

    Anekdote (ja- schon wieder) aus meiner eigenen Schulzeit:
    In der Chemie-AG brachte unser Chemielehrer eine 2-Liter-Pulle Roten mit. Den haben wir destilliert und das Ergebnis gemeinsam verkostet.
    Der Gute war jedoch noch etwas älter als ich heute und aus dem Ruhestand wegen Lehrermangel "reaktiviert" worden. Der hatte noch das 68er-Gen - und außer der Rückkehr in den Ruhestand nichts zu befürchten ;)
    Darüber, was wir sonst bei ihm gelernt haben, lege ich den Mantel des Schweigens. Sonst bekommt die Chemiefachkraft des Forums Schnappatmung ...

    Yep, im Ref habe ich eigens ein Regal gekauft für das Klassenzimmer. Danach natürlich dort stehen gelassen. Schön blöd.

    Durchaus. Besonders, weil du dir dadurch
    a) Ärger mit dem Kreisbrandmeister
    b) Haftungsprobleme, falls so ein Teil umkippt
    einhandeln kannst.

    Nach einem Besuch des Kreisbrandmeisters = Brandschutzsachverständigen (der in diesem Bereich weisungsbefugt ist) wurde an meiner alten Schule ein Container in den Hof gestellt und die Schule stark entrümpelt. Die beliebten Sofaecken wurden auch wegen Hygienevorschriften verboten.

    Positiv an der Aktion: Die neue Schulleitung setzte gegenüber der Stadt als Schulträger eine neue Möbilierung mit professionellen Regalen und Sitzmöglichkeiten aus dem Katalog der Schulausstatter durch.

    Die Etatverhandlungen der Schulleitung mit dem Kostenträger - und Verhandlungsgeschick - können viel bewirken und damit die Konten der KuK entlasten.

    Nebenbei: Wer als Lehrkraft beim großen "A" einkauft - und nicht beim örtlichen Buch- und Schreibwarenhändler - reduziert damit das Gewerbesteuereinkommen der Gemeinde. Und so auch den Etat der Gemeinde, den diese zur Finanzierung der Schule zur Verfügung hat.

    Das ist in dieser pauschalen Form Quatsch und ich hoffe, du weißt das. Man klärt einfach direkt mit der Notrufzentrale die beobachteten Symptome ab. Diese können dann genauer einschätzen, ob ein RTW geschickt wird oder nicht. Im Zweifelsfall schicken sie einen und genau in dieser Art von Zweifelsfällen liegt auch kein Missbrauch des Notrufs vor.

    Das kann ich jedoch nur, wenn ich im Klassenzimmer mein privates Handy einsetze. Als der Vorfall passiert ist, gab es noch nicht in jeder Hosentasche ein Handy. Damals habe ich einen Schüler ins Sekretariat geschickt, und mitgeteilt, dass ein epileptischer Anfall vorliegt.

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