Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Die Fastenregelungen der Orthodoxie sind stark mediterran geprägt, insbesondere was "Meeresfrüchte" oder "Fischtage" angeht. Theoretisch könnte auch ein Veganer problemlos weiteressen, was er immer isst, es gäbe keinen Unterschied.

    Es gibt auch in den Fastenregeln der katholischen Kirche interessante Ausnahmen. So war in früheren Jahrhunderten (oder sogar noch heute) der verzehr von Bibern in der Fastenzeit erlaubt, da diese als "Fische" galten.
    Auch der Verzehr von Fischottern war wegen ihrer Schwimmhäute und des Lebensraums als „Fisch“ erlaubt, genauso Frösche und Schildkröten. Selbst Enten und Gänse waren als Mahlzeit gestattet, weil diese "aus Muscheln schlüpfen" würden.
    Da lobe ich mir das protestantische Klimafasten und meinen LKW. ;)

    Was das Gas angeht: Sei beim nächsten Prüftermin dabei. Vielleicht ist der Prüfer so nett und zeigt dir, wie eure Anlage zu bedienen ist. Das sind in der Regel nur ein paar Handgriffe.

    Und besonders: Frag nach, wann die Anlage zuletzt überprüft wurde, bevor du irgendeinen Handgriff tätigst. Manchmal ist der Sicherheitsbeauftragte gleichzeitig der Hausmeister und hatte das gar nicht im Blick - weil niemand die Gasanlage benutzt hatte.

    Eine meiner ersten Maßnahmen nach meiner "Ernennung" zum Sicherheitsbeauftragten war, dass ich von der Schulleitung eine neue Kreissäge für den Technikraum gefordert habe und angemahnt hatte, dass diese - sowie die Bandsäge und die Blechschere nicht im Arbeitsraum der Schüler stehen dürfen. In den Sommerferien fand dann sehr zügig ein Umbau statt, bei dem eine Trennwand mit Sichtfenster im Raum eingezogen wurde, um Arbeits- und Vorbereitungsraum zu trennen. Oft genug sind derartige Sicherheitsmaßnahmen ein Anlass dafür, dass die Schule modernisiert wird und sich neue Räume und Möglichkeiten entwickeln. Da sind sich Schulleitung und Schulträger bewusst, dass ihnen Thors Hammer droht, falls sie nicht reagieren und etwas passiert.

    Als unser Schulhaus vernetzt und alle Klassenzimmer mit LAN ausgestattet wurden, hatten wir auf den Fluren Internet-Points eingerichtet. Dort stand dann auch ein Laserdrucker, auf den die Druckaufträge aus den Klassenzimmern gesendet wurden.
    Einige Jahre später fand eine Schulhausbegehung mit dem Kreisbrandmeister statt. Dieser monierte, dass die PCs und der Drucker eine mögliche Brandlast im Fluchtweg bilden könnten und verlangte die Entfernung. Glücklicherweise wurden kurz danach die Fenster der Schule ausgetauscht. Der Auftrag wurde erweitert und die Internetpoints wurden mit Glaskästen "eingehaust". So entstanden neue, jederzeit einsehbare Mini-Arbeitsräume für 2-3 Schüler - mit PC, Drucker und Netzzugang. Die Alternative, jedes Klassenzimmer mit Drucker auszustatten, wäre (mit Verbrauchsmaterial) über die Jahre teurer gewesen.

    Ich glaube eher, dass ich wenn ich die Polizei nicht mitbringe, es sein lassen kann. Es geht mir um Elternhäuser, wo sich bitte bitte sagen und gut zureden als nachhaltig erfolglos herausgestellt hat. Wir haben halt Klientel, die es aus ihren Heimatländern gewohnt sind, nichts ernst zu nehmen, was im Zweifel nicht mit Gewalt vom Staat auch durchgesetzt wird. Das Jugendamt oder Polizei zu informieren führt wie oben beschrieben zu nichts.

    Wenn du mit der Polizei aufkreuzt, hast du verloren. Damit baust du eine Drohkulisse auf, die Widerstand erzeugt. Wichtig ist, den Eltern zu vermitteln, dass dir der Lernerfolg und der erfolgreiche Schulabschluss des Kindes am Herzen liegt und du hier der Partner bist, der sich ernsthaft darum kümmert. Das schließt nicht aus, dass man auf den "Waffenschrank" hinweist, der bei weiterem Fehlverhalten für die Schule zur Verfügung steht - ebenso wie auf Unterstützungsmöglichkeiten durch den Schulpsychologischen Dienst oder durch die Jugendhilfe. Vielleicht hab' ich mich auch etwas mehr getraut, als manche KuK das könnten, weil ich vor dem Staatsdienst 10 Jahre als Lehrer an einem privaten SBBZ ESENT gearbeitet habe und viele Hilfeplangespräche mit schwierigen Eltern und/oder Kindern erlebt hatte. Da lernt man Gesprächsführung in solchen Situationen.

    Ich unterrichte das Fach in einer Hauptschulklasse/SEK I in einem Oberschulbildungsgang in Sachsen. Viele Schüler der Klasse haben einen Förderschwerpunkt im Bereich emot.-sozial (impulsives Verhalten, von mir im Moment oft nicht einschätzbar).

    Hier bewegen wir uns auf einem fachlichen Niveau, in dem kein Nachweis von Chlor im Plan enthalten ist ;)
    Im Bildungsplan der WRS 2004 gab es sogar kein eigenständiges Fach Chemie mehr, sondern den Fächerverbund "MNT" (Materie -Natur - Technik), der Bereiche aus Biologie, Physik, Chemie, Technik und Physik abdeckte und kombinierte. Das war so abenteuerlich, dass die Fächerverbünde beim der nächsten Bildungsplanreform wieder verschwanden. Der Grundgedanke dahinter - Fächer übergreifend Zusammenhänge zu zeigen - war jedoch so dumm nicht - die Umsetzung jedoch fordernd, weil man sich als Lehrer dieses Verbunds in 5 Fächern auskennen musste - die niemand in dieser Kombination zuvor studiert hatte. An größeren Schulen hatten sich mehrere KuK einen derartigen Fächerverbund "geteilt" - mussten sich jedoch eng aufeinander abstimmen. Gerade an der Hauptschule oder Fö ESENT wurde dieser Kanon aus pädagogischen Gründen oft in die Hand des Klassenlehrers gelegt. So kam ich auch zur Chemie ;)

    Spoiler anzeigen


    BTW: Wer sich für die Lehrbücher MNT interessiert - ich geb' sie gegen Porto ab. Zum Wegwerfen waren sie mir bislang immer zu schade. Gut erhaltene Lehrerexemplare mit zahlreichen Fächer übergreifenden Aspekten und Themen:
    - Materie-Natur-Technik Bände 1,2,3 (für Klassenstufen 5 - 9), Klett, 2004/05
    - Natur bewusst 3/4, Westermann. 2006
    - Erlebnis Natur&Co, Band 2, Schroedel, 2005
    Bei Interesse PN


    Wer weiß, welche gefährlichen Schätze bei euch schlummern? Ich fand im Laufe der Jahre einiges, manche giftigen Chemikalien wollten uns Apotheken und Nachlassverwalter schenken. Wenn man dann eine SL hat, die alles annimmt...

    Wer kennt ihn nicht, den Vulkanversuch mit Ammoniumdichromat ;) Dieses Teufelszeug lagerte auch in unserem Chemikalienschrank. ebenso wie ein halbes Kilo Natrium, das bereits nicht mehr vollständig von Petroleum bedeckt war und mehr hochgiftiges und gefährliches Zeug. Das zu entsorgen war meine erste Tätigkeit als Gefahrstoffbeauftragter. Da es sich um "teure und wertvolle" Stoffe handelte, mussten diese auf Anweisung des Schulträgers an örtliche Gymnasien abgegeben werden - zumal man sich auf diese Weise die teure Sondermüllentsorgung sparen konnte <sic!>.

    Hallo Kitekat,

    keine Panik!

    Der Hauptschullehrplan ist hier übersichtlich. Orientiere dich strikt am Schulbuch, dann bist du bereits ziemlich abgesichert. Das entbindet dich nicht davon, mögliche Gefahrenquellen zu sehen und abzuwenden. Die Idee, mit einem Campingkocher zu arbeiten ist sehr gut.
    Ich musste ebenfalls als Klassenlehrer und als "Eier legende pädagogisch-didaktische Wollmilchsau" fast alles unterrichten - auch Chemie. Da hab' ich aus meinen Hobbies einige Vorerfahrungen, habe jedoch in der Praxis auch "brenzlige" Situationen erlebt, die aber gut ausgegangen sind. An unserer Schule gab es im Chemieraum eine zentrale Gasversorgung, mit der man auch die Schülerexperimentiertische hätte versorgen können. Nachdem das jedoch in die Jahre gekommen war, hab' ich davon tunlichst die Finger gelassen und dafür gesorgt, dass die Gasflasche abtransportiert wurde. Da weiß man nie, an welcher Stelle etwas undicht sein könnte. Und das mögliche "Kawumm" habe ich mir dadurch erspart.

    Im Chemieunterricht geht es vor allem um den Umgang mit Chemie im Alltag und mögliche Gefahrenquellen. Da kann man viel mit Alltagschemikalien arbeiten. Beim Thema Säuren und Laugen muss (und darf) es nicht Flusssäure oder Salpetersäure sein. Da tun es auch Essig und Zitronen oder Entkalker. WC-Reiniger sollte als Lauge und Gefahrstoff angesprochen werden.
    Für meine eigene "Wissensdatenbank" hatte ich eine Website mit Links zu Webseiten gebastelt:
    https://www.autenrieths.de/chemieunterricht.html
    Weil ich auch Sicherheitsbeauftragter der Schule wurde, findest du dort ebenfalls ein Kapitel dazu.

    Viel Erfolg!

    Schrieb ich, dass mir das Angst mache?

    Es erklärt aber meines Erachtens, warum tendenziell öfter Christen zu muslimischen Veranstaltungen gehen als Muslime zu christlichen.

    In absoluten Zahlen oder prozentual zu ihrem Anteil an der Bevölkerung? Zahlen und Quellen bitte! Keine Vermutungen aus dem Bauch heraus... :aufgepasst:
    Wenn 94% der deutschen Bevölkerung nicht-islamischen Glaubens sind, können sich die absoluten Zahlen der "gegenseitigen Besuche" niemals die Waage halten. Nach meinen Erfahrungen verhält es sich genau umgekehrt. Ich kenne nur sehr wenige Menschen christlichen Glaubens, die jemals eine Moschee besucht haben.

    BTW: An meiner ehemaligen Schule haben wir in Kooperation mit der daneben liegenden katholischen Kirche (deren Diakon unser Religionslehrer für kath. Religion war) jedes Jahr in der letzten Adventswoche einen ökumenischen Weihnachtsgottesdienst gestaltet. Die Kinder haben im Religions,- Musik- und Deutschunterricht Sketche, Lieder, Gedichte und Texte zur Besinnung vorbereitet. Der Großteil unserer türkischen und serbischen Kinder ging mit in die Kirche. Einfach, weil es ein nettes Erlebnis war.

    Wenn jemand nicht mitgehen wollte, kam er/ sie eben erst zur 2.Stunde.
    Den Zweiflern hab' ich ein Zitat von Billy Sunday (1862–1935) genannt, das oft in der zitierten Form Albert Schweitzer zugeschrieben wird und welches sich mancher Christ zu Herzen nehmen sollte:
    "Man wird kein Christ, wenn man in die Kirche geht. Man wird ja auch kein Auto, wenn man eine Garage betritt."
    ("Going to church doesn’t make you a Christian any more than going to a garage makes you an automobile.")

    Gehörst du zu den Deutschen, der die absolute Zahl an Muslimen deutlich überschätzt?

    Gemini gibt folgende Statistik aus:

    RangHerkunftsland / RegionAnteil an allen Muslimen in DEGeschätzte Anzahl (ca.)
    1.Türkei45 %2,5 Millionen
    2.Naher Osten (v.a. Syrien)19 %1,06 Millionen
    3.Südosteuropa (z.B. Bosnien, Albanien)19 %1,06 Millionen
    4.Mittlerer Osten (v.a. Afghanistan, Iran)9 %500.000
    5.Nordafrika (v.a. Marokko)8 %450.000

    Weiter Wolfgang Originaltext:

    Der Gesamtanteil an der bundesdeutschen Bevölkerung beträgt (Stand 2024/2025) etwa 5,3 bis 5,6 Millionen Muslime. Das entspricht ~ 6,5% der Bevölkerung. Der Anteil der Menschen aus Syrien wird sich vermutlich wieder reduzieren, sobald die politischen und sozialen Umstände in Syrien eine Heimreise erlauben. Die Menschen mit Wurzeln aus der Türkei leben zum Teil bereits in dritter oder vierter Generation in Deutschland. Manche davon sind so integriert, dass sie die Türkei als Herkunft, jedoch nicht als Heimat betrachten.

    Einer davon hat gerade bewiesen, dass er den "Schwabentest" bestanden hat:
    Er hat am Valentinstag geheiratet. Damit muss er im Jahr nur einen - statt zwei Blumensträuße für seine Gattin kaufen.
    Schon das qualifiziert ihn für das Amt des Ministerpräsidenten ;)

    Ich denke, ein Unterschied besteht auch darin, dass in unserer Gesellschaft der Anteil der Muslime, die ihren Glauben ernst nehmen, höher liegt als der Anteil der Christen, die das tun.

    Weltweit mag das vielleicht zutreffen. In unserer Gesellschaft - also der BRD - zweifle ich diese Aussage stark an. Auch unter Muslimen schätze ich den Anteil derer, die noch aus familiären Traditionen an Glaubensritualen teilnehmen höher ein als den Anteil überzeugter "Glaubenstäter". Und mit Verlaub: Daran, dass viele katholische Christen den Glauben nicht mehr ernst nehmen, trifft den Klerus die Hauptschuld.

    Warum müssen Christen den ersten Schritt machen?

    Und wenn sie ihn gemacht haben, dann können doch Muslime auch einen Schritt machen, oder nicht?

    Irgendwie kommt mir das aus Kindergarten und Schule SOOO bekannt vor:
    "Aber der.... !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"

    Kinderkram. Mit einer derartigen Einstellung ist auch Ökumene mit Protestanten unmöglich, lieber Plattenspieler. Da müsste ich daran glauben, dass aus einer Oblate ein Stück Fleisch wird. Pardon. Das soll deinen Glauben daran nicht verunglimpfen. Aber genau dieser Punkt in der Gestaltung des Abendmahls trennt uns seit 500 Jahren.
    Deswegen können wir trotzdem ohne Streit miteinander auskommen.

    Haha! Manchmal habe ich den Eindruck, der hübsche oder wortverspielte Name für (Bildungs-)Projekte ist den Ministerien wichtiger als das Projekt selbst.

    Nun das Akronym wird von Belwue auf der Startseite wie folgt "aufgelöst":
    "BelWü steht für "Baden-rttembergs extended LAN" und ist das Datennetz der wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg. Es verbindet Universitäten, Hochschulen und die Duale Hochschule Baden-Württemberg, Sonstige wissenschaftliche und öffentliche Einrichtungen, Schulen und öffentliche Bibliotheken miteinander."
    https://www.belwue.de/netz/weathermap.html

    Es handelt sich um ein eigenständiges 100 GBit-Netzwerk mit eigenen Datenkabeln und ist daher sehr gut abgesichert und rattenschnell.
    Nachdem die Telekom für Schulen einen kostenfreien Zugang gelegt hatte, wurden die Schulen (LEIDER) vom Hochschulnetz abgekoppelt und dem Wildwest des WWW überlassen.
    Mein Schule war vor dem Umstieg auf die Telekom noch über die Hochschule und BelWue ans Netz angebunden. Das war schon fein für den Sysad. Sag ich mal so aus eigener Erfahrung ;)

    Ich glaube die soziale Spaltung in Deutschland ist mittlerweils so weit fortgeschritten, dass sich viele Kollegen aus Gegenden "wo die Welt noch in Ordnung ist" gar nicht vorstellen können was in Brennpunkten für Verhältnisse herrschen.

    In der Stadt, an deren Hauptschule ich unterrichtet habe, gab es im Einzugsgebiet der Schule zwei Stadtviertel:
    Der "soziale Brennpunkt" mit dem Arbeiterviertel und hohem Ausländeranteil und das Neubauviertel am Hang mit den "gut Betuchten".
    Ich konnte meinem Schulleiter nur beipflichten, als er sagte: "Das Elend wohnt am Berg."
    Dort drücken die Schulden, der Konkurrenzdruck (auch für die Kinder) und die Belastung am Arbeitsplatz. Im Arbeiterviertel herrschte zwar auch Armut - jedoch auch Solidarität untereinander.
    Gute Frage: "Wo ist die Welt in Ordnung?"

    Das kommt auch bei uns vor und "der Trick" wird weiter gegeben.

    Es steht nicht da, 2/3 haben falsche Adressen, sondern gehen nicht ans Telefon (Aufzählung).

    Wenn ich Eltern telefonisch nicht erreichen konnte - oder auf Briefe und Einladungen keine Reaktion erfolgt ist, ging der Berg eben zum Propheten. Da habe ich mir die (geringe) Mühe gemacht, an der Haustüre zu klingeln. Das hat in der Regel SEHR gut funktioniert, weil die Nachbarschaft durchaus registriert, wer auf Besuch kommt. Durch verschiedene Schulveranstaltungen war mein Gesicht auch ziemlich allen Eltern, die Kinder an unserer Schule hatten, bekannt.

    In den vielen Jahren, in denen ich Pubertierende unterrichtet habe, gab es nur einen Fall, in dem ich mir beim Gespräch überlegt hatte, welcher "Notausgang" zur Verfügung stünde. Da hatte ich beim Gespräch im Wohnzimmer registriert, wie der bereits zur Mittagszeit stark alkoholisierte Vater leicht aggressive Tendenzen zeigte. Da ich jedoch nicht kleinwüchsig bin, hat er sich dann doch nicht von seinem Sofa erhoben.
    Wenn jemand sich bereits am späten Vormittag in einem derartigen Zustand befindet, ist es verständlich, dass in der Familie niemand telefonisch erreichbar ist. Ebenso verständlich ist, dass der Schüler/ die Schülerin nicht jeden Tag freundlich reagiert. Der Schüler hatte danach jedoch sein verhalten geändert. Er wusste, das ich auch auf freundliche Art sehr konsequent sein kann und es ernst meine.

    Nach dem besonderen Erlebnis mit diesem Vater habe ich jedoch meine "Hausbesuche" zur Absicherung immer im Sekretariat "angemeldet" ;)

    Ökumene bezieht sich auf eine innerchristliche Bewegung.

    Und innerhalb des Christentums gibt es auch leider immer noch keine Einigung über einen gemeinsamen Termin für das Osterfest zwischen Ost und West.

    ... was an der Anwendung von zwei unterschiedlichen Kalendersystemen liegt (julianisch/gregorianisch). Tradierte Traditionen umzuwerfen ist beinahe unmöglich, zumal es sich hier um den Termin des höchsten kirchlichen Feiertages im Christentum handelt.

    @WillG hat per KI eine schlüssige Berechnung des Zeitraumes dargelegt, wann ein derartiges Zusammentreffen der Fastenzeiten sich wiederholen könnte - wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob seine Lösung korrekt ist. Die Berechnung des Osterdatums ist eine recht komplexe Angelegenheit - siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Osterzyklus

    Dagegen ist die Berechnung des Ramadan ein Kinderspiel.

    Valerianus spricht sehr richtig die gemeinsamen Wurzeln und Inhalte des Christentums und des Islam an. Mohammed hatte bei der Niederschrift des Koran an vielen Stellen den Bezug zum jüdischen Glauben eingeflochten - selbst Jesus und Maria tauchen auf.
    Ich denke, dass es höchste Zeit ist, sich mehr auf die Gemeinsamkeiten zu besinnen, als über die unterschiedlichen Riten das Trennende zu betonen. Nächstes Jahr wird das Ritual des Fastens zeitlich wieder divergieren. Der Kern des monotheistischen Glaubens und die gemeinsame historische Basis bleibt als Möglichkeit einer Ökumene, die sich nicht in irgendwann von irgendwem ideologisch formulierter Trennung fixiert.
    Just My2Cents.

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