Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Zweiter Tipp:
    Wende dich an die Schwerbehindertenvertretung am Schulamt / Regierungspräsidium oder wo diese in eurem BL angesiedelt ist. Diese ist nicht nur für Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung zuständig, sondern für jeden, der gesundheitliche Beeinträchtigungen hat oder befürchtet.
    Die kann auch dem genannten Vertreter der "Personalvertretung" (die ich hier bewusst in Hochkomma setze) eine neue Fönfrisur für sein Verhalten und seine Äußerung verpassen.

    Welcher Geist in der AfD herrscht, ist auch aus dieser "Kleinen Anfrage" zu den Zahlen und Ursachen der Erwerbsminderungsrente deutlich erkennbar. Die Parallelen zu den "Vorgängern" der AfD sind ersichtlich - und erschreckend.
    Unterschrieben ist die Anfrage von Dr. Alice Weisel, Dr. Alexander Gauland für die gesamte AfD-Fraktion der Bundestages.
    https://dserver.bundestag.de/btd/19/122/1912218.pdf

    Wehret den Anfängen!

    Damit Verfahren B abgesichert ist, verlange eine schriftliche Dienstanweisung der SL, dass du an der Wanderung teilnehmen MUSST. :teufel:

    du hast aber auch eine technische Ausbildung davor gehabt!

    Mein Gesellenbrief in der Druckindustrie war jetzt vielleicht wegen der Kenntnisse in der optischen und drucktechnischen Gestaltung von Vorteil, im Vorstellungsgespräch bei ABB ging es jedoch mehr um die didaktisch-methodischen Skills, die wir als Lehrer besitzen. Der andere AG war ein Büro, das auf technische Dokumentationen spezialisiert ist. Heute wie damals werden Technische Dokumentationen nicht von der KI, sondern von einem Team von Profis mit unterschiedlichen Fähigkeiten erstellt, die sich bei der Erstellung des perfekten Endprodukts ergänzen. KI wird höchstens als Hilfswerkzeug verwendet.
    https://www.tanner.de/technische-dokumentation/kompetenzen/

    Mit dem Hintergrund würde ich schauen, ob ich an irgendeiner Stelle im Fortbildungsbereich unterkommen könnte. Da muss man aber aufpassen, dass man nicht anfängt sehr prekär zu arbeiten.

    Das ist leider oft der Fall. Man wird manchmal mit guten, verführerischen Honorarsätzen gelockt. Diese Einkünfte müssen jedoch nachträglich selbst versteuert werden, es gibt keinen Zuschuss zur Altersvorsorge oder zur Krankenversicherung, genauso wenig für die Vorsorge gegen Arbeitslosigkeit - die im Honorarbereich von heute auf morgen eintreten kann.

    Das wird in Zukunft und oft auch jetzt schon von einer KI-erledigt. Für sehr spezielle Anwendungen benötigt man dann doch eher auch noch mehr technische Expertise.

    Was die KI verzapft, muss dann schon noch ein menschlicher Verstand querlesen, bevor das als Anleitung bei Geräten beigelegt wird. Zudem haben wir als Lehrer der KI eine Fähigkeit voraus:
    Wir können Informationen für definierte Zielgruppen didaktisch und strukturiert aufbereiten. Gerade bei neuen Produkten hat die KI gar keine Trainingsdaten, auf die sie zugreifen könnte. Mein Job wäre gewesen, die Beschreibungen der Entwickler auf ein allgemein verständliches Niveau herunterzubrechen und für "Normalanwender" verständlich zu formulieren.
    Viel Spaß beim Lesen einer Bedienungsanleitung, die von einer KI formuliert wurde ;)

    Alternativen zum Lehramtsberuf hatte ich hier zusammengestellt - und ergänze das sporadisch:
    https://www.autenrieths.de/lehrerberuf.html

    Genau, das war bei uns auch so, dadurch, dass die Quereinsteiger nun beides machen MÜSSEN, sind dann tatsächlich welche schon an dem Einsetzen in die P/Q-Formel gescheitert.

    Kinkerlitzchen. Ich habe Mathe an der PH studiert. Pflichtvorlesungen in Fachwissenschaft waren u.a. Aussagenlogik, Zahlentheorie und Analytische Geometrie - jedes Themengebiet ging jeweils über das gesamte Semester und wurde mit Klausur abgeschlossen. In der mündlichen Prüfung ging es im Parforceritt nochmals durch alle Bereiche. Das waren Gebiete, die in der Oberstufe des Gymnasiums nicht einmal angerissen wurden. Da haben manche GHS-KuK das Handtuch geworfen.

    Pipifax ist anders.

    In den Bundesländern, wo die Wahl im Studium zwischen Mathe und Deutsch zu treffen ist, wählen die meisten überraschenderweise Deutsch. Es gibt daher mehr unausgebildetet Lehrkräfte im Matheunterricht als im Deutschunterricht.

    Der Grund dafür ist, dass es sich herumgesprochen hat, wie viele im Mathestudium für GS und HS an den Anforderungen im Studium scheitern. Das wird - auch hier im Thread - unterschätzt.

    Und wofür ist jetzt dieses schriftliche rechnen wichtig? Das könnte man meinetwegen komplett weglassen. Die Polynomdivision steht seit Jahren nicht mehr im Lehrplan und sonst fällt mir keine Anwendung dessen ein.

    Beim schriftlichen Rechnen wird Kopfrechnen, Zehnerübertrag und vieles mehr geübt und gefestigt. Ebenso die Überschlagsrechnung, ohne die Falscheingaben oder Tippfehler beim Taschenrechner nicht erkannt werden.

    Wenn man dann noch unterschiedliche Rechenverfahren verschiedener Kulturkreise bespricht, die in der Klasse vor uns sitzen, kann man das Zahlenverständnis fördern

    Mal aus didaktischer Sicht: Als Klassenlehrer kann man relativ problemlos "Epochenunterricht" gestalten. Da nimmt man ein Thema aus dem Sachkundeunterricht, erstellt und sucht dazu Lesetexte und Schreibaufgaben für den Deutschunterricht, dazu ein Gestaltungsthema für Kunst und passende Musik für den Musikunterricht. Zusätzlich lässt sich jedes Thema in Mathematikaufgaben verkleiden. Auf diese Weise durchdringt man das Thema aus verschiedenen Richtungen. Auf diese Weise kann man auch aus dem Stundenplankorsett ausbrechen.
    Als Klassenlehrer führt man eine Stundenbilanz und achtet darauf, dass die Unterrichtsstunden der einzelnen Fächer am Schuljahresende den Vorgaben entsprechen. So habe ich viele Jahre auch in den Klassen 5-7 unterrichtet.
    Schwierig wird das nur, falls an der Schule Parallelklassen im Gleichschritt marschieren sollen - aber auch hier ist es machbar.

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