Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Gerade bei digitalen Klassenbüchern gibt es genügend Platz, um das auch für Eltern nachvollziehbar regelmäßig im digitalen Klassenbuch für das individuelle Kind zu dokumentieren. Das macht es etwas schwieriger für Eltern zu behaupten, ihr Kind sei doch immer so arg brav, wenn alle KuK das regelmäßig machen, so dass entsprechende SuS dann aus allen Fächern dementsprechende Einträge haben, die die Eltern kontinuierlich digital einsehen hätten können.

    Nun - hast du die App ständig auf dem Lehrerpult geöffnet? Tippst du schnell? Mein Papier-Timer lag immer auf dem Lehrerpult - mit Lesebändchen für den aktuellen Tag. Ich denke nicht, dass du deine Notiz so schnell an der Tastatur notierst, wie ich in meiner (nur von mir entzifferbaren) Schnell-Sauklaue. ;)
    Zudem sind meine Einträge subjektiv - und ich warne sehr davor, Bemerkungen aus dem Augenblick der Auseinandersetzung im Klassenzimmer sofort online zu stellen. So etwas kann nur in der Katastrophe enden.

    Falls jemand in seiner Klasse problematische Schüler sitzen hat, die den Unterricht ständig torpedieren, kann ich nur zur stichwortartigen Protokollierung mit Datum und Angabe der Unterrichtsstunde raten. Das Tagebuch ist dafür der falsche Ort. Ich hatte mir für derartige Notizen ein Notizbuch mit Kalendarium angeschafft, in das ich alle relevanten Termine und Ereignisse eingetragen habe.

    Eine Schülerin der 6.Klasse war in Klasse 5 in der Schule vorbildlich und Zuhause rebellisch. Als sie von mir am Schuljahresende nicht die erhoffte Versetzungsempfehlung zur Realschule gemäß multilateraler Versetzungsordnung erhielt, drehte sich das um. Zuhause brav, in der Schule ständig massiv störend und provozierend. Sie sammelte innerhalb kurzer Frist mehrere Einträge und es wurde ein befristeter Schulausschluss erwogen - was den Eltern angekündigt wurde. Darauf legten die Eltern beim Schulamt Beschwerde ein - ich würde Schüler mobben und habe dieses Mädchen "auf dem Kieker".

    Ich hatte - weil das Verhalten eskalierte - meine Notizen aus der Kladde am PC ins Reine getippt, um die Disziplinarmaßnahmen begründen zu können. Plötzlich stand der Schulrat unangekündigt in meinem Unterricht. Es kam zum Dienstgespräch. Glücklicherweise hatte ich den Ausdruck in der Schultasche und konnte ihm haarklein - mit Datum und Uhrzeit - das Fehlverhalten der Schülerin nachweisen.

    Meine Notizen hatten mir "den Hals gerettet".

    Meldung aus Russland. Kurios oder pervers...(Von google übersetzt)

    Beamte überreichten den Müttern gefallener SVO-Helden Fleischwölfe als Geschenk

    [Originalmeldung]

    Die Übersetzung von Firefox ist noch kurioser:

    Wenn ein nicht mehr als Lehrkraft arbeitender User...

    Nun - der nicht mehr vor der Klasse arbeitende User hat sich 40 Jahre mit dem Thema Schule und Unterricht befasst, nebenbei eine Informations-Datenbank aufgebaut und kann's nicht lassen. Einmal Lehrer - und man will das Weitergeben von Wissen nicht missen.

    Dieser User ist hier im Forum seit vielen Jahren aktiv und hat zu verschiedensten Themengebieten auch aus diesem Forum Informationen und Materiallinks gesammelt, die im Netz frei verfügbar sind, diese kategorisiert und stellt die Sammlung kostenlos und barrierefrei - ohne Naggingwerbung zur Verfügung.
    Würde dieser User konstant auf Materialsammlungen des Bildungsservers verweisen, würde hier kein Hahn krähen. Der Nachteil des Bildungsservers besteht darin, dass die dort angegebenen Links oft überholt oder tot sind.

    Im Gegensatz zu Materialsammlungen des Bildungsservers checkt dieser User die Linktipps auf Aktualität, bevor er hier im Forum darauf hinweist und ergänzt mit neuen Infos. Das ist der große Vorteil der Zeitsouveränität, die dieser User nun genießt.

    Es ist schon eine seltsame Zeit, in der man sich dafür verteidigen soll, kollegial zu sein.

    Dass für die Amerikaner die Möglichkeit besteht, bei gelieferten und gekauften Waffensystemen diese per "Fernwartung" unbrauchbar zu machen, ist ein Totschlagargument gegen Waffenkäufe aus den USA. Es ist Zeit, sich zu emanzipieren. Nun müssen sich die Europäer nur noch auf ein gemeinsames System einigen und die Kräfte bündeln. Als ersten Schritt könnte man vielleicht eine Einigung mit Russland treffen und Ungarn von der EU abtrennen und wieder der Oberhoheit Russlands übergeben. Defacto ist dies ja bereits geschehen. :teufel:

    Ein höherer Mindestlohn, damit nicht so viele aufstocken müssten, ist von manchen Parteien auch nicht gewollt, man schimpft lieber über den faulen Bürgergeldempfänger. Krankenkassenkassenbeträge könnten sinken, wenn der Staat fair für seine Bürgergeldbezieher u.a. zahlen würde. Oder willst du sie ganz streichen?

    Nicht nur das. Der Niedriglohnsektor ist eine Hypothek auf die Zukunft, die mit horrenden Zinsen zurückgezahlt werden muss. Die Menschen, die für solche Löhne arbeiten müssen, zahlen viel zu geringe Beiträge in ihre Rentenversicherung ein. Diese Löhne sind eine verdeckte Subvention des Handwerks, des Einzelhandels und der Industrie, sowie des Dienstleistungssektors.

    Schon 2023 beliefen sich die Zuschüsse des Bundes zur deutschen Rentenversicherung auf eine Summe von rund 84 Milliarden Euro. Tendenz stark ansteigend.

    "Anekdote" am Rande:
    In unserer "Tageszeitung für Christliche Kultur und Politik" beklagte sich der Kolumnist über einen Vorfall im eigenen Zeitungsverlag. Die Zeitung hatte von der Arbeitsverwaltung Migranten mit Arbeitserlaubnis zugewiesen bekommen. Als die Arbeitsverwaltung jedoch darauf beharrte, dass diese mit dem untersten Level des Tarifvertrages zu bezahlen seinen, hat sich die Zeitung geweigert, die Leute einzustellen. Sie war nur bereit, den Mindestlohn zu bezahlen. Die Differenz beträgt ca. 2 € pro Stunde. Das ist nicht schwäbisch, sondern schäbig.

    Just to make it clear

    Russland attackiert die Zivilbevölkerung

    Zitat

    +++ 18:40 Selenskyj: Mehr als 2.300 Luftangriffe in einer Woche +++

    Der ukrainische Präsident Selenskyj ruft nach einer Woche mit mehr als 2.300 russischen Angriffen aus der Luft zu mehr Unterstützung auf. In der vergangenen Woche habe Russland die Ukraine mit mehr als 1.050 Drohnen, fast 1.300 Gleitbomben und mehr als 20 Raketen und Marschflugkörpern angegriffen, schreibt er auf X. Es brauche mehr kollektive Stärke der Welt, um Russland zu zwingen, mit den Attacken aufzuhören. Die Flugabwehr müsse gestärkt, die Armee unterstützt und effektive Sicherheitsgarantien, die eine erneute russische Aggression unmöglich machen, gewährleistet werden.

    https://www.n-tv.de/politik/23-14-…le25603565.html

    Falls du auf alte, nicht mehr funktionierende Links stößt, gib diese in
    https://archive.org/
    in die obere Suchmaske bei der "WayBackMachine ein.

    Du erhältst eine Zeitleiste mit den Archiv-Shots.
    Suche dir ein Jahr aus. Standardmäßig ist 2025 markiert. In der Zeitleiste wählst du ein Jahr. In den Monatskalendarien sind manche Tage blau markiert.
    Wenn du mit der Mauszeiger darüber fährst, wird dir die Uhrzeit des Archivs angezeigt. Darauf klickst du - hältst jedoch dir strg-Taste gedrückt, damit sich ein neuer Browser-Tab öffnet.

    Im Mai 2005 hat meine Website z.B. noch so ausgesehen:
    https://web.archive.org/web/2005051623…autenrieths.de/ ;)

    Du kannst auf den Archivseiten meiner Website natürlich auch nach Lehrplänen suchen - z.B. hier zum Jahr 2014:
    https://web.archive.org/web/20140922224744/http://autenrieths.de/links/stofsamm.htm
    Wenn du nun einen der angegebenen Links auf meiner Seite anklickst, wird automatisch die zugehörige Archivseite geöffnet. Hab' Geduld. Das kann etwas dauern.

    Auf diese Art findest du z.B. die Bildungspläne von 2004 für Ba-Wü:
    https://web.archive.org/web/2014081502…zung/schularten

    Vor dem Korrigieren steht die korrekturfreundliche Konzeption des Tests ;)

    Früher hatte ich Tests in Klassenarbeitshefte schreiben lassen. Vorteil: Alle Tests sind gebündelt und dokumentiert. Nachteil: Bei 25 Schülern schleppt man samt der Kunststoffumschläge ein erkleckliches Gewicht durch die Gegend und der hohe Stapel auf dem Schreibtisch entmutigt als "Berg voll Arbeit".

    Ich bin dann dazu übergegangen, die Tests auf doppelseitige A3-Bögen zu kopieren, sodass der Test vier oder acht A4-Seiten umfasst - wobei das letzte Blatt oft nur aus einem karierten Blatt besteht, auf dem Nebenberechnungen oder zusätzliche Antworten Platz finden.
    Hinter jeder Aufgabe ist genügend Raum für die Lösung, sodass Aufgabe und Lösung am selben Platz befinden. Diese Ordnung macht das Korrigieren einfacher.
    Vorteil: Die Blätter lassen sich bei der Korrektur ausgebreitet übereinander legen und man kann sich aufgabenweise durch die Tests arbeiten. Damit fallen auch sich wiederholende Fehler besser auf, die man bei der Besprechung verstärkt in den Blick nehmen kann. Zudem ist man als Lehrkraft geistig voll bei der jeweiligen Aufgabe und die Bepunktung ist dadurch schlüssiger und stringenter.
    In die Tests habe ich immer an den Beginn ein bis zwei Multiple-Choice-Aufgaben eingebaut. Diese haben eine doppelte Funktion: Sie sind Icebreaker und vermitteln den Schülern eine Lösungszuversicht. Zudem sind sie schnell durchkorrigiert.

    Für Englisch-Vokabeltests habe ich eine Excel-Arbeitsmappe gebastelt, die den Aufgabenbogen erstellt und die Lösung für die Korrektur enthält. So liegen bei der Korrektur beide Blätter nebeneinander und das "Abhaken" geht flott von der Hand.
    Kannst du dir hier herunterladen und beliebig anpassen:
    https://www.autenrieths.de/tabellen/vokabeltest.xls

    (Was macht ein Mathematiker auf der Toilette?)

    Er berechnet
    π↑↑4

    = pi ^ pi^pi ^pi
    = ~ π1,3 Quintillionen

    Im Kopf. Mit sämtlichen Vor- und Nachkommastellen.

    BTW: Wie brachte Spock das feindliche Raumschiff zum Absturz?
    Er befahl dessen Bordcomputer die letzte Nachkommastelle von π zu berechnen.

    Noch einer:
    Weshalb können Seeräuber keine Kreise berechnen? - Weil sie Pi raten.

    Nein, lassen sie nicht, die System sind für unterschiedliche Anwendungsfälle.

    Es gibt ein Spanisch-Französisches System, das gerade auf den Markt kommt, dieses hat ein zu Patriot ähnliches Profil, ist aber bisher nicht in größeren Stückzahlen verfügbar.

    Die Anwendungsfälle überschneiden sich.
    Copilot meint:

    Gottseidank ziehen sie in Europa so langsam die entsprechenden Konsequenzen. Konkret wird empfohlen keine weiteren F-35 zu kaufen und auch keine Patriot Luftabwehrsysteme, um sich nicht abhängig von den USA zu machen.

    —> https://www.spiegel.de/politik/deutsc…9b-8e373ac25c67

    Europa muss auf Eigenentwicklungen setzen.

    Iris-T und IRIS-T SLM sind verfügbar und funktionieren präzise. Patriots lassen sich dadurch ersetzen.

    Trump hat sämtliche Waffenlieferungen gestoppt, die an die Ukraine gehen und das Land noch nicht erreicht haben - manche Lieferungen müssen "umkehren". Darin enthalten sind besonders Luftabwehrsysteme. Die Ukraine wird zum Abschuss freigegeben. Es stellt sich die Frage, aus welchem Grund Trump plötzlich zum Putin-Fanboy wurde.

    Innenpolitisch setzt Trump den rechtsnationalen Kurs um, den die Heritage-Fondation im Projekt 2025 formuliert hat. Er hakt das Handbuch Punkt für Punkt ab.
    https://www.deutschlandfunk.de/trump-project-2025-100.html

    Premier Trudeau nimmt den Fehde-Handschuh von Trump auf.

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    Via FB:

    Former President of Poland Lech Walesa wrote the following letter to Trump.

    Your Excellency, Mr. President,

    We watched the report of your conversation with the President of Ukraine, Volodymyr Zelensky, with fear and distaste. We find it insulting that you expect Ukraine to show respect and gratitude for the material assistance provided by the United States in its fight against russia. Gratitude is owed to the heroic Ukrainian soldiers who shed their blood in defense of the values of the free world. They have been dying on the front lines for more than 11 years in the name of these values and the independence of their homeland, which was attacked by Putin’s russia.

    We do not understand how the leader of a country that symbolizes the free world cannot recognize this.

    Our alarm was also heightened by the atmosphere in the Oval Office during this conversation, which reminded us of the interrogations we endured at the hands of the Security Services and the debates in Communist courts. Prosecutors and judges, acting on behalf of the all-powerful communist political police, would explain to us that they held all the power while we held none. They demanded that we cease our activities, arguing that thousands of innocent people suffered because of us. They stripped us of our freedoms and civil rights because we refused to cooperate with the government or express gratitude for our oppression. We are shocked that President Volodymyr Zelensky was treated in the same manner.

    The history of the 20th century shows that whenever the United States sought to distance itself from democratic values and its European allies, it ultimately became a threat to itself. President Woodrow Wilson understood this when he decided in 1917 that the United States must join World War I. President Franklin Delano Roosevelt understood this when, after the attack on Pearl Harbor in December 1941, he resolved that the war to defend America must be fought not only in the Pacific but also in Europe, in alliance with the nations under attack by the Third Reich.

    We remember that without President Ronald Reagan and America’s financial commitment, the collapse of the Soviet empire would not have been possible. President Reagan recognized that millions of enslaved people suffered in Soviet russia and the countries it had subjugated, including thousands of political prisoners who paid for their defense of democratic values with their freedom. His greatness lay, among other things, in his unwavering decision to call the USSR an “Empire of Evil” and to fight it decisively. We won, and today, the statue of President Ronald Reagan stands in Warsaw, facing the U.S. Embassy.

    Mr. President, material aid—military and financial—can never be equated with the blood shed in the name of Ukraine’s independence and the freedom of Europe and the entire free world. Human life is priceless; its value cannot be measured in money. Gratitude is due to those who sacrifice their blood and their freedom. This is self-evident to us, the people of Solidarity, former political prisoners of the communist regime under Soviet russia.

    We call on the United States to uphold the guarantees made alongside Great Britain in the 1994 Budapest Memorandum, which established a direct obligation to defend Ukraine’s territorial integrity in exchange for its relinquishment of nuclear weapons. These guarantees are unconditional—there is no mention of treating such assistance as an economic transaction.

    Signed,

    Lech Wałęsa, former political prisoner, President of Poland


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    Translation

    Der ehemalige Präsident Polens, Lech Walesa, schrieb den folgenden Brief an Trump.

    Eure Exzellenz, Herr Präsident,

    Wir haben den Bericht über Ihr Gespräch mit dem Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, mit Angst und Abscheu verfolgt. Wir empfinden es als beleidigend, dass Sie von der Ukraine Respekt und Dankbarkeit für die materielle Unterstützung der Vereinigten Staaten im Kampf gegen Russland erwarten. Dankbarkeit gebührt den heldenhaften ukrainischen Soldaten, die ihr Blut zur Verteidigung der Werte der freien Welt vergossen haben. Sie sind seit mehr als 11 Jahren an der Front im Namen dieser Werte und der Unabhängigkeit ihres Heimatlandes gestorben, das von Putins Russland angegriffen wurde.

    Wir verstehen nicht, wie der Führer eines Landes, das die freie Welt symbolisiert, dies nicht erkennen kann.

    Unsere Besorgnis wurde auch durch die Atmosphäre im Oval Office während dieses Gesprächs verstärkt, die uns an die Verhöre durch die Sicherheitsdienste und die Debatten vor kommunistischen Gerichten erinnerte. Staatsanwälte und Richter, die im Auftrag der allmächtigen kommunistischen politischen Polizei handelten, erklärten uns, dass sie alle Macht hätten, wir aber keine. Sie forderten uns auf, unsere Aktivitäten einzustellen, mit der Begründung, dass Tausende unschuldiger Menschen unseretwegen leiden müssten. Sie entzogen uns unsere Freiheiten und Bürgerrechte, weil wir uns weigerten, mit der Regierung zusammenzuarbeiten oder Dankbarkeit für unsere Unterdrückung auszudrücken. Wir sind schockiert, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj auf die gleiche Weise behandelt wurde.

    Die Geschichte des 20. Jahrhunderts zeigt, dass die Vereinigten Staaten, wann immer sie versuchten, sich von demokratischen Werten und ihren europäischen Verbündeten zu distanzieren, letztlich zu einer Bedrohung für sich selbst wurden. Präsident Woodrow Wilson verstand dies, als er 1917 beschloss, dass die Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg eintreten müssten. Präsident Franklin Delano Roosevelt verstand dies, als er nach dem Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 beschloss, dass der Krieg zur Verteidigung Amerikas nicht nur im Pazifik, sondern auch in Europa geführt werden müsse, im Bündnis mit den vom Dritten Reich angegriffenen Nationen.

    Wir erinnern uns, dass der Zusammenbruch des Sowjetimperiums ohne Präsident Ronald Reagan und das finanzielle Engagement Amerikas nicht möglich gewesen wäre. Präsident Reagan erkannte, dass Millionen versklavter Menschen in Sowjetrussland und den von ihm unterworfenen Ländern litten, darunter Tausende politische Gefangene, die für ihre Verteidigung demokratischer Werte mit ihrer Freiheit bezahlten. Seine Größe lag unter anderem in seiner unerschütterlichen Entscheidung, die UdSSR ein „Reich des Bösen“ zu nennen und es entschlossen zu bekämpfen. Wir haben gewonnen, und heute steht die Statue von Präsident Ronald Reagan in Warschau gegenüber der US-Botschaft.

    Herr Präsident, materielle Hilfe – militärisch und finanziell – kann niemals mit dem Blut gleichgesetzt werden, das im Namen der Unabhängigkeit der Ukraine und der Freiheit Europas und der gesamten freien Welt vergossen wurde. Ein Menschenleben ist unbezahlbar; sein Wert kann nicht in Geld gemessen werden. Dankbarkeit gebührt denen, die ihr Blut und ihre Freiheit opfern. Das ist für uns, die Menschen von Solidarność, ehemalige politische Gefangene des kommunistischen Regimes unter Sowjetrussland, selbstverständlich.

    Wir fordern die Vereinigten Staaten auf, die im Budapester Memorandum von 1994 gemeinsam mit Großbritannien eingegangenen Garantien einzuhalten, die eine direkte Verpflichtung zur Verteidigung der territorialen Integrität der Ukraine im Austausch für den Verzicht auf Atomwaffen begründeten. Diese Garantien sind bedingungslos – es wird nicht erwähnt, dass diese Hilfe als wirtschaftliche Transaktion zu betrachten sei.

    Unterzeichnet:

    Lech Wałęsa, ehemaliger politischer Gefangener, Präsident Polens

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