Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    "Die Reichen" verlagern sich bzw. ihr Vermögen einfach ins Ausland und sind raus aus der Nummer.

    Falsch. Sie verlagern ihr Vermögen ins Ausland - sich selbst jedoch nicht. Die Sicherheit und das Gesundheitssystem der BRD wollen sie nicht missen. Zumal es sie kaum etwas kostet. In anderen Ländern brauchen sie private Security - die sie kaum schützen kann.
    Ja... Antimon .... die Schweiz .... aber dort sind die besten Plätze bereits durch Russen besetzt.

    Dass man die Quandts oder Privaties dieser Welt irgendwie angemessener beteiligen möchte, finde ich ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber die wissen sich ohnehin erfolgreich zu entziehen. Der Vorstoßt würde im Zweifel wieder die Mitte treffen.

    Nun - auch "die Mitte" nutzt unser Gesundheitssystem, die Straßen, Schulen, Verwaltung etcpp. und sollte hier nicht nur das eigene Risiko, sondern wie andere Mitglieder der Solidargemeinschaft auch - das Risiko und die Kosten Aller absichern. Das gilt auch für Beamte.
    Unser Steuersystem und das System der Sozialabgaben hat durchaus Reformbedarf. Das bisschen Butter, das auch die Reichen per Mehrwertsteuer versteuern, steht in keinem Verhältnis zu deren Einnahmen aus Kapitalerträgen.
    Falls man nun auf die Kapitalertragsteuer - wie bei der Lohnsteuer - noch einen Solidarbeitrag für Sozialabgaben draufsetzt, bringt diese noch lange nicht in die Dimensionen, mit denen der Abzug vom Lohn erfolgt. Merz wird natürlich - als Blackrock-Apologet - dagegen Sturm laufen.

    Er hat in der Zeit also einen Gewinn von 250.000€ eingefahren

    Das ist falsch. Der Gewinn ist fiktiv und entsteht real erst bei der Veräußerung. Hier gilt auch die Spekulationssteuer.

    Zitat

    Du bist steuerpflichtig, wenn du deine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf weiterverkaufst und du nicht nachweisen kannst, dass du in den letzten zwei Jahren sowie im Verkaufsjahr selbst im Haus gewohnt hast. Steuern fallen auch an, wenn du innerhalb von fünf Jahren drei Objekte veräußerst. Du giltst dann als gewerbetreibend und musst Gewerbe- und Umsatzsteuer zahlen.
    (...)

    Wie hoch die Spekulationssteuer ausfällt, hängt von zwei Faktoren ab:

    1. Wertzuwachs: Je größer der Veräußerungsgewinn ausfällt, desto höher ist die Steuerbemessungsgrundlage und somit auch die zu tragende Steuerlast.
    2. Einkommenssteuersatz: Versteuert wird der Hausverkauf nicht pauschal, sondern auf Basis deines persönlichen Einkommenssteuersatzes. Somit tragen Besser- und Spitzenverdiener:innen auch eine erhöhte Steuerlast, sofern die Spekulationssteuer fällig wird.

    Weißt du Wolfgang Autenrieth, du gehörst wirklich zu denen, die jeden Mythos aufgreifen und verteidigen, aber eigentlich gar nicht wissen, was Sache ist.

    Nur weil ich die Sperrklausel (fälschlich) im Grundgesetz verortet habe, stimmt dennoch der Rest meiner Aussage.

    Zitat

    Sperrklauseln gibt es in Deutschland – jeweils in Höhe von 5 Prozent – bei der Bundestagswahl und allen Wahlen der Landesparlamente. Bei Kommunalwahlen[9] und bei Europawahlen[10] gibt es keine Sperrklauseln (mehr). Bei der Wahl zur Bremischen Stadtbürgerschaft gilt weiterhin eine Sperrklausel in Höhe von 5 %. In Berlin gilt für die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen eine explizite Hürde in Höhe von 3 Prozent. Auch in Hamburg gilt für Wahlen zu den vergleichbaren Bezirksversammlungen eine 3-Prozent-Sperrklausel. Diese war im Januar 2013 vom Hamburgischen Verfassungsgericht als Bestandteil des Wahlgesetzes zunächst verworfen worden[11], wurde aber schon im Dezember 2013 von der Hamburger Bürgerschaft – nun als Teil der Verfassung – wieder eingeführt.[12]

    Die Einführung der Fünf-Prozent-Hürde wurde in der Bundesrepublik Deutschland damit begründet, dass das Fehlen einer Sperrklausel in der Weimarer Republik die Zersplitterung gefördert habe.[13] Damals waren bis zu 17 Parteien im Reichstag vertreten.

    Die Sperrklausel für den Bundestag war – seit dem 8. Juli 1953[14] – durch § 6 Abs. 3 des Bundeswahlgesetzes alter Fassung geregelt. Demnach musste eine Partei bundesweit mindestens fünf Prozent der Stimmen erhalten, um in den Bundestag einzuziehen. Diese Fünf-Prozent-Hürde konnte allerdings durch die Grundmandatsklausel überwunden werden: Falls eine Partei mindestens drei Direktmandate errang, zog sie mit einer ihrem prozentualen bundesweiten Stimmenanteil entsprechenden Anzahl von Abgeordneten in den Bundestag ein. Auch galt sie nicht für Parteien nationaler Minderheiten.

    Du wirfst mir ständig vor, ich hätte mich nicht informiert oder verstünde nicht, was Sache ist. Und jedes Mal zeige ich dir dann, dass du falsch liegst und von dir kommt nichts mehr. Soll ich das hier auch wieder machen?

    Na, dann widerlege das mit dem Freibetrag doch und beweise, dass ich falsch liege. Du nennst den Vorschlag dumm und populistisch. Ich halte ihn für vernünftig und notwendig. Wer mit geerbtem Geld von den Zinsen lebt, steuert null zum Sozialstaat bei. Sozialabgaben sind Beiträge zur Finanzierung des Gemeinwesens. Auch die Beitragsbemessungsgrenzen sind fragwürdig. Die Modelle in Österreich und der Schweiz sind hier tragfähiger - und solidarischer.

    Ich hoffe, dass dies dann endlich der Sargnagel für die Sperrklausel von 5 % sein wird.

    Sicher nicht. Diese wurde als Absicherung gegen Weimarer Verhältnisse von den Vätern des GG festgezurrt. Und ich kann meine "klammheimliche Freude" darüber nicht verbergen, dass es die FDP treffen könnte. Verdient hätte Lindner das allemal.

    Interessant wird, welche Parteien über die Grundmandatsklausel in den Bundestag kommen. Sollte die CSU in Bayern mit derzeit 5,2% (bundesweit) unter die 5% rutschen, wird das sehr spannend - auch für Merz. Letztendlich entscheidet die Zahl der Köpfe im neuen Bundestag.
    Die Wahlrechtsreform 2023 hat eine wichtige Veränderung eingeführt: Die Zahl der Abgeordneten ist gesetzlich auf 630 Personen beschränkt.

    Habeck hat sich mit seinem dummen und populistischen Vorschlag der Sozialabgaben auf Kapitalerträge auch disqualifiziert. Entweder hat er es nicht verstanden oder die Öffentlichkeit für dumm verkauft.

    Oder du hast dich nicht informiert - und verstehst nicht, was Sache ist.

    Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge betonte, der Vorschlag würde Millionäre belasten. "Gerade diejenigen, die Millionen auf dem Konto liegen haben und selber nicht mehr arbeiten gehen müssen, weil das Geld für sie arbeitet." Es gehe um ein durchdachtes Konzept mit hohen Freibeträgen für Sparerinnen und Sparer.

    Da geht es nicht um Oma ihr Sparbüchlein.

    Der Grünen-Kanzlerkandidat kritisierte, dass Kapitalerträge bislang von Sozialversicherungsbeiträgen freigestellt seien. Arbeitslöhne würden dadurch stärker belastet als Kapitalerträge. "Und deswegen schlagen wir vor, dass wir auch diese Einkommensquellen (...) sozialversicherungspflichtig machen." Dass Kapitaleinnahmen zur Finanzierung des Gesundheits- und Pflegesystems herangezogen werden sollen, steht auch im Programmentwurf der Partei zur Bundestagswahl.


    Ui. Sowas schüttle ich mal eben für eine Wahlfachwoche aus dem Ärmel. Wusste gar nicht, dass ich damit schon 3 x für den Unterricht an der Werkrealschule in der schwäbischen Wallapampa zugelassen bin.

    Nun - das zeigt nur deinen begrenzten Horizont und deine Aversion mir gegenüber. Wenn du eine 50.000-Einwohner-Stadt als "Wallapampa" definierst - gut. Zu viel Basel wäre jedoch auch nicht gut für Europa ;)
    Informier' dich über Begriffe und erweitere deinen Horizont. Ein Teil meiner Arbeit befasste sich mit Claude Lévi Strauss. So viel als Tipp :aufgepasst:

    <edit>Tipp 2: Mit Chemie hatte das gar nichts zu tun... wenn man von Papier und Tinte absieht...
    Tipp3: Ein Verlegenheits-Lachsmiley zeigt nur, dass du im Dunkeln tappst. In der Auflistung meiner Fächer fehlt noch Philosophie. Die Arbeit hatte sich damit jedoch nur im Überbau befasst</edit>

    Hast Du noch mehr Klischees aus 1980 auf Lager?

    Ach Sissymaus. Keine Ahnung von Grundschule und Klischees unterstellen. Sooo lange bin ich noch nicht aus dem Betrieb. Und - da ich im Gegensatz zu dir - auch an der Grundschule, sowie als Kunsterzieher und Techniklehrer tätig war, weiß ich vermutlich mehr über diese Problematik, als du. Transportiere mal 20 2-Meter-Dachlatten mit dem Linienbus oder 20 Leinwände für den Kunstunterricht :autsch:
    Buy se Wei 80er ... wäre ich 1981 mit Regelaltersgrenze ausgeschieden - also vor 43 Jahren - müsste ich nun weit über 100 Jahre alt sein.
    1981 hab' ich meine Zulassungssarbeit (Abschlussarbeit) im Studium geschrieben. Über "Spurensicherung". Nun darfst du rätseln, was sich dahinter verbarg ;)

    Nun - ich denke, dass hier schulartspezifische Regelungen nötig sind. KuK, die an SEKII oder BKs unterrichten, werden mit der Aktentasche unterm Arm zur Schule kommen. KuK, die an Grundschulen und SekI unterrichten, schleppen oft didaktische Materialien aus dem heimischen Materiallager in den Unterricht, ebenso Kunst- und Technik- Kolleginnen und Kollegen, ebenso wie Lehrkäfte für Hauswirtschaft. Die können sich nur in Großstädten die Materialien für die Kochstunde vom REWE liefern lassen ;)

    Das Problem haben wir uns doch selber durch die weichgespülten Lehrpläne und die weichgespülte Erziehung sowie dem fehlenden Leistungsgedanken in der Schule selber eingehandelt.

    Guckt Euch mal die Mathematik-Abschlussprüfungen der 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule (=Realschulabschluss) an (Ich empfehle das Jahr 1957) und überlegt Euch, ob heutige Realschüler sowas auch nur Ansatzweise hinbekommen würden? Ich denke nicht!

    —> https://mathematikalpha.de/wp-content/upl…DR_Klasse10.pdf

    Hab' mal kurz über die Aufgaben geschaut. Die Volumenberechnungen und Masseberechnungen, sowie Aufgaben, bei denen Pythagoras Anwendung findet, könnten genau so in Abschlussprüfungen der Hauptschule in Ba-Wü stehen. Gleichungsumformungen waren bei uns in der dargestellten Komplexität für Klase 9 nie Lehrplanthema, in der WRS-Prüfung Klasse 10 wären sie möglich.
    Mach' doch nicht alle dümmer, als sie sind. Früher war nicht alles besser und hinter der Mauer auch nicht. :daumenrunter:

    Diese einseitige Positionierung ist Teil des Problems. "Ihr seid alle doof" greift nicht immer.

    Aus welchem Teil meiner Äußerungen liest du diese Aussage? Merkel ist nicht mehr CDU-Vorsitzende, sondern Privatperson. Daher finde ich die Aussage von plattyplus deplaziert. Merkel vertritt andere Positionen als Merz - das ist seit langem bekannt. Und den Egomanen und Lobbyisten Merz los zu werden oder zu verhindern, halte ich nicht für falsch. Im Gegenteil. Den bereits oben zitierten Artikel von Correctiv bis zum Ende zu lesen, lohnt sich. Die Forderung von Merz nach Bürokratieabbau vertritt er schon lange. Auch als er als Anwalt des Bayer-Konzerns gegen das Verbot (bzw. gegen die Kontrolle) umweltschädlicher Chemikalien geklagt hat - und in seiner Anwaltstätigkeit Millionen verdiente. Merkel kennt dessen Vita und wollte diesen Cheflobbyisten nie im Kabinett.


    Vita von Merz bei Correctiv zum Lobby-Netzwerk von Merz. Lesenswert.
    https://correctiv.org/aktuelles/wirt…friedrich-merz/

    Auch Scholz ist Anwalt - er war jedoch 13 Jahre lang Fachanwalt für Arbeitsrecht. Diese Art Anwälte ist mir sympathischer.

    Merkel hat mit ihrer „alternativlosen Politik“ und ihrer fehlenden Staatsraison (Was mischt sie sich als Ex-Kanzlerin ohne Mandat in eine aktuelle Bundestagsentscheidung ein?)

    Sie ist Bürgerin und hat eine Meinung. Diese darf sie äußern. Genau wie du.
    BTW: Die Alternative wäre gewesen, die Menschen verrecken zu lassen. Da war bei ihr die christlich-ethische Moral aus dem "C" im Namen ihrer Partei die Richtschnur. Merz hat dieses "C" gestrichen. Geblieben ist die "Deutsche Union" - und somit die Verwechselbarkeit zu Putintreuen "Alternative".
    Diese abzulehnen ist alternativlos.

    Bedenken sollte man, dass wir mindestens ein. Wachstum von +0,3% benötigen , um die Anzahl der Arbeitsplätze konstant zu halten. 0,3% der Arbeitsplätze werden nämlich in jedem Jahr das Opfer der Automatisierung. Unsere Arbeitslosenzahlen steigen aktuell ja wieder ordentlich an, wir sind schon wieder an der 3 Mio. Marke.

    Leider sind deine Zahlen Spekulation. Wenn du die Meldungen aus der Wirtschaft richtig verfolgst, wirst du feststellen, dass die Hauptklage der Facharbeitermangel ist - der sich auf die Wirtschaftsleistung auswirkt. Arbeitslose sind nicht unser Problem, sondern es ist deren Qualifikation. Schaut man sich die Arbeitslosenstatistik an, sieht man, dass bei Ausländern und Migranten die Arbeitslosenquote bei ca. 15% liegt - auch weil keine Qualifizierungsmaßnahmen ergriffen werden.
    https://de.statista.com/statistik/date…in-deutschland/

    Hier liegt ein Integrationsproblem - und kein Ausländerproblem vor.
    Als Kohl ab 1989 etwa 3 Millionen "Spätaussiedler" die Einreise nach Deutschland ermöglichte gab es folgende Prämissen:
    - maximal 4 Wochen Auffanglager, dann Verteilung über Deutschland
    - Danach verpflichtend 3 Monate fachbezogenen Deutsch-Sprachkurs, mit fachpraktischem und fachtheoretischem Anteil zur beruflichen Qualifikation. Dazu Staatsbürgerkunde.
    - Anschließend Vermittlung durch das Arbeitsamt in Betriebe, die dafür Eingliederungszuschüsse erhielten. Beim Einkaufen treffe ich immer wieder Kursteilnehmer, die sich bereits im Eigenheim niedergelassen haben und als Facharbeiter ihren Lebensunterhalt verdienen.

    Ich war damals fast 3 Jahre lang Jahre Dozent der Handwerkskammer und habe fachspezifische Sprachkurse für Metallfacharbeiter und mehr gegeben.
    Unterrichtszeit der Integrationskurse war von 7:30 Uhr morgens bis 16:45 am Abend. Die Teilnehmer sollten an den 8-Stunden-Arbeitstag gewöhnt werden.


    Heute:
    - Kasernierung mit Arbeitsverbot.
    - Schleppende - bis unmögliche - Anerkennung von Abschlusszeugnissen.

    Nun geht die Boomer-Generation nach und nach in Rente. Der Fachkräftemangel wird sich verschärfen. Statt Menschen auszubilden, geht man davon aus, dass die Migranten nur kurzfristig bei uns bleiben sollen. Sie haben die falsche Hautfarbe oder den falschen Glauben - nicht die fehlende Ausbildungsfähigkeit. Die "Kurzfristigkeit" sieht man an den Menschen aus Syrien: "Was im Jahr 2011 mit friedlichen Protesten begann, eskalierte in einen Bürgerkrieg, in dessen Verlauf mehr als eine halbe Millionen Menschen ums Leben kamen und 13 Millionen Syrer ihre Heimat verloren."
    In Afghanistan dauert das Elend schon länger, in zahlreichen afrikanischen Staaten ebenfalls. Oft wird es durch Kapitalinteressen angefeuert.
    https://www.malteser-international.org/de/hilfe-weltw…ueberblick.html

    Ricarda Lang zeigt in dieser Rede am 30.1.2025, weshalb sie zur Vorsitzenden der Grünen gewählt war. Pointiert und deutlich.

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