Du vergleichst im ernst die Begnadigungen durch Biden (die von seinem Sohn war nicht gut - aber du hast vielleicht auch seine Begründung dazu gelesen) in den letzten Tagen mit den Begnadigungen durch Trump an seinem ersten Tag?
Dazu muss man das amerikanische Rechtssystem kennen. Wer die Taten der Kapitolerstürmer - die bewusst Tote in Kauf nahmen - mit der "Straftat von Hunter Biden gleichsetzt, hat seinen Kompass verloren.
Gegen den Sohn von US-Präsident Joe Biden ist Anklage erhoben worden. Hunter Biden wird vorgeworfen, bei einem Waffenkauf vor Jahren seine Drogenabhängigkeit verschwiegen zu haben.
Der 53-Jährige soll 2018 den Revolver kurzzeitig besessen haben. Um den Colt kaufen zu können, soll er gegenüber dem Waffenhändler falsche Angaben gemacht haben.
Insgesamt umfasst die Anklage drei Punkte: eine Falschaussage beim Kauf, Falschaussagen gegenüber dem Händler und der Besitz einer Waffe trotz gesetzeswidrigen Drogengebrauchs. Als Höchststrafe sind zehn Jahre Haft möglich. Die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Delaware hatte allerdings zuvor bereits erklärt, dass bei ähnlichen Vergehen oft Strafen weit unter der Höchststrafe ausgesprochen werden.
Wenn man bedenkt, wer in den USA eine Waffe trägt - und wie verbreitet dies dort ist, ist die Begnadigung für dieses "Verbrechen" verständlich. Dass der Vater seinen Sohn dafür nicht für 10 Jahre im Gefängnis sehen wollte, kann ich durchaus nachvollziehen.