Beiträge von tibo

    Ja, über den Stolperstein habe ich auch nachgedacht. Vielleicht muss man es digital machen. Körper und geometrische Formen präsentieren und im Anschluss könnten die Kinder dann z.B. 'nur' die geometrische Form am Körper mit einer Schnur markieren. Wir haben auch geometrische Körper in der Schule, bei denen man die Flächen herausnehmen kann. Bei diesem Montessorie-Material gefällt mir die Markierung der geometrischen Form, die man dann mit einer blauen Schnur nachbilden könnte, zu diesem Zweck besser als bei dem Material, das wir in der Schule haben. Solches Material könnte man vielleicht alternativ zur digitalen Präsentation auch für die Methode nutzen.

    Im ersten Schritt finden die Kinder geometrische Formen in der Klasse (an Körpern, da alles im Klassenraum Körper sind). Um den Unterschied zwischen geometrischer Form und geometrischem Körper zu erkennen, werden die Beispiele digital oder anhand des analogen Materials präsentiert - Fokus auf die Markierung der Form im Kontrast zum ganzen dreidimensionalen Körper. Am Ende markieren die Kinder die Form an den im Klassenraum gefundenen Körpern mit einer Schnur.

    Ganz allgemein vorweg: Beim Fühlen und Formen in der Umwelt suchen, aufpassen, dass sie nicht Zylinder als Kreise und Würfel als Vierecke identifizieren. Körper sind später dran, Eigenschaften ihrer Dreidimensionalität ist komplexer zu erfassen.

    Da könnte ich mir die Methode des Concept Attainments vorstellen, von der ich letztens las: Man präsentiert Formen in der Umwelt als richtige Beispiele und Körper in der Umwelt als falsche Beispiele, ohne zu sagen, um welches Konzept es geht. Stattdessen sollen die Kinder erstmal auf die Unterschiede achten und das Merkmal der richtigen Beispiele, sprich der Formen, (zweidimensionalität) im Vergleich zu den falschen Beispielen, sprich den Körpern, herausfinden. Im Anschluss kann man dann die Begriffe Form und Körper zur Unterscheidung einführen.

    Veganen Kartoffelsalat mache ich ohne großen Aufwand:

    Kartoffeln und einen Apfel schneiden. Kartoffeln kochen. Ein Bund Dill und ein Bund Schnittlauch sowie Gewürzgürkchen schneiden. 3 - 4 EL Cashewmus mit 8 - 10 EL des Gurkenwassers vermischen. Mit Senf, Muskat, Salz sowie Pfeffer abschmecken, dann Kartoffeln, Apfel, Dill, Schnittlauch und Gewürzgurken darin vermengen.

    das wäre dann aber wohl eher eine Art pädagogischer Begleitung der aufgewühlten Helikoptereltern und nicht der Kinder, was wiederum ja gar nicht unser Job ist.

    § 9
    Information und Beratung

    (1) Zu den pädagogischen Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer gehören auch die Information und die Beratung der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Eltern (§ 123 Absatz 1 SchulG), an Berufskollegs auch der für die Berufserziehung Mitverantwortlichen (§ 41 Absatz 2 SchulG). Den Schülerinnen und Schülern geben sie auf Wunsch in einem persönlichen Gespräch Auskunft über ihren Leistungsstand.

    Die pädagogische Beratung der Eltern gehört durchaus zu den Aufgaben der Lehrkräfte zumindest nach der Algemeinen Dienstordnung NRW. Ich vermute, in Niedersachsen ist das ähnlich. Die niedersächsische Schulbehörde ist in den Fall involviert, der schulpsychologische Dienst ebenfalls. Die Einbindung des schulpsychologischen Dienstes sehe ich als eine professionelle Möglichkeit für Lehrkräfte bei der Beratung von Eltern, die explizit über Laienpsychologie hinausgeht und Lehrkräfte unterstützen sowie entlasten kann. Ich würde ohne weitere Informationen erstmal darauf vertrauen, dass auch in dem Fall der schulpsychologische Dienst (und die Schulbehörde) weiß, was pädagogisch geraten ist und beim Elternabend involviert war.

    Doch, ständiges Umhergerenne, Türen öffnen / schließen stört bei der Konzentration in Arbeitsphasen, zumindest in fachlich anspruchsvollerem Unterricht. Begreift und gestaltet man den eigenen Unterricht als vollkommen austauschbares Fun-Event, kann das natürlich anders sein.

    Also meine Kinder in der Grundschule schaffen es in der Regel, das so leise zu machen, dass es niemanden stört. Ja, da musste ich in der ersten Klasse wie gesagt mit den Kindern ein bisschen arbeiten, aber das ist unser Job und wir haben genug Zeit dafür, die wir mit den Kindern gemeinsam verbringen.

    Außerdem steht dahinter natürlich auch noch die Frage nach der Aufsicht. Wenn sich SuS verschiedener Kurse oder Klassen sich vorab besprechen / verabreden, um zu einem bestimmten Zeitpunkt im Unterricht auf Toilette zu gehen und dort Quatsch zu machen, hat man unter Umständen ein Problem, wenn dann dort etwas passiert.

    Natürlich dürfen Kinder alleine auf die Toilette gehen, ohne dass davon die Aufsichtspflicht verletzt wird. Sie bleiben im bekannten Schulgebäude und beaufsichtigt und wissen auch, dass wir durchaus nach ihnen suchen, wenn sie ungewähnlich lange weg sind. Ja, Fälle von Vandalismus auf der Toilette hatten wir auch schon an unserer Schule und da haben wir dann genau Kapas Lösung genutzt: Dokumentation der Toilettengänge. Und wie Magellan sagte, ist das eben das Prinzip Vertrauen und Konsequenzen, wenn das Vertrauen ausgenutzt wird. Darüber hinaus wurde das auch von den Kindern selbst thematisiert über unser Kinderparlament zusammen mit der Schulsozialarbeit. Die anderen Kinder haben ja auch ein Interesse daran, ungestört eine saubere und funktionierende Toilette nutzen zu können, das ist also auch ein pädagogischer Weg.

    Komischerweise funktioniert das ganz hervorragend bei mir

    Ist es jetzt so schlimm bei euch im Klassenraum mit den Toilettengängen? Dann habt ihr hier doch viele Anregungen bekommen, wie man da pädagogisch intervenieren kann und das auf Grundlage von Grundvertrauen und der Achtung der Grundbedürfnisse.

    Gibt es das Problem der Toilettengänge nicht bei euch im Klassenraum? Dann hört doch bitte auf, Kindern und Jugendlichen auf dieser Grundlage einen Werteverlust o.ä. vorzuwerfen. Und vielleicht spart man sich dann auch direkte oder indirekte Vorwürfe gegenüber Kolleg*innen.

    Ständiges "Auf Toilette rennen" wird den SuS spätestens in der Ausbildung oder im Berufsleben auf die Füße fallen, Stichwort Nutzung von Pausen, Arbeitszeitbetrug etc.

    Toilettenpausen sind auch in der Arbeitswelt außerhalb der Pausen vollkommen in Ordnung und bezahlte Arbeitszeit. Man darf so oft auf die Toilette gehen, wie es nötig ist. Missbräuchliche Nutzung natürlich ausgeschlossen.

    Bei mir ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man auf Toilette gehen darf, wenn man auf Toilette gehen muss. In meiner Klasse haben wir die Gebärde für Toilette als Handzeichen eingeführt, das man leise machen kann, wenn man im Unterricht auf die Toilette muss. Ein Nicken reicht dann von mir, sodass der Unterricht so wenig wie möglich gestört wird. Den Raum ruhig zu verlassen und zu betreten sowie die Türe wieder zu schließen muss man am Anfang ein paar mal üben, aber das klappt in der Regel sehr schnell. Außerdem gibt es wie an vielen Schulen die Absprache, dass immer nur ein Kind auf die Toilette darf. Jede Regel hat aber natürlich ihre Ausnahme. Generell helfen dann aber oft schon Sätze wie "Kannst du noch zehn Minuten bis zur Pause aushalten?". In Einführungsphasen oder in Partnerarbeit sage ich auch oft "Gerade ist es schlecht, weil du sonst die Erklärung verpasst / weil dein Partnerkind sonst alleine ist . Schaffen wir noch zehn Minuten?". Auch die Visualisierung durch diese Toilettenampeln wären eine Maßnahme, wenn man eine Entwicklung in dem Bereich durch Visualisierung anstoßen möchte. Das klappt alles sehr gut und ich habe keine Probleme mit Kinderkarawanen, die auf die Toilette ziehen. Wie BlackandGold schrieb, gibt es Kinder, die häufiger auf die Toilette gehen, weil sie eine Pause brauchen. Das ist eben ein anderes Grundbedürfnis, das dann dahinter steht, das ich dann sehe und akzeptieren kann. Das betrifft aktuell nur ein Kind in meiner Klasse. Das alles ist also wirklich kein Problem in meiner Schulrealität und wenn es sich häufen würde, würde ich im ersten Schritt vor der Pause die Kinder daran erinnern, direkt am Anfang der Pause auf die Toilette zu gehen. Das wäre eine pädagogische 'Intervention'. Ich halte es für nicht in Ordnung, den Toilettengang generell zu verbieten. Mir wurde auch von meiner Chefin noch nie verboten, auf die Toilette zu gehen. Und auch von früheren Arbeitgeber*innen nicht.


    Hat jetzt aber auch nichts mehr mit dem Ausgansgsbeitrag zu tun, zu dem ich nur sagen kann, dass ich es vollkommen verstehen kann, dass man als Lehrkraft am Tag viele Entscheidungen meist akut treffen muss und dann nicht jede Entscheidung direkt richtig ist. Ist halt ein kleines Dilemma im ersten Moment eine solche Situation und im Nachhinein kann man sich dann reflektieren und beraten, um die Situation das nächste Mal besser zu handlen.

    Als ich mal krank war, ist durch den Vertretungsnterricht aufgeflogen, das ich anders als die Parallelkollegen gearbeitet habe. Danach hatte ich ein Gespräch mit der Schulleitung ...

    "Lieber Herr Lehrer, wir haben mitbekommen, dass Sie sich nicht an die Absprachen der Schulgemeinschaft gehalten haben."

    "Liebe Schulleitung, danke für die Einladung, ich habe jemanden aus dem Lehrer*innenrat zur Unterstützung mitgenommen. Falls es um den Umgang mit dem Wochenplan geht, bitte ich Sie um eine schriftliche Anweisung, dass alle Kinder klassenübergreifend zur gleichen Zeit, am gleichen Wochenplan ohne Differenzierung nach den Lernvoraussetzungen arbeiten und Hausaufgaben bearbeiten müssen. Ich werde dann meine schriftliche Remonstration auf Grundlage des Runderlasses vom 05.05.2015 einreichen, in dem steht:

    Zitat

    Hausaufgaben sollen die individuelle Förderung unterstützen. Sie können dazu dienen, das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden. Sie müssen aus dem Unterricht erwachsen und wieder zu ihm führen, in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Neigungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig ohne fremde Hilfe in den in Nummer 4.4 genannten Zeiten erledigt werden können.

    Darüber hinaus werde ich auf die relevanten Stellen zur individuellen Förderung im Schulgesetz hinweisen, die QUA-LiS NRW praktischerweise bereits zusammengefasst hat: https://www.qua-lis.nrw.de/schulentwicklu…rung/rechtliche."

    Ich habe noch keine Sozialpädagogin kennengelernt, die in standardisierter Sprachdiagnostik ausgebildet gewesen wäre. Auch die Feststellung von Schulfähigkeit gehört meines Wissens nicht zu den Kernkompetenzen dieser Profession.

    Bei uns wird z.B. die Sprachstandsfeststellung Delfin 4 von ihr durchgeführt und ausgewertet. Eine kurze Suche bei Google ergibt, dass wir damit keine Ausnahme sind, sondern auch das Ministerium in NRW dort eine Kompetenz dieser Profession erwartet.

    Und wie würdest du das machen? Das Problem ist m.E. eher, dass man eben keine Hierarchie hat. Wir sind nicht weisungsbefugt, müssen demnach hinnehmen, wenn Dinge nicht gut laufen. Dass Absprachen zwischen zwei Personen funktionieren ist ja nun keinesfalls automatisch gegeben. "Bitte arbeite nicht in dem Fach weiter, für das ich verantwortlich bin und Noten geben muss" "Doch, ich arbeite da weiter, wo ich es für richtig halte." Hm. Und nun?

    So eine Situation hatte ich noch nicht. Ich glaube schon, dass man in den meisten Fällen mit Kommunikation weiterkommt. Falls nicht, würde ich mich mit meinen Stufenkolleg*innen beraten, wie ich weiter vorgehen könnte, und evtl. auch bei der SL um Rat fragen. Aber am Ende ist der Einsatz des Personals Verantwortung der SL. Ich kenne auch Fälle, in denen die KL nicht zufrieden ist mit der Arbeit des eingesetzten Personals in der eigenen Klasse (ich halte es absichtlich sehr offen das Beispiel), das ist aber dann einfach nicht mehr Verantwortungsbereich der KL. Ich mache, was meine Aufgabe ist und bewerte, was ich bewerten kann. Die Verantwortung für den Vertretungsunterricht trägt das von der SL eingesetzte Personal (was bei uns wie gesagt nicht die SEP wäre).

    Bei den Schulsozialarbeiter/innen und SEP Kräften ist es schon immer so, dass deren Kompetenzen sehr unterschiedlich sind.

    Das stimmt vermutlich, da muss ich sagen, haben wir sehr viel Glück mit unserer SEP.

    Also habt ihr 5 bis 6 Schulstunden Deutschunterricht und dann zusätzlich die drei Schulstunden Lernzeit für den Wochenplan?

    Nein, wir haben 11 Stunden KL-Unterricht die wir auf Mathe, Deutsch und Sachunterricht aufteilen können sowie die drei Stunden Lernzeit.

    Also wir arbeiten mit dem ABC der Tiere und alle Kinder in allen Klassen bekommen den gleichen Wochenplan. Auch die Hausaufgabe (Seite aus dem Heft oder Arbeitsblatt) muss für alle Kinder aller Klassen gleich sein

    Wer gibt solch einen Quatsch denn auf welcher Grundlage vor? Schulleitung? Lehrer*innenkonferenz? Fachkonferenzen? Stufenteams?

    Hm, ich sehe als Ziel schon, dass Lehrkräfte untereinander und Lehrkräfte mit multiprofesionellen Kräften wie SEPs auf Augenhöhe miteinander arbeiten und nicht getrennt voneinander. Einfacher ist das nur in der Hinsicht, als dass das die gewohnte wie kritisierte Arbeitsweise der letzten Jahrzehnte ist. Es sollen nicht alle alles machen und es muss definierte Aufgabenbereiche geben, auf jeden Fall. Es muss aber auch mehr Zusammenarbeit auf Augenhöhe geben Das zusammenzubrigen ist eine wichtige Entwicklungsaufgabe des ganzen Schulsystems, würde ich sagen.

    Ich sehe nur den Unterschied zu anderen Kolleg*innen nicht so recht. Klar kann es ärgerlich sein, wenn der Vertretungsunterricht meine Planung betrifft. Das hat aber ja nichts mit der Profession der Person zu tun, die meine Planung durcheinander bringt. Ob Lehrkraft oder SEP man muss dann an der gemeinsamen Absprache arbeiten. Das Reduzieren des Problems auf die Rolle als SEP deutet für mich sonst nämlich schon auf ein Hierarchie-Denken hin, das ich bei der Arbeit in multiprofessionellen Teams als Hindernis sehe.

    Unsere SEP ist vollwertiges Mitglied des Kollegiums und der Lehrer*innenkonferenz und z.B. auch der Steuergruppe. Sie arbeitet in Einzel- und Gruppenförderung eigenverantwortlich und unterstützt im Unterricht. Federführend führt sie außerdem unser Programm zum emotional-sozialen Lernen in der Schuleingangsphase durch. Sie arbeitet bei AO-SFs mit und führt nicht nur in dem Rahmen mit uns zusammen Elternberatungen durch. Ihre Meinung und Expertise im Bereich sprachliche Bildung und der Schuleingangsdiagnostik haben hohes Gewicht bei uns. Ihre Arbeitszeit ist wie bei den Lehrkräften am Unterrichtsdeputat orientiert und entsprechend führt sie auch Aufsichten durch. Siehe auch S. 5, letzter Bulletpoint des von kleiner grüner Frosch bereits verlinkten Dokuments. Entsprechend dem Selbstverständnis und der Rahmenbedingungen, zusammengefasst von der GEW, führt sie keinen Vertretungsunterricht durch - nicht weil sie es nicht könnte, sonder, weil es schlicht nicht zu ihren Aufgaben gehört. Im absoluten Notfall fängt sie unbesetzte Klassen auf.

    Man muss auf jeden Fall seinen eigenen Weg unter den individuellen Bedingungen der Schule und Schülerschaft finden. Wir haben wenige Vorgaben bezüglich Themen und schulinternen Curricula, wir haben ein Lernzeitenkonzept und unsere Klassen sind sehr heterogen. Ich führe Neues im Deutsch- oder Mathematikunterricht immer im Kinositz an der digitalen Tafel ein (direkte Instruktion). Dort gibt es eine Erklärung und dann die Bearbeitung einiger Beispiele durch die Kinder auch mit dem Fokus auf Fachsprache und sprachlichen Mustern. Am liebsten folgt darauf eine kooperative Aufgabe in Partnerarbeit, die im ersten Schritt für alle nach der gemeinsamen Einführung lösbar sein soll und im zweiten Schritt ein höheres Niveau fordert. Digitale Aufgaben haben da oft den Vorteil, dass die Kinder direkt ein Feedback zur Richtigkeit erhalten. Das finde ich in meinem Unterricht wichtig, weil die Sicherungsphase aus zeitlichen Gründen oft hintenrüberfällt. Ich priorisiere da aber auch deutlich die Unterstützung und Förderung in der Stunde gegenüber der Kontrolle. Ich möchte demnächst neben dem peer-Feedback und bei digitalen Aufgaben dem digitalen Feedback auch Selbstkontrollen verstärkt testen. In der Lernzeit, die drei eigene Unterrichtsstunden pro Woche umfasst, arbeiten die Kinder dann an einem differenzierten Wochenplan, wobei für meine eigene Stuktur der Wochenplan bei mir auch die Aufgaben umfasst, die wir im Deutsch- und Mathematikunterricht bearbeiten. In der Lernzeit arbeiten die Kinder meist in Einzelarbeit. In Mathematik kann ich da gut die Förder- und Forderhefte des Lehrwerks nutzen, um zu differenzieren. Die größte Differenzierung stellt dabei schon fast der Unterschied zwischen ins Heft schreiben und an einem Arbeitsblatt arbeiten dar, da ich das Gefühl habe, viele Kinder sind kognitiv durch die Aufgabe selbst bereits ausgelastet und das Abschreiben (ganz zu schweigen vom ordentlichen Abschreiben) erhöht die kognitive Belastung, sodass der Inhalt selbst weniger effektiv gelernt wird. Wochenpläne und Lernzeiten bieten auf jeden Fall die Möglichkeiten für freieres Arbeiten, das erfordert aber trotzdem eine gute Struktur für die Kinder und gewisse Regulationskompetenzen der Kinder, die erstmal gemeinsam aufgebaut werden müssen. Habe auf jeden Fall den Mut, dich vom Lehrwerk und irgendwelchen genauen Zeitangaben zur Bearbeitung bestimmter Aufgaben zu lösen. Kinder und Klassen lernen unterschiedlich (schnell) und Lehrkräfte lehren unterschiedlich. Das Lehrwerk ist eine praktische Orientierung für mich, aber keine starre Vorgabe.

    Ich habe nie behauptet, dass Alleinerziehend und Kind ein Grund für Sofa und Bürgergeld ist. Das ist deine Unterstellung, dass die alle faul sind und an ihrem Schicksal selbst Schuld sind. Ich gehe eher davon aus, dass die meisten von diesen Menschen wirklich Hilfebedürftig sind.

    Und deine Annahme wird durch die Tatsache gestützt, dass die meisten Alleinerziehenden, die Bürgergeld erhalten, durchaus einem Job nachgehen, in dem Rahmen, in dem sie es eben können, aber das Geld trotzdem nicht reicht. Das Bürgergeld stockt dann nur auf.

    Geht es um die Einkommenssteuer lohnt sich doch nochmal ein objektiver Blick auf die berechneten Auswirkungen der Wahlprogramme der verschiedenen Parteien. Aufgefächert nach dem jährlichen Einkommen sieht man, dass Grüne und SPD wahrlich nicht am Mittelstand sägen wollen: https://bsky.app/profile/jhillj…t/3lfxanqgwds2q

    Die CDU und erst Recht die FDP wollten Steuergeschenke für die Reichsten. Sie spielen das Spiel eben gut, ihren Wähler*innen zu suggerieren, die Reichsten gehörten doch zum Mittelstand dazu und linke Parteien wollten an ihr Geld. So fühlen sich in Umfragen mehr dem Mittelstand zugehörig, als den definierten Zahlen nach. Friedrich Merz wurde hier ja schon als ein Beispiel genannt.

    Der Mittelstand - weil das hier auch schon Thema war - schrumpft übrigens auch ähnlich in beide Richtungen, die Schere geht auch hier leider auseinander. Das gehört zur ganzen Wahrheit des Satzes "Der Mittelstand schrumpft" dazu.

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