Die Kreidetafel bevorzugteich auch immer noch, wenn alles kappte und liefe. Die Enttäuschung kommt daher, dass die hippen digitalen Werkzeuge eigentlich keinen Mehrnutzen haben, wenn man sie nur als Papier- oder Tafelersatz verwendet. man macht das gleiche wie vorher, nur etwas aufwändiger. Ist das schon alles?
Aufwändiger? Für mich persönlich bedeuten digitale Werkzeuge eine deutliche Arbeitsentlastung. Ich habe früher Stunden vor dem Kopierer verbracht, jetzt haben die Lernenden alles als PDF. Meine eigenen Aufschriebe muss ich auch nicht mehr auf Papier archivieren, die sind automatisch in der Inhaltsbibliothek.
Die Lernenden können auf meine Aufschreibe immer zugreifen, auch wenn sie mal fehlen weil sie z.B. krank sind.
Die Lernenden können Aufgaben gemeinsam im Collaboration Space lösen oder Lösungen dort teilen und ich kann ihnen entsprechende Aufträge geben.
Ich kann mir direkt die Aufgaben von Lernenden ansehen und Fehler korrigieren oder Tipps geben.
Ich kann Lernvideos, Geogebra-Arbeitsblätter u.ä. direkt einbinden.
Die Lernenden haben alle Inhalte immer „dabei“ und können dort nachsehen - zu Papierzeiten unmöglich, das Material füllte mehrere Ordner. Umgekehrt kann ich auch auf vergangenen Kapitel verweisen und die Lernenden sind mit einem Klick dort.
Unterm Strich möchte ich jedenfalls nicht mehr in die Papierzeit zurück. Klar, das Ganze geht natürlich nur, wenn die Infrastruktur stimmt - das ist bei uns zum Glück so.