In Bayern an der Realschule ist man das erste Jahr an der Seminarschule, im zweiten Jahr an der Einsatzschule.
Die ersten zwei/drei Wochen hospitiert man bei den Seminarlehrern, dann übernimmt man langsam eigene Stunden und hospitiert bei den anderen Referendaren und den Seminarlehrern. Zum Halbjahr steigt die Anzahl an eigenen Unterrichtsstunden weiter.
Im zweiten Jahr ist man ziemlich eigenverantwortlich unterwegs und wird von Mentoren betreut.
Ich fand es damals ziemlich gut, dass man langsam ans Unterrichten heran geführt wird, Kollegen an MS und GS hatten diesen Luxus nicht.
Andererseits ist man das ganze erste Jahr ziemlich unter Beobachtung, wie sich das auswirkt, hängt vom Seminar ab. Auch wurden bei uns auch "einfache" Übungs- und Buchstunden gefordert. Aufwändige Ausarbeitungen der einzelnen Stunden mussten wir Anfangs bei allen abgeben, später nicht mehr. Das hing vom Fachlehrer ab.
Die Sonderrolle als Ref ist den Schülern auch voll bewusst, das kann in manchen Klassen evtl. zu Problemen führen. Zudem gibt es Klassen, die in jedem Jahr mindestens einen Referendar haben und manchmal vom Methodenzirkus genervt sind.
Da hängt es von der Schulleitung/Stundenplaner ab, eine Balance zu finden.