Beiträge von plattyplus
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Entweder klagt irgendwann mal jemand und erwirkt eine Grundsatzentscheidung, oder wir diskutieren uns hier den Wolf (haben wir vor acht Jahren ja auch schon) und es passiert...
... nichts.
Welche Gewerkschaft bzw. Verband würde einen Kollegen dabei denn unterstützen? Ich kenne niemanden, der bereit wäre einen Kollegen beim Weg durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof zur Seite zu stehen. Ich gehe nämlich davon aus, daß man bis zum EuGh gehen muss, um die EG/2003/88 wirklich durchzusetzen.
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Warum nicht?
Laut Arbeitszeitgesetz muß ein „Wochenende“ mindestens 24+11=35 Stunden ununterbrochen andauern, auch wenn dies nicht auf einen Sonntag fallen muss. Wenn ihr an einem Sonntag um 12 Uhr die Klassenfahrt beendet, wäre zumindest für angestellte Lehrkräfte kein Einsatz vor Montag 23 Uhr denkbar.
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Bei mir liegt die Spitze eher in der Zeit von den Sommerferien bis Anfang Dezember. Da kommen nämlich die ganzen neuen Azubis, die noch nicht wissen, wie das in der Lehre läuft mit Pünktlichkeit und so. Ab Dezember laufen dann die ersten Prüfungsklassen aus, die eine 3,5-jährige Lehre durchlaufen.
Entsprechend habe ich im ersten Halbjahr auch 30-32 Unterrichtsstunden und im zweiten Halbjahr 20, um so im Schnitt auf 25,5 zu kommen.
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Etwas?
Wir haben über Jahrzehnten Wehrpflichtigen zugemutet quer durch die Republik zu fahren und für einen „Hungerlohn“ mit wildfremden Leuten auf einer Stube zu pennen.
Da ist eine eigene Stube samt einem Taschengeld vergleichbar dem damaligen Sold für ARBEITSUNWILLIGE Bürgergeldempfänger schon absoluter Luxus.
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Sieh es doch einmal so: Nur, wenn wir bei den Standardfällen wirklich mal durchgreifen, also sowohl beim Bürgergeldbezug als auch bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit, können wir es uns als Staat finanziell leisten in solchen Fällen wie bei Dir überhaupt Sozialleistungen zu gewähren.
Aber da sage ich Dir bestimmt nichts Neues, denn dies ist auch die Linie der CDU, diesmal geäußerst von Herrn Linnemann.
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Dass es irgendwo in Deutschland Leerstände und ein angemessenes Mietniveau gibt hilft niemandem weiter, der/ die in einer völlig anderen Region Deutschlands plötzlich aufstockend oder komplett ALG II benötigt.
Von Düsseldorf (Mietstufe 6) bis Duisburg (Mietstufe 3) sind es 16 Minuten mit dem Regionalexpress. Es geht also nicht darum in eine völlig andere Region umzuziehen.
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Hm,
Zwangsunterbringung von Bürgergeld-Empfängern?
Du überraschst mich immer wieder. *kopfschüttel*
Ja, wie interpretierst Du denn die Linie der CDU?
--> https://www.swr.de/swraktuell/bad…ebatte-100.html
Bei Kürzungen von "deutlich über 50%" bei Arbeitsverweigerung, ich tendiere eher zu Kürzungen von 80%, dürfte keine normale Wohnung mehr drin sein.
Ein weiteres Mittel zur Staatsfinanzierung: Aufstockung des Personals in der Steuerfahndung bis zu dem Punkt, wo die Grenzkosten eines zusätzlichen Mitarbeiters den Grenzertrag, den dieser durch Fahndungserfolge erwirtschaftet, übersteigt. Und ja, wir kaufen als Staat selbstverständlich weiterhin die Daten von Steuerflüchtlingen an.
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Ich deute mittlerweile gern gelassen auf die Schilder und sage gar nichts. Schließlich gibt es genau drei Schilder, die man (aus gutem Grund) auch von hinten erkennt.
Mich hupen sie regelmäßig an, wenn ich vor der roten Ampel mit dem grünen Abbiegepfeil-Schild anhalte, gucke und dann bei rot als Rechtsabbieger über die Kreuzung fahre. Das Schild kennt hier im Westen der Republik wohl auch kaum jemand.

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Und auch gerade für diese Menschen wie auch Schülerinnen und Schüler sowie Studierende sind doch gerade Minijobs wichtig.
Also viele meiner ausländischen Schüler versuchen krampfhaft an einen Job mit 521 € Vergütung zu kommen, weil sie für ihren Auffenthaltstitel einen sozialversicherungspflichtigen Job nachweisen müssen. Aber viele Arbeitgeber haben sich leider auf die 520 € Minijobs spezialisiert. Für diese Schüler sind die aktuelle Situation und die Minijobs eine Falle.
Nur was ist mit den Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können oder eben nicht in dem geforderten Stundenumfang?
Wie viele der aktuell 2,6 Millionen Arbeitslosen sind das denn?
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Wenn ich beispielsweise nahe am Mindeslohn Vollzeit arbeite würde, erhielte ich gerade mal 3Euro je Stunde mehr, als wenn Burgergeld beantragen würde.
[...]
Ich verstehe daher die Leute, die nicht Vollzeit arbeiten.Und genau deswegen denke ich, daß das Bürgergeld mit einer Arbeitspflicht verbunden werden sollte oder eben drastisch gekürzt. Und ja, bei "drastisch" denke ich an eine Unterbringung in einem Wohnheim, Essen auf Lebensmittelmarken und eben nicht an eine kleine Wohnung.
Da würden die Leute sich dann überlegen: Ich muß eh arbeiten, da kann ich dann auch gleich woanders arbeiten und dafür 3,- € zusätzlich einstreichen.
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Unsere Gesetzgebung ist insofern naiv, als sie von rechtskonformem Verhalten der Menschen ausgeht.
Mir geht es bei der Arbeitspflicht auch darum, dass sich die Bürgergeldempfänger täglich irgendwo „melden“, um so ausschließen zu können, dass jemand mit mehreren Identitäten mehrfach Bürgergeld bezieht etc. …
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Kannst Du Beispiele nennen, wo das Geld dauerhaft und in großen Mengen zum Fenster hinausgeworfen wird?
Auch wenn Du es wahrscheinlich nicht hören willst, müssen wir an den Sozialstaat ran. So würde ich z.B. an eine Arbeitspflicht für Bürgergeldempfänger denken. Wer nicht arbeitet, bekommt im Gegenzug das Bürgergeld massiv gekürzt.
Auch sollten Minijobs abgeschafft werden, weil sie die Leute dazu verleiten ewig in den Minijobs zu bleiben. Der Ansporn selber etwas mehr zu verdienen, um dann eine Rente zu bekommen, geht verloren. Das sieht man daran, dass alle Minijobs mit dem sozialversicherungsfreien Maximalgehalt beworben werden.
Ansonsten müssten wir mal über Sporthallen, Hallenbäder, diverse Subventionen (z.B. gerade die 500 Mio. € für Solaranlagen, die innerhalb von 10 Stunden vergriffen waren) nachdenken.
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Nun - die Renten bemessen sich am Lohnniveau.
Alle unsere Nachbarländer haben ein Rentenniveau von 75-85%, nur bei uns peilen sie 44% an, was meiner Meinung nach viel zu gering ist. Wie gesagt müsste das Rentenniveau wieder auf 65-70% steigen. Anders funktioniert das nicht.
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Ich auch nicht.
Ich fand eher die Frau lustig, die sich von der Polizei nicht aufhalten ließ.
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Es ist nunmal so, dass wir einen demographischen Wandel haben.
Dann sollten wir als Staat vielleicht mal lernen uns auf die Finanzierung der wesentliche Dinge zu konzentrieren und aufhören das Geld mit beiden Händen zum Fenster hinaus zu werfen.
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Und wie genau begründest du das? Es wird ja hier gebetsmühlenartig wiederholt. Was ist denn eine Höhe von der man "gut" leben kann? Wir werden unser Leben lang alimentiert und da kann die Pension gar nicht signifikant fallen, sonst gehts vor Gericht richtig rund.
Man könnte natürlich auch nach italienischem Vorbild das Bürgergeld auf 0,- € zusammenstreichen, so die Staatsausgaben senken, einen wesentlichen Pull-Faktor der Migration beseitigen und hätte damit dann auch gleich noch das 15% Abstandsgebot unserer Bezüge zum Bürgergeld gewährleistet...
--> https://www.zdf.de/nachrichten/po…affung-100.html
Dürfte ordentlichen sozialen Sprengstoff geben.
Generell sehe ich nicht bei den Pensionen das Problem sondern bei den Renten. Die Renten sind einfach zu niedrig, um davon leben zu können. In den 1990er Jahren lagen die Renten bei 65-70% und dort müßten sie eigentlich auch wieder hin. Um dieses Ziel zu erreichen, würde ich erst einmal sämtliche versicherungsfremden Leistungen aus der Rentenversicherung herauslösen und über Steuern finanzieren bzw. dann eben zusammenstreichen.
Dabei denke ich an folgende politisch motivierten Punkte:
- Mütterrente (der zweite Rentenpunkt für Mütter von Kindern von vor 1992)
- Rente mit 63 würde ich abschaffen und durch ein dynamisches Renteneintrittsalter ersetzen: Jeder bekommt einen statistischen Rentenanspruch von 15 Jahren. Steigt die Lebenserwartung, steigt automatisch das Renteneintrittsalter.
- Grundrente gehört als Sozialleistung aus Steuern finanziert und nicht aus den Versicherungsbeiträgen
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Glaubt von den jungen Lehrern wirklich jemand, dass die Pension in der Höhe kommen wird? So naiv kann doch echt keiner sein oder?
Das war für mich ein Baustein. Wenn die Pension wegfällt, müßten sie im Gegenzug schon unsere Löhne drastisch erhöhen, so daß wir den Differenzbetrag selber in Form von ETFs etc. anlegen und damit die Rentenlücke auffüllen können. Also sagen wir mal 30-50% Lohnerhöhung?
Auch gilt es zu bedenken, daß Beamte seit den 1950er Jahren mit Verweis auf die höhere Pension auf 15% ihres Einkommens verzichten. Diese 15% dürfen es dann gerne beim Lohn oben drauf sein samt sämtlicher Abschläge von jeweils 0,2% bei den Lohnrunden, die mit Verweis auf die hohe Pension vorgenommen wurden. Mit dem Zinseszins-Effekt dürften wir dann auf 30-50% mehr Lohn kommen.
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Hier im Ort gibt es 4 Schulen und Kindergärten. Viele Schulbusse fahren, da ist morgens vor der 1. Stunde die Hölle los.
Also unsere Grundschule liegt zwischen zwei Einbahnstraßen. Da haben die Straßenbauer aber wenigstens mal ganze Arbeit geleistet. Die Straßen sind nämlich so schmal, daß zwei PKWs eben nicht mehr aneinander vorbeikommen, ohne das ein PKW im Straßengraben liegt. Und die Gräben rechts und links sind extra tief, so knapp 1,5m tief. Der Fuß- und Radweg befindet sich hinter dem Straßengraben.
Immer zu Beginn des neuen Schuljahrs dürfen dann die Eltern mit ihren SUVs mal klären wie das laufen soll. Wenn dann Mama vorne in der Schlange noch auf den Nachwuchs wartet, während drei PKWs weiter hinten die Leute schon die Kinder einkassiert haben, weg wollen aber nicht können, weil vorne ein Auto steht... und dann ganz hinten noch der Schulbus hupt...
Das dauert regelmäßig nach den Sommerferien eine Woche, bis alle kapiert haben, daß das mit den Elterntaxis bis in den Klassenraum nicht funktioniert.

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Dann kommt unser Elternbrief "Biiiiitteeeee...üben Sie mit den Kindern!" und dann kommen zwei Runden "Realverkehr" - ein Wort, bei dem einige meiner Kollegen gerne postpubertär grinsen. Da fahren dann Polizisten mit Eltern in kleineren Gruppen durch die Stadt. Anschließend ist die Fahrradprüfung.
Bei mir am Wohnort übt die Grundschule gleich im Beisein der Polizei das Fahren rund um die Schule in der 30er Zone und vorher auf einem kleinen Parcour auf dem Schulhof.
Vor einigen Jahren war das richtig lustig. Ich hatte dank Abendschule an einem Vormittag frei und kam gerade an der Grundschule vorbei, als dort unter polizeilicher Aufsicht das Linksabbiegen mit Hand raushalten, umgucken und bremsen (die Straße ist etwas abschüssig) geübt wurde. Das Mädchen kam auf mich zu und wollte vor mir nach links abbiegen. Ich kam aus der Spielstraße, war also wartepflichtig. (Welcher PKW-Fahrerweiß eigentlich, daß am Ende einer Spielstraße nicht rechts-vor-links gilt sondern man als Ausfahrender auf alle Anderen zu warten hat, als ob man aus einer Hofausfahrt kommt?)
Jedenfalls kam ich da mit dem Motorrad aus der Spielstraße getuckert und habe vor der Kreuzung angehalten. Das Mädchen war wohl so geschockt, daß da wirklich mal jemand aus der Straße kommt, daß sie mich nur noch angestarrt und die Vorderadbremse voll durchgezogen hat. Das Vorderrad ihres Fahrrades blockierte und sie lag auf der Nase.
Der Polizist stellte sich daraufhin schnell auf die Kreuzung und zeigte mir die Kelle. Die hatte er wohl dabei, weil die Kiddies gerade geübt hatten wie das aussieht wenn ein Polizist den Verkehr regelt.
Nicht, wenn die Kleine aufspringt und dann gleich noch umgefahren oder flach liegend glatt überrollt wird. Wenige Sekunden später kam aus der anderen Richtung eine Mutter mit Elterntaxi. Auch ihr zeigte er die Kelle. Die Frau verlangsamte immer weiter wirklich bis auf gefühlt 2km/h aber hielt nicht an. Auch als sie die Kelle direkt vor der Windschutzscheibe hatte, hielt sie nicht an. Ich glaube das Ding hat die Windschutzscheibe auch berührt. Jedenfalls warf der Polizist dem wegrollenden PKW die Kelle hinterher, woraus selbige auf dem Autodach landete. Daraufhin hielt die Frau dann doch an und ging den Polizisten wutentbrannt an von wegen Beule im Autodach und warum er sich nicht um diese Motorradraser, damit war ich wohl gemeint, kümmern würde und sie gefälligst in Ruhe lassen solle.Tja, was machst da als Polizist? Vor den ganzen Knirpsen einknicken geht nicht, denn dann haben die nie wieder Respekt vor der Polizei. Also hat er die Frau erst einmal zumindest fürs Protokoll auf die Wache mitgenommen und ich sollte gleich hinterher fahren, um die Zeugenaussage zu machen.
Gibt schon spinnerte Autofahrer... das schnellste Elterntaxi hatten wir hier mit 85 in der 30er Zone. Aber die "Motorradraser", die zufällig 300m neben der Schule wohnen...

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