Beiträge von plattyplus

    Wieviele dieser merkwürdigen Konferenzen gibt es denn eigentlich bei euch?

    Abi-Zulassungskonferenz, -Prüfungskonferenz nach den schriftlichen Prüfungen, um festzustellen, wer in die mündliche Nachprüfung muß, und -Zeugniskonferenz, schon hast drei 10 Minuten-Termine.

    Dazu noch die Zeugniskonferenzen in 12 anderen Klassen, die mitunter schon Ende Mai starten…. Und immer dienstags mittags. :daumenrunter:

    Das würde sicherlich diejenigen freuen, die freitags unterrichtsfrei oder schon früh Unterrichtsschluss haben... Genauso, wie es dich nervt, an deinem "freien Dienstag" anreisen zu müssen.

    Ich würde alle Konferenzen auf den Freitagnachmittag legen oder wahlweise donnerstags 20.00 Uhr, damit sie selber mal merken wie nervig das ist!

    Ich habe gerade mal wieder Dienst-eMails mit Konferenzterminen bekommen…

    Und schon sind drei weitere freie Dienstage kaputt, wieder jeweils 10 Minuten Konferenzen mit einer Unterschrift. :daumenrunter::autsch:

    Und immer schön um 14 Uhr oder 14.30 Uhr, damit auch bloß der komplette Tag kaputt ist.

    Können sie die Konferenzen nicht mal am Freitagnachmittag machen? Oder wenn schon dienstags, dann um 6.30 oder 7.00 Uhr vor der ersten Stunde?

    in der GS sind weibliche Berufsbezeichnungen eigentlich eine Rechtschreibübung, dabei merkt man dann, wie wenig geläufig sie sind … wobei Berufsbezeichnungen insgesamt ein schwieriges Feld sind.

    Als ich vor Jahrzehnten selber noch Grundschüler war, wurde uns bei dem Thema: „Wie schreibe ich einen Brief?“ beigebracht, daß man als männlicher Schreiber „Sehr geehrte Damen und Herren“ schreibt und als weibliche Schreiberin „Sehr geehrte Herren und Damen“, halt immer das andere Geschlecht zuerst. Bis auf Einzelfälle von Bundestagsabgeordneten und Ministerinnen, habe ich nie wieder „Sehr geehrte Herren und Damen“ gehört.

    Und das liegt am Gendern?

    Nicht nur, <ber das Gendern verschlimmert die Situation nur noch.

    Früher hieß es in den Prüfungen "Meister und Lehrling", das waren komplett andere Worte. Dann kam "Meister und Azubi", was auch noch kein Problem war. Danach ging es dann los mit "Ausbildende und Auszubildende", was für die Azubis ein großes Problem darstellt, weil nur diese kleine Silbe "zu" in den Worten den Unterschied macht. Das klingt im Prüfungsstreß einfach alles zu gleich. "Lehrende und Lernende" macht es für die Azubis und/oder Schüler aber auch nicht einfacher. Die Worte klingen zu ähnlich und sehen geschrieben zu ähnllich aus.

    Ich frage mich wie ihr das Gendern in eurem Unterricht oder in eurer Klasse handhabt.

    Gar nicht, ich bleibe bei den Vorgaben des Dudens. Sollten Gendersternchen, -doppelpunkte etc. in Klassenarbeiten auftauchen, werden sie als Fehler angestrichen. Einen Punktabzug gibt es dafür aber nicht, auch wenn wir als fachfremde Kollegen ja auch die Leistungen in der Deutschen Sprache mit in die Bewertung einfließen lassen sollen.

    Bei vielen Klassen fällt mir zudem auf: Die Azubis in den einfachen zweijährigen Ausbildungen sind von der Sprache überfordert. Sie liefern regelmäßig bei den gebundenen Aufgaben (Multiple-Choice) schlechtere Ergebnisse ab als bei den ungebundenen Aufgaben (offene Fragestellung). Bei der Besprechung fällt dann regelmäßig auf, daß nicht die Beantwortung der Frage sondern das Textverständnis, wonach wird eigentlich gefragt, das zentrale Problem ist. Sie sind von den politisch korrekten und gegenderten Fragestellungen einfach überfordert.

    In den Vollzeitklassen ist es das gleiche Spiel. Wir haben den Mathematik Förderunterricht schon abgeschafft und bieten ausschließlich Deutsch Förderunterricht an, weil wir feststellen mußten, daß die Sprachleistungen so extrem schlecht sind, daß die Schüler deswegen in allen anderen Fächern scheitern, weil sie die Fragen gar nicht verstehen.

    Oder, wie es meine Abteilungsleitungen formulieren: "Wir bekommen hier Analphabeten mit Fachoberschulreife. Die Zeugnisse der Sek 1 Schulen sind heute nichts mehr wert!"

    Ja, ich habe sie geändert, als ich erkannt habe, daß man mit dem Wissen wirklich etwas anfangen kann.

    Konkret ging es bei mir um das Fach Englisch.

    Hast Du schon einmal versucht den Fachunterricht auf Englisch zu halten? Englischen Sprachunterricht mal ausgenommen.

    Lieber zur 1. Stunde anfangen, bis spät machen und so sein ganzes Deputat in 3 Tagen/Woche abarbeiten.

    Wenn Du ein Sabbatjahr machen würdest, was würdest Du dann in dem einen Jahr tun?

    Das stimmt und lässt sich durch das Setting der Sitzung bereits etwas abmildern. Es braucht zum Beispiel für die meisten Sitzungen mit dem gesamten Kollegium keinerlei Tische ;)

    Dann greift meine Kollegin trotzdem demonstrativ zum Strickzeug, selbst wenn sie vom Schulleiter in der Konferenz direkt angesprochen wird.

    PS: Wir alle haben uns damals in der Konferenz gewünscht, daß er sie in Folge aus der Konferenz wirft, wie man Schüler, die sich total daneben benehmen auch aus dem Unterricht wirft.

    Ich merke bei Touristen aus dem englischsprachigen Raum

    Also die mir unangenehmsten Touristen in Deutschland sind Chinesen. Da denke ich mir immer, daß sie nur so borniert auftreten, weil die Chinesen, die sich die Europareise leisten können, daheim zur Oberschicht gehören müssen und sich dort entsprechend gegenüber den Untergebenen ähnlich auftreten können, ohne das ihnen mal jemand gehörig den Marsch bläst.

    War "Übertreibungen" darauf bezogen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass ihr für eine zehnminütige (!) "Konferenz" extra in die Schule beordert werdet.

    Bei mir war der letzte Kurzeinsatz dieser Art die Zulassungskonferenz für die FHR-, AHR- und Techniker-Abschlußprüfungen. Als Klassenlehrer vorlesen das alle zugelassen sind, einmal das Konferenzprotokoll abzeichnen und nach nicht einmal 5 Minuten war ich fertig. Die komplette Konferenz für alle Abschlussklassen dauerte 12 Minuten.

    Diese Termine kann man doch - das schreibst du ja schon selbst! - auf einen Vormittag legen, wenn man genau weiß, dass der Nachmittag Konferenzen/Besprechungen/... stattfinden können. Ich sehe wirklich das Problem nicht.

    Wenn man das immer vorher so genau wüßte, wann denn dann die Konferenzen kommen. Die kommen auch gerne mal um 12 oder 13 Uhr. Mit der An- und Abfahrt ist dann der komplette Tag kaputt. Und nein, ich kann meinem Arzt nicht sagen, daß ich einen Termin ganz früh morgens haben will. Mich kann nur wählen: "Können sie vormittags? Dann können sie in 6 Wochen kommen (kann dann aber auch 11.45 Uhr werden). Oder können sie nur nachmittags? Dann sehen wir uns in 5 Monaten."

    Bei einem Termin um 11.45 Uhr schaffe ich es nie und nimmer um 13 Uhr in der Schule zu sein.

    Neigt der Herr hier mal wieder zu Übertreibungen?!?

    Wir haben in unserem Kollegium insg. 9 KuK mit über 100km Anfahrtsweg (einfache Strecke), ich gehöre auch dazu. Wie lange brauchst Du, um 200-250km zurückzulegen? Ich denke mal, daß da 2-2,5 Stunden schon recht gut paßt für die Fahrtzeit von Hin- und Rückweg zusammen. Unsere SL hat ebenfalls einen solchen Anfahrtsweg und macht deswegen schon einmal wöchentlich Homeoffice. Dreimal darfst Du raten an welchem Wochentag selbstverständlich nie irgendwelche Konferenzen angesetzt werden. :pfeifen:

    Habt ihr denn nicht so etwas wie einen Konferenzplan oder Online-Terminkalender? Wenn nicht: siehe oben!

    Soetwas haben wir nicht. Wir bekommen immer nur mit exakt einer Woche vorlauf die Einladungen als eMail. Der SL müssen die Termine jedoch weit vorher bekannt sein, denn in Nebensätzen auf Lehrerkonferenzen fallen dann schon manchmal unbeabsichtigt einige wesentlich längerfristige Terminankündigungen.

    An meiner Ausbildungsschule war es damals so, daß wir zu Beginn des Schuljahres einen kompletten Terminkalender für das ganze Schuljahr mit allen Sonderterminen bekommen haben. Das waren dann mehrere Din a4 Seiten. Aber so wußte man im August schon, daß man im nächsten Jahr am 23. Mai um 14 Uhr eine Lehrerkonferenz in der Aula hat. Und dann fand die Konferenz auch wirklich um 14 Uhr an dem Tag statt, verschoben wurde nicht.

    Andersherum ermöglicht ein solch fester Besprechungstag eine gute Planbarkeit von Terminen, was insbesondere Lehrkräften mit kleinen Kindern bei der Betreuungsplanung sehr hilft...

    Die Planbarkeit ist ein guter Witz :daumenrunter:

    Wegen der Abendschule haben bei uns viele KuK eine 4-Tage/Woche. Da legt man dann natürlich alle Termine bei Ämtern, Ärzten, … auf seinen freien Vormittag. Diese Termine macht man schon Monate im Voraus, nur um dann wenige Tage vorher doch wieder eine Konferenzeinladung dazwischen geschoben zu bekommen, die die ganze Planung sprengt.

    Da heißt es dann 2,5 Stunden An- und Abfahrt für 10 Minuten Konferenz und eine Unterschrift. Die SL kennt die Termine schon Monate im Voraus, trotzdem erfolgen die Einladungen immer so gerade eben unter Einhaltung der Fristen. Da geht es dann z.T. auch um eMails, die 23.55 Uhr noch abgeschickt wurden.

    So läuft das dann an 2/3 aller (dann nicht mehr) freien Tage.

    Etliche frühere Freunde von mir haben Hauptschulabschluss gemacht, dann Ausbildung und dann diverse Nachqualifikationen, bis sie schließlich studiert haben. Allerdings kann ich nicht genau sagen, was sie da nachqualifiziert haben. Vielleicht kann mich jemand aufklären. Habe keinen Kontakt mehr zu ihnen...

    Da gibt es mehrere Wege:

    • Man kann an enem Berufskolleg in einer schulischen Ausbildung (Vollzeit) sowohl die Fachhochschul- als auch die Allgmeine Hochschulreife erlangen.
    • Nach bestandener Lehre geht man in die einjährige Fachoberschule und bekommt seine Fachhochschulreife.
    • Man macht den Staatlich geprüften Techniker oder Staatlich geprüften Betriebswirt, schreibt am Ende neben den Techniker-Prüfungen noch eine Matheprüfung mit und bekommt dann zusätzlich die Fachhochschulreife zuerkannt.

    Die meisten Universitäten erlauben inzw. auch das Studium mit einer einschlägigen Fachhochschulreife. Es muß also nicht das Abitur sein, um an die Universität zu dürfen. Sogar mein Papa hat in den späten 1960ern bzw. frühen 1970ern schon diesen Weg beschritten. Nach der Lehre hat er die einjährige Fachoberschule besucht, um dann an der Universität zu studieren.Mama hat nach ihrer Lehre noch den Techniker hinten dran gehangen und hatte damit dann auch die Fachhochschulreife.

    Ich nehme morgen bei meinen Abendschülern auch die Techniker-Prüfung ab. Der Abschluß ist der höchste, den wir bei uns am Berufskolleg vergeben und gemäß EU Bologna-Prozeß mit dem Bachelor an der Universität vergleichbar. Die Absolventen können dananch also direkt ins einschlägige Masterstudium an der Universität einsteigen.

    Vielleicht für Dich als Förderschullehrkraft auch interessant:

    In der entfernten Verwandtschaft habe ich den Fall einer ehemaligen Förderschülerin, die die Schule nach Klasse 10 ohne Abschluß verlassen hat. Da haben wir zusammengesessen und mein Ur-Opa als ehamliger Chef einer Möbelfirma hat entschieden, daß seine Ur-Enkelin eine Ausbildungsstelle bekommt. Dagegen wagte sein Sohn als Firmenchef dann auch nicht zu intervenieren. Die Lehre ist ja an keinen Schulabschluß gebunden. Sobald jemand einen Ausbildungsvertrag hat, müssen wir ihn bei uns an der Berufsschule ausbilden. Dann wurde in der Familie geguckt, welche Ausbildung sie wohl schaffen könnte und es lief auf "Maschinen- und Anlagenführerin" heraus, weil das eine vergleichsweise sehr einfache zweijährige Lehre ist. Da bei der IHK die Fristen zur Abschlußprüfung erst anfangen zu laufen sobald man einen Azubi das erste Mal zur Prüfung anmeldet, wurde zusammen mit der IHK entschieden, daß der Betrieb sie erst dann zur Prüfung anmeldet, wenn er der Auffassung ist, daß sie die Prüfung auch bestehen kann. Man hat für die Prüfung ja nur drei Versuche und darf bei Nichtbestehen maximal ein Jahr verlängern. Die Auszubildende brauchte für die eigentlich zweijährige Lehre am Ende sechs Jahre. Der Betrieb hat sie dann gleich für die Zwischenprüfung (Abschlußprüfung Teil 1) und Abschlußprüfung (Abschlußprüfung Teil 2) angemeldet. Vereinfachungen bei den Prüfungen gibt es da keine, das Lernziel muß erreicht werden, wenn auch nach längerer Zeit. Das ERstaunliche dabei: Ihre Berufsschulnoten waren am Ende so gut, daß sie neben dem Facharbeiterbrief noch die Fachoberschulreife (= Realschulabschluß) in Händen hielt.

    und was die Bildungsgerechtigkeit angeht: Ja klar hängt der Bildungserfolg massiv vom Elternhaus ab. Gerade bei meinen türkischstämmigen Schülern erlebe ich das immer wieder. Was meint ihr, wenn man dort zuhause anruft und Papa sprechen will... ;)

    Einer der Schüler, dessen Papa sogar manchmal persönlich bei mir in der Schule war, dank Abendschulunterricht kann ich ja Gesprächstermine bis 21 Uhr anbieten, formulierte dazu: "Man muß ja gucken, daß aus den Kindern was wird (und sie eben nicht auf die schiefe Bahn gelangen).

    Bei uns finden nahezu alle Besprechungen und Konferenzen verlässlich an einem bestimmten Tag nachmittags statt, sodass sich die entsprechenden Termine freizuhalten sind und eine Anwesenheit aller gewährleistet wäre.

    Das haben wir leider aktuell auch bei uns an der Schule. Ist dann ganz toll, wenn man als Teilzeitkraft eigentlich an dem Tag frei hat und dann trotzdem fast in jeder Woche extra für irgendwelche Besprechungen antanzen muß. :daumenrunter:

    Also wenn schon Konferenzen, dann bitte über die komplette Woche verteilt und nicht immer an einem bestimmten Wochentag.

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