Und wieder werden die Großstädter subventioniert. ![]()
Oder kann ich mir den Zuschuß auch auszahlen lassen, weil es keinen brauchbaren ÖPNV hier gibt und das Ticket damit nutzlos ist.
Und wieder werden die Großstädter subventioniert. ![]()
Oder kann ich mir den Zuschuß auch auszahlen lassen, weil es keinen brauchbaren ÖPNV hier gibt und das Ticket damit nutzlos ist.
Das worst-case Szenario wäre, dass sich erstmal gar nichts tut und dann einen Tag vor den Sommerferien ein Brief kommt und die Abordnung in den IK Klassen nochmal um ein Jahr verlängert wird.
Das worst-Case Szenario: Du bekommst am ersten Tag nach den Sommerferien die Abordnung „ab heute“. Habe ich vor einigen Jahren selber mit einer Teilabordnung so wiederholt erlebt.
In meinem ersten Jahr hatte ich an einem Tag 12 Stunden (morgens und abends) und am nächsten Morgen nochmal 8 Stunden gleich hinterher. Da bin ich am zweiten Tag einmal aufm Pult eingepennt. ![]()
Die wenigen restlichen Stunden verteilten sich dann über die anderen Tage.
20 Stunden?
Das kann man bei uns dank Abendschule auch in 1,5 Tagen schaffen. ![]()
Ich finde auch diese extreme Angleichung nach unten völlig unnachvollziehbar,
Du meinst die Sockelbeträge bei den Tarifverhandlungen?
Wie habt ihr es geschafft plattyplus, dass sie überhaupt aufgetaucht sind? Also öfter als einmal, um die schulbescheinigung abzuholen, meine ich. Schüler, die so eine Karriere hinter sich haben, zeichnet ja gerade eben dann aus, dass sie eigentlich nie die Schule besuchen.
Indem wir in sehr intensivem Kontakt mit der Familienkasse, Ausländerbehörde, Bafög-Amt, Jugend- und Ordnungsamt sowie manchmal auch Polizei stehen.
Es gibt Zeiten, da rufe ich alle zwei Tage bei der Familienkasse an. Da interessieren dann auch die Schulbescheinigungen nicht mehr.
Was mir in der medialen Berichterstattung sehr negativ aufstößt:
Es wird reduziert auf "Die Arbeitnehmer fordern 10,5%, die Arbeitgeber haben 8% geboten, das reicht den Gewerkschaften aber nicht." Da kann man als neutraler Leser für das Scheitern eigentlich kein Verständnis haben.
Unterschlagen wird die Laufzeit, bei der sich die Arbeitgeber wohl 27! Monate vorstellen. Das entspräche wiederum gerade einmal 3,5% pro Jahr, also etwa der Hälfte der erwarteten Inflationsrate oder 8% Reallohnverlust für die Laufzeit.
Das habe ich mir auch gedacht, als ich heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit den WDR im Autoradio an hatte. Für mich grenzte das Weglassen der Laufzeitunterschiede und der damit verbundenen jährlichen Zueachsrate schon an parteiische Berichterstattung, eben weil Fakten gezielt weggelassen werden und so beim Hörer der Eindruck entsteht, daß die Gewerkschaften den Hals nicht voll genug kriegen können: „Wegen 2,5% Unterschied (8% zu 10,5%) legen sie jetzt die ganze Republik still?“
Nachtrag:
Auch im Internet kein Wort zu den gravierenden Laufzeitunterschieden:
Ich vermute mal, dass man an der Stelle nicht einfach den Stundenplan des Abendschulunterrichts verändern kann?
Könnte man schon, aber das würde das Problem dann nur auf andere Wochentage verschieben und nicht lösen. Berufsschulklassen sind nur 1 bis maximal 1,5 Tage/Woche im Unterricht und die Wochentage, an denen sie da sind, stehen weit vor der Stundenplanerstellung fest, damit die Betriebe sich darauf einstellen können. Man kann den Vormittagsunterricht also nicht einfach auf einen anderen Wochentag schieben. Der muß an dem Tag stattfinden.
Machen wir auch... wir erfüllen alle Wünsche, wenn es möglich ist.
Bei uns wird auch ziemlich viel möglich gemacht. Probleme gibt es allerdings immer dann, wenn es um Berufsschulklassen geht, die nur einen Tag/Woche da sind und Fächer betroffen sind, die nur von ganz wenigen Kollegen (zumeist nur 1 oder 2) unterrichtet werden. Hinzu kommt das Problem Abendschule.
Vor langer Zeit hatten wir da regelmäßig das Problem, daß es in einem Fach nur zwei KuK gab, die das unterrichten konnten/durften und eine Person davon Teilzeit hatte mit dem Verweis: "Ich kann erst zur 3. Stunde kommen, ich muß die Kinder erst in die Kita bringen (alleinerziehend)."
Der Kollege in Vollzeit verwies darauf: "Wenn ich am Vorabend bis 22 Uhr in der Abendschule unterrichtet habe, habe ich ein Anrecht auf 11 Stunden Ruhezeit und kann ebenfalls erst zur 3. Stunde, es gibt nur Doppelstunden, eingesetzt werden.
So, wen schickst jetzt am Folgetag in die 1. und 2. Stunde? Die Kollegin, die auf ihre Teilzeit und die Kita verweist oder den Vollzeit Kollegen, der auf seine Ruhezeiten hinweist. Welches Kriterium hat die höhere Priorität?
Das ist möglich, wenn man über Monate fehlt. Wie gesagt gab es da wohl massive Absentismus-Probleme.
Was willst denn machen, wenn ein Schüler gar nicht (oder maximal 3 Tage/Jahr) im Unterricht erscheint?
Wenn im Zeugnis "nicht beurteilbar" steht, wird der Schüler damit ja nicht versetzt. Oder es werden halt die unentschuldigten Fehlstunden mit der Note 6 gewertet. Dann haben sie halt eine Latte 6er auf dem Zeugnis. Führt auch nicht zur Versetzung.
jetzt wird's eng für die öffentlich rechtlichen Arbeitgeber
Tja, dann müssen sich die Arbeitgeber wohl mal etwas bewegen, wenn es darum geht Personal anzuwerben.
Hätte ich Lust mit akut förderbedürftigem und verhaltensproblematischem Klientel zu arbeiten, hätte ich ein anderes Lehramt studiert. Ja, die Leute sind da und müssen beschult werden, ist halt so und ich hab auch nicht groß gejammert, sondern das halt zähneknirschend gemacht. Aber ich hab trotzdem in jeder Stunde die Minuten runtergezählt.
Bei mir war es ähnlich, als ich in der Ausbildungsvorberitung eingesetzt war und dort in der Klasse für Schüler, die die Hauptschule nach Klasse 6 verlassen haben, weil sie die 5. Klasse viermal und die 6. Klasse dreimal gemacht haben und irgendwann einfach 16 Jahre alt waren. Ich sag nur: "Absentismus über Jahre hinweg." Das war also wirklich der Bodensatz vom Bodensatz und die Schüler wußten auch, daß alle, die auch nur ein wenig auf dem Kasten hatten, bereits in "bessere Ausbildungsgänge" aussortiert wurden.
Um die Schüler hinten, so ab der dritten Reihe, überhaupt noch zu erreichen, war meine Grundlautstärke im Unterricht damals so extrem, daß es nicht nur meinen Kollegen in den Nebenräumen sondern auch denen auf der kompletten Etage unmöglich war zu unterrichten. Selber leiser zu werden hat nichts gebracht, dann gingen die Schüler komplett über Tische und Bänke. Die Kollegen standen regelmäßig bei mir und faselten etwas davon, daß wir doch leiser sein sollten. Am Ende war genau diese Lautstärke das stärkste Argument, daß ich in solchen Klassen nicht mehr zu unterrichten brauchte. Wobei man das, was da lief, eh nicht unterricht nennen kann. Das war zum Großteil nur eine Bespaßung von angehenden Kleinkriminellen. Jedenfalls prahlten sie schon damit, daß ihr polizeiliches Führungszeugnis eben nicht mehr blanko war.
Einer Bekannten wurde dann die Entlassung ein Monat später genehmigt, mit weniger Stunden im Plan, damit sie das Geld auf dem Weg bekommt.
Und was, wenn die Bekannte abgelehnt hätte, weil sie im Folgemonat schon einen Arbeitsvertrag bei einem anderen Brötchengeber hat?
Vielleicht tröstet ja der Gedanke, dass es vermutlich nichts für die Ewigkeit ist.
Das Makabere dabei ist ja: Je mehr man sich reinhängt, um den Laden doch irgendwie am Laufen zu halten, desto schlechter kommt man von dieser Strafexpedition wieder weg. Wenn man jedoch "defekt spielt", hält einen irgendwann die Schulleitung unfähig die IK Klassen zu unterrichten und man wird sie sehr viel schneller wieder los.
Ich finde das System auch zum Würgen
, aber so läuft es in der Realität leider.
Doch, manchmal hilft das. Aber wenn du meinst, dass der Kollege dir noch zuhört und Tips à la "die armen SuS haben es auch nicht leicht" interessiert wahrnimmt, dann ist es dir unbenommen, noch mehr davon zu posten.
Und ich dachte jetzt im ersten Moment, daß "Chantal, heul' leiser. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein." eine Empfehlung sein soll, wie Avitor mit seinen Schülern umgehen soll. ![]()
Die Radfahrer haben einfach das System einer Warteschlange noch nicht verstanden und halten sich für was Besseres. Zumindest wenn ich den Fahrstil mancher Fahrradkurriere sehe, frage ich mich ob sie nicht schon in suizidaler Absicht unterwegs sind. Rote Ampeln sind für die nur eine Empfehlung, genauso wie Einbahnstraßen, Fußwege, ...
Wie muss ich mir das denn vorstellen? Aber ich sehe schon, eine Radlerin darf man überholen, muss gar. Die ist ja im Weg.
Ich habe auch kein Problem damit von Radfahrern überholt zu werden, in den Alpen bergrunter komme ich den Radfahrern weder mitm Auto noch Motorrad hinterher. Mit dem Fahrrad könnte ich es theoretisch wohl schaffen hinten dran zu bleiben, aber dafür fehlt mir der Mut.
Also so lange Radfahrer, E-Bikes, ... im fließenden Verkehr schneller sind, sollen sie alle gerne überholen. Nur bei uns sind sie im fließenden Verkehr ja eben gerade nicht schneller. Sie drücken sich rechts an der Warteschlange vorbei, stellen sich vorne an die Ampel und sobald es wieder losgeht, halten sie alle anderen auf.
Wie sagte mein Fahrlehrer damals so passend: Wenn du schon jemandem direkt vor die Schnautze fährst (kurz vor einem Anderen auf eine Straße einbiegst etc.), dann gib wenigst richtig Gas und bremse ihn nicht immer noch weiter aus!
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