Das „es muss verhandelt werden“ aus Kreisen deutscher Prominenter oder politischer Kreise kommt auch nicht aus der Perspektive des Mitgefühls für einfache Soldaten, sondern aus der eigenen Bequemlichkeit- der Krieg wird uns irgendwie zu teuer und zu unbequem,
Das denke ich bei unseren "Friedensengeln", die fortwährend Verhandlungen fordern, wo es nichts zu verhandeln gibt, leider auch. Ich denke aber, daß der Ukraine-Krieg noch länger andauern wird. Für uns bzw. unsere Wirtschaft dürfte der Krieg langfristig sogar positiv sein, wird doch jetzt alles unternommen, um von ausländischen Energielieferungen unabhängig zu werden. Warum sind denn aktuell die Nachfrage nach und die Preise für Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen explodiert? Das ist die Reaktion auf den Krieg, auf die auch gerade die "letzte Generation" eigentlich stolz sein sollte.
Energetisch wird die Welt bei uns nach dem Krieg eine andere sein. Russisches Gas werden wir danach wohl eh nicht mehr brauchen.
Ich vermisse leider regelmäßige Ansprachen des Bundeskanzlers oder -präsidenten, bei denen das Ziel der wirtschaftlichen Unabhängigkeit ausgegeben wird und bei denen auch klar formuliert wird, was wir denn machen können, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken. Als Politiker muß man einfach die verängstigen Bürger "an die Hand nehmen" und ihnen sagen, wie es laufen soll. Nur leider fehlt mir dieses Element in den Medien auf ganzer Linie. Stattdessen posaunen zweit- und drittklassige Politiker ihre Partikularinteressen raus. In dem Zusammenhang muß ich immer an den Plan Wahlen denken, mit dem die Schweiz im 2. Weltkrieg die eigene Lebensmittelversorgung sicherstellte. Was meint ihr, was man als Volk erreichen kann, wenn man nur wirklich will. 
Das ist ja die Tragik des Ganzen - Putin kommuniziert seit seiner berühmten Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz und spätestens seit 2014 ganz offen und unverblümt, welche Ziele er hat - Wiederherstellung eines russischen Imperiums, notfalls auch mit militärischer Gewalt, begrenzt durch die Nato-Grenzen vor der Erweiterung ab 97'. Genau so lange wird hier bei uns so getan, als meine er das alles nicht ernst und man müsse nur weiter auf Dialog setzen, dann könne man schon irgendwie mit ihm klar kommen.
Da zeigen sich durchaus Parallelen von Putin und Hitler. Beide haben lange vorher angekündigt was sie planen und niemand hat sie ernst genommen. Beide haben sich nicht an Verträge gehalten, ich erwähne nur die Münchner Verträge und den Hitler-Stalin-Pakt, beide lassen sich von der Appeasement-Politik nicht beeindrucken und beide müssen niedergekämpft oder durch innere Aufstände/Attentate beseitigt werden.
Leider haben einige deutsche Mitbürger, zumindest die, die Verhandlungen fordern, im Geschichtsunterricht wohl nicht aufgepaßt. Oder ist es so schwer zu verstehen, daß wir als Deutsche dieses mal auf der anderen Seite der Geschichte stehen?