Beiträge von plattyplus

    Wie würdet ihr weiter vorgehen?

    Ich würde Schulsozialarbeit und Schulleitung einschalten und dem Schüler klar zu Ausdruck geben, daß jede Nicht-Leistung mit der Note 6 bewertet wird. Über das Gespräch, das die Information zu den Folgen der Nicht-Leistung beinhaltet, würde ich ein Gesprächsprotokoll anfertigen und dieses in die Schülerakte als Aktennotiz aufnehmen. Das Protokoll sollte vom Schüler unterschrieben und ihm in Kopie ausgehändigt werden. Weigert er sich dies zu untzerschreiben, wäre zumindest seine Unterschrift hinter dem Vermerk: "Ich bestätige den Empfang am (Datum):" angebracht. Verweigert er auch dies, dann übergibst Du ihm das Protokoll unter Zeugen.

    geht der Plan raus an das Kollegium und es ist dann Aufgabe der Kolleg:innen, den Plan zu optimieren?

    Habt ihr eine Obergrenze für Freistunden, die ihr auf jeden einhaltet, oder gebt ihr ggf. auch Pläne mi "zu vielen" Freistunden raus?

    Sagen wir mal so: Die KuK können nur insoweit optimieren, als das die von den Änderungen betroffenen KuK natürlich zustimmen müssen. Ich stand z.B. mit einem Kollegen in diesem Jahr beim Stundenplaner im Büro und wir beide haben gesagt "bitte ändern, wir hätten es gerne so...", weil Untis uns und die Schüler immer lustig zwischen den beiden Schulgebäuden hat pendeln lassen, wo wir beide nur normale Klassenräume benötigt haben.

    Wie gesagt: Für die Änderungen müssen alle Betroffenen zusammen zum Stundenplaner und ihm sagen was er eintragen soll. Der Planer will da keine Beschwerden sondern Lösungen hören.

    In den letzten Jahren habe ich so auch schon einmal einen ganzen Unterrichtstag weggetauscht. Ich hatte am Vortag Abendschule bis 21 Uhr und hätte am nächsten Tag um 7.30 Uhr wieder antreten sollen. Mit den 11 Stunden Nachtruhe wäre es da nichts geworden. Hab es da echt geschafft die kompletten 6 Stunden des Folgetags wegzutauschen. :teufel:

    Uiiii! Solche Klassen würden bei uns gar nicht eingerichtet werden. Das kleinste bei uns waren m. E. mal eine Berufsschulklasse mit 8 SuS

    Die kleinste Klasse, in der ich mal unterrichtet habe, bestand aus einer Auszubildenden. Und ja, solche Klassen müssen bei uns eingerichtet werden, weil es Landesfachklassen sind. Im ganzen Bundesland NRW sind wir also das einzige Berufskolleg, das in diesem speziellen Beruf ausbilden kann.

    Das wirklich Blöde dabei: Für die Anzahl der Lehrerstellen gilt: "Pro 19,5 (Vollzeit-) Schüler eine Lehrerstelle." Wenn man also so eine kleine Klasse anbieten muß, muß man an anderer Stelle z.T. Klassen mit 44 Azubis bilden, um das wieder auszugleichen. Wenn uns das Bundesland schon zwingt so kleine Landesfachklassen einzurichten, dann sollten sie im Umkehrschluß diese Klassen aber auch mit 19,5 Schülern rechnen, eben damit sie den Schnitt nicht so massiv runterziehen.

    Natürlich setzt der Algorithmus nicht perfekt, aber man hat einen (sehr) guten Startpunkt, wenn man dem Programm genau mitteilt, was man möchte, was mit welcher Priorität beachtet werden soll etc.

    Ich denke mal, daß das der Punkt ist. Untis sorgt für eine recht gute Ausgangslage, die man dann ggf. manuell noch etwas weiter optimieren kann. Bei uns wird daher auch die Untis-Version des Stundenplans für das kommende Schuljahr bereits wenige Wochen vor den Sommerferien den KuK zur Verfügung gestellt, damit diese dann selber die Stundenpläne optimieren können.

    Ansage des Stundenplaners: "Kommt mir bitte nicht mit Sätzen wie: 'So geht das aber nicht!' sondern liefert mir Lösungen." Und so stehen wir dann zu zweit oder dritt bei ihm im Büro und fragen an, ob er diese und jene Änderung (Stundentausch, Raumänderung, ...) einpflegen kann. Was meint ihr, wie kreativ die Kuk da werden, wenn es um die Optimierung ihrer eigenen Stundenpläne geht. :staun:

    Ja, wir sind aber so nett und machen Mahnungen.

    Ich mahne ja auch, aber "aufwachen" tun diese Schüler erst, wenn die Sozialleistungen (= Kindergeld, Bafög, ...) ausbleiben. Nur sind dann zumeist die 20 Tage rum. Dank §47 bekommen wir wenigstens die ganzen Karteileichen aus dem System, die sich nur angemeldet haben und gar nicht erschienen sind oder nur am Tag der Einschulung einmal da waren, um die Schulbescheinigung abzugreifen. Als sie festgestellt haben, daß es die nicht am ersten Tag gibt, wurden sie nicht mehr gesehen.

    Mir fallen spontan schon zwei Personen ein die bereits mehr als 20 Stunden erreicht hat.

    Bei mehr als 20 Stunden mußt Du aber nach §53 Schulgesetz ausschulen. Da bedarf es zweier Mahnungen, Teilkonferenz etc., Ausschulungen nach §47 Schulgesetz sind da viel einfacher. Fehlt ein Schüler mehr als 20 Tage ununterbrochen unentschuldigt, ist das ganze Mahnverfahren entbehrlich und es kann direkt ausgeschult werden. Eine einfache Erinnerung reicht da und die Erinnerungen habe ich schon alle rausgehauen. Aber viele Erinnerungen kommen zurück, weil die entsprechenden Schüler natürlich eine falsche Adresse angegeben haben, damit wir das Mahnverfahren nicht durchziehen können.

    Hatte letztes Jahr erst so einen beratungsresistenten Fall, bei dem auch ein Bußgeldverfahren wenig Änderung bewirkt hat...

    Ich bin gerade wieder dabei die Tage zu zählen, um die entsprechenden Kandidaten gemäß §47 Schulgesetz NRW ohne Mahnverfahren auszuschulen. Die reiben sich zumeist verwundert die Augen, wenn das Kindergeld eingestellt wird, weil sie nicht mehr zur Schule kommen, dann doch einmal wieder bei uns aufschlagen und dann feststellen, daß sie keine Schüler mehr sind, sich im Sekretariat das lagernde Abgangszeugnis holen können und ihnen nur noch der Weg zur Ausgangstür gezeigt wird.

    Fallpauschalen der GKV für das Quartal erschöpft. Natürlich arbeitet der Arzt nur ungern umsonst und schiebt dann möglichst ins neue Quartal.

    Wenn die Fallpauschale erschöpft ist, macht mein Arzt für den Rest des Quartals Urlaub. Da kann man schon die Uhr nach stellen, daß in den letzten 10-14 Tagen eines jeden Quartals die Praxis zu ist und alle im Urlaub sind.

    Mein extremstes Erlebnis, was Privatpatienten angeht, hatte ich als Zivi auf einer Kinder-Intensivstation. Da hatten wohl die Eltern einen Jugendlichen (14 oder 15 Jahre alt) geimpft, daß er privatversichert sei und ihm deswegen eine Sonderbehandlung zustehen würde. Als er versucht hat dies meinem Oberarzt, einem ehemals britischen Militärchirurgen mit Falkland-Krieg-Erfahrung, näherzubringen, kam ich kaum aus dem Staunen raus, wie der alte Mann den Jugendlichen nach Strich und Faden zusammenfalten konnte.

    Humblebee

    In NRW besteht die (Teilzeit-) Schulpflicht bis zum Ende des Schuljahrs, in dem man 18 geworden ist. Darum wurden ja auch die 2-jährigen Lehrberufe eingeführt, damit die Azubis nach der 10. Klasse so ihre Teilzeit-Schulpflicht erfüllen können.

    In den AV-Klassen bekommen normalerweise alle Schüler den Abschluss, weil mit Abschluss ihre Schulpflicht schon im Alter von 17 endet und nicht erst mit 18.

    Ich hatte mal eine Klasse mit 40 Schülerinnen und Schülern. Mehr als 25 habe ich aber nie gesehen.

    Erinnert mich an unsere AV-Klassen. In denen landen die Schüler, die die 5. Klasse viermal wiederholt haben und die 6. Klasse dreimal, bis sie irgendwann einfach 16 Jahre alt waren und ohne Abschluß aus dem System gepurzelt sind. In einer AV-Klasse haben wir alle komplett hoffnungslosen Fälle. Von insg. 60 Schülern in der Klasse habe ich noch nie mehr als 5 Schüler gesehen. Aber glaubt nicht, daß die 5 Schüler, die mittags da sind, die gleichen sind, die auch morgens da waren. Das ist da ein lustiges Kommen und Gehen im Gleitzeit-Modus.

    Sie können die nächsten 2-3 Monate keine Bustransporte zum Schwimmen anbieten, wir mögen doch laufen (6-10 km je nach Weg) oder öffentlich fahren.
    Wir haben vier Schwimmgruppen, innerhalb von vier Stunden, wie bitte soll irgendwas da funktionieren.

    Berlin halt, arm und doof.

    Oder, wie man von hier aus sagt: "Berlin, the failed state."

    Nur mal so als Idee: Könntet ihr das Schwimmen nicht im Rahmen einer Projektwoche oder so komplett blocken? Dann wird eine Woche lang wirklich nur Schwimmen unterrichtet und in der nächsten Woche ist die nächste Klasse dran. Da könnte man dann doch den "Lernort verlegen", so daß der Schulunterricht an der Schwimmhalle beginnt und endet. So wäre man jedenfalls das Transportproblem los. :pfeifen:

    Und ich kann dann noch mehr darüber lachen, Boards rauszuwerfen und Kreidetafeln zurückzuholen.

    Wo sollen die herkommen?!?

    Tafellack auf die Boards streichen, fertig. :pirat:

    --> https://www.obi.de/tafelfarben/al…75-ml/p/2931251

    Als wir mal übergangsweise in Containern unterrichten mußten, haben wir das Zeug auf Holzbretter gepinselt und diese dann an die Wand geschraubt als Tafelersatz.

    Mein Hohngelächter bezog sich auch nur auf den Vorschlag, die ITler mit Drohungen in die Spur zu bringen.

    Mir ist das ganz egal, ob die dann in die Spur kommen. Entweder sie kommen in die Spur und dann ist gut oder sie kommen es nicht, dann wird mit dem Verweis auf: "Die IT schafft es nicht unsere Schule am Laufen zu halten" in Richtung Senatsverwaltung eskaliert. "Eskaliert", weil das ja der übliche IT-Sprech ist, wenn das Problem dann ein Level höher aufgehängt wird.

    fossi74

    Du kannst dich so lange auf dem Teppich vor Lachen kringeln wie du willst. Entweder die Boards laufen oder sie fliegen raus und die Kreidetafeln kommen zurück. Wir müssen den Unterricht sicherstellen und sind kein IT-Versuchslabor. Ob das mit den Kreidetafeln dann der Senatsverwaltung, der IT-Firma oder den KuK gefällt oder nicht ist irrelevant.

    Aber wenn ich mich schon aufregen darf: Wir haben einen Raum in unserem Gebäude zurückbekommen, der vorher für Schulversuche genutzt wurde. Wegen der Versuche wurde dort auch die Kreidetafel rausgeworfen und durch ein elektronisches Smartboard ersetzt, das nicht funktioniert. Da haben die Kollegen in der ersten Woche jetzt mit Whiteboard-Markern drauf geschrieben, weil das Ding nicht läuft. Ich muß in dem Raum auch unterrichten, weil wir keinen weiteren Raum an dem Tag mehr frei haben. Das Board ist kleiner als der Fernseher im Wohnzimmer meiner Eltern. Was sollen wir mit so kleinen Dingern? Da können nur die Schüler, die in der ersten Reihe sitzen, überhaupt etwas lesen. Selbst wenn das Board funktionieren würde, ist es meiner Meinung nach für den Unterricht komplett unbrauchbar, da viel zu klein. Wenn es was taugen soll, müßte es schon 4m breit und 1,5m hoch sein. Da hätte ich lieber heute als morgen die Kreidetafel zurück!

    Ach und:

    Zitat

    Selbst ein Friseur schafft es nicht, montags vor 10 Uhr so viele Gerüchte in die Welt zu setzen, wie das Kollegium eines Lehrerzimmers.


    Klar schafft das der Friseur nicht, denn der hat montags Ruhetag. :rofl:

    sie hat gemerkt, dass ich unangenehm werden könnte

    Inwiefern sollst Du ihr in so einer Konstellation unangenehm werden können? Hast die Berliner Morgenpost in die Schule eingeladen, um der Politik mittels Presse Dampf unterm Allerwertesten zu machen?

    Oder doch evtl. den Unterricht einstellen, weil die Klassenräume nicht nutzbar sind, und das auch genau so den Eltern schreiben, auf das die dann Druck machen?

    Nunja, dass sich die IT-Firma genau nicht gemeldet hat, ist wohl klar oder?!?

    Frist setzen, Nachfrist setzen, dann eine Konkurrenz-Firma holen, die es kann, und der ersten Firma deren Kosten in Rechnung stellen.

    Und ja, ich denke da durchaus an Fristen von 24-72 Stunden (inkl. Samstag, Sonntag, Feiertag und Nachtarbeit!) und nicht an Fristen von Wochen.

    Ansonsten: Wir haben uns gegen Boards ausgesprochen, weil die Standard-Geräte für unsere Räume eh viel zu klein sind und Geräte in passender Größe (= mindestens die Größe der Kreidetafel, die sie ersetzen) unerschwinglich teuer sind. Also Kreidetafel + Beamer läuft eigentlich ganz gut.

    Fürs Bierkrugstoßen (gefüllt mit Wasser) sind die Kinder wohl noch zu klein?

    Für das Spiel braucht man einen Tapeziertisch oder den Tisch einer Bierzeltgarnitur. Der Tisch sollte möglichst lang und schmal sein. An die langen Seiten des Tisches wird jeweils eine Leiste angeschraubt, damit der Maßkrug nicht rechts oder links vom Tisch fallen kann. Unter die hintere Seite des Tisches legt man einen Strohballen, ein großes Sitzkissen oder irgendetwas, das den Bierkrug daran hindert kaputtzugehen, wenn er hinten von der Tischkante fällt. Jetzt macht man den Tisch gut nass.

    Aufgabe der Spieler ist es sich an die vordere kurze Tischkante zu stellen und den mit Wasser gefüllten Bierkrug so kräftig zu stoßen, daß er über den Tisch schliddert und möglichst nah an der hinteren Kante des Tisches zum Stehen kommt, ohne natürlich hinten vom Tisch zu fallen. Gewonnen hat der, der das Ding so nah wie nur möglich an die hintere Kante gestoßen hat. Nach jedem Versuch wird die Weite aufgeschrieben und der Bierkrug dem nächsten Spieler übergeben.

    Um den Ablauf zu beschleunigen, kann man ein Maßband auf einer der Leisten an den Seitenkanten des Tisches festschrauben.

Werbung