dreizehn
Ich halte von dem solidarisch finanzierten ÖPNV wenig, weil dann die Landbevölkerung mal wieder in die Röhre guckt, da sie für etwas zahlen muß, was sie nicht nutzen kann, da es überhaupt kein Angebot gibt.
Wenn schon solidarisch finanziert, dann muß auch das Angebot überall vergleichbar sein. Dies würde aus meiner Sicht z.B. bedeuten, daß jeder Bürger innerhalb eines Radius von 500m vor der Haustür eine Haltestelle haben muß, die im 30-Minuten-Takt 24/7, also auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag angefahren wird (ggf. auf Bestellung = Anrufsammeltaxi). So lange es diese Versorgung auf dem Lande nicht gibt, ist der ÖPNV alles aber bestimmt nicht solidarisch.
Ich vergleiche das gerne mit der Post. Für einen Brief zahle ich deutschlandweit das gleiche Porto, egal ob der dann in Berlin Marzahn in einem Hochhaus zugestellt wird, wo der Postbote gleich 100 Empfänger kostengünstig auf einen Schlag abarbeiten kann, oder auf Hallig Hoge oder auf der Zugspitze.
Einfach bei den Zustellbezirken bzw. beim ÖPNV die Ballungsräume = Rosinen rauspicken und den Rest gar nicht beackern ist nicht. Da muß der ÖPNV dann deutschlandweit eine Mischkalkulation betreiben und die Stadtmenschen müßten den ÖPNV auf dem Lande subventionieren.