Beiträge von plattyplus

    37 SuS? Ist das "normal" am BK oder die absolute Ausnahme (ich hoffe Letzteres).

    Das Problem in NRW ist, daß die Lehrerstellen einer Schule sich an der Schülerzahl orientieren. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, braucht man 19,5 Schüler (vollzeit) in einer Klasse. Danach wird dann der Bedarf und der Stellenplan der Lehrkräfte berechnet. Eigentlich ist das auch kein Problem entsprechend große Klassen zu bilden. Das Problem kommt im BK-Bereich dadurch zustande, daß wir manche Ausbildungsberufe anbieten müssen (Landesfachklasse und so). Da haben wir dann oft Klassen mit 1-5 Schülern. Trotzdem werden uns diese Miniklassen voll auf den Schnitt von 19,5 angerechnet, weswegen andere Klassen dann übergroß werden müssen, um den Durchschnitt von 19,5 zu schaffen. Daher kam ja auch mal meine Frage, was ich machen soll, wenn die komplette Rest-Klasse aus einem Mädchen besteht und ich mich als Lehrer gegen etwaige Vorwürfe absichern will.

    Im Kollegium geht entsprechend häufiger der Wunsch ans Ministerium bzw. an die Bezirksregierung um: "Wenn wir schon diese kleinen Klassen anbieten müssen, weil es politisch so gewollt ist, dann sollen sie uns auch die Klassen mit 19,5 Schülern anrechnen, auch wenn tatsächlich nur 2 Schüler in der Klasse sitzen, damit wir eben nicht mehr in den übrigen Bereichen diese übergroßen Klassen bilden müssen."

    Ich denke mal, daß Schokozwerg sich einfach verschrieben hat. Raum für 25 ausgelegt und zwei Tische fehlen bedeutet, daß 27 SuS da waren und nicht 37.

    Aber ja, 37 SuS kann bei uns am BK durchaus mal vorkommen, weil die Betriebe ja praktisch durchgehend Lehrverträge abschließen können. Sehr viele Lehrverträge kommen noch im Oktober und November. Die Azubis werden dann bei uns angemeldet und wir müssen sie aufnehmen. Ist halt etwas blöd, wenn man im Mai mit 20 Azubis in einem Ausbildungsgang plant, dann am Ende im November 37 Azubis hat und die Klasse nicht aufteilen kann, weil man nicht genug Fachkollegen hat, um zwei Klassen beschulen zu können. In den berufsbildenden Fächern sind die Kollegen bei uns ja hochspezialisiert.

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    Wo sie aber nur aus ideologischen Gründen (Hauptsache Haupt-/ und Förderschulen weg!) existieren, sind sie zum Scheitern verurteilt.

    Sie ist nicht zum Scheitern verurteilt, sie sind dann nur genau die Schule die aus den entsprechenden Schulen hervorgegangen ist, nur eben unter anderem Namen. Ob die Veranstaltung nun Haupt-, Förder- oder eben Gesamtschule heißt, ändert nichts an den Problemen.

    Und nein, ich würde meine Kinder auch nicht auf die hiesige Gesamtschule schicken. Dafür laufen dort zuviele "Verhaltensoriginelle" mit emotionalem und sozialem Förderbedarf rum.

    Palim:

    Also ich finde es erschreckend, daß man für immer mehr Ausbildungen defacto ein Abitur benötigt. Wenn ich mich in unseren Azubi-Klassen umsehe, haben wir echt manche Berufe, wo Schüler mit einem Realschulabschluß gar keine Chance mehr haben einen Ausbildungsplatz zu finden.

    Man kann jetzt natürlich auch das Abitur soweit runternivellieren, daß am Ende alle Abitur haben von wegen Chancengleicheit und so, aber im Ergebnis legen die Arbeitgeber die Meßlatte bei den Abschlüssen dann doch auch wieder höher.

    Andererseits erlebe ich es immer wieder, wie wir bei uns am BK wirklich Analphabeten aus den Sek 1 Schulen mit Fachoberschulreife bekommen, z.T. sogar mit Q-Vermerk, wo ich mich immer frage, wer die da wohl all die Jahre durchgewunken hat?

    Läuft das da etwa in der Zeugniskonferenz so: "Wenn der Schüler X das Schuljahr wiederholen muß, dann geht der Kollege Y mit Burnout in Frühpension, drum gib ihm eine 4, damit wir das Problem los sind." ???

    Von einem Jahrgangsstufenkoordinator einer Gesamtschule habe ich jedenfalls die obige Aussage bekommen.

    Es GIBT (bzw. gab) in meiner nicht besonders großen Stadt ALLE Schulformen von der Hauptschule, (Realschule war, ist nicht mehr da), über Sekundarschule, GymnasiEN (!), BKs (!) und trotzdem blüht die Gesamtschule.

    Bei mir gab es auch alle Schulformen und die Hauptschule wurde zugunsten der Gesamtschule aufgegeben, wodurch der Ruf der Gesamtschule noch weiter in den Keller ging.

    Motto bei uns am Ort: Allen Eltern, denen die Bildung ihrer Kinder wichtig ist, schicken ihre Kinder nicht auf die Gesamtschule. Da landen nur die, deren Eltern die Bildung der Kinder egal ist. Die Gesamtschule ist leider entsprechend groß, was dazu führt, daß die Stimmung noch schlechter wird. Bei tausenden Schülern und 120 KuK ist man nur noch eine Nummer.

    Auf das Tragen einer Maske kann verzichtet werden

    7. in Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und Ver- sammlungen, Tagungen, Messen und Kongressen an festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn entweder die Plätze einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben oder alle Personen immunisiert oder getestet sind,“

    Also die 1,5m Abstand können wir nicht einhalten. Bliebe jetzt noch die Frage, was man bei einem Elternabend machen soll, wenn geimpfte Maskenverweigerer auf ungeimpfte Querdenker treffen. Müssen wir dann die Ungeimpften rauswerfen, damit die Geimpften ohne Maske da sitzen? Oder werfen wir die Maskenverweigerer raus, damit die Ungeimpften teilnehmen dürfen?

    Und wenn ich mir den Schulentwicklungsplan und die Anmeldezahlen meiner Stadt anschaue: die Gesamtschule ist SEHR beliebt. und zwar durch alle "Schulformempfehlungen" hindurch, am meisten sogar bei den Kindern / deren Eltern mit Gymnasialempfehlung.

    Ich denke, daß das stark damit zusammenhängt wo die Gesamtschule liegt. Ist die Gesamtschule auf einer der Ostfriesischen Inseln oder wirklich im extrem ländlichen Gebiet, macht das Konzept meiner Meinung nach durchaus Sinn. Zumal dann auch die wirklich guten Schüler die Gesamtschule besuchen und nicht gleich zum Gymnasium abwandern. Aber in einer Gegend, wo es schon alle drei weiterführenden Schulformen gibt, noch zusätzlich eine Gesamtschule dazwischen als Pflock einzuschlagen, funktioniert nicht. Da melden dann die Eltern, die verständlicherweise ihre Kinder nicht den Mitschülern in der Hauptschule aussetzen wollen, von der "Resterampe" Hauptschule zur Gesamtschule und dadurch wird dann die Gesamtschule zur neuen "Resterampe".

    Frei nach Peter Scholl-Latour:

    Zitat

    Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta.

    Meiner Meinung nach sollte das Bildungssystem die Menschen bestmöglichst fördern und nicht bestmöglich selektieren.

    Wenn vielen Menschen dadurch möglich wird, höhere Abschlüsse zu erreichen, gibt es in der Gesellschaft einen hohen Bildungsgrad.

    Dem muß ich widersprechen. Das Problem ist doch, daß immer mehr Berufe akademisiert werden, bei denen es eigentlich überflüssig wäre. Ich nehme einfach mal den Beruf der Hebamme, weil mein Omi damals selber eine war. Als sie ihre Ausbildung in den 1930ern gemacht hat, waren Hausgeburten üblich. Da war dann nur die Hebamme da. Den Arzt hätte man nicht einmal per Telefon dazu rufen können, weil es schlicht in normalen Haushalten keine Telefone gab. Damals war das eine dreijährige Lehre. Heute, wo Geburten eigentlich nur noch in Krankenhäusern stattfinden, allein weil sich Hebammen die Betriebshaftpflichtversicherung für Hausgeburten gar nicht mehr leisten können, und entsprechend Ärzte im Fall der Fälle sofort greifbar sind, muß Frau den Beruf der Hebamme studieren.

    Also ich wage mal zu behaupten, daß der Beruf damals auch ohne Studium weitaus fordernder war als heute.

    Omi.jpg

    Meine Omi 1935, im Alter von 18 oder 19, die Ausbildung war gerade beendet, mit Dienstmotorrad. Autos waren damals zu teuer und auf dem Lande war man auch damals schon für sowas mit dem Fahrrad einfach zu langsam.

    Das Gymnasium ist ein absolutes Heiligtum, gerade im ländlichen Raum sehe ich da keinerlei Gefahr - gerade, weil die Schulform dann dort gar nicht mehr angeboten würde. Das geht nicht.

    Das denke ich auch. Bei uns ist es auch eher ländlich und da sieht es so aus, daß die Hauptschulen geschlossen werden, weil sie den Ruf einer "Resterampe" haben und die Eltern ihre Kinder nicht dorthin schicken wollen. Stattdessen werden die Kinder dann zur Gesamtschule geschickt, weswegen so langsam die Gesamtschulen den Ruf der "Resterampe" bekommen und viele Eltern alles tun, damit ihre Kinder nicht zur Gesamtschule gehen müssen. Dann nimmt man eher auch längere Schulwege in Kauf und meldet seine Kinder im Nachbarort an. Das Ganze nivelliert sich dann durch bis zum Gymnasium. Ich denke, wenn sie ein Gymnasium hier in eine Gesamtschule umfirmieren würden, die Eltern und die Presse würden Sturm laufen. Auch der Ruf der Realschulen ist durchweg besser als der Ruf der Gesamtschulen.

    Niemals würde ich mich als gefährdeter halten als Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger etc.

    Ich denke einfach daran was die Leute bei der Probenentnahme in den Testzentren an Schutzkleidung haben und was wir haben, wenn sich die Schüler vor unseren Augen testen sollen.

    Und nein, auch ich habe keine Angst vor der Testerei in der Schule, ich will aber nicht noch einmal in Quarantäne gehen müssen, weil sich ein SuS vor meinen Augen die Maske zum Testen runtergezogen hat und ich deswegen dann Kontakt 1. Grades geworden bin.

    warum solltest du dann die am meisten gefährdetste Gruppe sein vor Ärzten, die tagtäglich am Patienten arbeiten, keinen Abstand halten können, möglicherweise bereits Infizierte behandeln?

    Weil die Ärzte all das haben, was wir nicht haben. Guck dir mal an wie ein Arzt einem Corona-Infizierten oder noch "besser" Ebola-Infizierten gegenübertritt. Jetzt vergleiche deren Sicherheitsausstattung mit dem, was wir haben, nämlich rein gar nichts.

    Wo wir schon dabei sind...hat es einen Grund, dass du die beiden mischst? Die beiden überschneiden sich stark, damit hast du eine starke Übergewichtung der Industriestaaten - kann ja beabsichtigt sein...aber auch das wäre vmtl einfacher mit dem MSCI World

    Ich hatte den Vanguard FTSE (physisch replizierend, thesaurierend) zuerst. Allerdings wird der aus London gemanagt, was ja bekanntlich nicht mehr in der EU liegt. Daher dazu der ishares msci world Core (physisch replizierend, thesaurierend). Der wird von der blackrock Niederlassung in Irland gemanagt und liegt damit in der EU.

    Ich habe deinen Beitrag #10 ("...nicht mehr als 100k€ zu halten und das dann ggf. auch über mehrere Banken strecken, um im Falle einer Bankenpleite in die Einlagensicherung zu fallen.") so verstanden, als würdest du eine davon abraten mehr als 100k€ bei einem Kreditinstitut ins Depot zu legen.

    Ich hatte an die Bank gedacht, die den ETF emittiert und nicht an die Bank, bei der man das Depot hat.

    kleiner gruener frosch

    Das mit der Selbstauskunft kann funktionieren. Die Frage ist nur, mit welcher Strafe etwaiges Flunkern belegt wird.

    Also für den Wembley-Fall:

    • Test gar nicht gemacht und angegeben, daß man negativ ist: 10.000 fache versuchte fahrlässige Körperverletzung, ggf. mit Todesfolge. Wie sieht der Strafrahmen dafür aus?
    • Test gemacht, dieser war positiv und angegeben, daß er negativ war: 10.000 fache versuchte Körperverletzung, ggf. mit Todesfolge, diesmal aber nicht mehr fahrlässig sondern vorsätzlich. Wie sieht der Strafrahmen dafür aus?

    Aber du hast Recht, das Vorgehen Corona einfach für beendet zu erklären egal wie hoch die Inzidenzen sind, ist in NRW in der Tat wasserdicht. :teufel:

    Wir haben bei den 15-19jährigen ja auch nur eine Inzidenz von ca. 400, bei den 10-14jährigen liegt sie grob bei 320 und für die ganz Kleinen, die Du hast, fehlen mir die Zahlen.

    Auch in einem synthetischen ETF stecken ja Aktien. Die Weden nicht Wertlos, wenn der ETF-Anbieter Pleite geht.

    Da stecken eben nicht unbedingt Aktien drin. Die emittierende Bank kann genausogut Staatsanleihen von dem eingesammelten Geld kaufen oder Warentermingeschäfte betreiben. Der syntetische ETF muß "nur" die Indexrendite liefern. Wie er das macht, bleibt mehr oder minder ihm selber überlassen.

    "Ein Risiko entsteht bei der synthetischen Replikation jedoch in einer möglichen Pleite der Partnerbank, wenn diese ihrer Zahlungsverpflichtung nicht mehr nachkommen und die Indexrendite nicht mehr liefern kann. Der ETF-Anbieter muss dann auf das Sicherheiten-Portfolio zurückgreifen und es zu Geld machen. Liegt der Wert dieses Aktienkorbs jedoch unter dem Wert des Index, entsteht den Anlegern ein Verlust."

    Quelle: https://www.biallo.de/geldanlage/rat…ch-synthetisch/

    Damit wären wir dann auf geradem Weg wieder bei Lehman-Brothers.

    Nitram:

    Gilt das auch für ETFs, die nicht physisch replizieren, die also die Aktien nicht wirklich kaufen? Oder ist das dann wieder eine Sonderform des Tagesgelds, bei dem es dann auf die emittierende Bank ankommt?

    Ishares msci world wird von blackrocks Tochter aus Irland ausgeben, entsprechend sollte da der EU-Rettungsschirm greifen, sollte blackrock Konkurs anmelden wie damals Leman-Brothers. :gruebel:

    Ich möchte meine Kapitalanlage allerdings wirklich besitzen und damit auch machen können was ich möchte.

    Dann würde ich eher Kruger Rand Goldmünzen kaufen denn Bitcoin.

    Ansonsten habe ich derweil auch wenige Einzelaktien, einen gemanagten Aktienfond und zwei ETFs (MSCI World thesaurierend und Vanguard FTSE All-World ETF thesaurierend) laufen. Derzeit ist es zwar noch lange nicht soweit, aber ich würde darauf achten in jeder Anlage nicht mehr als 100k€ zu halten und das dann ggf. auch über mehrere Banken strecken, um im Falle einer Bankenpleite in die Einlagensicherung zu fallen.

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