Das zeigt deutlich, das es so etwas wie den "Arbeitsmarkt" nicht gibt. Gäbe es den, würden durch entsprechend höhere Löhne auch die entsprechenden Arbeitskräfte rekrutiert.
Der Arbeitsmarkt in der Pflege hat gena udas gleiche Problem wie unserer Arbeitsmarkt. Durch die festgelegten Sätze der Kranken- und Pflegekassen ist der gedeckelt. Bei uns in der Region machen jedenfalls die Pflegeeinrichtungen schon dicht, weil sie eigentlich höhere Löhne zahlen müßten, um überhaupt noch Leute zu bekommen, dann aber wegen der festgelegten Vergütungssätze Minus machen würden.
--> https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Hoex…chkraeftemangel
Bezeichnend in diesem Artikel:
„Unter den Rahmenbedingungen in Deutschland ist es nicht möglich, kleine Pflegeheime kostendeckend zu betreiben und das für die Qualität notwendige Personal zu akquirieren“, so Pfeifer.
In Deutschland liegt kein System vor, anhand dessen der tatsächliche Personalbedarf eines Heimes erfasst und refinanziert wird. Pflegeheime verhandeln ein Pflegebudget und einen Stellenschlüssel mit den Pflegekassen, der sich an den Pflegegraden orientiert.
Und klar ist der Markt aktuell "leergefegt". Die ausbildung und überhaupt erst einmal das Anwerben dauern einfach ein paar Jahre. Da darf man auf Arbeitgeberseite einfach nicht in 3jahres-Zeiträumen denken sondern mindestens in 10 Jahren. Aber das ist heute natürlich zuviel verlangt.